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21. November 2019

Soziale Herkunft beeinflusst Selektion


Kinder aus bildungsnahen Familien schaffen häufiger den Sprung in die Sekundarschüler oder das Untergymnasium. Kinder aus bildungsfernen Familien landen hingegen oft in der Realschule. Nicht immer erfolgt die Einteilung wegen der erbrachten Leistungen, sondern wegen Vorurteilen. So hat eine Pisa-Studie ergeben, dass Mädchen mit gleicher Leistung entsprechend ihrer sozialen Herkunft eher in Sek oder Real kommen. Zudem haben es Kinder mit Migrationshintergrund schwerer, in die Sekundarschule oder das Gymnasium eingeteilt zu werden.
"Es gelingt der Schule noch nicht, alle gleich zu behandeln": Chancengleichheit ist eine Utopie, St. Galler Tagblatt, 20.11. von Christoph Renn

22. Juli 2018

Ursachen für den Anstieg von ADHS finden

Würde man neben die Kurve, welche die Zunahme an Plätzen in Kitas und Tagesschulen in den vergangenen 30 Jahren ausweist, diejenige der ADHS-Diagnosen («Kritiker fürchten neuen Ritalin-Boom», NZZ 3. 7. 18) im gleichen Zeitraum legen, wären die beiden Linien vermutlich fast deckungsgleich. Sollte dem so sein, würde das zwar noch keinen Kausalzusammenhang belegen, man könnte einen solchen aber zumindest einmal prüfen. An unserer Schule sind viele Kinder von 7 Uhr morgens (Frühstück) bis abends um 17 Uhr auf dem Schulareal, immer umgeben von Tumult und weitgehend ohne Rückzugsmöglichkeiten. Es «läuft» immer irgendwo irgendetwas. Können wir wirklich völlig ausschliessen, dass die externen Betreuungsangebote in erster Linie den Bedürfnissen der Wirtschaft und der Eltern entsprechen, denjenigen der Kinder aber nur bedingt? Ich finde, wir schulden es den Kindern, die Ursache(n) für den Anstieg der ADHS-Diagnosen zu finden und wenn möglich zu eliminieren – auch mit dem Risiko, dass die Ergebnisse der Studien vielen Erwachsenen nicht gefallen könnten.
Immer mehr ADHS-Kinder, NZZ, 11.7. Leserbrief von Andreas Gilgen



13. November 2017

Klare Zunahme von Cybermobbing

Jürg Forster, Leiter schulpsychologischer Dienst Stadt Zürich, über den Wandel in der Volksschule
«Dauerhaftes Schulschwänzen ist oft ein Tabu», NZZ, 13.11. von Rebekka  Haefeli

21. Mai 2017

Ausserschulische Betreuung in Obwalden keine Pflicht

    Im Kanton Obwalden lehnten die Bürgerinnen und Bürger die Vorlage für eine ausserschulische Betreuung mit 58 Prozent ab. Die Gemeinden hätten eine Betreuungsmöglichkeit für Schulkinder anbieten müssen.
   Quelle: SRF Regional, 21.5.

   

8. Februar 2017

Steigender Bedarf nach Betreuung in Luzern

Am 1. September 2016 besuchten 1407 Kinder (31 Prozent) der Kindergarten- und Primarstufe das Betreuungsangebot der Volksschule. Vor dem ersten Ausbau im Jahr 2010 lag dieser Anteil noch bei 18 Prozent. 
Betreuung für 31 Prozent aller Kinder, Zentral plus, 8.2.

18. November 2016

Mentorat für Berufseinsteiger

Lehrer bleiben nach ihrer Ausbildung oft nicht lange in ihrem Beruf. Dieses Problem kam nun auch im Aargauer Kantonsrat zur Sprache. Nun werden einige Massnahmen geprüft.
Zu viele Lehrer verlassen den Beruf zu früh, Bild: LIZ
Zu viele Lehrer gehen - Kanton prüft Massnahmen, Aargauer Zeitung, 16.11.

26. Oktober 2016

Flächendeckende Betreuung in Obwalden

Im Kanton Obwalden sollen für die Schulkinder flächendeckend Betreuungsangebote geschaffen werden. Diesen Grundsatzentscheid hat der Kantonsrat am Mittwoch gefällt. Die Wirtschaft muss sich entgegen dem Willen der Regierung nicht an den Kosten beteiligen.
Neu werden die Obwaldner Gemeinden verpflichtet, Angebote für Schüler ausserhalb des regulären Unterrichts zu schaffen. Damit sollen die Schüler in der Zeit von 7 Uhr bis 18 Uhr durchgehend betreut sein. Bisher verlangte das Gesetz von den Gemeinden lediglich genügend familienergänzende Betreuungsplätze bis zum Schuleintritt.
Obwaldner Schulkinder erhalten flächendeckende Betreuungsangebote, SRF Regional, 26.10.

