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5. November 2019

Mehr Welschlandaufenthalte


Es war ein Zittersieg. Am Schluss gaben wenige Stimmen den Ausschlag dafür, dass Sandra Locher Benguerel (sp.) anstelle des langjährigen Bündner SVP-Nationalrats Heinz Brand ins Bundeshaus zieht. Die 44-jährige Primarlehrerin aus Chur steht für eine politische Entwicklung, die angesichts der grünen Welle etwas untergegangen ist: Im neuen Parlament werden nicht nur mehr Grüne und mehr Frauen sitzen, sondern auch doppelt so viele Politikerinnen mit pädagogischem Hintergrund. Ihre Vertretung ist von mindestens sechs auf zwölf gestiegen. Mit Andrea Gmür-Schönenberger (cvp.) gibt es in der kommenden Legislatur auch mindestens eine Lehrervertreterin im Ständerat, eventuell folgt nach dem zweiten Wahlgang noch Mathias Reynard (sp.).
Alle Deutschschweizer Schüler sollen ins Welschland, NZZaS, 3.11. von René Donzé

1. Oktober 2017

Politische Bildung wird mit dem Lehrplan 21 marginalisiert

Im Tessin ist Staatskunde künftig Teil des Stundenplans. Auch in der Deutschschweiz fordern Parlamentarier mehr Politik im Unterricht. Befürworter gibt es viele, doch so einfach ist die Umsetzung nicht.
Wie viel Politik gehört in die Schulen? Was Jugendliche über Demokratie lernen sollen. Aargauer Zeitung, 28.9. von Yannick Nock

8. August 2017

Schreiben nach Gehör gerät unter Druck

«Ich heise Lars und vahre mit meinem Fatar nach Bern.» – Sätze wie diesen liest man in so manchem Aufsatzheft – und das ganz ohne Rotstift-Korrektur des Lehrers. In vielen Schweizer wie auch deutschen Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie sie sprechen. «Schreiben nach Gehör» heisst das Konzept. Die Methode wird nun scharf kritisiert. 
Vogel mit F - die Lernmethode "Schreiben nach Gehör" gerät unter Druck, Watson, 7.8. von Camille Kündig

6. August 2017

Angriff auf Schulsport

Wenige Jahre nachdem ein nationales Sportobligatorium im Gesetz verankert worden ist, steht es wieder auf der Kippe. Sportpolitiker befürchten einen Abbau.
Schulsport unter Druck, NZZaS, 6.8. von René Donzé

16. Mai 2017

Zürcher Fremdsprachen-Initiative hat Schlüsselrolle

Die kantonale Fremdspracheninitiative hätte weitreichende Folgen. Doch eine Bundesintervention hat bereits im Bundesrat Gegner.

Sprachenstreit: Zürich hat eine Schlüsselrolle, Tages Anzeiger, 15.5. von Raphaela Birrer

4. Mai 2017

Von welschem "Minderheitskomplex" bis "wahnsinning enttäuscht"

Die Reaktionen auf den Thurgauer Entscheid von Bundesparlamentariern in Bern sind breitgefächert. Besonders fällt ein Statement des Waadtländer FDP-Nationalrats Fathi Derder auf. Er sagt: "Während der obligatorischen Schulzeit müssten sowohl Englisch als auch zwei weitere Landessprachen gelehrt werden, wann dies geschehe, spiele indes keine Rolle". Das ist ein bemerkenswertes Signal der Vernunft in einem sonst desorientierten ideologischen Schaulaufen. (uk)
Von "Minderheitskomplex" bis hin zur "fehlender Solidarität", NZZ, 3.5. von Valerie Zaslawski

11. Dezember 2016

Ein Bildungsdesaster

Was wurde schon darüber gestritten: Wann sollen unsere Kinder Französisch lernen? Früh, spät – oder doch lieber erst Englisch?
Funktionale Analphabeten ohne Lobby, Sonntagszeitung, 11.12. Kommentar von Andrea Bleicher

7. Dezember 2016

"Massives Qualitätsproblem"

Die Schweiz schneidet in der Pisa-Studie passabel bis sehr gut ab. Kritisiert wird aber, wie die OECD den Test durchführte. Vergleiche mit früheren Jahren seien nicht mehr möglich, beanstandet der Lehrerverband.
Querelen um die Pisa-Studie, NZZ, 7.12. von Camilla Alabor und Simon Hehli

5. September 2016

Hoffnung in der Romandie

Der Thurgau steht im Zentrum eines hitzigen Streits: Mit seinem Entscheid, den Französischunterricht auf die Oberstufe zu verschieben, hat er die Romandie verärgert, die Frühfranzösisch-Gegner in anderen Kantonen angestachelt – und Bundesrat Alain Berset zu einer Interventionsdrohung bewogen. Mit Spannung wurde daher erwartet, wie die Vernehmlassung zum neuen Thurgauer Lehrplan ausfallen würde. Zwar hatte Erziehungsdirektorin Monika Knill (SVP) im Frühling klargestellt, dass an der Abschaffung des Frühfranzösisch nicht mehr gerüttelt werde.
Geht es um mehr als Pädagogik? Bild: iStock
Encore und fois! Tages Anzeiger, 1.9. von Raphaela Birrer

