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31. Mai 2021

Politische Bildung bleibt unverbindlich

In Österreich, Malta oder Schottland gehen schon die 16-Jährigen wählen. Dagegen dürfen in der Schweiz erst Volljährige an die Urne. Doch auch in Bundesbern wird über eine Senkung des Alters diskutiert: Anfang Jahr hat sich die Staatspolitische Kommission des Ständerats knapp für die Ausarbeitung einer Verfassungsänderung zur Einführung des Stimm- und Wahlrechts für 16-Jährige ausgesprochen.

Céline Huber stellt Kompetenzen des Erziehungsrats in Frage, Luzerner Zeitung, 27.5. von Anian Heierli

10. Mai 2021

Mehr politische Bildung an der Volksschule

Die Luzerner Volksschulen sollen Schülern die Politik näher bringen, sind sich Stadtluzerner Grossstadträte von FDP, Junge Grüne, SP und SVP einig. Die Volksschule sollte ein Ort sein, an dem sich Schülerinnen an das politische System herantasten können – und ihre eigenen Meinungen formen.

Luzerner Volksschulen sollen mehr auf politische Bildung setzen, zentralplus, 10.5.

6. Mai 2021

Zwei Geschichs-Projekte auf Instagram

Gute Neuigkeiten: Das Fach Geschichte ist zwar durch den Abbau von Lektionen stark betroffen, doch zwei aufsehenerregende Projekte werden historische Schicksale näher ans Leben der Jugendlichen rücken: Es geht um die deutsche Widerstandskämpferin Sophie Scholl und die Schweizer Verdingkinder. Beide Projekte können verfolgt werden auf Instagram. 

@ichbinsophiescholl

@vergiss.mich.nie 



21. März 2021

Wandbild wegen Rassismus aus Schule entfernt

Ein Wandbild aus den späten 1940-er Jahren in einem Berner Schulhaus hat jüngst für eine öffentliche Debatte über Rassismus geführt. Nun soll es aus dem Schulhaus weg, in ein Museum kommen. Dort könne es besser kritisch und zeitgemäss eingeordnet werden.


Bild: Tamara Janes

Umstrittenes Wandbild wird aus Berner Schule entfernt, sda, 19.3.

12. Oktober 2020

Heftige Kritik am Lehrplan Geschichte

2018 haben die Stimmberechtigten im Kanton Baselland entschieden, dass die Lehrpläne ergänztwerden müssen: Zusätzlich zu den bereits darin verankerten Kompetenzen sollen jetzt auch Stoffinhalte und Themen festgeschriebenwerden. So steht es nun im revidierten Bildungsgesetz. Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion hat den neunseitigen Entwurf des Lehrplans Geschichte für die drei Sekundarschuljahre auf der Internetsite zugänglich gemacht. Wer nun glaubt, im Sekundarlehrplan Geschichte stosse man auf wichtige historische Ereignisse wie den Mauerfall, die Katastrophe von Tschernobyl oder den Balkankrieg, irrt sich. Stattdessen dominieren «Grundkompetenzen» sowie zu 12 Themen ausführlich formulierte Grobziele, welche die Schülerinnen und Schüler erreichen sollen. Diese werden ergänzt durch umfangreiche Arbeitsanweisungen für die einzelnen Leistungszüge und eine relativ unsystematische Liste von allgemein gehaltenen Inhalten, die zu den vorgegebenen Kompetenzen passen. 

Kein Ende im Streit um die Lehrpläne, Basler Zeitung, 8.10. von Thomas Dähler

13. September 2020

Lernpfad Franzoseneinfall

Die Französische Revolution mit ihren Forderungen nach Freiheit und Gleichheit ist eine der grossen Errungenschaften der Menschheitsgeschichte. Die Menschenrechte wurden verkündet – aber mit Gewalt und Krieg verbreitet, überall in Europa. 1798 auch in der Schweiz. Die Kämpfe am nidwaldnischen Allweg und am Bürgenberg sind Zeuge davon.

Der neue Lernpfad «1798 – Franzoseneinfall in Nidwalden. Erinnerungswege am Bürgenberg» will diese Geschichte am Schauplatz vermitteln. Das Institut Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen der Pädagogischen Hochschule Luzern sorgt mit einem Flyer, zwei Silhouetten und neun Wegmarken für eine Grundausstattung vor Ort. Darüber hinaus stehen auf der Website Audiobeiträge zur Verfügung, welche einzelne Personen oder historische Fragen in den Vordergrund rücken. Die analogen und digitalen Angebote werden von Studierenden der PH Luzern kontinuierlich ausgebaut.

Wegen Corona ist die feierliche Übergabe des Lernpfads an die Bevölkerung ein Jahr später geplant.


Weitere Informationen: franzoseneinfall.ch 

10. August 2020

Schulen bleiben soziale Unternehmen

Trotz Digitalisierung und Corona glaubt Bildungshistorikerin Karin Manz, dass Schulen immer soziale Unternehmen bleiben werden. Im Interview räumt sie mit dem Mythos der Einzigartigkeit unserer Volksschule auf – und erklärt, wie revolutionär der Fülli ist.

