Posts mit dem Label ICT werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label ICT werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

5. Mai 2021

Durchschnittlich 35/h/Woche im Netz und trotzdem schwache Leser

Teenager informieren sich heute vor allem online. Gerade dort ist es aber besonders wichtig, «Fake News» von zuverlässigen Nachrichten unterscheiden zu können. Auch das Erkennen von betrügerischen Phishing-Mails ist dringend notwendig, um im Internet nicht irgendwann zum Opfer von Betrügern zu werden.

Laut Pisa-Studie sind Schweizer Teenager bei der Lesekompetenz nur Durchschnitt, NZZ, 5.5. 

25. April 2021

Kinder haben immer weniger Selbstdisziplin

"Unser Gehirn reift bis ungefähr zum zwanzigsten Lebensjahr, sogar noch ein bisschen darüber hinaus. Und bei diesem Reifungsprozess nimmt der Frontalkortex eine besondere Rolle ein. Dieses Stirnhirn ist sehr wichtig für die Selbstdisziplin und die Selbstkontrolle. Der noch nicht voll ausgebildete Frontalkortex ist einer der Gründe, warum die Kinder in der Pubertät so sind, wie sie sind. Dass sie zum Beispiel Schwierigkeiten mit ihrer Aufmerksamkeit und der ­Kontrolle ihrer Emotionen haben. Kinder sind anfällig für Lust-Im­pulse. Sie sind deswegen auch anfällig für Süchte. Und jetzt kommen sie mit dem Internet in eine Welt, in der sie sofort alles haben können, was sie sich wünschen. Meine inzwischen erwachsenen Söhne haben mich als Teenager mal gefragt: «Was hast du eigentlich so gemacht, als du 16 ­Jahre alt warst?» Und als ich dann geantwortet habe: «Naja, zur Schule gehen, lesen, Sport und vielleicht alle vier Wochen mal ins Kino», fanden sie diese Vorstellung unsäglich langweilig. Kinder heute können sich gar nicht mehr vorstellen, in einer Welt zu leben, in der sie nicht alles sofort haben können".

"Eltern müssen ihre Kinder viel mehr führen", Fritz und Fränzi, 6.4. von Bianca Fritz

21. März 2021

Erziehung in Zeiten der Digitalisierung

Wer kennt sie nicht, die leicht geneigten Köpfe an den Bushaltestellen, Menschen, in kleinen Gruppen zusammenstehend, auf ein flaches, rechteckiges «Ding» in ihren Händen starrend oder darauf herumwischend? Oder den Herrn im Anzug, der vermeintlich ein entspanntes Gespräch mit sich selbst zu führen scheint, lacht und Pausen einschaltet, bis man entdeckt, dass er, mit Kopfhörern ausgerüstet, in sein rechteckiges «Ding» spricht. Beim Spazierengehen sieht man Babys in ihren Kinder- wagen, die den Blick ihrer Mutter vergeblich suchen, weil sie auf dieses «Ding» fixiert ist: das Smartphone. Was als klobiges Gerät – vorwiegend zum Telefonieren gebraucht – auf den Markt kam, ist heute ein portabler kleiner Computer inklusive Shoppingcenter, der die Menschen überall hin zur Arbeit und in der Freizeit, Tag und oft auch in der Nacht, begleitet. Auch Kinder! Zunehmend jünger sind sie mit diesen Geräten befasst, und zu- nehmend mehr Fachleute machen sich Sorgen um die damit verbundene Entwicklung.

Im Dschungel des Internets: Erziehung in Zeiten der Digitalisierung, Zeit-Fragen, 9. 3. von Eliane Perret

4. März 2021

Lernplattformen kein Ersatz für das Schulbuch

Virtuelle Klassenzimmer, Erklärvideos und Online-Übungen haben in den vergangenen Monaten einen Aufschwung erlebt. Laut Experten ist aber Zurückhaltung gefragt.

