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8. März 2021

Politische Einmischung in Lehrpläne ist beendet

Das von der Starken Schule beider Basel inszenierte Seilziehen um die Lehrpläne ist beendet. Die Stimmberechtigten wollten sich nicht ein weiteres Mal in die Debatte um die neuen Lehrpläne der Primar- und Sekundarschulen einmischen.

Niederlage für die Starke Schule, Basler Zeitung, 8.3. von Thomas Dähler

7. März 2021

Starke Schule akzeptiert Niederlage

Das Baselbieter Stimmvolk möchte im Bildungsgesetz keine Beschränkung der Anzahl Kompetenzbeschreibungen im Lehrplan Volksschule Baselland auf maximal 1'000 festschreiben. Die Starke Schule beider Basel (SSbB) akzeptiert diesen Volksentscheid von heute Sonntag.

Klarer Entscheid des Stimmvolks, Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 7.3.

21. Februar 2021

Glück als Schulfach

Individuell empfundenes Glück, das wir als langanhaltende Zufriedenheit empfinden, wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus: Die Forschung zeigt, dass glückliche Menschen produktiver und kreativer sind, sie werden seltener krank und haben eine höhere Lebenserwartung.

«Es geht aber nicht darum, nur positive Emotionen zu haben und alle negativen Emotionen wegzudrücken, es geht vielmehr um einen Gleichklang. Die positive Psychologie will ganzheitliches Wohlbefinden fördern» sagt Psychologe Tobias Rahn vom Institut für pädagogische Psychologie an der Universität Braunschweig.

Wie man Glück lernt, am besten schon als Kind, Schweizer Illustrierte, 20.2. 

23. Dezember 2020

Die Genderideologie übernimmt

Der Lehrplan 21 öffnet Ideologien, wie z.B. der Auseinandersetzung, ob unser Geschlecht biologisch oder sozial bestimmt sei, Tür und Tor. Mit dem entsprechenden Lehrplanbezug (Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG) > Lebenskunde - Ethik, Religionen, Gemeinschaft > Ich und die Gemeinschaft - Leben und Zusammenleben gestalten > Die Schülerinnen und Schüler können Geschlecht und Rollen reflektieren.) lassen sich zweifelhafte Inhalte in die Schule lotsen und dort bei pubertierenden Jugendlichen entsprechend Verunsicherung stiften. Was soll das? 

16. Dezember 2020

Lehrer sehen deutliches Sinken der Leistungen

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) führte in den vergangenen zwei Wochen eine breit angelegte Umfrage zum Thema «Leistungsniveau der Schüler/-innen heute im Vergleich zu vor 5 Jahren» bei den Lehrpersonen der Schulstufen Primar, Sek 1 und Sek 2 durch. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Eine deutliche Mehrheit der Lehrpersonen stuft die Leistungen der Schüler/-innen heute schlechter oder deutlich schlechter ein als früher.

Umfrage: Schüler/-innen zeigen immer schlechtere Leistungen, Starke Schule beider Basel, 16.12. von Michael Pedrazzi

28. November 2020

Wir Bildungsvollzugsbeamten

„Franz, du schaffst das!“ Mit dieser Erwartungshaltung hätten ihn die Lehrer gestärkt. So erinnert sich der Unternehmer Franz Käppeli an seine Schulzeit. (1) Der Gründer der Labor medica AG wird in eine arme Bauernfamilie geboren. Als elftes von zwölf Kindern wächst er in Muri im Freiamt auf. Sein Studium an der ETH Zürich berappt er selber. Der promovierte Biochemiker Käppeli baut eines der führenden medizinischen Laboratorien der Schweiz auf, verdient ein Vermögen und stiftet gegen 15 Millionen Franken als Beitrag an die Renovation des Klosters Muri – dies mit der einzigen Begründung, seine Lehrer hätten ihm viel zugetraut und ihn ermutigt.