10. September 2016

Lehrer der Nation

Kaum jemand hat die moderne Schweizer Volksschule dermassen geprägt wie er. 1976 veröffentlichte der damals ­unbekannte ­Sonderschullehrer Jürg Jegge «Dummheit ist lernbar» und zeigte darin auf, wie unser Schulsystem vielen wissbegierigen Kindern die Neugier und die Freude austreibt. Das Buch wurde nicht nur ein sensationeller Bestseller und Jegge zum bekanntesten Lehrer des Landes, es leitete auch den Durchbruch der 68er Pädagogik in der Schweiz ein.
Jegge: Schule hat falschen Fokus, Bild: Hervé Le Cunff
"Problemkinder sind interessanter", Weltwoche 36/2016 von Rico Bandle

2. Mai 2016

Klassische Managementfehler

Bildungspolitik ist Verantwortung, ­Verpflichtung und grosse Chance zugleich. Gute Bildung ist für unsere Kinder Ausgangspunkt eines Lebens vielfältigster Möglichkeiten, und es geht um die Chancen junger Menschen, nicht um Strukturen, Ideologien oder scheinbar fortschrittliche Konzepte.
Nützliche Veränderung? Basler Zeitung, 2.5. von Nadine Gautschi

26. August 2015

Schneider-Ammann und Zemp wollen Zivis an Schulen

Nicht nur Bundesrat Schneider-Ammann will Zivis an den Schulen. Unterstützt wird er von Beat Zemp vom LCH. Zivis könnten am Mittagstisch und in Randzeiten Schüler betreuen.
Schneider-Ammann will Zivis sinnvoll einsetzen, Landbote, 25.8.

29. März 2015

Erzieherische Herausforderungen

850 Kinder zählt die Schule Neuenhof. Rund 70 Prozent der Kinder, die eingeschult werden, haben ausländische Wurzeln. «Es gibt Kinder, die weder Deutsch noch die eigene Muttersprache richtig sprechen», sagt Renate Baschek, Gesamtschulleiterin der Schule Neuenhof. Im Kindergarten sind zwei von neun Abteilungen zu 100 Prozent fremdsprachig. Kinder mit einer Sprachbarriere zu integrieren, stellt die Schule vor grosse Herausforderungen.



Schulhaus in Neuenhof AG, Bild: zvg

Faule Zähne, falsche Kleidung: Zunehmende "Verwahrlosung" im Kindergarten, Aargauer Zeitung, 28.3. von Erna Jonsdottir

12. September 2013

Nachhilfe bringt wenig

Wer Nachhilfeunterricht nimmt, lernt keine Lern-Methoden, die er auch auf andere Fächer anwenden könnte. Das sagt der Leiter einer Studie, die zum Schluss kommt, dass Nachhilfe wenig nütze. Als Lösung sieht er Tagesschulen, die Schulen selbst sollen ihr Angebot ausbauen. 
Fragwürdige Nachhilfestunden, Bild: Keystone

Nachhilfeunterricht nützt wenig, SRF, 12.9. von Andrea Jaggi
Nachhilfe bringt Schülerinnen und Schülern laut Studie nicht viel, Tageswoche, 12.9.


Nachhilfe, Eine empirische Studie zum Nachhilfeunterricht in der deutschsprachigen Schweiz, Grunder Hans-Ulrich et al, 2013

6. September 2013

Baselland hält an Kleinklassen fest

Trotz integrativer Schulung will Baselland nicht auf die Kleinklassen verzichten. In Ausnahmefällen können Kinder weiterhin Sonderschulen oder Kleinklassen besuchen. 



Wildwuchs bei Fördermassnahmen soll gebremst werden, Bild: Keystone

Trotz integrativer Schulung - Baselland hält an Kleinklassen fest, SRF Regional, 6.9.

9. April 2013

Aargauer Lehrerverband reicht Initiative ein

Der Aargauer Lehrerverband will ein flächendeckendes Angebot für die familienergänzende Kinderbetreuung. Nun hat er die dazu nötigen Unterschriften einer entsprechenden Volksinitiative eingereicht. Finanziert werden soll das Angebot durch einkommensabhängige Elternbeiträge und durch die öffentliche Hand (Kanton und Gemeinden). Nach Ansicht des Lehrerverbandes seien diese Betreuungsangebote ein wichtiger Faktor in der frühkindlichen Förderung. Erst kürzlich stellte D-EDK-Präsident Christian Amsler fehlendes Engagement der Lehrer in dieser Frage fest


3288 beglaubigte Unterschriften werden übergeben, Bild: Emanuel Per Freudiger

Aargauer Volksinitiative fordert Tagesstätten und Mittagstische für alle Kinder, Aargauer Zeitung, 9.4., von Urs Moser

8. April 2013

Betreuung von 7 bis 18 Uhr

Der Chef der D-EDK, der Schaffhauser Erziehungsdirektor Christian Amsler, will Gas geben mit der Förderung von Tagesstrukturen. "Bedarfsgerecht und nicht flächendeckend" lautet sein Leitsatz. Das Angebot müsse die Zeit von 7 bis 18 Uhr abdecken. Das erfordert vor allen eine engere Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg.



