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22. August 2020

Politiker fordern Samstagsunterricht

Hunderte Schülerinnen und Schüler in der Quarantäne, eine Kantonsschule in Olten, die besonders hart getroffen wurde, und viele Unsicherheiten: Der Schulstart nach den Ferien steht im Zeichen von Corona. Politiker bringen nun neue Ideen ins Spiel, etwa: Unterricht am Mittwochnachmittag und Samstag, um Rückstände aufzuholen.


 Margrit Stamm: Schwache Schüler leiden unter dem Fernunterricht, Bild: pd

Schulen im Coronamodus: Kehrt der Unterricht am Samstag zurück? Aargauer Zeitung, 21.8. von Dominic Wirth

21. April 2020

Schulöffnung hat Skeptiker und Befürworter


Manche Eltern atmen auf: Ab dem 11. Mai findet in der Volksschule wieder Präsenzunterricht statt. Es gibt aber auch Väter und Mütter - etwa mit Vorerkrankung -, die sich fürchten, ihr Kind könnte das Coronavirus von der Schule in die Familie einschleppen. Was darf man, was darf man nicht? CH Media beantwortet die wichtigsten Fragen.
Corona-Angst: Schicken Eltern ihre Kinder nicht in die Schule, droht eine saftige Busse - das müssen Sie wissen, Aargauer Zeitung, 21.4. von Kari Kälin

Kritik an Schulöffnung

Die geplante Wiederaufnahme des Schulbetriebs am 11. Mai wird kritisiert. Der Waadtländer Lehrerverband fordert gar eine Ausnahmeregelung.
Im Kanton Waadt wird die geplante Wiederaufnahme des Schulbetriebs am heftigsten kritisiert. Der Präsident des Waadtländer Lehrerverbandes (SPV) versteht den Entscheid des Bundesrates überhaupt nicht: «Es gibt kein Konzept zur Einhaltung der Hygienevorschriften und wir haben keine Garantie, dass die Kinder das Virus nicht übertragen. Unter diesen Umständen können die Schulen am 11. Mai nicht geöffnet werden.»
"Die Schulen bereits zu öffnen, ist verantwortungslos", SRF, 21.4. von Mirjam Mathis

13. April 2020

Uri will keine zusätzlichen Schulwochen


Die Urner Regierung sieht keine Notwendigkeit, dass Schüler nun verpassten Unterricht während der Sommerferien nachholen sollen. «Die Verordnung des Bundesrats hat lediglich den Präsenzunterricht an den Schulen verboten, nicht jedoch die Schulpflicht aufgehoben», schreibt die Regierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Christian Schuler (SVP, Erstfeld). Dieser hatte vorgeschlagen, ein bis zwei Ferienwochen im Sommer zu streichen. Eine Verschiebung des Starts der Sommerferien würde auf verschiedenen Ebenen grosse Unruhe auslösen und beträchtliche Verwerfungen nach sich ziehen, so die Regierung. Sie nennt etwa die Ferienplanung der Erziehungsberechtigten sowie deren Arbeitseinsatzplan der Arbeitgeber.
Uri: Regierung will keine zusätzlichen Schulwochen, Luzerner Zeitung, 10.4. von Florian Arnold

11. April 2020

Rückstand von bis zu einem Jahr


Der Lockdown vergrössert die Unterschiede zwischen den Schülern. Das zeigt eine neue Studie. Die Lehrer verlangen darum mehr Hilfe, wenn die Schulen wieder öffnen.

Schulschliessung: Jeder fünfte Schüler ist gefährdet, NZZaS, 5.4. von René Donzé  

6. April 2020

Schulen aus Kinderschutzgründen schnell wieder öffnen


Unicef, das Kinderhilfswerk der UNO, ist in grosser Sorge um das Wohl der Kinder – auch in der Schweiz. «Die Kinder sind die versteckten Opfer der Pandemie», sagt die Geschäftsleiterin von Unicef Schweiz, Bettina Junker. Gleich mehrfach seien Kinderrechte derzeit verletzt: Das Recht auf Bildung, das Recht, sich frei mit anderen Kindern zu treffen, das Recht auf Freizeit und Spiel.
Lehrer können ihre Kontrollfunktion nicht ausüben, SRF, 1.4. von Gaudenz Wacker

28. März 2020

Klassenwiederholung kommt nicht gut an


Was Sarah Knüsel, oberste Schulleiterin im Kanton Zürich zur «NZZ am Sonntag» sagte, hat viele Eltern verunsichert: «Sollte der Unterrichtsstopp bis zu den Sommerferien ausgeweitet werden, müssen wir uns überlegen, ob wir nicht alle Schüler ein Jahr zurücksetzen.» Manche Kinder seien mit dem Fernunterricht «schlichtweg überfordert»; fehle den Schülerinnen und Schülern zum Beispiel in der 1. Sek ein halbes Jahr Präsenzunterricht, werde es nicht nur einzelne Kinder geben, die ein Schuljahr wiederholen müssten: «Das wird eher flächendeckend ein Problem.» 