Setzt sich für besseren Unterricht ein: Carl Bossard, Bild: meinbezirk.at 
"Franz, du schaffst das!", Journal21.ch, 27.11. von Carl Bossard

25. November 2020

Warum von Hand schreiben die Kinder gescheiter macht

Neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung zeigen, dass Kinder, welche von Hand schreiben, mehr lernen und das Gelernte besser speichern können. Gleichzeitig setzen wir in der Schule mehr und mehr auf digitalen Unterricht, welcher das Schreiben von Hand verdrängt.

Audrey van der Meer: «Handschrift braucht mehr Zeit und ist anstrengender, aber es ist wichtig, dass die Kinder da durchgehen.» Photo: NTNU / Microsoft

Warum von Hand schreiben die Kinder gescheiter macht, Urs Kalberer, 25.11.

18. Oktober 2020

Lehrplan 21 verschlimmert Lage

Der Kolumne von Tobias Straumann über die Chancenungleichheit an den Schulen ist absolut beizupflichten. Eine zentrale, ja entscheidende Rolle spielt das Elternhaus. Schon viele Gremien und Studiengruppen sollen sich den Kopf darüber zerbrochen haben, wie den Kindern aus den unteren sozialen Schichten geholfen werden könnte.

NZZaS, 18.10., Leserbrief von Hans-Peter Köhli

Schulreformen verstärken Chancenungleichheit

Dass die nichtakademischen Berufe von manchen Akademikereltern zu wenig gewürdigt werden, ist zweifellos richtig. Wo ich als langjährige Berufsschullehrerin widersprechen muss: «Bildung für alle» ist nicht nur auf dem akademischen Weg zu erlangen. Gerade in der Schweiz mit ihrem qualitativ hochstehenden und durchlässigen dualen Berufsbildungssystem ist eine Berufslehre der «Königsweg» zu vielen weiterführenden Möglichkeiten. Auch für diesen Weg werden gute schulische Grundlagen vorausgesetzt. Dafür hätte die Volksschule zu sorgen, und in neun Schuljahren wäre dies auch für Kinder mit weniger guten familiären Bedingungen möglich.

NZZaS, 18.10. Leserbrief von Marianne Wüthrich

14. Oktober 2020

ERG umkrempeln

Seit Sommer 2017 wird an der Volksschule im Kanton St.Gallen das Fach «Ethik, Religionen, Gemeinschaft» (ERG) als Wahlpflichtfach geführt. Und zwar in den beiden Varianten «ERG Kirche» und «ERG Schule». Die Erziehungsberechtigten entscheiden sich für eines der beiden, die Varianten werden getrennt unterrichtet. Im Fall von «ERG Schule» ist eine Lehrperson zuständig, bei «ERG Kirche» eine Vertretung einer Landeskirche.

ERG: Der grosse Krampf mit einem Schulfach, Die Ostschweiz, 13.10. von Stefan Millius

12. Oktober 2020

Heftige Kritik am Lehrplan Geschichte

2018 haben die Stimmberechtigten im Kanton Baselland entschieden, dass die Lehrpläne ergänztwerden müssen: Zusätzlich zu den bereits darin verankerten Kompetenzen sollen jetzt auch Stoffinhalte und Themen festgeschriebenwerden. So steht es nun im revidierten Bildungsgesetz. Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion hat den neunseitigen Entwurf des Lehrplans Geschichte für die drei Sekundarschuljahre auf der Internetsite zugänglich gemacht. Wer nun glaubt, im Sekundarlehrplan Geschichte stosse man auf wichtige historische Ereignisse wie den Mauerfall, die Katastrophe von Tschernobyl oder den Balkankrieg, irrt sich. Stattdessen dominieren «Grundkompetenzen» sowie zu 12 Themen ausführlich formulierte Grobziele, welche die Schülerinnen und Schüler erreichen sollen. Diese werden ergänzt durch umfangreiche Arbeitsanweisungen für die einzelnen Leistungszüge und eine relativ unsystematische Liste von allgemein gehaltenen Inhalten, die zu den vorgegebenen Kompetenzen passen. 