Mittagstisch soll weiterhin freiwillig bleiben, Bild: Keystone

"Wir müssen Gas geben", NZZ, 8.4. von Michael Schoenenberger

12. März 2013

Schulleiter finden neue 3. Sek. gut

Was die Lehrer über die neugestaltete 3. Sek. in Zürich denken, wissen wir nicht. Die Schulleiter finden sie aber gut. Individuelle Standortbestimmung und gezielte Förderung stehen im Mittelpunkt der letzten Volksschulklasse. 






Ebenfalls gute Noten für "Stellwerk" und "Lernpass", Bild: Gaetan Bally

Gute Noten für neue 3. Sek im Kanton Zürich, Tages Anzeiger, 12.3.

9. Dezember 2012

Starke Zunahme der Sonderschüler

Trotz - oder gerade wegen - der integrativen Förderung steigt die Zahl der als Sonderschüler deklarierten Kinder stetig an. Gemäss Schätzungen ist der Anteil der Sonderschüler landesweit von 1,7 auf 3,2 Prozent gestiegen. Obwohl es immer mehr integrierte Sonderschüler gibt, nimmt die Zahl der separierten aber nicht ab. Ein Grund dafür könnte mit dem finanziellen Anreizsystem zusammen hängen: Sonderschüler werden vom Kanton teilfinanziert. So hat sich die Zahl verhaltensbehinderter Kinder im Kanton Luzern innert zehn Jahren mehr als verdoppelt. Solche Diagnosen sind schwer objektivierbar. Allerdings ist festzustellen, dass dort, wo entsprechende Betreuungs-Angebote vorhanden sind, die Zahl der Sonderschüler höher liegt. Das Angebot an Fördermassnahmen lässt eine entsprechende Nachfrage entstehen. Dabei sind es oft nicht rein heilpädagogische Kriterien, die zur Aussonderung von Kindern angewendet werden. Forschungsarbeiten legen die Vermutung nahe, dass es sich dabei auch um soziale und geschlechtertypische Diskriminierung handelt. 












So viele Sonderschüler wie nie, NZZaS, 9.12. von René Donzé

8. Dezember 2012

Viele gute Massnahmen, aber auch Problemkreise

Der Übergang von der Sekundarschule ins Berufsleben bedeutet nicht nur für die Schule eine besondere Herausforderung. Wir haben es mit schlecht integrierten, schulisch schwachen und nicht motivierten Jugendlichen zu tun. Es ist kein Schleck, diese Schüler zu einer Lehre hinzuführen, die sie mit Erfolg durchstehen. Es gibt in diesem Bereich mittlerweile eine Vielzahl von Angeboten: Motivationssemester, Brückenangebote, Casemanagement Berufsbildung, LIFT, Vorlehre, spezielle Integrationsangebote etc. 
Allerdings gibt es auch problematische Bereiche, z.B. die Koordination der verschiedenen Anspruchsgruppen. Entsprechende Massnahmen sind eingeleitet, wie die Reorganisation der Brückenangebote in verschiedenen Kantonen. Ein weiterer Problemkreis betrifft das Know-how in der Arbeit mit hoch integrationsgefährdeten Jugendlichen mit einer Mehrfachproblematik. 





Beziehungsarbeit und Flexibilität sind am Übergang Schule-Lehre gefordert , Bild: Südostschweiz
Rückblick, Abschied und Dank, Blog Ventil, von Nik Ostertag, 7.12.

6. Dezember 2012

Netz 2 verlängert

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat beschlossen, das Projekt Netz 2 um zwei Jahre zu verlängern. Mit dem Projekt unterstützt der Kanton Jugendliche, die aufgrund einer besonders belasteten Situation Mühe haben, eine Lehrstelle zu finden. 





Seit Projektstart haben über 300 Jugendliche am Case-Management-Projekt teilgenommen, Bild: Limmattaler Zeitung
Der Kanton Zürich verlängert das Projekt Case Management Berufsbildung, Kanton Zürich, 6.12.

21. November 2012

Erste Schritte in der Arbeitswelt

Eine gute Anschlusslösung oder Lehrstelle ist auch für "Jugendliche mit erschwerter Ausgangslage" möglich. Das zeigt das Jugendprojekt LIFT, das präventiv Jugendliche vom 7. bis 9. Schuljahr unterstützt. Es wurde 2006 als Modellversuch gestartet und soll in den nächsten Jahren in der ganzen Schweiz an 80 bis 100 Standorten etabliert werden.
LIFT
Erste Schritte in der Arbeitswelt, von Lars Balzer und Werner Dick, in Folio 12/04, Seite 53 ff.