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4. März 2021

Schulrat oder Schulkommission?

Die Gemeinde Malans im Kanton Graubünden beabsichtigt, den bestehenden Schulrat in eine Schulkommission umzuwandeln. Konkret bedeutet dies, dass die Mitglieder nicht mehr vom Stimmvolk, sondern neu vom Gemeindevorstand gewählt würden. Dieser befürwortet die Schaffung einer Schulkommission, da dies «zeitgemäss» sei.

Schulrat oder Schulkommission, Urs Kalberer, 4.3.

17. Februar 2021

Bündner Regierung prüft Abschaffung der Gymi-Aufnahmeprüfung

Die Bündner Regierung überprüft das Aufnahmeverfahren an den Mittelschulen. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob mit dem gegenwärtigen System der chancengleiche Zugang zu einer Mittelschule gewährleistet ist oder ob das Aufnahmeverfahren angepasst werden muss.

Gleiche Chancen für alle Schüler, Südostschweiz, 16.2. von Benjamin Repolusk

6. Februar 2021

Bündner Schule gibt sich gute Noten

Mit einer externen Untersuchung hat das Schulinspektorat des Amts für Volksschule und Sport zwischen 2015 und 2020 129 Bündner Schulen untersucht. Diese Untersuchung hat gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern mit ihrer Schule zufrieden sind. Dies teilte das Amt für Volksschule und Sport am Mittwoch mit.

Note 5,5 für Bündner Schulen, Südostschweiz, 3.2.

Bericht: Schulbeurteilung und Schulförderung 2015-2020, Schulinspektorat Graubünden

18. August 2020

Graubünden überprüft Lehrmittel auf Gender- und Rassismustauglichkeit

Hänseleien, fiese Spitznamen oder Sprüche - Kinder können in der Schule gemein sein. Dabei kann es auch schnell mal rassistisch werden, wenn auch nicht mit Absicht. Um dem entgegenzuwirken will die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus die Schulen mehr sensibilisieren. Wie nötig das in Graubünden ist, das wollte RSO-Reporterin Sara Spreiter von Chantal Marti, der Leiterin vom kantonalen Amt für Volksschule und Sport, wissen:

Rassismus in Bündner Schulen: ein Thema aber kein Problem, Südostschweiz, 18.8. von Sara Spreiter

27. Juli 2020

Klares Votum gegen Rumantsch Grischun


Der im Vorfeld viel zitierte Kampf um die letzte Bastion von Rumantsch Grischun als Schulsprache ging deutlicher aus, als im Vorfeld erwartet wurde. Mit 213:141 Stimmen unterstützte die Gemeindeversammlung von Surses am Freitagabend eine Volksinitiative für die Rückkehr zum Surmiran als Schulsprache. Sowohl der Gemeindevorstand wie auch der Schulrat hatten sich im Vorfeld gegen die Initiative ausgesprochen.
Eine klare Antwort und neue Fragen, Südostschweiz, 27.7. von Olivier Berger

22. Mai 2020

PH Graubünden und PH St. Gallen arbeiten enger zusammen

Im September beginnt der erste gemeinsame Studiengang der PHSG und der PHGR. Dabei geht es um eine Zusatzqualifikation für Primarlehrer, welche auf der Oberstufe unterrichten möchten. Das Angebot komme gut an, findet der Rektor der PH St. Gallen, Horst Biedermann. Bei knapp 150 Anmeldungen kommen 22 aus dem Kanton Graubünden.

Quelle: Regionaljournal Ostschweiz/Graubünden, 22.5.



30. April 2020

Graubünden prüft Abschaffung der Gymi-Aufnahmeprüfung

Ein Auftrag von Grossrat Remo Cavegn fordert die Abschaffung der Prüfung für den Übertritt ins Gymnasium. Andere Kantone sind diesen Weg bereits gegangen. Die Bündner Regierung will das Anliegen extern prüfen lassen.
Abschaffung der Kanti-Prüfungen unter der Lupe, Südostschweiz, 30.4. von Patrick Kuoni

17. April 2020

Graubünden bildet Basisstufenlehrkräfte aus


Per Anfang Januar 2020 ist das neue Anerkennungsreglement der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren in Kraft getreten. Um an der Pädagogischen Hochschule Graubünden weiterhin national anerkannte Ausbildungen anbieten zu können, ist deshalb eine teilweise Anpassung der Studiengänge erforderlich. Wie die Bündner Regierung mitteilte, wird die Hochschule ab dem Studienjahr 2021/22 einen Studiengang für die Kindergartenstufe anbieten, welcher aber auch die ersten zwei Klassen der Primarstufe umfasst. Ein zweiter Studiengang umfasst die Primarstufe, also die erste bis sechste Klasse.
Quelle: Pädagogische Hochschule passt Ausbildungsgänge an, Südostschweiz, 17.4.