Kein Ende im Streit um die Lehrpläne, Basler Zeitung, 8.10. von Thomas Dähler

7. Oktober 2020

AVS foutiert sich um Bildungsrat

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) lancierte im Juli 2016 die Initiative «Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen». Die Initiative wurde zurückgezogen zugunsten eines Gegenvorschlages, der von allen wesentlichen Bildungsorganisationen (LVB, AKK, KSL, SSbB) und politischen Parteien unterstützt wurde, nachdem der Regierungsrat das Versprechen abgab, für die Sekundarstufe 1 Stofflehrpläne in Ergänzung zu den Kompetenzbeschreibungen durch das AVS ausarbeiten zu lassen. Das Stimmvolk befürwortete im Juni 2018 an der Urne den ausgewogenen und breit abgestützten Kompromissvorschlag mit 84.2% deutlich.

AVS setzt Beschlüsse des Bildungsrates nicht um, Starke Schule beider Basel, von Jürg Wiedemann, 6.10.

17. September 2020

Projektunterricht als Dogma des pädagogischen Mainstreams

Tiefe emotionale Erlebnisse, besonders auch im musisch-kreativen Bereich, sind wertvolle Bausteine für die Entwicklung des Selbstwertgefühls und der Persönlichkeit jedes Schülers. Es gibt gute Gründe für Gruppenarbeit und Schulprojekte. Diese aber zu einem pädagogischen Konzept zu überhöhen, halte ich für einen gefährlichen Irrtum.

An vielen Schulen herrscht das Primat des selbständigen Arbeitens (damit verbunden sind Projekte, erforschendes Lernen, selbstorganisiertes Lernen, schülerzentrierter Unterricht usw.). Der Lehrer übergibt die Verantwortung fürs Lernen an seine Schüler und steht nur noch beratend zur Seite.

Nun gibt es immer mehr Schulen, deren Schüler miserable Kenntnisse vorweisen können. Gerade solche Schulen rühmen sich gegenüber Eltern und in den Medien, besonders gezielt in die individuellen Stärken ihrer Schüler zu investieren. Das Individuelle soll gegenüber dem Allgemeinen gefördert werden: So tönt der aktuelle pädagogische Mainstream. Dabei fällt auf, dass nicht nur schwache Schulen, sondern auch schwache Schüler Projektunterricht bevorzugen. Das Problem ist, dass sie dabei aber weniger lernen als bei geführtem Klassenunterricht. Eine Reduktion der direkten Instruktion zugunsten einer individuellen Förderung schadet also besonders den schwachen Schülern, wie Hattie betont. Und Liessmann hat diese «Rhetorik der Individualität» als das Konzept des jungen Menschen als Humankapital entlarvt.

Projektunterricht als Glaubenssatz des pädagogischen Mainstreams, www.Condorcet.ch, 6.9. von Urs Kalberer

13. September 2020

Lehrer wollen knappe Lehrplan-Inhalte

 


In den vergangenen zwei Wochen führte die Starke Schule beider Basel (SSbB) eine Umfrage betreffend Lehrplan Volksschule Baselland durch. Die Umfrageergebnisse könnten nicht eindeutiger sein: 73.4% der Lehrpersonen befürworten einen Lehrplanteil A mit ausschliesslich Stoffinhalten und Themen im Umfang von 1-3 A4-Seiten pro Fach und Schuljahr, wie dies nach den Sommerferien im Fach Englisch bereits realisiert wurde. Lediglich 9.8% lehnen diesen Vorschlag ab.

Quelle: www.starke-schule-beider-basel.ch 

23. August 2020

Das Fach "Medien und Informatik" als Tummelplatz unterschiedlicher Auffassungen

Nur mit Notebooks ist es nicht getan: Digitale Phänomene der heutigen Zeit sollen verstanden und mitgestaltet werden. Das ist der Zweck des Faches "Medien und Informatik". Doch wie kann dies gelingen? Einfach mehr Weiterbildung für die Lehrer?