Karin Manz ist Professorin an der FHNW, Bild: Nathalie Taiana
"Kinder brauchen die reale Welt", Blick, 9.8. von Benno Tuchschmid

3. Juli 2020

Geschichtswettbewerb

Der Schweizer Geschichtswettbewerb "Historia" animiert Jugendliche, die geschichtlichen Spuren ihrer näheren Umgebung zu erforschen. Als Hauptpreis lockt eine Woche in einem "History Camp".

Nähere Informationen zum Wettbewerb auf www.ch-historia.ch 

6. Juni 2020

Unterricht mit Bildern

Die einmalige Bildersammlung von Roland Zumbühl (@rolandzumbuehl) umfasst auch mehr als 2500 Schulhäuser. Hier ein Beispiel von Triengen LU.
Foto: Roland Zumbühl / picswiss.ch 
Die Bilder erlauben einen ungekünstelten Blick auf die Schweiz und eignen sich hervorragend als Archiv für den Unterricht. Zumbühls Sammlung ist öffentlich unter www.picswiss.ch 

3. Juni 2020

Stärkung der politischen Bildung

Die politische Bildung in der Urner Volksschule soll in Zukunft gestärkt werden. Dies fordert die Altdorfer CVP-Landrätin Céline Huber mit einer parlamentarischen Empfehlung, die sie am Mittwoch im Landrat eingereicht hat. Mit der parlamentarischen Empfehlung ersucht Huber den Regierungsrat, die Stundentafel auf der Sekundarstufe 1 so anzupassen, dass den Lernzielen rund um die politische Bildung genügend Rechnung getragen wird. Mit ihrem Postulat mit ähnlicher Stossrichtung war Huber im vergangenen Monat gescheitert: Ein eigenes Schulfach «Politische Bildung» lehnte der Regierungsrat nämlich ab.

Politische Bildung im Urner Schulunterricht: Landrätin Céline Huber lässt nicht locker, Luzerner Zeitung, 3.6. von Remo Infanger

24. Mai 2020

Geschichte als eigenständiges Fach erhalten

Der Lehrplan 21 (LP 21) ist nun bis auf den Kanton Aargau in der gesamten Volksschule der Deutschschweiz eingeführt. Dazu gehören auf der Oberstufe (Sek I) auch Sammelfächer. Nun gibt es also in den meisten Kantonen unter anderem anstatt Geschichte und Geographie das Sammelfach «Räume, Zeiten, Gesellschaften» (RZG). Schweizer Geschichtsdidaktiker werden dafür zu Recht von ausländischen Kollegen ausgelacht. Das Fach Geschichte verschwindet, obwohl es für die Volksschule das zentrale Fundament für unser direktdemokratisches politisches System legt und eine wichtige integrative Funktion besitzt, gerade auch für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. 

Plädoyer für ein eigenständiges Fach Geschichte, Zeit-Fragen 19.5. von René Roca 

30. April 2020

Volksschule ohne Demokratie?


Warum braucht die Demokratie die Volksschule und die Volksschule die Demokratie? Welche Folgen hat es, wenn die Volksschule als Unternehmen den Investor aus dem Aufsichtsrat verdrängt? Ein Blick zurück zeigt, wo wir heute stehen. Der Mensch kann die Zukunft nur so denken, wie er die Vergangenheit verstanden hat.
Volksschule ohne Demokratie? 30.4., von Peter Aebersold

28. April 2020

Der Geschichtsunterricht braucht einen kräftigen Anschub

PeterGautschi sieht im Geschichtsunterricht aktuell die grosse Herausforderung, anstelle spekulativer Narrative spannende Erzählungen zu finden, die auf Fakten beruhen und nicht ins Ideologische kippen. Ich stimme ihm voll zu, dass bildendes Storytelling auch ohne mythische Überhöhung die zentrale Rolle in einem lebendigen Geschichtsunterricht übernehmen sollte.
Der Geschichtsunterricht braucht einen kräftigen Anschub, von Hanspeter Amstutz, 28.4.

