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20. Mai 2021

Basel will diskriminierungsfreie Schulen

Egal mit welcher Hautfarbe oder mit welchem religiösen, kulturellen oder sozialen Hintergrund, die Schule müsse alle Kinder und Jugendlichen abholen, sagt Heidi Mück, die das Grün-alternative Bündnis im Basler Grossen Rat vertritt. «Die Kinder und Jugendlichen sollen in einer möglichst diskriminierungsarmen Umgebung aufwachsen. Dort ist die Schule ein wichtiger Teil und hat eine wichtige Rolle.»

Basler Parlament setzt sich für diskriminierungsfreie Schulen ein, SRF Regional, 19.5. von Marlene Sandrin

15. April 2021

Passepartout-Lehrmittel im Sturzflug

In den beiden Basel können Lehreinnen und Lehrer seit diesem Schuljahr aus einer Liste mit Lehrmitteln für Französisch und Englisch auswählen. Nun zeigen Zahlen aus dem Kanton Baselland, dass auf der Sekundarstufe die bisherigen umstrittenen Lehrmittel kaum mehr bestellt werden.Von rund 180 Lehrpersonen, die neue Lehrmittel bestellt haben, haben sich noch zwei für "Clin d'oeil" entschieden und elf für "New World". Eine ähnliche Entwicklung ist in Basel-Stadt zu beobachten. 

Lehrer wenden sich ab von Mille feuilles und Co. SRF Regional, 14.4. von Benedikt Erni

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28. Januar 2021

Elterngespräche nach wie vor im Schulzimmer

Im Corona-Jahr 2021 ist es nicht anders: Im Januar erhalten die Schülerinnen und Schüler in den Primar- und Sekundarschulen ihre Zeugnisse und Lernberichte – und die Lehrerinnen und Lehrer laden die Eltern ein, die Ergebnisse zusammen mit ihren Kindern oder Jugendlichen zu besprechen. Im Kanton BaselStadt finden diese Gespräche als Präsenzveranstaltungen in den Schulzimmern statt, oft auch im Beisein von Sozialarbeitern oder Dolmetschern.Bis zu sieben Personen sind an solchen Gesprächen dabei. 

Treffpunkt trotz Corona in der Schule, Basler Zeitung, 27.1. von Thomas Dähler

12. Januar 2021

Übervolle Klassen werden zum Problem

Kommenden Montag startet das neue Semester. Bisher bedeuteten die zwei Stichtage im Jahr für viele Schülerinnen und Schüler, dass sie sich in einer neuen Klasse mit neuen Anforderungen zurechtfinden mussten. Dann nämlich, wenn sie während ihrer drei Jahre in der Sekundarschule das Niveau wechseln dürfen oder müssen – je nach Zeugnis aufwärts vom A-Zug (allgemeine Anforderungen) ins E (erweiterte Anforderungen), von dort ins P (hohe Anforderungen) – oder eben den anderen Weg, falls die Anforderungen nicht erfüllt werden können. 

Zu volle Klassen: Wechsel nicht möglich, BZ Basel, 12.1. von Jonas Hoskyn

Linke Ansätze für bessere Berufsperspektiven

Der Kommentar vom 6. Januar 2021 zur Basler Schulsituation suggeriert, dass der Kanton das Platzproblem an der FMS am besten dadurch lösen sollte, dass mehr SchülerInnen nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre machen. Zu viele SchülerInnen würden heute auf der Sek-II-Ebene eine weiterführende Schule besuchen.

Der Basler SP-Nationalrat Mustafa Atici fürchtet eine Verdrängung der Leistungsschwächeren, Bild: Nicole Pont
Stark in der Schule, stark in der Lehre, BaZ, 12.1. von Mustafa Atici

