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27. Mai 2021

Der Lehrermangel spitzt sich zu

Die Freude war von kurzer Dauer: Die Situation am Pädagogik-Stellenmarkt hatte sich 2020 entspannt. Wohl wegen Unsicherheiten in der Corona-Krise blieben mehr Lehrer ihrer Stelle treu als sonst. Jetzt aber sind im Kanton Zürich fürs neue Schuljahr noch 550 Stellen unbesetzt – 80 mehr als im Frühling 2019. Im Kindergarten und in der Primarschule herrscht laut Bildungsdirektion eine angespannte Lage. Noch prekärer ist sie in der Heilpädagogik.

Zürcher Lehrer sollen mehr arbeiten, NZZaS, 23.5. von René Donzé

19. Mai 2021

Tagesschule Zürich: Volksschule ist keine Staatsschule à la DDR

Andernorts würden solche Bedingungen als «Abo-Falle» bezeichnet: Die Anmeldung zum kostenpflichtigen Angebot erfolgt automatisch. Eine Abmeldung ist möglich, aber muss rund fünf Monate vor Vertragsbeginn erfolgen – oder aber innert zehn Tagen nach dem Anmeldebescheid. Die Teilnahme gilt für ein Jahr und kann währenddessen nicht gekündigt werden.

Warum aus der Stadtzürcher "Tagesschule light" keine "Tagesschule vollfett" werden darf, NZZ, 18.5. von Lena Schenkel

Schlechte Luft bedroht ungeimpfte Schüler

In zwei von drei Schweizer Schulzimmern ist die Qualität der Atemluft ungenügend. Zu diesem Befund kam eine Studie, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im März 2019 veröffentlichte – zu einer Zeit, als von der nahenden Corona-Pandemie noch niemand etwas ahnte. Jetzt mehren sich die Stimmen, die einen besseren Schutz der Kinder und Jugendlichen vor der buchstäblich dicken Luft in vielen Schulstuben fordern.

Luft in den Schulzimmern wird zum Problem, Tages Anzeiger, 18.5. von Fabian Renz

23. April 2021

Stadt Zürich bewilligt Projekt für späteren Schulbeginn am Morgen

Als Stefan Urech am Mittwochmorgen um 6 Uhr im Zug nach Mettmenstetten sass, entschied er sich spontan, das Programm seiner ersten Lektion über den Haufen zu werfen. Der Sekundarlehrer vertritt die SVP im Zürcher Gemeinderat, und da sollte am Abend ein Postulat behandelt werden, das ihn besonders umtrieb.

Schülerinnen und Schüler sollen länger im Bett bleiben dürfen, Tages Anzeiger, 23.4. von Corsin Zander

17. April 2021

Umstrittene Gratis-Mittagessen in der Stadt Zürich

Was seit sechs Jahren an diversen Schulen in der Stadt Zürich getestet wird, soll bald die Norm werden: Stadtrat und Schulpflege wollen ab dem Schuljahr 2023/24 alle Schulen in freiwillige Tagesschulen überführen. Das hat der Stadtrat an seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, wie er mitteilt. Nächstes Jahr soll das Volk definitiv über die Einführung befinden. 

Alle Kinder sollen in der Schule essen, Tages Anzeiger, 15.4. von Ev Manz und Corsin Zander

28. März 2021

Sozialer Ausgleich mit neuer Schülerzuteilung auf Schulhäuser

Wo ein Kind zur Schule geht, beeinflusst sein späteres Leben. Statistiken belegen, dass Kinder aus Schulen mit hohem Anteil an fremdsprachigen und bildungsfernen Eltern deutlich weniger Schulerfolg haben. Seit Jahren schon befasst sich Oliver Dlabac vom Zentrum für Demokratie Aarau mit diesen Effekten. Nun legt er eine neue und umfassende Studie vor. «Unsere Analysen ­bestätigen, dass in der Schweiz dasselbe Kind je nach Zusammensetzung der besuchten Schule unterschiedliche Chancen auf Schulerfolg und in der weiteren persönlichen und beruflichen Entwicklung hat», ist sein Fazit.

Schulen besser durchmischen, NZZaS, 28.3. von René Donzé

6. März 2021

Bundesgericht enttäuscht Privatschulen

Zürcher Primarschüler, die nach der sechsten Klasse ans Langgymnasium wollen, dürfen sich Erfahrungsnoten in Deutsch und Mathematik anrechnen lassen. Der entsprechende Notenschnitt zählt ebenso viel wie jener der Aufnahmeprüfung in diesen Fächern. Salopp gesagt, sind die Vornoten für eine Aufnahme also schon die halbe Miete. Nicht so für Privatschülerinnen und Privatschüler. Weil Privatschulen nur begrenzt unter qualitativer staatlicher Kontrolle stehen und einige Freiheiten bei der Stundenplangestaltung haben, erachtet man die Noten als nicht vergleichbar mit jenen der öffentlichen Schulen. Bei Privatschülern zählt deshalb nur das Prüfungsergebnis. Dafür kommt man ihnen beim erforderlichen Notensoll entgegen: Sie brauchen bloss ein Mittel von 4,0 statt 4,5.