Rückzieher der WBK

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Nationalrats lässt im Sprachenstreit Innenminister Alain Berset den Vortritt. Sie beschloss am Freitag, ihre Kommissionsinitiative «Erlernen einer zweiten Landessprache ab der Primarschule» zurückzuziehen. Mit dieser Geste möchte die WBK die Erfolgsaussichten von Bersets Anfang Juli vorgestellter Revision des Sprachengesetzes erhöhen. Dies sagte Kommissionsmitglied Fathi Derder (fdp.) auf Anfrage der NZZ.
Entspannung im Sprachenstreit, NZZ, 2.9. von Andrea Kucera

20. Juni 2016

Die Gespräche mit den Leuten

Mein Schulkommissionspräsident pflegte jeweils am ersten Elternabend für die neuen 7. Klässler in seine Grussbotschaft den Satz einzufügen: „Sie kommen in eine gute Schule!“ Bei einer Gelegenheit fragte ich ihn, woher er denn das wisse. Er schmunzelte verlegen und meinte: „Das entnehme er den Gesprächen mit den Leuten.“
Die Gespräche mit den Leuten, Bieler Tagblatt, 20.6. von Alain Pichard

16. Mai 2016

"Mehr Freiheiten durch den Lehrplan 21"

In der Fernsehsendung diskutieren Matthias Aebischer, Alain Pichard, Lilo Lätzsch und Markus Somm über den Lehrplan 21. Diskussionsleiter ist Reto Brennwald.

Aufgefallen ist mir das Lavieren der Zürcher Lehrerverbands-Präsidentin Lilo Lätzsch. Sie ist zwar für den Lehrplan 21, aber gegen die Stundentafel. Ihr Verband arbeitet fleissig mit dem Departement zusammen, dann legt man aus Protest die Arbeit nieder. Für Lätzsch ist der Lehrplan 21 nicht grundsätzlich etwas Neues. Auch die Vermessung der Schüler habe nichts mit dem Lehrplan 21 zu tun. Es gebe zwar eine Output-Orientierung, man könne aber nicht alles vermessen. Lätzsch erwartet durch den Lehrplan 21 sogar mehr Freiheiten für die Lehrer. Sind diese Aussagen nun besonders tiefgründig und differenziert oder will es Lätzsch einfach mit niemandem verderben? (uk)
Wird Dummheit lernbar? Die Kontroverse um die Schule, baz Standpunkte, SRF, 15.5.

7. April 2016

Schulfranzösisch und der nationale Zusammenhalt

Kleines Land, kleine Sorgen: Anders lässt sich die Aufregung nicht erklären, die der Entscheid des Thurgaus ausgelöst hat, Fran­zösisch nicht mehr in der Primarschule zu lehren. Gewiss, es staucht das Ego der Frankophonen, dass Englisch in Klassenzimmern der Ostschweiz mehr gilt als die Sprache von Molière oder ­Ramuz. Aber droht deswegen Gefahr für den Zusammenhalt der Nation? Sicher nicht. Denn selbst wenn die Reform im Thurgau die Vernehmlassung und allenfalls auch eine Volksabstimmung übersteht, ändert sie nichts an der durchschnittlichen Fähigkeit der Schweizer, sich in ihren Landessprachen zu verständigen.
Falscher Mythos, Weltwoche 14/2016 von Sylvain Besson

30. März 2016

Präventive Nachhilfe

Eltern schicken ihre Kinder bereits frühzeitig in den Nachhilfeunterricht - oder ziehen um. Die Nachhilfe-Organisationen verzeichnen grosse Nachfrage.













Falsche Entwicklung: Unnötige Nachhilfestunden, Bild: 20 Minuten
Auch gute Schüler müssen schon in die Nachhilfe, 20 Minuten, 30.3. von D. Pomper

12. November 2015

Glarner Entscheid bringt Politiker zum Hyperventilieren

Im Kanton Glarus soll Französisch an der Oberstufe fakultativ werden. Dieser Entscheid der Regierung bringt nun verschiedene Bildungs- und Regionalpolitiker zum Hyperventilieren. Zum Glück gibt es den Tages Anzeiger, der getreu rapportiert, was Herren wie Eymann und Aebischer nun denken. Dann allerdings verschätzt sich das Zürcher Regionalblatt: Das Wahlfach-Angebot wird nach Schätzung der Glarner lediglich noch von einem Drittel der Schüler besucht werden. Zwei Drittel der Jugendlichen verlassen die Schule also mit Primar-Franz-Kenntnissen von zwei Jahren - das heisst, nach drei Jahren Oberstufe werden selbst diese bescheidenen Kenntnisse grösstenteils gegen Null tendieren. Da soll die Frage erlaubt sein, weshalb man nicht auch darauf verzichtet und Französisch von Beginn an als Wahlfach deklariert. Nur so eine Frage, die darauf hinweist, dass die Promotoren eines möglichst frühen Fremdsprachenbeginns letztlich den Sprachfertigkeiten der Schüler mehr schaden als nutzen. (uk)
Glarus heizt den Sprachenstreit weiter an, Tages Anzeiger, 12.11. von Claudia Blumer