Digitale Lernplattformen boomen in der Corona-Krise – doch ein Ersatz für das gute alte Schulbuch sind sie nicht, NZZ, 4.3. von Nils Pfändler

22. Januar 2021

Fehlende Digitalstrategie

Wenn es in dieser Pandemie einen Konsens gab, dann diesen: Schulschliessungen müssen um jeden Preis vermieden werden. Am Mittwoch bekräftigte der Bundesrat diese Haltung, nachdem die kantonalen Erziehungsdirektoren und die Corona-Task-Force dringend von einer zweiten Schulschliessung abgeraten hatten. Vom Tisch ist die Massnahme aber nicht. Der Kanton Aargau schickt per 25. Januar alle Mittel- und Berufsschüler in den Fernunterricht. Breiten sich die neuen Virusvarianten weiter aus, könnte in Sekundar-, Gymnasial- und Berufsschulen landesweit Fernunterricht verordnet werden. Die Primarschüler und Kindergärtler soll es nur im äussersten Notfall treffen. Denn seit der nationalen Schliessung der Schulen im Frühling gilt das Credo, dass die negativen Folgen für Kinder auf dieser Stufe am stärksten sind.


"Jugendliche weinen mittlerweile gleich viel wie Kinder im Vorschulalter", NZZ, 22.1. von Andri Rostetter

4. Januar 2021

An digitalisiertem Unterricht führt kein Weg mehr vorbei

März 2020, die Schülerinnen und Schüler des Deutschlehrers Stefan Hofer trudeln langsam ein vor ihren Bildschirmen: Fernunterricht an einem Dienstagmorgen im Shutdown, an der Kantonsschule Enge in Zürich genauso wie an allen übrigen Schulen im Land. Die Klasse kämpft mit technischen Problemen. Kommunikationsplattformen wie Teams und Zoom sind damals noch Neuland.

Mehr Miteinander, mehr vernetztes Denken: Hat die Corona-Pandemie unsere Schulen für immer verändert? NZZ, 3.1. von Robin Schwarzenbach

31. Dezember 2020

Lernbegleiter sind Arbeitsverweigerer

Im Interview mit dem Magazin “Realist” äussert sich der promovierte Pädagoge und Medienexperte Prof. Dr. phil. Ralf Lankau zum Thema “Digitale Transformation von Schule?” Für ihn ist der Einsatz von Medientechnik kein Qualitätsmerkmal von gutem Unterricht, er warnt gar vor den übersteigerten Versprechungen digitaler Zukunftsvisionen, hinter denen sich Interessen verbergen, die in der Schule definitiv nichts zu suchen haben. Ralf Merkle, Landesgeschäftsführer Realschullehrerverband Baden-Württemberg RLV, hat das hier gekürzt wiedergegeben Gespräch geführt, das wir hier mit freundlicher Genehmigung von Ralf Lankau veröffentlichen.


Ralf Lankau, Bild: www.lehrerfreund.de

"Der Begriff Lernbegleiter ist für mich das Synonym für pädagogische Arbeitsverweigerung", Condorcet.ch, 30.12. von Ralf Lankau

14. Dezember 2020

Besonders Primarschulen kämpfen mit Problemen beim Fernunterricht

Die Schweiz eiert momentan durch die zweite Welle der Covid-19-Pandemie. Praktisch kein Tag vergeht, an dem nicht ein Kanton irgendwelche Massnahmen erlässt und beispielsweise die Turnhallen schliesst, während etwa die Restaurants geöffnet bleiben dürfen. Angesichts der zunehmend unübersichtlichen Lage geht fast vergessen, dass es doch noch einige Konstanten im Wirrwarr der Massnahmen gibt. Dazu gehören die Schulen. Kein Kanton denkt momentan daran, seine Bildungsinstitutionen zu schliessen. Die meisten Schüler, Eltern, Lehrer und Behörden tun alles, um nicht zum flächendeckenden Homeschooling zurückzukehren, wie es während der ersten Welle vom Bundesrat angeordnet worden war. 

