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31. Dezember 2020

Kopftuchverbot gegen Diskriminierung gefordert

Es ist eine der emotionalsten Abstimmungen im Jahr 2021: Der Volksentscheid über die Burka-Initiative, die am 7. März an die Urne kommt. Nicht nur die SVP macht sich für das Volksbegehren stark, auch aus der Mitte kommt Unterstützung. Eine der Wortführerinnen für ein Ja zur Burka-Initiative ist dabei die Aargauer CVP-Nationalrätin Marianne Binder (62).

CVP-Binder fordert Kopftuchverbot an Schulen, Blick, 29.12. von Ruedi Studer

21. November 2020

Landeskirchen enttäuscht über ERG-Entscheid der St. Galler Regierung

Es ist eine St.Galler Speziallösung, die mit dem Lehrplan 21 eingeführt wurde: Seit drei Jahren müssen sich die Schülerinnen und Schüler ab der 3. Primarklasse beim Fach Ethik, Religion und Gemeinschaft (ERG) zwischen dem Angebot der Schule und demjenigen der Kirche entscheiden. Beide Varianten sind in den Stundenplan integriert und gehören zum normalen Unterricht.

ERG wird nur noch durch Schulen erteilt - Kirchen enttäuscht, Toponline, 20.11.

29. Oktober 2020

ERG nur noch von Lehrern

 Im Kanton St.Gallen haben die Schülerinnen und Schüler die Wahl zwischen den Fächern «ERG Schule» und «ERG Kirche». Unterrichtet werden die Wahlpflichtfächer von Lehrpersonen der Schule oder der Kirche. Eine Motion fordert nun, dass ab kommendem Schuljahr die Schule alleine für das Fach «ERG» verantwortlich ist.

Drei Motionäre wollen, dass das Schulfach ERG nur durch Lehrkräfte der Schule unterrichtet wird, Herisauer Nachrichten, 29.10. von Marino Walser

14. Oktober 2020

ERG umkrempeln

Seit Sommer 2017 wird an der Volksschule im Kanton St.Gallen das Fach «Ethik, Religionen, Gemeinschaft» (ERG) als Wahlpflichtfach geführt. Und zwar in den beiden Varianten «ERG Kirche» und «ERG Schule». Die Erziehungsberechtigten entscheiden sich für eines der beiden, die Varianten werden getrennt unterrichtet. Im Fall von «ERG Schule» ist eine Lehrperson zuständig, bei «ERG Kirche» eine Vertretung einer Landeskirche.

ERG: Der grosse Krampf mit einem Schulfach, Die Ostschweiz, 13.10. von Stefan Millius

25. Mai 2020

Ethik und Religion in St. Gallen vor Veränderung

In einem parteiübergreifend eingereichten Vorstoss aus dem St. Galler Kantonsrat wird eine neue Lösung für das Fach «Ethik, Religionen, Gemeinschaft» verlangt. Es soll nur noch von der Schule und ohne Beteiligung der Kirchen unterrichtet werden.

Neue Lösung für Fach "Ethik, Religionen, Gemeinschaft" verlangt, sda, 25.5.

8. März 2020

Mädchen bilden - Gesellschaft erneuern


Schule und Unterricht sind heute selbstverständlich und für alle zugänglich. Dabei geht eines leicht vergessen: Dieses Selbstverständliche wurde über Jahrzehnte, gar Jahrhunderte hart errungen. Viel zum Bildungsfortschritt katholischer Landgebiete beigetragen haben die „Schwarzen Schwestern“ (1) aus dem Kloster Menzingen. Man nannte sie schwarz wegen ihres Habits – im Gegensatz zu den braun gekleideten Kapuzinerinnen. Im drückenden Bildungsnotstand des 19. Jahrhunderts leisteten sie mit ihrem Lehrerinnenseminar und ihrer Alltagsarbeit in den Schulen Pionierdienste – auch für die Emanzipation junger Frauen.

50 und mehr Kinder pro Schulkasse war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein üblich: eine Menzinger Lehrschwester inmitten ihrer Schützlinge der Knabenschule Beckenried im Kanton Nidwalden im Jahr 1884 (Staatsarchiv Nidwalden, OD 3-3/8)

22. Februar 2020

Religionsunterricht bald obligatorisch an Zürich Untergymnasien?


Religionsunterricht ist keine Pflicht für die Schülerinnen und Schüler an den Zürcher Untergymnasien. Es ist ein Freifach, je nach Schule eine bis zwei Lektionen pro Woche. Das könnte sich ändern: Die Bildungsdirektion schlägt vor, dass «Religionen, Kulturen, Ethik» obligatorisch wird.
Wieviel Religionsunterricht braucht die Schule? SRF Regional, 19.2.

