Verhaltensauffällige Schüler gibt es seit je. Früher disziplinierten die
Lehrer solche Störenfriede noch mit Lineal und Schlagstock. Später wurden sie
vor die Türe gestellt oder mussten bei der Schulleitung vorsprechen, wenn sie
etwas ausgefressen hatten. Oder sie wurden dazu verdonnert, dem Abwart beim
Putzen des Pausenplatzes zu helfen.
Heute läuft das in vielen Berner Gemeinden anders. Wenn ein Schüler
regelmässig den Unterricht stört, muss er nicht mehr bei der Schulleitung
antraben, sondern beim Schulsozialarbeiter. So etwa auch in Biglen und
Grosshöchstetten. Die beiden Gemeinden teilen sich seit 2014 eine
Schulsozialarbeiterin mit einem Stellenpensum von 55 Prozent.
Ende Schuljahr läuft die dreijährige Testphase ab. Die Gemeinderäte
beider Gemeinden sind sich einig: Das Projekt hat sich bewährt und soll deshalb
unbefristet weitergeführt werden. In Biglen kann gegen diesen Entscheid bis
Anfang März das fakultative Referendum ergriffen werden.
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Wenn Sozialarbeiter für Ruhe und Ordnung sorgen, Berner Zeitung, 13.2.von Quentin Schlapbach
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