Die Zürcher Erziehungsdirektorin hält in ihrem Interview vom 28.01.2019 fest,
dass der Lehrplan 21 «...nach jahrelanger Vorbereitung und Diskussion...»
eingeführt worden sei. Eingeführt ist nicht umgesetzt! Die «jahrelange
Vorbereitung» mag zutreffen; sie erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit
und vor allem der jetzt direkt Betroffenen. Wer sich heute umhört, erfährt,
dass der LP21 ein Reformvorhaben ist, das erstaunlich wenig echt freiwillige
Gefolgschaft findet, sondern mit repressiven Massnahmen gegenüber Lehrerinnen
und Lehrern eingeführt werden muss. Solches findet man sonst nur in totalitären
Staaten! «Änderungen in den Schulen müssen breit abgestützt sein», sagt die
Erziehungsdirektorin, und fährt fort: «Wenn die involvierten Personen nicht
dahinterstehen, sind Änderungen zum Scheitern verurteilt». LP21 lässt grüssen!
Keine Visionen für die Zukunft der Schule? Gerhard Steiner, 2.2.