23. Dezember 2019

Religionsunterricht in Zeiten der Kirchenaustritte


Der Kanton Solothurn kennt ein Modell, das längst nicht mehr andere Kantone der Schweiz besitzen: Den Landeskirchen steht pro Woche an den Schulen eine Religionslektion zur Verfügung. Gleichzeitig verzeichnet man im Kanton schweizweit die zweithöchste Anzahl Kirchenaustritte. Ein vorweihnachtliches Gespräch über Herausforderungen - und Chancen.
Mehr Konfessionslose, weniger Religionsschüler: Diese Pädagogen sehen im Wandel auch Chance, Solothurner Zeitung, 22.12. von Noëlle Karpf

21. Dezember 2019

Geistliche warnen vor Marginalisierung des Glaubens


Es kommt nicht oft vor, dass der Vatikan eine Warnung an Schweizer Schulen schickt. Als allerdings 2013 der umstrittene Lehrplan 21 in die Vernehmlassung ging, meldete sich Kardinal Kurt Koch aus Rom zu Wort. Er beklagte, dass statt Jesus alle Weltreligionen ins Zentrum des Unterrichts rückten. «Wenn sich Europa von den eigenen christlichen Wurzeln abschneidet, verliert es seine Identität», sagte er. «Das ist gefährlich.» Heute, sechs Jahre später, droht dem Religionsunterricht erneut ein Bedeutungsverlust – ein grösserer als damals.
Kardinal Kurt Koch (rechts) im Gespräch mit Bischof Markus Büchel, Bild: CH Media
Zu wenig Zeit im Lehrplan 21: Der Religionsunterricht verschwindet aus der Schule, Südostschweiz, 21.12. von Yannick Nock

26. November 2019

Weihnachtslieder gestrichen


Die Leitung des Mattschulhauses in Wil SG verschickte kürzlich ein Mail an alle Lehrer. Wie «20 Minuten» berichtet, wurde ihnen in diesem mitgeteilt, dass an der diesjährigen Adventsfeier am 20. Dezember drei Weihnachtslieder nicht mehr gesungen würden – aus «Rücksicht gegenüber anderen Kulturen und Religionen», wie es im Mail heisst. Die Lieder würden ersetzt. Und weiter: «Auch weitere Beiträge für die Weihnachtsfeier müssen so gestaltet sein, dass sich alle Kulturen angesprochen fühlen können.»

Die Schule beugt sich bereits beim kleinsten Hauch von Kritik, Bild: 20 Minuten
Primarschule verbannt Lieder von Adventsfeier, Basler Zeitung, 26.11.

17. Juni 2019

SVP will Jokertage für religiöse Feiertage


Nachdem der Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner eine Lehrerin wegen der Feiertagsregelung an den Zürcher Schulen diffamiert hatte, nimmt die SVP des Kantons Zürich das Thema auf: Sie will, dass für religiöse Feiertage künftig zuerst die zwei Jokertage eingezogen werden.
SVP will Freitage-Regelung an Schulen ändern, Blick, 17.6.

6. Juni 2019

Religiöse Privatschulen


Im 19. Jahrhundert entreisst der liberale Staat die Volksschule den Kirchen und macht sie zum Instrument der Integration. Katholiken und Reformierte gründen daraufhin eigene Schulen. Heute dominieren Evangelikale die religiöse Szene.
Evangelikale Privatschulen: Wo Gottes Wort weiterhin Pflicht ist, NZZ, 6.6. von Urs Hafner

26. Mai 2019

Lern-Häppchen in der Fastenzeit


Die Zeit des Ramadans ist für viele Lehrerinnen und Lehrer an Schweizer Schulen mit Migrantenkindern eine teils grosse Herausforderung. Flexibilität der Lehrpersonen sei in diesen Perioden besonders stark gefragt, meint ein Gesprächspartner gegenüber Radio SRF. Doch es gebe «immer Lösungen, aber man muss gut kommunizieren.»
Ramadan an Schweizer Schulen, SRF, 24.5. von Rafael von Matt
Leitfaden Ramadan, Universität Luzern

10. Februar 2019

Masterarbeit beleuchtet Religionsfreiheit im Schulkontext


Die Basler Jus-Studentin Jarrah Peter bietet einen frischen Blick auf den «Fall Therwil» von 2016, der bis heute inhaltlich von keinem Gericht beurteilt wurde. Auch hinterfragt sie Bundesgerichtsentscheide zum Schwimmunterricht und dem Kopftuchverbot.
"Eingriff in Glaubensfreiheit der Schüler ist zulässig" - Masterarbeit behandelt Handschlag-Affäre, Basellandschaftliche Zeitung, 8.2. von Michael Nittnaus