Bildungsdirektorin Silvia Steiner: «Kinder holen den Schulstoff wieder auf», Tages Anzeiger, 24.3. von Liliane Minor und Daniel Schneebeli

28. Januar 2020

Zusätzlicher unterrichtsfreier Tag entfällt


Auf das Schuljahr 2020/21 hin wird die Unterrichtsverpflichtung wieder um eine Lektion reduziert (Aufhebung Sparmassnahme). Damit fällt auch der zusätzliche unterrichtsfreie Tag pro Schuljahr weg, der den Lehrpersonen im Sinne der Gleichbehandlung als Kompensation für die unterschiedliche Stundenverpflichtung beim Verwaltungspersonal gewährt wurde. Wir bitten die Schulleitungen, die Ferienpläne anzupassen, wenn dieser Tag noch ausgewiesen ist: Donnerstag vor Karfreitag oder Brückentag vor oder nach 1. Dezember bzw. 8. Dezember. Informieren Sie auch die Erziehungsberechtigten rechtzeitig über die Anpassung. Das Merkblatt «Ferien, schulfreie Tage, Unterrichtsausfall» wurde entsprechend angepasst.
Quelle: Dienststelle Volksschulbildung Kanton Luzern, 28.1.

27. Dezember 2019

Weiterbildung in der schulfreien Zeit


In Kriegstetten und Deitingen, in allen Gemeinden des Schulkreises Wasseramt Ost, geht es für die Fünft- und Sechstklässler nach den zweiwöchigen Weihnachtsferien im neuen Jahr am 6. Januar erst mal gleich mit schulfrei wieder los. Ihre Lehrkräfte sind in Weiterbildung, sie setzen sich mit den Lehrplänen für Deutsch und Mathematik auf der Sekundarstufe und den Schnittstellen zur Primarstufe auseinander.
Sind Lehrkräfte selber zu oft auf der Schulbank? Ein FDP-Kantonsrat findet "Ja". Oltner Tagblatt, 23.12. von Urs Moser

25. September 2019

Nidwalden will Schuleintrittsalter hinaufsetzen


Der Nidwaldner Landrat will reifere Schülerinnen und Schüler. Das Parlament hat am Dienstag die Pläne der Regierung unterstützt, die das Schuleintrittsalter heraufsetzen und dafür das Stichdatum vier Monate vorverlegen will.
Nidwaldner Kinder müssen später in die Schule, Nau.ch, 25.9.

8. August 2019

Trotz Harmos: noch immer grosse Unterschiede bei der Unterrichtszeit


Wie viel Zeit Schweizer Sekundarschüler im Klassenzimmer verbringen, hängt vom Wohnort ab. So sind für Walliser oder Luzerner Schüler während der drei Jahre nur 3648 beziehungsweise 3800 Lektionen von 45 Minuten Dauer Pflicht. Die Unterrichtszeit liegt damit deutlich unter dem Schnitt der Deutschschweizer Kantone, der bei 4004 Lektionen liegt.
Hier haben Schüler am meisten Freizeit, 20 Minuten, 6.8.

21. Februar 2019

Schüler schwänzt Projektwoche, Eltern verurteilt


Noch zwei Wochen Schule, dann konnte ein neues Leben beginnen. Der 16jährige Aargauer hatte sich in der Vergangenheit bestens geschlagen, die Abschlussnote von 5,1 ist ein klarer Beleg dafür. Doch zum Jubeln war ihm und seinen Eltern im Sommer 2018 dennoch nicht zumute. Man habe mit der Schule und den Lehrkräften stets ein sehr gutes Verhältnis gehabt, sagten die Eltern am Bezirksgericht Bremgarten, wo sie zu jenem Vorfall befragt wurden, der das bisher gute Einvernehmen nachhaltig trübte. 
Streit um Projektwoche: Eltern verurteilt, Basellandschaftliche Zeitung, 21.2. von Toni Widmer