Privatschüler sind bei der Gymi-Prüfung nicht benachteiligt - oder doch? NZZ, 6.3. von Lena Schenkel

Abschaffung der Gymi-Aufnahmeprüfung wird in Zürich zum Dauerbrenner

Am Montag und Dienstag lösen wieder Tausende von Schülerinnen und Schülern in Zürich Prüfungsaufgaben in Deutsch, Mathematik sowie mitunter in Französisch oder Englisch. Die eine Hälfte will nach der sechsten Primarklasse ans Langgymnasium, die andere nach der zweiten oder dritten Sekundarklasse ans Kurzgymnasium, die Fach- oder die Handelsmittelschule.Wenn es nach dem Willen eines linken Politikers geht, soll zumindest Letzteres bald der Vergangenheit angehören. Peter Haberstich, Mitglied der kantonalen SP-Bildungskommission, fordert eine Abschaffung der Aufnahmeprüfung für Zürcher Maturitätsschulen für Sekundarschüler. Eine Forderung, die so oder ähnlich immer wieder einmal aufgebracht wird.

Warum es den "gerechten" Übertritt ins Gymnasium nicht geben kann, NZZ, 6.3. von Lena Schenkel und Nils Pfändler

4. März 2021

Lernplattformen kein Ersatz für das Schulbuch

Virtuelle Klassenzimmer, Erklärvideos und Online-Übungen haben in den vergangenen Monaten einen Aufschwung erlebt. Laut Experten ist aber Zurückhaltung gefragt.

Digitale Lernplattformen boomen in der Corona-Krise – doch ein Ersatz für das gute alte Schulbuch sind sie nicht, NZZ, 4.3. von Nils Pfändler

7. Februar 2021

Elternprotest

In Stammheim im Zürcher Weinland ist normalerweise wenig los. Höhepunkte im Jahreskalender der Riegelhaus-Gemeinde sind das Fasnachtsfeuer, der Jahrmarkt und der Tag der offenen Weinkeller. Normalerweise. Doch im Moment läuft nichts. Und so kommt es, dass ein paar bunte Luftballons hohe Wellen werfen. Dabei meinte es die junge Mutter und Naturheilpraktikerin nur gut. Sie hatte einen Marsch zum Schulhaus organisiert. «Ein Zeichen» wollte sie setzen, «dass damit eine rote Linie überschritten wurde». «Damit» heisst mit der Maskenpflicht für Kinder ab der 4. Klasse, die im Kanton Zürich gilt. Das sei eine «extreme Belastung» und ein «erhebliches Gesundheitsrisiko» für das Kind. Also marschierten dreissig Mütter und Väter mit Luftballons los, daran hingen bunte Zettel, auf denen sie unter anderem «Luft für unsere Kinder» forderten. Oder «Freiheit und Liebe». Der Marsch war von der Gemeinde bewilligt worden. «Wir wollten deeskalieren», sagt Schulpräsidentin Anita Fleury.

Aufstand der Eltern, NZZaS, 7.2. von René Donzé

25. Januar 2021

Stadt Zürich will Ernährungsvorbild sein

Ein Cervelat, eine Packung Chips, saure Gummi-Apfelringe und eine Feldflasche mit gesüsstem Früchtetee: Was noch bis mindestens in die neunziger Jahre als klassischer Proviant für Schulreisen galt, ist heute verpönt. Zucker und falsches Fett sind böse: Das soll Kindern – und ihren Eltern – heute schon möglichst früh vermittelt werden.

Böse Bananen, nützliche Nüsse: Warum die Zürcher Schulen beim Essen zwischen Gut und Böse unterscheiden, NZZ, 25.1. von Lena Schenkel und Nils Pfändler

21. Januar 2021

Schulschliessungen sind für die EDK "Ultima Ratio"

Silvia Steiner, oberste Erziehungsdirektorin der Schweiz, sieht keinen Grund, flächendeckend auf Fernunterricht umzustellen. Auch müsse verhindert werden, dass wegen einzelner Infektionen ganze Schulhäuser in den Lockdown gezwungen würden.

Silvia Steiner beobachtet genau, prüft und diskutiert. Bild: Tages Anzeiger
"Familien werden Schwierigkeiten bekommen", Tages Anzeiger, 21.1. von Daniel Schneebeli

14. Januar 2021

Mythen zu Hausaufgaben

Für Generationen von Schülerinnen und Schülern gehörte die Frage zum Nachhausekommen wie das Amen in die Kirche: «Was häsch als Ufzgi?» Und wer erinnert sich nicht an die unschönen Diskussionen mit Mutter oder Vater, die mitunter folgen konnten.

