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25. April 2021

Widerstand gegen KV-Reform

Geht es nach dem Bund, wird die kaufmännische Ausbildung schon 2022 auf den Kopf gestellt. Statt um Fächer geht es dann um Kompetenzen und ein ganzer Leistungszug wird gestrichen. Bildungsdirektorin wie auch der Landrat befürchten grosse Schwierigkeiten und fordern mehr Zeit.

«Schockiert», «konsterniert», «entsetzt»: Landrat will sich beim Bund gegen Reform der KV-Lehre wehren, BZ Basel, 22.4. von Michael Nittnaus

Baselland: Parlamentarischer Vorstoss zum Praxisbezug im Lehrkörper der FHNW

Der fehlende Praxisbezug der LehrerInnen-Ausbildung der Pädagogischen Hochschule war schon mehrfach Thema in den Kantonsparlamenten der FHNW-Trägerkantone. Als Folge davon wurde die Anzahl der Praktika für die Studierenden erhöht und diesbezüglich einige Verbesserungen in die Wege geleitet. 

Nichts destotrotz ist das Feedback der Studierenden zur Qualität der Ausbildung in den entsprechenden von der PH durchgeführten Umfragen auf einem bedenklich tiefen Niveau. Als problematisch erweist sich insbesondere der mangelnde Praxisbezug und des Nicht-Vorhandenseins von praktischer Unterrichtserfahrung im Lehrkörper der PH. Wenn Didaktik-Dozierende ohne praktische Unterrichtserfahrung angehender Lehrpersonen in die Tricks des Unterrichtsalltags einführen sollen, dann ist das nicht selten mit einem Glaubwürdigkeitsproblem verbunden. Die analoge Problematik existiert ebenfalls an der Hochschule für soziale Arbeit. 

Angehende Lehrpersonen wünschen sich zurecht hervorragende Dozierende mit glaubwürdiger praktischer Unterrichtserfahrung bez. entsprechender praktischer Berufserfahrung. 

Entsprechend wird die Regierung aufgefordert im nächsten Leistungsauftrag der Trägerkantone an die FHNW sicherzustellen, dass mindestens 75% der Professoren, Dozenten und Lehrbeauftragten der PH und der Hochschule für soziale Arbeit der FHNW praktische Unterrichts- bzw. Berufserfahrung haben (ein Minimum von 5 Jahren Unterrichtspraxis).


Urheber/in: Klaus Kirchmayr Zuständig: –– Mitunterzeichnet von: Bänziger, Biedert, Franke, Fritz, Grazioli, Groelly, Heger, Kirchmayr-Gosteli Julia, Lerf, Locher, Ryf, Stokar, Waldner, Wolf Eingereicht am: 22. April 2021



20. April 2021

Personalrechtliche und gewerkschaftliche Anliegen mit politischen Mitteln durchsetzen

Seit zehn Jahren leistet die «Starke Schule» Widerstand gegen den Lehrplan 21. 16 Initiativen hat der Verein bisher lanciert und dabei beachtliche Erfolge erzielt. Nun will die Organisation besser in Entscheide der Bildungsdirektion eingebunden werden, sagt Vorstandsmitglied Regina Werthmüller. 

«Eine neue Initiative steht im Moment nicht an», Volksstimme, 16.4. von Sebastian Schanzer

15. April 2021

Passepartout-Lehrmittel im Sturzflug

In den beiden Basel können Lehreinnen und Lehrer seit diesem Schuljahr aus einer Liste mit Lehrmitteln für Französisch und Englisch auswählen. Nun zeigen Zahlen aus dem Kanton Baselland, dass auf der Sekundarstufe die bisherigen umstrittenen Lehrmittel kaum mehr bestellt werden.Von rund 180 Lehrpersonen, die neue Lehrmittel bestellt haben, haben sich noch zwei für "Clin d'oeil" entschieden und elf für "New World". Eine ähnliche Entwicklung ist in Basel-Stadt zu beobachten. 

