Es war ein Zittersieg. Am Schluss gaben wenige Stimmen den
Ausschlag dafür, dass Sandra Locher Benguerel (sp.) anstelle des langjährigen
Bündner SVP-Nationalrats Heinz Brand ins Bundeshaus zieht. Die 44-jährige
Primarlehrerin aus Chur steht für eine politische Entwicklung, die angesichts
der grünen Welle etwas untergegangen ist: Im neuen Parlament werden nicht nur
mehr Grüne und mehr Frauen sitzen, sondern auch doppelt so viele Politikerinnen
mit pädagogischem Hintergrund. Ihre Vertretung ist von mindestens sechs auf
zwölf gestiegen. Mit Andrea Gmür-Schönenberger (cvp.) gibt es in der kommenden
Legislatur auch mindestens eine Lehrervertreterin im Ständerat, eventuell folgt
nach dem zweiten Wahlgang noch Mathias Reynard (sp.).
Alle Deutschschweizer Schüler sollen ins Welschland, NZZaS, 3.11. von René Donzé