Mehr Unterstützung bei Fernunterricht gefordert, NZZ, 10.12. von Erich Aschwanden

5. Dezember 2020

Baselland ändert Stundentafel für bessere Testergebnisse

Es waren klare Worte, die Regierungsrätin Monica Gschwind an der gestrigen Video-Medienkonferenz zur Zukunft der Baselbieter Volksschule wählte: «Die Resultate haben den Anspruch, den ich als Bildungsdirektorin habe, nicht erfüllt.» Die Rede ist von den Ergebnissen der Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK), bei der Schülerinnen und Schüler der ganzen Schweiz in verschiedenen Fächern getestet werden. Im Mai 2019 wurden die Ergebnisse präsentiert – in den Fächern Mathematik, Deutsch und Französisch waren sie im Baselbiet unbefriedigend. «Bei den Bildungskompetenzen streben wir nicht das Mittelfeld an», meint Gschwind, «sondern Ergebnisse, die deutlich darüberliegen.» 

Das Mittelfeld reicht ihr nicht, BZ Basel, 3.12. von Kelly Spielmann

25. November 2020

Warum von Hand schreiben die Kinder gescheiter macht

Neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung zeigen, dass Kinder, welche von Hand schreiben, mehr lernen und das Gelernte besser speichern können. Gleichzeitig setzen wir in der Schule mehr und mehr auf digitalen Unterricht, welcher das Schreiben von Hand verdrängt.

Audrey van der Meer: «Handschrift braucht mehr Zeit und ist anstrengender, aber es ist wichtig, dass die Kinder da durchgehen.» Photo: NTNU / Microsoft

Warum von Hand schreiben die Kinder gescheiter macht, Urs Kalberer, 25.11.

11. November 2020

9. November 2020

Schulischer Handlungsbedarf

Der ehemalige AZ-Chefredaktor Hans Fahrländer hat am 23.Oktober fünf Thesen zu unserem Bildungssystem formuliert. Ich stimme diesen grosso modo zu, möchte sie aber ergänzen. Als einer, der zeitlebens im Bildungssystem Schweiz, zuletzt im Aargau, tätig war, sehe ich folgenden Handlungsbedarf, der sich aus den Thesen ergibt:

Wo liegt der Handlungsbedarf im Bildungswesen? Aargauer Zeitung, 5.11. von Martin Straumann

Zürcher Regierung will die Kosten für ICT bei den Gemeinden belassen

Der Kanton Zürich soll die Gemeinden und Schulen weiterhin im digitalen Wandel nur unterstützen und Empfehlungen zur Entwicklung abgeben, schreibt der Zürcher Regierungsrat. «Die Gemeinden und Schulen wiederum sind gefordert, die Situation in pädagogischer und technischer Hinsicht laufend zu überprüfen und zukunftsgerichtet die notwendigen Schritte zu unter nehmen.»

Damit nimmt der Regierungsrat ablehnend zu einer Motion Stellung, welche die Dietiker SP-Kantonsrätin Rosmarie Joss gemeinsam mit ihrer Parteikollegin Carmen Marty Fässler (Adliswil) Ende August eingereicht hatte.

Digitaler Wandel: Die Zürcher Regierung will den Schulen keine Lösung vorgeben, Limmattaler Zeitung, 9.11., von Ruedi Burkart

29. Oktober 2020

Sprechverbote sind keine Lösung

Sprechverbote über den Einsatz von Digitaltechnik und Datenschutz in Schulen sind keine Lösung, merkt Medienwissenschaftler Ralf Lankau zum Condorcet-Blog-Eintrag über Digital-Washing und postdigitale Schulen von Philippe Wampfler (18. Oktober 2020) an. In seiner Replik widerspricht er Wampflers Forderungen, die Schulen ohne lange Diskussionen zu praktischen Laboren der Digitalität umzugestalten.