Lehrer wenden sich ab von Mille feuilles und Co. SRF Regional, 14.4. von Benedikt Erni

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7. April 2021

"Als Sekundarlehrer kann ich heute nicht mehr die gleiche Leistung verlangen wie vor zehn Jahren"

Zehn Jahre Starke Schule Baselland, ein Jahr davon Starke Schule beider Basel: Sie haben im Baselbiet den meisten Anliegen, die Sie eingebracht haben, zum Durchbruch verholfen. Kann sich die Starke Schule demnach in den Ruhestand begeben?

Es gibt mehrere offene Baustellen, die wir weiter verfolgen möchten: so etwa den Lehrplan, der bis Mitte 2022 überarbeitet wird. Auch die Digitalisierung mit den neu eingeführten iPads an den Sekundarschulen ist ein Thema, das bei allen Vorteilen nicht ganz unproblematisch verläuft. Zunehmend gelangen Lehrpersonen an uns, die wir in personalrechtlichen Fragen beraten und deren Interessen wir vertreten; deshalb möchten wir uns ab 2022 auch als Berufsverband anerkennen lassen. 

Wie konservativ sind Sie, Herr Wiedemann? Basler Zeitung, 7.4. von Thomas Dähler

3. April 2021

Happy Birthday, Starke Schule!

In den Augen vieler «fortschrittlich» gesinnter Zeitgenossen sind die Vertreter der «Starken Schule beider Basel» (SSbB) nichts anderes als konservative Verhinderer, die sich die Schule zu Zeiten Gotthelfs zurückwünschen. Im folgenden versuche ich die Wirkung dieses Vereins aus einer deutschschweizerischen Perspektive in einen etwas breiteren Zusammenhang zu stellen. Wie lässt sich der Erfolg der SSbB erklären?

Konservative Verhinderer? Gedanken zum Erfolg der Starken Schule beider Basel, 31. 3. von Urs Kalberer

21. März 2021

Passepartout-Lehrmittel bereits im ersten Jahr mehrheitlich ersetzt

Die neu eingeführte «geleitete Lehrmittelfreiheit» zeigt Wirkung:  Die Mehrheit der Französisch- und Englischlehrpersonen haben die Passepartout-Lehrmittel «Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» bereits im ersten Jahr nach Einführung der Lehrmittelfreiheit ersetzt.



Passepartout-Lehrmittel bereits im ersten Jahr mehrheitlich ersetzt, Starke Schule beider Basel, 18.3. von Alina Isler

8. März 2021

Politische Einmischung in Lehrpläne ist beendet

Das von der Starken Schule beider Basel inszenierte Seilziehen um die Lehrpläne ist beendet. Die Stimmberechtigten wollten sich nicht ein weiteres Mal in die Debatte um die neuen Lehrpläne der Primar- und Sekundarschulen einmischen.

Niederlage für die Starke Schule, Basler Zeitung, 8.3. von Thomas Dähler

7. März 2021

Starke Schule akzeptiert Niederlage

Das Baselbieter Stimmvolk möchte im Bildungsgesetz keine Beschränkung der Anzahl Kompetenzbeschreibungen im Lehrplan Volksschule Baselland auf maximal 1'000 festschreiben. Die Starke Schule beider Basel (SSbB) akzeptiert diesen Volksentscheid von heute Sonntag.

Klarer Entscheid des Stimmvolks, Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 7.3.

14. Februar 2021

In Baselland soll ignorierter Volksentscheid nun durchgesetzt werden

2017 stimmte der Baselbieter Landrat der Entwicklung von Stofflehrplänen einstimmig zu und 2018 bestätigte das Stimmvolk diesen Entscheid mit einem Ja-Anteil von 84%. Weshalb lancierte nun die «Starke Schule beider Basel» erneut eine Initiative? Rennen Sie da nicht offene Türen ein?

Alina Isler (Vorstandsmitglied Starke Schule beider Basel): Bis heute hat die Bildungsdirektion keine Anstalten unternommen, den Volksentscheid zu akzeptieren, geschweige denn, ihn umzusetzen. Nach wie vor bestehen die Lehrpläne in allen Fächern ausser in Englisch weitgehend aus Kompetenzbeschreibungen, ergänzt mit einzelnen Stoffinhalten ...