10. Januar 2021

Zehn Jahre Sonderpädagogik-Konkordat

 «Für alle!» lautet der Titel des detailliertesten Buchs über die Geschichte der Basler Volksschule. Der Autor Pierre Felder, selbst erster Leiter der Volksschulen im Basler Erziehungsdepartement, beschreibt darin, wie die Basler Schulen diesem Imperativ jahrhundertelang nicht nachkamen. Im 18. Jahrhundert etwa war der Schulunterricht – ganz im Gegenteil – für wenige. Nur die Kinder aus den reicheren Familien durften in die Schule, weil die ärmeren das Schulgeld nicht aufbringen konnten. Wer ganz privilegiert war, der leistete sich für seineKinder einen Privatlehrer, damit sie nicht mit dem «verderblichen Gesindel» der Unterschicht in Kontakt kamen. Mädchen gingen häufig gar nicht zur Schule. Da diese später ohnehin keine herausfordernden Berufe annahmen, galt die Schulbildung als unnötig. Und der Pfarrer war derjenige, der entschied, ob ein Kind bildungsfähig ist. Behinderte wurden privat oder in einer Einrichtung betreut und mussten oder durften nicht in die Schule –der Kanton leistete ab1929 Fürsorgebeiträge für deren Unterbringung in Anstalten. Auch die Fremdsprachigen wurden ausgegrenzt. Die Schulen mussten sie Anfang 20. Jahrhunderts nicht aufnehmen. 

Bei Störenfrieden hört die Integration in den Schulen auf, BZ Basel, 9.1. von Leif Simonsen

7. Januar 2021

Zu viele Mittelschüler senken das Niveau

Im Kanton Basel-Stadt, in dem die Realitätsverweigerung schon als Kunstform durchgeht, würde man sich nie in solchen Worten ausdrücken, weil man sich gern ziert und lieber herumdruckst, als ein Problem als solches zu benennen – so muss es halt das Baselbiet sagen: Die Stadt hat dem Land einen «akuten Notfall» in der Fachmaturitätsschule (FMS) gemeldet, da diese aus allen Nähten platzt. 

Viele wären in einer Lehre besser aufgehoben, Basler Zeitung, 7.1. von Sebastian Briellmann

19. Dezember 2020

Lasst doch mal die Hände weg von der Schule

Liebe Bildungspolitiker, Reformitispädagogen und Kompetenzenverteiler, lasst doch mal die Hände weg von der Schule. Lehrer lassen sich ausbilden. Sie besuchen dabei Vorlesungen über ihr geliebtes Fach, sie erarbeiten sich pädagogisches, methodisches und didaktisches Wissen, um danach als angestellte Lehrer mittels Reglementen und Befehlen gleich wieder entmündigt wie entmutigt zu werden. Sie steigen mit grossen Ideen in ihren Beruf ein, um kurz darauf desillusioniert entweder von ihren Ideologien oder gleich vom Beruf wieder Abschied zu nehmen. Lehrer wissen ja, wie man mit welchen Mitteln unterrichtet, so soll man sie doch einfach machen lassen. Drückt ihnen einen Schlüssel in die Hand, mit der einzigen Aufforderung, in drei Jahren Resultate zu liefern. Dies würde motivationstechnisch Wunder bewirken und zugleich noch viele Schreibtischtäter einsparen. 

Basler Zeitung, 18.12. Leserbrief von Mathis Reichel

17. Dezember 2020

Ernüchterndes Umfrage-Ergebnis

Alles wurde in die Wege geleitet, um die Schule für die Veränderungen in der Gesellschaft fit zu machen: neuer Lehrplan, neue Stundentafel, neue Lernkonzepte wie Lernlandschaft und die Harmonisierung der Übertritte – der Wechsel nach dem sechsten Primarschuljahr in die dreijährige Sekundarschule (früher im Baselbiet 5/4, in Basel-Stadt 4/5). Der Schuss scheint deutlich nach hinten losgegangen zu sein. 

Bildungsreformen liessen Schule abstürzen, Basler Zeitung, 17.12. von Daniel Wahl

16. Dezember 2020

Lehrer sehen deutliches Sinken der Leistungen

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) führte in den vergangenen zwei Wochen eine breit angelegte Umfrage zum Thema «Leistungsniveau der Schüler/-innen heute im Vergleich zu vor 5 Jahren» bei den Lehrpersonen der Schulstufen Primar, Sek 1 und Sek 2 durch. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Eine deutliche Mehrheit der Lehrpersonen stuft die Leistungen der Schüler/-innen heute schlechter oder deutlich schlechter ein als früher.

