Posts mit dem Label Steiner Gerhard werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Steiner Gerhard werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

16. Februar 2020

Erosion des Bildungswesens


Wir sind stolz auf das Bildungssystem in unserem Land. Dass die Ausbildungsqualität aber stetig und massiv erodiert, merken viele Bildungspolitiker und -funktionäre nicht. Sie reden unangenehmen Befunde schön und vertuschen, was nicht in ihr doch so «modernes» Konzept passt. Nachstehend die vier wesentlichsten Erosionszonen.
Die Bildungs-Missstände werden schöngeredet, Schweizerzeit, 17.1. von Gerhard Steiner

28. Dezember 2019

Heilige Kuh namens Integration

Eigentlich geht es um nichts anderes als um die heilige Kuh «integrative Schule» und die Verhinderung der Wiedereinführung von Kleinklassen für Kinder mit deutlich unterschiedlichen Voraussetzungen im Vergleich zu denen der Standardklassen. Da ist zu lesen: Die integrative Schule «lebt», passt sich «ständig den neuen Anforderungen» an, wird «den gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen» gerecht und ist «zeitgemäss»; Kleinklassen sind es nach Ansicht der Autorin und des Autors(beide sind Bildungsfunktionäre des Erziehungsdepartements Basel-Stadt) nicht.
Wenn ein Dogma die Vernunft beiseite wischt, condorcet.ch, 27.12. von Gerhard Steiner

11. Juli 2019

Die Lügen der digitalen Apostel

Wie der Tagespresse zu entnehmen war («Blick» vom 07.11.2018), besuchen neuerdings Digitalpädagogen von Computer- und Kommunikationsunternehmen Schulklassen der Grundstufe, um die Schülerinnen und Schüler in Fragen der «digitalen Transformation» unserer Gesellschaft zu unterrichten. Digitalpädagogen als Wohltäter, die grosszügig Hilfe anbieten, um die «von den neuen Aufgaben überraschten Schulen» (Lehrplan 21) zu Discount-Preisen zu retten und verunsicherte Eltern (an Elternabenden) gratis vor dem bevorstehenden Scheitern ihrer Kinder zu bewahren?
Wer nicht "digital" lernt, verpasst nichts. Eine Kritik an der Digitalisierung der Schule, LVB inform, Juni 2019, von Gerhard Steiner

3. Februar 2019

Ist Integration ein Menschenrecht?


Die Zürcher Erziehungsdirektorin hält in ihrem Interview vom 28.01.2019 fest, dass der Lehrplan 21 «...nach jahrelanger Vorbereitung und Diskussion...» eingeführt worden sei. Eingeführt ist nicht umgesetzt! Die «jahrelange Vorbereitung» mag zutreffen; sie erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit und vor allem der jetzt direkt Betroffenen. Wer sich heute umhört, erfährt, dass der LP21 ein Reformvorhaben ist, das erstaunlich wenig echt freiwillige Gefolgschaft findet, sondern mit repressiven Massnahmen gegenüber Lehrerinnen und Lehrern eingeführt werden muss. Solches findet man sonst nur in totalitären Staaten! «Änderungen in den Schulen müssen breit abgestützt sein», sagt die Erziehungsdirektorin, und fährt fort: «Wenn die involvierten Personen nicht dahinterstehen, sind Änderungen zum Scheitern verurteilt». LP21 lässt grüssen!
Keine Visionen für die Zukunft der Schule? Gerhard Steiner, 2.2.

11. Dezember 2018

Sechs Thesen zur Optimierung der Ausbildung


Die Diskussion um den LEHRPLAN 21 (im Folgenden L21), die jetzt in der Öffentlichkeit unüberhörbar ist, nimmt teilweise merkwürdige Züge an. Viele Eltern seien verunsichert, heisst es beispielsweise. Aber sicher nicht durch L21, denn sie haben ihn gar nicht gelesen. Was verunsichert, sind die vielen Informationsbruchstücke und deren Interpretationen. Diese enthalten oft sowohl Klärungen, die man nachvollziehen kann, als auch Beschwichtigungen, die Misstrauen und in der Folge auch Unsicherheit hervorrufen. Im Folgenden soll weder geklärt noch beschwichtigt werden. Vielmehr geht es darum, L21 in einen etwas weiteren Rahmen zu stellen und ihn nicht aus bildungspolitischer, sondern aus ausbildungsbezogener Sicht zu gewichten und ihm alternative Überlegungen gegenüberzustellen. 
Im Würgegriff von LEHRPLAN 21, 23.11. (Überarbeitung eines Beitrags aus dem Jahr 2014) von Gerhard Steiner

Was die Eltern nicht wussten



Dass alle eine gute Schule für ihre Kinder wollen, ist klar. Wer aber dem LP21 bewusst zustimmt, kauft eine Katze im Sack und weiss möglicherweise gar nicht, ...
Vielen Eltern war gar nicht bewusst, was sie da abgestimmt haben, 10.12. von Gerhard Steiner

18. November 2018

"Wer nicht spurt, wird gemobbt"


In der NZZ vom 30. 10. 18 wird in einer kurzen Notiz die Auflösung der EDK (Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren) angekündigt: Der Lehrplan 21 (LP21) sei nach den Volksabstimmungen jetzt in 21 Kantonen in der Umsetzung und die Aufgabe der EDK damit erfüllt. Schwerwiegende Folgen dürfen aber nicht übersehen werden: Die Umsetzung des LP21 erfolgt unter viel Druck und Kontrolle. Wer nicht spurt, wird gemobbt, vor die Erziehungsdirektion zitiert oder auf Teilpensum gesetzt (entsprechende Fälle sind mir persönlich bekannt). 
Die EDK stiehlt sich aus der Verantwortung, NZZ, 12.11. Leserbrief von Gerhard Steiner

9. Juli 2018

Fragwürdige Inklusion

Seit einiger Zeit ist viel von schulischer «Inklusion» oder «Integration» die Rede.5 Die Begriffe bedeuten, dass möglichst alle Kinder – ob normal begabt oder geistig behindert, ob unauffällig oder verhaltensauffällig – zusammen unterrichtet werden. Kleinklassen und Sonderschulen soll es kaum mehr geben. Begründet wird die Schulreform damit, dass die Schüler auf diese Weise mehr Sozialkompetenz lernen würden. Trifft das zu?
Inklusion - Fortschritt oder Rückschritt? Basel-Express, 21.6. von Judith Barben

13. Dezember 2014

Lernen als Prozess

Der Basler Professor Gerhard Steiner sieht den Fokus des Lehrplans 21 falsch ausgerichtet. Anstelle einer starren Fixierung auf Kompetenzen propagiert der Entwicklungspsychologe ein ausgeprägtes Bewusstsein von Lernen als Prozess. Anschliessend zeigt er im Rahmen von sechs Thesen, welche schulischen Massnahmen eine höhere Dringlichkeit verdienen als ein neuer Lehrplan. 
Im Würgegriff von Lehrplan 21, Gerhard Steiner, Juli 2014