Lehrpersonen ignorieren die unbrauchbaren Lehrpläne, Condorcet.ch, 12.2.

28. Januar 2021

Elterngespräche nach wie vor im Schulzimmer

Im Corona-Jahr 2021 ist es nicht anders: Im Januar erhalten die Schülerinnen und Schüler in den Primar- und Sekundarschulen ihre Zeugnisse und Lernberichte – und die Lehrerinnen und Lehrer laden die Eltern ein, die Ergebnisse zusammen mit ihren Kindern oder Jugendlichen zu besprechen. Im Kanton BaselStadt finden diese Gespräche als Präsenzveranstaltungen in den Schulzimmern statt, oft auch im Beisein von Sozialarbeitern oder Dolmetschern.Bis zu sieben Personen sind an solchen Gesprächen dabei. 

Treffpunkt trotz Corona in der Schule, Basler Zeitung, 27.1. von Thomas Dähler

12. Januar 2021

LVB fordert bessere Schutzmasken für Lehrer

COVID-19 bestimmt weiterhin die Schlagzeilen und auch die Situation an unseren Schulen. Spezielle Besorgnis riefen diese Woche Recherchen von Radio SRF hervor, wonach Primarlehrkräfte in Baselland fast doppelt so häufig von einer Corona-Infektion betroffen seien wie der Rest der Bevölkerung.

Lehrpersonen besser schützen! Arbeitgeber in der Pflicht, Bericht Regionaljournal SRF, 12.1.

Primarlehrer haben fast doppelt so oft Corona

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der ETH Zürich zeigt, wie wirkungsvoll die einzelnen Massnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus während der ersten Welle waren. Fazit: Eine der wirkungsvollsten Massnahmen war es, auf Fernunterricht umzustellen. Die Mobilität der Bevölkerung ging um über 20 Prozent zurück, entsprechend weniger Menschen steckten sich mit der Krankheit an.


Primarlehrer bekommen doppelt so häufig Corona, SRF Regional, 11.1.

10. Januar 2021

Zehn Jahre Sonderpädagogik-Konkordat

 «Für alle!» lautet der Titel des detailliertesten Buchs über die Geschichte der Basler Volksschule. Der Autor Pierre Felder, selbst erster Leiter der Volksschulen im Basler Erziehungsdepartement, beschreibt darin, wie die Basler Schulen diesem Imperativ jahrhundertelang nicht nachkamen. Im 18. Jahrhundert etwa war der Schulunterricht – ganz im Gegenteil – für wenige. Nur die Kinder aus den reicheren Familien durften in die Schule, weil die ärmeren das Schulgeld nicht aufbringen konnten. Wer ganz privilegiert war, der leistete sich für seineKinder einen Privatlehrer, damit sie nicht mit dem «verderblichen Gesindel» der Unterschicht in Kontakt kamen. Mädchen gingen häufig gar nicht zur Schule. Da diese später ohnehin keine herausfordernden Berufe annahmen, galt die Schulbildung als unnötig. Und der Pfarrer war derjenige, der entschied, ob ein Kind bildungsfähig ist. Behinderte wurden privat oder in einer Einrichtung betreut und mussten oder durften nicht in die Schule –der Kanton leistete ab1929 Fürsorgebeiträge für deren Unterbringung in Anstalten. Auch die Fremdsprachigen wurden ausgegrenzt. Die Schulen mussten sie Anfang 20. Jahrhunderts nicht aufnehmen. 

Bei Störenfrieden hört die Integration in den Schulen auf, BZ Basel, 9.1. von Leif Simonsen

Baselland erlaubt weiterhin Kleinklassen und fährt gut damit

Dieser Mann weiss, wovon er spricht: Robert Christener unterrichtet seit mehr als 20 Jahren in Kleinklassen. Zurzeit ist der 55-jährige Lehrer einer 6.Klasse an der Primarschule Muttenz. Der Primarlehrer bildete sich zum schulischen Heilpädagogen weiter und betreut zusammen mit einer Zweitlehrperson maximal 13 Kinder. In den vergangenen Jahren leistete er aber auch Einsätze in Regelklassen. Dies im Rahmen der Integrativen Schulungsform (ISF), bei der ein Heilpädagoge einzelne Kinder einer Regelklasse während zwei bis vier Lektionen pro 