25. November 2018

Die Karriere von Yasemin


Yasemin besuchte in den frühen 1980er Jahren die 8. Klasse unserer Schule. Die junge Türkin riss uns den letzten Nerv aus. Sie machte ihre Aufgaben nicht, kam oft zu spät in die Schule, und vor allem war sie geschminkt! Sie lernte sehr schnell Deutsch, weil sie intelligent war und lieber mit jungen Schweizern herummachte, anstatt zu Hause den Abwasch zu besorgen und auf ihren auserwählten Bräutigam zu warten. Ihr Vater verprügelte Yasemin zwischendurch. Sie überschminkte die blauen Flecken und begann zu rauchen. Dafür erhielt sie auch von ihrem Klassenlehrer eine Ohrfeige. Und Yasemin verteilte ihrerseits Ohrfeigen an ihre Klassenkameraden, wenn diese sich über ihr gewagtes Outfit lustig machten. 
Yasemin wollte ein "unanständiges" Leben führen, Achse des Guten, 25.11. von Alain Pichard

7. September 2018

Keine Übernahme religiöser Essensvorschriften

Manchmal retten sich Lehrerinnen und Lehrer in Schlaumeiereien. Der Sohn muslimischer Eltern will auf dem Schulausflug keinen Cervelat essen? Gut, dann gibt es halt eine Olma-Kalbsbratwurst – der Kleine muss ja nicht wissen, dass darin auch Schwein steckt. Ist das eine Lösung? Wohl kaum.
Religiöse Vorschriften gehören nicht an Schulen, NZZ, 5.9. von Simon Hehli

20. August 2018

Herausfordernde Integration von Ausländerkindern

Mit Schülern aus patriarchalen Familien könne es in der Schule Probleme geben, sagt Elisabeth Grünewald. Die emeritierte Professorin hat sich an der Pädagogischen Hochschule in Bern jahrelang unter anderem mit Einwanderung beschäftigt.
«Schulen können von der Einwanderungssituation schon sehr herausgefordert sein», so Grünewald. So etwa auch die Lehrerin eines 7-jährigen Jungen, der nicht mit Mädchen arbeiten wollte. Er war erst kurz in der Schweiz und konnte die Sprache nicht.
Wenn Buben im Schullager plötzlich putzen müssen, SRF, 20.8. von Andrea Jaggi

19. Mai 2018

Wahlfreiheit zwischen Pfarrer und Lehrer

Seit dem vergangenen Sommer können die St. Galler Schüler wählen, ob sie das neue Fach «Ethik, Religion, Gemeinschaft» bei einem Lehrer oder bei einem Kirchenvertreter lernen wollen. St. Gallen hat diese Wahlfreiheit als einziger Kanton der Schweiz im Lehrplan 21 eingebaut. Das neue Fach ist die Fortsetzung des ehemaligen Religionsunterrichts. Die beiden Landeskirchen im Kanton haben um das Recht gekämpft, das Fach auch aus ihrer Sicht lehren zu dürfen.
St. Galler Schüler mögen es säkularisiert, SRF Regional, 17.5.

12. Mai 2018

Ethik als Integrationsmassnahme

Das obligatorische Schulfach Ethik wurde geschaffen, damit alle Schüler unabhängig der Religionszugehörigkeit zum Besuch verpflichtet werden konnten. Die Erfahrungen aus Deutschland zeigen aber auf, dass der fromme Wunsch einer gelingenden Integration von weit mehr abhängt, als von dieser isolierten Randlektion. (uk)

Wann immer ein gesellschaftliches Defizit erkennbar wird, muss es die Schule richten. So soll der Werteunterricht für Migrantenkinder die Integration erleichtern. Abgesehen davon, dass es dafür weder Lehrer noch Stunden gibt, bieten die meisten Länder als Ersatzfach für den Religionsunterricht ohnehin schon Werte und Normen oder Ethik an. Der Vorschlag der Unions-Fraktionschefs zeigt, wie weit sie von der Schulwirklichkeit entfernt sind.
Durchschaubare Strategie, Frankfurter Allgemeinde Zeitung, 9.5. von Heike Schmoll

18. April 2018

Schulveranstaltungen sollen besucht werden müssen

Nach der Handschlagaffäre will die Landratskommission neben dem Unterricht auch Schulveranstaltungen als obligatorisch erklären. Auf eine Verfassungsänderung soll hingegen verzichtet werden.
Bildungsdirektorin Monica Gschwind wollte nach der Handschlag-Affäre ein Zeichen setzen. Bild: Monica Gschwind
Muslime sollen Schulveranstaltungen nicht schwänzen dürfen, Basler Zeitung, 18.4.