Umfrage: Schüler/-innen zeigen immer schlechtere Leistungen, Starke Schule beider Basel, 16.12. von Michael Pedrazzi

9. Dezember 2020

Verdreifachung autistischer Kinder in Basel

Seit der Bildungsreform und der Abschaffung der Kleinklassen vor zehn Jahren sind die Basler Schulen angehalten, möglichst viele Kinder in die Regelklassen zu integrieren. Viele Lehrer ächzen über die Zusatzbelastung. Vor allem die verhaltensauffälligen Kinder machen ihnen zu schaffen. In jüngster Zeit bereitet ihnen aber eine andere Entwicklung Sorgen: Die Zahl derjenigen Schülerinnen und Schüler mit einer Autismus-Diagnose ist markant gestiegen.Waren es im Schuljahr 2014/15 noch 21 Kinder, registrierte der Kanton im vergangenen Jahr bereits 63 Fälle. 

Die Zahl autistischer Schüler steigt rasant, BZ Basel, 9.12. von Leif Simonsen

19. Oktober 2020

Als man im Kindergarten noch spielte

Sändele, Liedchen singen, mit Holzklötzchen bauen, spielen – all das machte ich in den letzten beiden Jahren des Zweiten Weltkrieges im Kindergarten beim Erasmusplatz bei Fräulein Tanner. Sogar spielen durften wir nach Lust und Laune. So lieb war unser Fräulein.

Das einfühlsame Fräulein Pototzka, Online Reports, 19.10. von Peter Achten

12. Oktober 2020

Schulschliessungen brachten auch Vorteile

Als der Bund im Frühjahr die Schliessung der Schulen beschloss, war der Tenor schnell klar: Für viele Kinder in sozial schwächeren Familien bedeutet das Homeschooling eine grosse zusätzliche Belastung.Vor allem Schülerinnen und Schüler, die ohnehin schon Schwierigkeiten haben, den Schulstoff zu bewältigen, hatten grosse Mühe, Zuhause mit dem Homeschooling zurechtzukommen. Neue Studien zeigen nun,dass bei diesen Beobachtungen zwei Gruppen vergessen gingen. Das sind einerseits diejenigen Kinder, denen die Schulschliessung einen grossen Berg an täglichen Sorgen nahm, und andererseits die Sozialarbeiter in den Heimen, für die der Lockdown eine grosse zusätzliche Belastung in der ohnehin schon herausfordernden Arbeit mit Jugendlichen bedeutete. 

Die Gemobbten atmeten auf, BZ Basel, 8.10. von Helena Krauser

Auf Vermessung verzichten

Es muss immer alles mess- und bewertbar sein und was nicht messbar ist, wird so gebogen, dass es bewertbar wird. Wie kann eine solch individuelle Sache wie der Lernfortschritt anhand von Checks (also Momentaufnahmen) gemessen werden? Wenn verglichen wird, dann müssten die Voraussetzungen auch gleich sein. Das heisst jedes Jahr müssten genau die gleiche Anzahl Kinder mit dem genau gleichen Hintergrund verglichen werden. Es müsste die Zeit, die Eltern aufwenden, um beim Lernen zu helfen, in die Statistik einfliessen. Das Freizeitverhalten, die Anzahl Geschwister, die Freundeskreise, die Arbeit der Eltern, und vieles mehr spielen eine Rolle und müssen in die Statistik einbezogen werden – das würde eine wochenlange Recherche bedeuten und immer noch keinen Sinn machen. Zum Glück sind wir Individuen und daher nicht wirklich vermessbar. DAZ, Deutsch als Zweitsprache, das hat der Schullockdown gezeigt, funktioniert nur, wenn diese Stunden sehr regelmässig stattfinden und Anreiz bieten. Die Eltern und andere Erwachsene müssen mitmachen und diesen speziellen Unterricht voll unterstützen, dann funktioniert es auch. Vielleicht sollten wir diese ungenaue Vermessung von Kindern einfach sein lassen und akzeptieren, dass es Unterschiede gibt. Es gibt genug Beispiele von erfolgreichen Menschen, die schulschwach waren und erst danach durchgestartet sind. 

Basler Zeitung, 8.10. Leserbrief von Philip Karger

7. Oktober 2020

Cramer mit Leistungsausweis zufrieden

Conradin Cramer steht zwischen den neuen Primarschülerinnen und -schülern. Es ist ein besonderes Jahr für den Erziehungsdirektor, der seit 2017 jeweils im August die neuen Schulkinder begrüsst. In drei von vier Jahren trug er zu diesem Anlass seine typische rote Krawatte. Dieses Jahr komplettierte eine weisse Stoffmaske mit schwarzen kleinen Baslerstäben das Outfit.