6. November 2015

Bundesrat übernimmt Führung im Sprachenstreit

Die Bildungskommission des Nationalrats überlässt dem Bundesrat die Federführung im Sprachenstreit. Sie hat ihre parlamentarische Initiative auf Eis gelegt, mit der sie in die Bildungshoheit der Kantone eingreifen wollte. Bundesrat Berset konnte die Kommission offenbar davon überzeugen, die Angelegenheit der Regierung zu überlassen.
Quelle: NZZ, 6.11.

10. Juni 2015

MINT-Kindergarten

Nach dem offensichtlichen Blödsinn des Hochdeutsch-Kindergartens, der die Leseschwäche der Volksschulabgänger beheben will, folgt nun der nächste Hammerschlag: der MINT-Kindergarten. In der Bildungsprojektküche des Kantons Bern will man damit den Fachkräftemangel im naturwissenschaftlichen Bereich beheben. Welch ein Unsinn! Anstatt die Kinder einfach spielen zu lassen, sollen sie schon früh auf naturwissenschaftliche Phänomene aufmerksam werden. Begeistert zeigt sich Bundesrat Schneider-Ammann, der Berner Bildungsdirektor Pulver strahlt und wenn mich mein Auge nicht täuscht, ist sogar der selbsternannte Berner Bildungspolitiker Aebischer im Hintergrund zu sehen. Pech für ihn: Bei diesem PR-Beitrag für die innovative Berner Schule kommt er leider nicht zu Wort. Ein toller Beitrag für meine Liste der unsäglichsten Projekte.  (uk)
Schneider-Ammann im Kindergarten, SRF Tagesschau, 8.6.

21. Februar 2015

Disziplinierung der Abweichler

Im Fremdsprachenunterricht steigt der Druck auf die Kantone. Verwaltung und Politiker skizzieren Ideen, um abweichende Kantone zu disziplinieren.




In Luzern wird die Initiative für eine Fremdsprache an der Primarschule eingereicht, Bild: Sigi Tischler

Die zweite Landessprache ist nicht verhandelbar, Tages Anzeiger, 20.2. von Anja Burri

1. Dezember 2014

Bildungskommission macht Druck

Die Bildungskommission des Nationalrats unter ihrem Präsidenten Matthias Aebischer macht weiterhin Polit-Klamauk, als hätte es nie warnende Stimmen gegeben, die auf die wacklige rechtliche Grundlage ihrer Vorstösse im Bereich des Fremdsprachenunterrichts hingewiesen hätten. Die WBK stärkt damit Bundesrat Berset den Rücken. Polit-Profilierung um jeden Preis mit fadenscheinigen Argumenten. (uk) 






Matthias Aebischer in der Rolle als tapferer Retter der Landessprachen, Bild: Blick

Bildungskommission macht Druck im Sprachenstreit, Thurgauer Zeitung, 1.12.

26. November 2014

Bund hat in Fremdsprachenfrage zu wenig Kompetenzen

Die Verteidiger von zwei Primarfremdsprachen und insbesondere auch der LCH und die nationalrätliche Bildungskommission verweisen unisono auf den Bund, der den Abweichlern dann mithilfe des Artikels 62 der Bundesverfassung schon den Marsch blasen würde. In diesem Blog wurde bereits früher auf diese wacklige Argumentation hingewiesen, die bei nüchterner Betrachtung der relevanten Gesetzestexte auch für Nichtjuristen nachvollziehbar scheint: Der Bund hat in der Fremdsprachenfrage aufgrund der Rechtslage zu wenig Kompetenzen, um widerspenstige Kantone auf eine gemeinsame Linie zu zwingen. Ganz einfach darum, weil es eine solche Linie nicht gibt. Das Volk hat sich ausserordentlich deutlich für eine Harmonisierung im Bereich der Volksschule ausgesprochen. Darunter fällt in erster Linie der Fremdsprachenunterricht. Man könnte deshalb sogar so weit gehen und behaupten, dass der Vorschlag der EDK (zwei Primarfremdsprachen mit nicht harmonisiertem Beginn) im Kern genau diesem Harmonisierungswillen des Volkes widerspricht. Zum Glück hat nun mit Bernhard Waldmann ein Spezialist eine Analyse der bestehenden Situation vorgenommen. Diese dürfte den anlaufenden Volksinitiativen noch mehr Unterstützung bringen. (uk)


Bernhard Waldmann ist Professor für Staats- und Verwaltungsrecht und Vizedirektor des Instituts für Föderalismus an der Universität Fribourg, Bild: Universität Fribourg

Beschränkte Bundeskompetenz beim Fremdsprachenunterricht, NZZ, 26.11. von Bernhard Waldmann