Wer
kennt sie nicht, die leicht geneigten Köpfe an den Bushaltestellen, Menschen,
in kleinen Gruppen zusammenstehend, auf ein flaches, rechteckiges «Ding» in
ihren Händen starrend oder darauf herumwischend? Oder den Herrn im Anzug, der
vermeintlich ein entspanntes Gespräch mit sich selbst zu führen scheint, lacht
und Pausen einschaltet, bis man entdeckt, dass er, mit Kopfhörern ausgerüstet,
in sein rechteckiges «Ding» spricht. Beim Spazierengehen sieht man Babys in
ihren Kinder- wagen, die den Blick ihrer Mutter vergeblich suchen, weil sie auf
dieses «Ding» fixiert ist: das Smartphone. Was als klobiges Gerät – vorwiegend
zum Telefonieren gebraucht – auf den Markt kam, ist heute ein portabler kleiner
Computer inklusive Shoppingcenter, der die Menschen überall hin zur Arbeit und
in der Freizeit, Tag und oft auch in der Nacht, begleitet. Auch Kinder! Zunehmend
jünger sind sie mit diesen Geräten befasst, und zu- nehmend mehr Fachleute
machen sich Sorgen um die damit verbundene Entwicklung.
Im Dschungel des Internets: Erziehung in Zeiten der Digitalisierung, Zeit-Fragen, 9. 3. von Eliane Perret