Conradin Cramers Erfolg: Weniger Schüler am Gymnasium, BZ Basel, 7.10. von Silvana Schreier

5. Oktober 2020

Bescheidene Erfolge für DaZ und Integration

Leistungsschwache Schülerinnen und Schüler profitieren nicht von leistungsstarken: Die Primarschulen in Basel-Stadt schaffen es nicht, den Leistungsrückstand der Kinder aus bildungsfernen Familien zu verringern. Das zeigen die veröffentlichten Ergebnisse der Schulchecks der 3.Klassen aus dem vergangenen Jahr. Sie zeigen auf, dass die Leistungsunterschiede bei den Drittklässlern in Basel-Stadt erheblich grösser sind als in den Kantonen Baselland, Aargau und Solothurn. Auch nahmen die Leistungsunterschiede in Basel-Stadt im Vergleich zu den Vorjahren zu. 

Bildungsgraben in Basler Primarschulen, Basler Zeitung, 5.10. von Thomas Dähler

27. September 2020

Integration hat ihre Grenzen

Alexander Grob ist Professor für Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Basel. Im Interviewspricht er darüber, was die Kinder in ihrer Entwicklung am stärksten beeinflusst.

"Ein Kind wird aggressiv, wenn man seine Wünsche missachtet", BZ Basel, 26.9. von Leif Simonsen

2. September 2020

Basler Lehrer wollen wegen Corona keine Checks

 «Was kann ich? Wo stehe ich? Welche Lernschritte folgen als Nächstes?» Diese Fragen werden in den Leistungschecks zur Standortbestimmung am Anfang der 3.Klasse und zum Ende der 5.Klasse in der Primarschule gestellt. Diese Checks P3 und P5, die in der gesamten Nordwestschweiz zum Schulsystem gehören, werden seit Jahren von Basler Lehrpersonen kritisiert. Wegen des Coronavirus flammt der Streit nun erneut auf. Im März 2017 verabschiedete die Gesamtkonferenz der Basler Lehrpersonen die Resolution zur «kompletten Abschaffung der vierkantonalen Leistungschecks». Eine klare Mehrheit hat sich dafür ausgesprochen. Dabei ging es einerseits um die Checks während der Primarschulzeit, anderseits aber auch um die beiden Tests in der Sekundarstufe. Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer reagierte und strich vorerst den Check in der 3. Oberstufe. Gleichzeitig wurde der zweite Test in der Primarstufe von der 6. in die 5. Klasse verschoben.

Schulen sind gegen Leistungstests, BZ Basel, 1.9. von Silvana Schreier

31. August 2020

Schein-Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt

Die grosse Mehrheit der Schüler/-innen erreichen mit den Passepartout-Lehrmitteln «Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» die Lernziele nicht: Die beiden Basler Halbkantone haben bei den gesamtschweizerischen Tests am Ende der Primarschule im Fach Französisch am schlechtesten abgeschnitten. Die Fremdsprachenlehrpersonen machen dafür die untaugliche Passepartout-Ideologie verantwortlich. Während der Kanton Basel-Landschaft reagiert und eine «geleitete» Lehrmittelfreiheit realisiert hat, bewegt sich der Stadtkanton nur wenig.

Schein-Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt, Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 31.8.

Skepsis bei ICT-Förderung

Am ICT Campus in Muttenz lernen Jugendliche jeweils am Samstagmorgen in für sie kostenlosen Kursen unter anderem Programmieren und das Bauen von Robotern. Innerhalb von nur drei Jahren entwickeln sie sich vom Talent zum IT-Crack. Speziell auch Mädchen sollen gefördert werden, die Freude an Informatik haben, aus den verschiedensten Gründen beruflich den Weg dazu aber nur selten finden. Um an die jungen Talente zu kommen und sie auf das Angebot aufmerksam zu machen, besuchen Scouts Sekundarschulen und programmieren in Klassen an einem halben Tag ein Spiel. Dafür brauchen sie das Einverständnis der Schulleitungen. Und genau da hapert es im Kanton Basel-Stadt. Nur gerade zwei der zehn angefragten Sekundarschulen gaben dem ICT Campus die Möglichkeit, ihr Angebot in den Klassen vorzustellen. Gemäss CEO Rolf Schaub hat im Kanton Baselland ein Grossteil der Schulen mitgemacht.

Die Angst der Schulleitungen vor Eliteförderung, Basler Zeitung, 31.8. von Tobias Gfeller