26. April 2020

"Im Geschichtsunterricht wird zu wenig Schweizer Geschichte vermittelt"


Über keinen Schulstoff debattiert die Schweiz so heftig: Peter Gautschi, Professor für Geschichtsdidaktik, spricht über die Kritik am Lehrplan 21, einseitige Schulbücher – und erklärt, weshalb Tell nicht aus den Köpfen zu bekommen ist. 
"Was heisst schon politisch neutral?" - Wie heute Geschichte unterrichtet wird, NZZ, 25.4. von Marc Tribelhorn und Erich Aschwanden

10. Dezember 2019

Mehr Lektionen für Geschichte


Zuerst meinen Dank an Alain Lamassoure und den Europarat für die Initiative für eine Beobachtungsstelle des Geschichtsunterrichts in Europa (NZZ 27.11. 19). Es ist in der Tat an der Zeit, der gesellschaftswissenschaftlichen Bildung – in Ergänzung zur naturwissenschaftlichen Bildung – mehr Aufmerksamkeit zu schenken.Vielversprechend ist, dass die Politik wieder ihreVerantwortungerkenntundgewilltist,denGeschichtsunterricht in den Blick zu nehmen,international zu vergleichen –und dann entsprechend zu handeln. Bis anhin ist es leider so,dass in der Schweizdasumfangreichewissenschaftliche Wissen der Geschichtsdidaktik über Geschichtsunterricht und gesellschaftswissenschaftliche Bildung wenig Auswirkungen gehabt hat auf politische Strukturentscheide.So ist bekannt,dass erstens die gesellschaftswissenschaftliche Bildung auf der Primarstufe dringend verbessert werden müsste. 
NZZ, 10.12. Leserbrief von Peter Gautschi

7. Dezember 2019

Lehrerseminar Unterstrass aus Frauensicht


Eva Ebel heisst die künftige Direktorin am Unterstrass. Erstmals in der 150-jährigen Geschichte der Zürcher Bildungsstätte wird damit ab nächstem Sommer eine Frau das Ruder übernehmen. Die promovierte Theologin ist dort bereits als Dozentin für das Fach Religionen, Kulturen und Ethik tätig. Die 48-Jährige folgt auf Jürg Schoch, der nach 30 Jahren im Amt in Pension geht.
Ab August 2020 neue Direktorin: Eva Ebel. Bild: pd

1. Dezember 2019

Erfolg der Bildung wird nicht von der Digitalisierung entschieden


Letztes Jahr war ich in Palermo, um mir anlässlich der Biennale eine Arbeit des Künstlers Leone Contini im Orto Botanico anzusehen. Contini hatte ein Kürbisfeld angelegt, in dem er Pflanzensamen, welche chinesische, arabische, philippinische und sri-lankische Einwanderer nach Italien gebracht hatten, mit einheimischen Samen vermischte und in die Erde setzte.
Martin R. Dean: Das Angebot der Literatur zur Lebensbewältigung nutzen, Bild: SRF
Unique-Gemüse, bitte auch in der Schule! St. Galler Tagblatt, 30.11. von Martin R. Dean

23. November 2019

Aargau macht politische Bildung zum Schulfach


Wir alle können in der Politik mitreden und mitbestimmen, sofern man natürlich den Schweizer Pass hat. Die Demokratie gehört zum Selbstverständnis der Schweiz. Allerdings ist sie nicht selbstverständlich. In verschiedenen Ländern in Osteuropa etwa, gerät die Demokratie unter Druck und auch hierzulande steht sie vor Herausforderungen, seien es Populismus, Fake-News oder die zunehmende Polarisierung.
Mündige Bürger und stärkere Demokratie dank neuem Schulfach, SRF Regional, 21.11. von Stefan Brand

10. November 2019

Kompliziertes Lehrmittel für politische Bildung


Am Montag stellte der Kantonsrat seine Lernplattform «The Lawmaker» vor. Sie richtet sich an Schülerinnen und Schüler auf der Sekundarstufe, also Jugendliche ab 12 Jahren. Anhand eines Flipperkastens sollen die Benutzer lernen, wie ein Gesetz entsteht. Erklärt wird dabei unter anderem, was Kommissionen und Fraktionen sind. Ob die Jugendlichen den Inhalt verstehen, ist offen. Die Autoren von «The Lawmaker» erklären zum Beispiel den Ablauf einer Motion mit dem Einleitungssatz: «Ein Ratsmitglied will den Regierungsrat verpflichten, einen Entwurf beispielsweise für eine Gesetzesänderung auszuarbeiten.» Es folgen 14 Schritte, die das Pingpong zwischen Kommission, Kantonsrat und Regierung aufzeigen.
Kritik am neuen Lern-Tool des Kantonsrats wegen zu komplizierter Texte, Zürichsee-Zeitung, 9.11. 

3. November 2019

Narrativer Geschichtsunterricht


Der Geschichtsunterricht in der Volksschule hat einen schweren Stand. Eigentlich würde gemäss Hanspeter Amstutz ein lebendiger Geschichtsunterricht eine Grundlage für das Verstehen wesentlicher Zusammenhänge schaffen. Der ehemalige Sekundarlehrer bricht im Interview eine Lanze für den narrativen Unterricht. Andreas Stadelmann und Regula Argast, Dozierende für Fachdidaktik Sekundarstufe 1 an der PHBern, befürworten narrativen Unterricht, plädieren aber in ihrem Beitrag für einen erweiterten und der Kompetenzorientierung entsprechenden Begriff von Erzählen.
Hanspeter Amstutz setzt sich für einen besseren Geschichtsunterricht ein, Bild: Screenshot SRF