"Irgendwann ist das Feuer in den Regelklassen zu gross", BZ Basel, 9.1. von Michael Nittnaus

17. Dezember 2020

Ernüchterndes Umfrage-Ergebnis

Alles wurde in die Wege geleitet, um die Schule für die Veränderungen in der Gesellschaft fit zu machen: neuer Lehrplan, neue Stundentafel, neue Lernkonzepte wie Lernlandschaft und die Harmonisierung der Übertritte – der Wechsel nach dem sechsten Primarschuljahr in die dreijährige Sekundarschule (früher im Baselbiet 5/4, in Basel-Stadt 4/5). Der Schuss scheint deutlich nach hinten losgegangen zu sein. 

Bildungsreformen liessen Schule abstürzen, Basler Zeitung, 17.12. von Daniel Wahl

16. Dezember 2020

Lehrer sehen deutliches Sinken der Leistungen

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) führte in den vergangenen zwei Wochen eine breit angelegte Umfrage zum Thema «Leistungsniveau der Schüler/-innen heute im Vergleich zu vor 5 Jahren» bei den Lehrpersonen der Schulstufen Primar, Sek 1 und Sek 2 durch. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Eine deutliche Mehrheit der Lehrpersonen stuft die Leistungen der Schüler/-innen heute schlechter oder deutlich schlechter ein als früher.

Umfrage: Schüler/-innen zeigen immer schlechtere Leistungen, Starke Schule beider Basel, 16.12. von Michael Pedrazzi

11. Dezember 2020

Über 15000 Schüler ohne Schwimmunterricht in Baselland

Längst nicht alle Baselbieter Primar- und Sekundarschüler erhalten Schwimmunterricht. Gemäss einer aktuellen Regierungsantwort auf einen Vorstoss von Miriam Locher (SP) mussten 2019 ganze 15 250 Schüler ohne auskommen.Von total 1657 Klassen betraf es 589 auf Primar- und 245 auf Sekstufe. 53 von 88 Schulen fehlt der Zugang zu einem Hallen- oder Freibad. Sie dürfen stattdessen normalen Sportunterricht anbieten. 

Quelle: BZ Basel, 11.12.

7. Dezember 2020

Nicht wieder dieselben Theorien hervorholen

Die Massnahmen zur Verbesserung von Deutsch- und Mathematikleistungen sind zu begrüssen. Der kritische Punkt dürfte dabei wieder einmal die verordnete Weiterbildung der Lehrpersonen werden. Wenn dafür dieselben Dozentinnen und Dozenten aufgeboten werden, die mit ihren Theorien letztlich für die unbefriedigenden Leistungen der Schülerinnen und Schüler verantwortlich sind, darf man sich auch von einer zusätzlichen Lektion nicht allzu viel versprechen: Schreiben nach Gehör, Output-Orientierung, konstruktivistisches Lernen, Kompetenzen, selbst organisiertes Lernen im altersdurchmischten Grossraum, Verzicht auf Fehlerkorrektur, Multiple-Choice-Tests, Lernprogression durch algorithmische Steuerung, und, und, und. Alle diese Reformideen torpedieren das Lernen mehr, als dass sie es fördern. Also bitte: Keine Fortbildung mit untauglichem theoretischem Ballast!

Basler Zeitung, 7.12., Leserbrief von Felix Schmutz

5. Dezember 2020

Baselland investiert in bessere Schulqualität

Rund 62 Millionen Franken Investition für ein «breit abgestütztes Massnahmepaket zur Sicherung der Bildungsqualität» – wer sagt da Nein? Vor allem nach den schlechten Ergebnissen der Baselbieter Schüler in den Fächern Deutsch und Mathe nach neun Jahren Grundschule. Bildungsdirektorin Monica Gschwind erntet von den«Bildungsbetroffenen» darum «grundsätzliches Lob». 

Alle wollen mehr Qualität in den Schulen, Basler Zeitung, 3.12. von Daniel Wahl