14. April 2020

Kniefall vor der Digitalisierung

In dieser Zeit lesen wir fast täglich ähnlich enthusiastische Beifallsstürme zur technischen Ausrüstung unserer Schulkinder. Hier ein Beispiel aus Graubünden (uk):
Ich hatte bisher wenig mit den Hausaufgaben oder dem Schulalltag meiner Kinder zu tun. Vieles lief «automatisch», war selbsterklärend. Erst jetzt merke ich, wie vielfältig und spannend der Schulalltag ist. Er ist aber auch herausfordernd, kräftezehrend und mühsam. Manchmal gar frustrierend. Wie auch der Führungsalltag in der Somedia nicht immer nur aus Erfolgsmeldungen besteht. Sondern auch frustrierend und mühsam sein kann. Die Kinder verlieren sich in der Konzentration und ich muss all meine Führungskünste bemühen, um nicht auszuflippen oder herumzuschreien. Immer gelingt es mir nicht, mich im Griff zu haben. Leider.
Meine Bewunderung für den Lehreralltag ist in diesen Tagen und Wochen gewachsen. Ich habe «nur» zwei Kinder zu unterrichten. Was Lehrerinnen und Lehrer tagtäglich leisten und besonders in diesen besonderen Zeiten, zollt grossem und besonderem Respekt.
Zugleich wünsche ich mir, dass die Digitalisierung in unseren Schulen – insbesondere in Nordbünden vorwärtsgetrieben wird. Smartphone und Tablets sollen stete Begleiter der Kinder werden. Ähnlich wie im Engadin, wo dank der Initiative Mia Engiadina gleichzeitig eine Bildungsoffensive stattgefunden hat und alle Schulen digital auf dem neuesten Stand sind.
Der gefühlt 10. Nervenzusammenbruch, Südostschweiz, 8.4. von Susanne Lebrument
Susanne Lebrument ist Delegierte des Verwaltungsrates von Somedia.


PH Graubünden mit "Solidaritätsmodul"


Die Pädagogische Hochschule und die Fachhochschule Graubünden haben beschlossen, dass sich die Studierenden freiwillige oder obligatorische Dienstleistungen im Rahmen der Corona-Pandemie ans Studium anrechnen lassen dürfen. Die Idee stammt von der PH Graubünden. «Wir haben uns überlegt, wo wir helfen können. Und als dann auch noch Studierende auf uns zugekommen sind, haben wir ein System entwickelt», sagte Rektor Gian-Paolo Curcio auf Anfrage. Neu gebe es ein Solidaritätsmodul, das die Studierenden wählen könnten. Sie müssten nachweislich Beiträge im Rahmen der Corona-Pandemie leisten. Dies können Einkäufe für die Risikogruppe sein, Hausaufgabenhilfe für Schüler, Unterstützung in der Gesundheitsbranche oder auch Militär- und Zivildienst. Zurzeit würden rund 30 Studierende das Angebot wahrnehmen. Damit können sie zwei ETCS-Punkte erlangen, was 60 Arbeitsstunden entspricht.
Nachdem die PH Graubünden das Modul entwickelt hat, setzt nun auch die FH Graubünden darauf. Insgesamt können ihre Studierenden zwei solche Module wählen und auf diese Weise vier ETCS-Punkte erlangen. 
Südostschweiz, 11.4.