Digital-Apostel in Vogel-Strauß-Manier oder: Sprechverbote über den Einsatz von Digitaltechnik und Datenschutz in Schulen sind keine Lösung, Condorcet.ch, 27.10. von Ralf Lankau

25. Oktober 2020

Fünf Thesen zur Bildung in der Schweiz

Seit und 40 Jahren beschäftige ich mich als Journalist mit Schule und Bildung. Politisch hat dieses Gebiet in dieser Zeit an Bedeutung gewonnen, häufig wird mit Schlagworten operiert. Doch was sind die grossen Linien? Nachfolgend fünf Thesen abseits der Tagespolitik. 

These 1:Die Digitalisierung ist ebenso eine Chance wie eine Gefahr. 

Die Sache ist zweischneidig. Einerseits: Die Digitalisierung, die durch Corona zusätzlichen Schub erhalten hat, sorgt für Demokratisierung der Bildung, für niederschwelligen Zugang zu Wissen, für Vermehrung der Wissensquellen; wir lernen nicht mehr bloss in der Schule oder dem Erwachsenenbildungskurs, sondern auch im Internet und in den sozialen Medien. Anderseits droht da auch eine Gefahr: Es ist die potenzielle Vertiefung des Bildungsgrabens. Das Knacken der digitalen Welt ist nicht für alle gleich einfach und selbsterklärend. Das gilt nicht nur für uns Alte, auch schwächer begabte junge Menschen stossen bisweilen auf unüberwindliche Hürden. Der Graben zwischen ihnen und den normal Begabten könnte weiter wachsen, die Schwächeren könnten noch mehr abgehängt werden. 

Fünf Thesen zum Bildungsland Schweiz, BZ Basel, 23.10. von Hans Fahrländer

16. Oktober 2020

Leistungen im Fernunterricht

Alleine zuhause büffeln, statt mit Kolleginnen und Kollegen im Schulzimmer: Vor den Sommerferien war das für die Schülerinnen und Schüler die Realität. Nicht alle kamen gleich gut damit zurecht, das zeigt eine gross angelegte Umfrage, die der Kanton Luzern durchführen liess. Laut dem Kanton die einzige solche in der Schweiz.

Nur wenige Schülerinnen und Schüler lernen zuhause besser, SRF Regionaljournal Zentralschweiz, 15.10. 

Hier der entsprechende Bericht von zentralplus

4. Oktober 2020

Keine digitale Transformation von Unterricht

Das Flugblatt von Jochen Krautz beschreibt die Problematik der momentanen Versuche, die Volksschule digital aufzurüsten. Es handelt sich um einen klaren Positionsbezug: informativ, sachlich und klärend. Zwangslektüre für alle Bildungsinteressierten.



Digitalisierung als Gegenstand und Medium von Unterricht, Gesellschaft für Bildung und Wissen, Oktober 2020, von Jochen Krautz

29. September 2020

Schweiz liegt bei digitaler Infrastruktur zurück

Das «Programme for International Student Assessment» (Pisa) hat eine neue Studie veröffentlicht.Dabei wurde der Fokus auf die digitalen Infrastrukturen und Ausrüstungen der Schulen gelegt.

Die Schweiz schneidet beim Thema Online-Learning-Plattformen unter dem OECD-Durchschnitt ab. Weniger als 50 Prozent der Schulen gaben an, gute Infrastrukturen anbieten zu können.

Die Zahlen wurden für das Jahr 2018 erhoben. Die neusten Entwicklungen durch die Coronakrise sind also noch nicht abgebildet.

Quelle: srf.ch, 29.9.

27. September 2020

Fernunterricht überfordert Kinder und Jugendliche

Lieber mit Maske die Kollegen treffen, als ohne Maske allein zu Hause sitzen», sagte mir vor kurzem eine Schülerin der Allgemeinen Berufsschule Zürich – dies auf die Frage, ob Home-Schooling bei den derzeitigen Corona-Zahlen nicht viel vernünftiger wäre. «Auf keinen Fall zurück zum Fernunterricht!», meinte sie dezidiert. Warum denn? «Ich habe das Zusammensein mit der Klasse vermisst – und natürlich auch die Lehrer!», fügte sie verschmitzt bei. 

Das Zwischenmenschliche lässt sich nicht digitalisieren, NZZaS, 27.9. von Carl Bossard