Macht das Fach "Medien und Informatik" fit für die Digitalisierung? SRF, 22.8. von Reto Widmer

1. Juni 2020

Kurswechsel beim Leseunterricht dringend nötig: Strategietraining reicht nicht

Seit 2012 geht es mit den Lesefähigkeiten signifikant bergab. Mittlerweile liegt die Schweiz sogar unterhalb des OECD-Durchschnitts von 75 Ländern. Das zeigen die Resultate des Leseverstehens, die von PISA 2018 in Abschlussklassen ermittelt wurden (1). Die dabei gemessenen Fähigkeiten stimmen grösstenteils mit den im Lehrplan 21 gestellten Kompetenzanforderungen überein und dienen daher als wichtige Rückmeldung zum Leseunterricht an Schweizer Schulen. Die Leistungen lassen sehr zu wünschen übrig. Konkret erreichen 24 Prozent der Schulabgänger bloss die unterste von sechs Kompetenzstufen – sie verstehen die wörtliche Bedeutung von Sätzen oder die Hauptaussage von Texten nicht. Wenn wir dazu noch die Schüler im zweittiefsten Niveau addieren, dann liegen wir knapp bei der Hälfte der Schüler.

Kurswechsel beim Leseunterricht dringend nötig: Strategietraining reicht nicht, Urs Kalberer, 26.5. 

25. Mai 2020

Ethik und Religion in St. Gallen vor Veränderung

In einem parteiübergreifend eingereichten Vorstoss aus dem St. Galler Kantonsrat wird eine neue Lösung für das Fach «Ethik, Religionen, Gemeinschaft» verlangt. Es soll nur noch von der Schule und ohne Beteiligung der Kirchen unterrichtet werden.

Neue Lösung für Fach "Ethik, Religionen, Gemeinschaft" verlangt, sda, 25.5.

Jäncke: Schulen setzen auf die falsche Lernmethode

Die Universität Zürich ist zugesperrt und Lutz Jäncke im Lockdown. Seine Lehrveranstaltungen hält er im Fernunterricht ab. Der 63-Jährige ist Professor für Neuropsychologie und hat das menschliche Lernverhalten erforscht. Die Eltern könnten das Hirn ihrer Kinder steuern, sagt Jäncke. Dabei gebe es aber einiges zu beachten. Wir erreichen ihn zwischen Onlinevorlesungen am Telefon.

«Liebe Eltern, entspannt euch!»Sonntagszeitung,  24.5.2020, Interview mit Lutz Jäncke, von Nadja Pastega 

16. Mai 2020

Bildungspolitiker wollen Lehrplan von Kompetenzbeschreibungen säubern

Stimmbürger kennen das Vorgehen von der grossen Politik: Man lässt so lange über ein Thema abstimmen, bis das Resultat gefällt. Beim Amt für Volksschulen (AVS) ist es nicht anders. Nach einer Vernehmlassung zu den neuen Stofflehrplänen in Ergänzung zu den Kompetenzlehrplänen gibt es eine Umfrage. Doch die Fragen werden nicht den neusten Erkenntnissen angepasst: In ihren Antworten hatten sich Experten unisono für einen schlanken Lehrplan der Englischlehrer ausgesprochen und die Monsterversion des AVS verworfen. 

Ein Kampf um die Deutungshoheit, Basler Zeitung, 14.5. von Daniel Wahl

26. April 2020

"Im Geschichtsunterricht wird zu wenig Schweizer Geschichte vermittelt"


Über keinen Schulstoff debattiert die Schweiz so heftig: Peter Gautschi, Professor für Geschichtsdidaktik, spricht über die Kritik am Lehrplan 21, einseitige Schulbücher – und erklärt, weshalb Tell nicht aus den Köpfen zu bekommen ist. 
"Was heisst schon politisch neutral?" - Wie heute Geschichte unterrichtet wird, NZZ, 25.4. von Marc Tribelhorn und Erich Aschwanden