19. Februar 2020

Abschaffung der Aufnahmeprüfung löst keine Probleme

GrossratRemo Cavegn (CVP) möchte die Aufnahmeprüfung ans Gymnasium abschaffen und damit die «Chancengleichheit» der Schüler erhöhen. Diese werde durch den Besuch von Kursen, die auf die Aufnahmeprüfung vorbereiten, eingeschränkt.  Graubünden hat die höchste Gymnasialquote der Ostschweiz. Eine Abschaffung der Prüfung führt dazu, dass die Zahl der Gymnasiasten noch ansteigen wird, denn Lehrpersonen erteilen Schülern eher gute Noten, um nicht in Konflikt mit ehrgeizigen Eltern zu geraten. Das ist das Gegenteil von Chancengerechtigkeit. Lehrerurteile und Erfahrungsnoten sind immer auch subjektiv, Prüfungen sind demgegenüber gerechter. Weiter ist anzufügen, dass höhere Gymnasialquoten auch mit sinkenden Ansprüchen einhergehen. Wollen wir das wirklich? Bereits jetzt gehen Wissenschaftler davon aus, dass mindestens 30 Prozent der Schüler nicht die nötige Intelligenz für ein Gymnasium mitbringen. Wieso also den Weg für noch mehr frustrierte Studenten ebnen? Sinnvoller erscheint es mir, darüber nachzudenken, wie die Geschlechterquote zwischen Mädchen und Buben ausgeglichen werden könnte. Hier fehlt offenbar der politische Wille, die seit Jahren benachteiligten Buben zu fördern. Ausserdem könnte man, statt die Aufnahmeprüfung abzuschaffen, diese so gestalten, dass sie auf dem Stoff basiert, der in der Schule auch durchgenommen wird.
Urs Kalberer, 19.2.

18. Februar 2020

Graubünden prüft prüfungsfreien Eintritt ins Gymnasium


Der Wechsel an eine Bündner Mittelschule soll künftig prüfungsfrei möglich sein. Dies fordert Grossrat Remo Cavegn in einem Auftrag.
Rund um die Aufnahmeprüfungen an die Bündner Mittelschulen hätten sich Vorbereitungskurse, Lernforen sowie viele weitere Geschäftsmodelle entfaltet, welche die Chancengleichheit der Schülerinnen und Schüler gefährde. Dies schreibt Grossrat Remo Cavegn (Bonaduz, CVP) in einem in der Februarsession eingereichten Auftrag an die Bündner Regierung. Er fordert die Regierung auf, die Grundlagen für eine prüfungsfreie Aufnahme in die Bündner Mittelschulen zu schaffen.
Prüfungsfrei an die Mittelschulen, Südostschweiz, 18.2.

4. Februar 2020

PH Graubünden wird ausgezeichnet


Die Pädagogische Hochschule Graubünden (PHGR) erhält heute an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich einen Preis für «aussergewöhnliche Leistungen im Unterrichten der MINT-Fächer», wie Juraj Hromkovic, Professor für Informationstechnologie und Ausbildung an der ETH, erklärt. Den Preis vergibt die Hochschule jährlich und in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal. Dies im Rahmen des heutigen Schweizerischen Tages für den Informatikunterricht. In der Laudatio, welche die ETH dieser Zeitung bereits gestern übermittelte, spricht Hromkovic sowohl von PHGR-Rektor Gian-Paolo Curcio als auch von der Pädagogischen Hochschule Graubünden als Ganzes nur in den höchsten Tönen. Er lobt das langjährige Engagement der Hochschule für die Entwicklung des Informatikunterrichts und die bereits seit mehreren Jahren erfolgreich von der PHGR durchgeführten MINT-Camps. Der Preis ist gemäss Hromkovic eigentlich ein Doppelpreis: für die Institution Pädagogische Hochschule Graubünden, aber auch für das langjährige Engagement von Rektor Curcio. 
Pädagogische Hochschule wird geehrt, Südostschweiz, 5.2.

16. Dezember 2019

Franz per Videokonferenz


Fast 30 Jahre war Beat Zemp der oberste Lehrer der Schweiz. Was er allerdings vergangenen Sommer erlebte, war einzigartig: «Das Schlimmste, was ich angetroffen habe, war, dass man einen Lehrer suchte mit einem ‹Flair für Französisch›»,sagte er gegenüber dem SRF. «Offenbar ist es aussichtslos, einen Französischlehrer zu finden.» 
Wenn der Lehrer per Video kommt, BZ Basel, 16.12. von Yannick Nock

9. Dezember 2019

Bündner Lehrerinnen zu unrecht gekündigt


Der neu eingesetzte Fläscher Schulrat hatte seine Arbeit zu Beginn des Jahres 2018 gerade erst begonnen, als er mit einem Paukenschlag aufwartete. Er kündigte das unbefristete Arbeitsverhältnis von zwei Lehrerinnen und verlängerte ein befristetes einer dritten weiblichen Lehrperson nicht.
Gemeinde Fläsch vom Gericht zurückgepfiffen, Südostschweiz, 9.12. von Hans Peter Putzi