Hausaufgaben sollen auch Schulaufgaben sein dürfen, NZZ, 14.1. von Lena Schenkel

Auslaufmodell Hausaufgaben

Nach Hause kommen und nichts mehr für die Schule tun müssen: Wovon manche ihre gesamte Bildungskarriere lang träumen, gehört für Erst- bis Drittklässler in Männedorf am Zürichsee seit kurzem zum Alltag. Sie haben seit Oktober keine obligatorischen Hausaufgaben mehr.

Warum in Zürich das Ende der Hausaufgaben naht, NZZ, 14.1. von Lena Schenkel

12. Januar 2021

Zürich setzt auf Noten statt Symbole

Eine Mehrheit des Zürcher Kantonsrates hält nicht viel von Krönchen, Raketen und Worten als Leistungsbewertung in der Volksschule. Der Rat hat am Montag eine Parlamentarische Initiative (PI) vorläufig unterstützt, die nur noch Noten zulassen will.

Zürcher Lehrer sollen Noten statt Krönchen verteilen, sda, 11.1.

11. Januar 2021

Nur ja keinen Fernunterricht

Eigentlich sei sie eine «grenzenlose Optimistin», sagt Silvia Steiner (CVP). Aktuell beschreibt die Zürcher Bildungsdirektorin und Präsidentin der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) ihre Gemütslage als «verhalten optimistisch». Aufgrund knapper Impfstoffe und angesichts mutierter Virenstämme und noch unklarer Auswirkungen der vergleichsweise hohen Bewegungsfreiheiten während der Festtage sei abzuwarten, ob die Zahlen nicht wieder in die Höhe schnellten. Sie sei selbst gespannt.

Doch was bedeutet das nun für die Zürcher Schulen?

"Fernunterricht ist der letzte Ausweg", Tages Anzeiger, 9.1. von Anielle Peterhans

4. Januar 2021

Umfrage: Ein Drittel der Eltern finden Hausaufgaben unwichtig

Die Kantonale Eltern-Mitwirkungsorganisation (KEO) hat im November 2'500 Zürcher Eltern zu Sinn und Unsinn der Hausaufgaben ihrer Kinder befragt. Die Corona-Krise und der damit einhergehende Fernunterricht waren allerdings nicht Teil der Befragung. Der «Landbote» macht die Ergebnisse der Befragung nun publik. Diese zeigt: 19 Prozent der befragten Eltern erachten Hausaufgaben als «sehr wichtig», weitere 41 Prozent immerhin als «wichtig». Das ergibt kumuliert 60 Prozent.

Zürcher Elternumfrage zeigt: Nur 60 Prozent halten "Ufzgi" für sinnvoll, Top Online, 30.12.

29. Dezember 2020

Keine Hausaufgaben an der Unterstufe

Was für viele in der Kindheit ein Traum gewesen wäre, die Unterstufenschüler in Männedorf erleben es: Sie müssen seit Oktober keine Hausaufgaben mehr machen. Die Schule Männedorf setzt unter dem Titel «Lernprozesse begleiten» ein entsprechendes Pilotprojekt um. Beteiligt sind 336 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 3. Klasse. 

Die Unterstufenschüler müssen keine Hausaufgaben mehr machen, Tages Anzeiger, 21.12. von Philippa Schmidt

9. Dezember 2020

Eine Frage der Betrachtung

Das Abklären, Diagnostizieren und Therapieren hat über die letzten Jahre tatsächlich stetig zugenommen, und die Ursachen dafür sind vielschichtig. Ob man diese Tatsache so sehen möchte, dass mit einem Kind etwas nicht stimmt, oder aber, ob man es in seiner Gesamtheit möglichst gut verstehen will, ist eine Frage der Betrachtung. In der schulpsychologischen Arbeit verstehen wir unsere Aufgabe nicht darin, nach Defiziten eines Kindes zu suchen, sondern die Bezugspersonen zu beraten, wie sie mit seinen Bedürfnissen umgehen können, um es in seiner individuellen Entwicklung zu unterstützen. Erfreulicherweise haben die meisten Eltern und Lehrpersonen diese Sichtweise und nehmen sich Zeit für den interdisziplinären Austausch wie auch für die Reflexion ihrer eigenen Rolle. Mit dieser Haltung entsteht bei einem Kind während des Untersuchungsprozesses auch nicht der Eindruck, dass mit ihm etwas nicht stimmt, sondern es darf sich als Gegenüber erleben, an dem man interessiert ist und deshalb mehr erfahren möchte.

Leserbrief Tages Anzeiger, 9.12. von Bigna Bernet


15. November 2020

Stadt Zürich hat kein Geld für Tagesschulen

Zürcher Eltern werden aufhorchen. Die Tagesschulen in der Stadt werden je nach Quartier nicht nur deutlich später eingeführt als erwartet, sie dürften auch mehr kosten. Bislang wussten davon nur Eingeweihte, nun ist es öffentlich. Dies, weil die Alternative Liste (AL) im Gemeinderat eine Debatte zum Thema angestossen hat, die am Mittwoch viel zu reden gab.

Für Tagesschulen fehlen Platz und Geld, Tages Anzeiger, 5.11. von Marius Huber