Mundart im Kindergarten schadet nicht

«Kanton Aargau verbietet Hochdeutsch im Kindergarten»–so titelten Zeitungen 2014. Von «Mundartzwang» war die Rede, weil die Aargauer eine Volksinitiative angenommen hatten, welche vorschreibt, dass die Kindergartenlehrpersonen Mundartsprechen sollen. Seit dem Inkrafttreten der Regelung im Schuljahr2016/17sind im Aargau nun nur noch kurze Unterrichtssequenzen wie Vorlesen oder Singen auf Hochdeutsch erlaubt. Vor der Abstimmung wurde damals im Aargau heftig debattiert–die Mundart ist ein emotionales Thema. Nun, fünf Jahre später, gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, dass zumindest die Aufregung um Nutzen oder Schaden umsonst war: Ein länderübergreifendes Forschungsprojekt aus dem Bodenseeraum untersuchte die Frage, ob Lehrpersonen im Kindsgi Standarddeutsch oder Dialekt sprechen sollen. 
Mundart im Kindsgi schadet nicht, BZ Basel, 9.12. von Sabine Kuster und Urs Oskar Keller

7. Dezember 2019

Umstrittene Bündner Asylschulen bleiben


Es kann vorkommen, dass Flüchtlingskinder vier Jahre lang die interne Schule in einem Bündner Asylzentrum besuchen. Das «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF hatte vor den Sommerferien Zahlen des Migrationsamts ausgewertet. Diese Zahlen zeigten: Über die Hälfte der Kinder und Jugendliche besuchten damals in Asylzentren die Heimschulen länger als zwei Jahre.
Der Grosse Rat will an den umstrittenen Asylschulen nichts ändern, SRF, 5.12. von Stefanie Hablützel

28. November 2019

Ein Hurra auf die Mehrsprachigkeit

Graubünden wird zum Bollwerk der Mehrsprachendidaktik. An der PH in Chur ist Mehrsprachendidaktik schon seit Jahren zum Glaubensbekenntnis mutiert. Kritische Einwände und die spektakulären Misserfolge der mit diesem Ansatz verfassten Lehrmittel konnten die beschauliche methodische Stille im Bergkanton nicht stören. Abgeschirmt von den Stürmen der Welt lebt man hier das Ideal der beglückenden Sprachenvielfalt. (uk)
Höchste Schweizerin hält Plädoyer für Sprachenvielfalt, Südostschweiz, 28.11. von Andri Nay

Sind Schulbücher veraltet?


An einer Bündner Veranstaltung zum Thema "Lehrmittel: gedruckt oder digital" fallen interessante Aussagen. Da sagt beispielsweise eine erfahrene Lehrerin: «Frühere Lehrmittel waren Planungsinstrumente, die Kinder hatten beispielsweise die Seiten 14 bis 16 zu lernen. Heute ist alles offener geworden, viel offener. Dies gibt mir mehr Freiheit in der Lektion. So freue ich mich etwa, wenn ich Zeit habe, um auf eine Antwort eines Kindes zu warten. Da treten manchmal sehr kreative und wertvolle Überlegungen zu Tage.»  Hatte die Lehrerin früher denn keine Zeit? War der Unterricht früher weniger kreativ? Eine weitere Aussage: "Der Alltag verändert sich derzeit so schnell, dass Beispielaufgaben in gedruckten Lehrmitteln rasch veraltet wirken." Nicht die sich verändernde Welt ist doch hier das Problem, sondern die vielleicht schlechten Aufgaben. (uk)
Lehrmittel der Zukunft, Bündner Woche, 27.11. von Susi Schildknecht

31. Oktober 2019

Sprachunterricht der Zukunft mit Konzepten von gestern

Der Artikel spiegelt vorzüglich die Mängel derheutigen Lehrerausbildung in den Fremdsprachen. Das muntere Sprachvergleichen mit allen möglichen Migrantensprachen mag lustig sein, und solche Wortverwandtschaften können im Einzelfall auch helfen, aber neu ist dies ja nicht. Zusätzlich verleiten solch simple Vergleiche oft zu völlig falschen Schlussfolgerungen. Das ist ein Hauptgrund, weshalb sich die Mehrsprachigkeitsdidaktik im Unterricht nicht durchsetzen kann.
Südostschweiz, 31.10. Leserbrief von Urs Kalberer