10. Februar 2019

Zu jung für den Kindergarten


«Lehrpersonen wickeln keine Kinder», lautet die zentrale Forderung des Verbands Kindergarten Zürich (VKZ) in einem Positionspapier. Doch immer wieder kommt es vor, dass Kindergärtnerinnen genau dies machen müssen. Das zeigt, wie stark Lehrpersonen gefordert sind. «Viel häufiger zeigen sich bei den jüngsten Kindern jedoch andere Probleme: Unselbständigkeit, Trennungsängste hinsichtlich der Bezugspersonen sowie wenig Interesse und Bereitschaft, in einer grossen Gruppe gemeinsam etwas zu machen. Dies sind die Thematiken, die unsere Arbeit erschweren bis verunmöglichen», erklärt Verbandspräsidentin Ursina Zindel.
Grafik: Joana Kelén / NZZ
Kantone erhören Hilferuf: Lehrpersonen sollen keine Windeln wechseln müssen, NZZ, 8.2. von Erich Aschwanden

7. Dezember 2018

Neuorganisation 3. Oberstufe

Der Kanton Graubünden plant die neue 3. Oberstufe. Während total fünf Lektionen soll individualisiert werden. Die Pläne haben Auswirkungen auf die Unterrichtszeiten. Das Amt für Volksschule schlägt zwei Varianten vor:

1. Umstellung der Unterrichtszeiten

Der Unterricht hat nur noch eine Mittagspause von 70 Minuten. Das erlaubt es, pro Tag 10 Lektionen abzuhalten. Für etliche Schüler dürfte die kurze Mittagszeit auch ein Anreiz sein, das Mittagessen in der Schule einzunehmen.

2. Mittwochnachmittag Schule
Die Mittagspause wird belassen. Dafür sollen die 3. Oberstüfler nun am bisher freien Mittwochnachmittag antraben. 



































30. Oktober 2018

Wallis plant 28 Lektionen im Kindergarten


Die geplante Stundenerhöhung von Staatsrat Christophe Darbellay schlägt hohe Wellen. Nun haben sich die Lehrer organisiert und starten eine Petition. Sie hoffen auf ein Umdenken des Bildungsdirektors.
Lehrer erheben Mahnfinger, Walliser Bote, 16.10. von Mathias Gottet

9. September 2018

Eltern gegen Ausbau der Schulzeit

Geht es nach dem Walliser Bildungsdirektor, sollen Erst- und Zweitkindergärtner ab dem kommenden Schuljahr jeweils einen Halbtag mehr zur Schule. An einer Podiumsdiskussion am Dienstag wurde deutlich, dass es bei dieser Reform um mehr geht als um vier Lektionen. Und dass Christophe Darbellay dabei von der eigenen Vergangenheit eingeholt wird.
Kampf um das Wohl des Kindes, Walliser Bote, 7.9. von David Biner

29. August 2018

Grosse Unterschiede in der Unterrichtszeit

Sind Genfer Kinder intelligenter als Luzerner? Geht es nur nach der Unterrichtszeit, ist die Antwort eindeutig «Ja». Der kürzlich veröffentlichte Bildungsbericht 2018 offenbart bemerkenswerte Unterschiede zwischen den Kantonen. So sitzen Genfer Kinder bis zum Ende der Primarschule über 1000 Stunden länger im Unterricht als Luzerner. Auch St. Galler, Tessiner und Glarner verbringen Hunderte Stunden mehr im Klassenzimmer als Zuger, Berner oder Aargauer (siehe Tabelle). 
1000 Stunden weniger Unterricht, Basellandschaftliche Zeitung, 29.8. von Yannick Nock

27. August 2018

Genf verlängert Schulpflicht

Der 27. August 2018 ist für Tausende Genfer ein spezieller Tag. Für die Kleinen, die aufgeregt das Klassenzimmer zum ersten Mal betreten. Und für die nicht mehr ganz so Kleinen, die in ihrem bisherigen Schulleben schon einige Rückschläge erlitten haben. Letztere stehen im Fokus einer Neuerung, die schweizweit einzigartig ist: Aufs neue Schuljahr führt der Kanton Genf das Schulobligatorium bis zu 18 Jahren ein.
Das Projekt geht auf das Jahr 2013 zurück, als die von der Stimmbevölkerung gutgeheissene neue Kantonsverfassung in Kraft trat. Schon damals zeigte sich, dass Genf in Bezug auf die Abschlüsse auf der Sekundarstufe II hinterherhinkt. Dazu gehören die gymnasialen Maturitätsschulen und die Fachmittelschulen (allgemeinbildende Ausbildungsgänge) sowie die klassische Berufslehre mit ergänzendem schulischem Unterricht (berufsbildende Ausbildungsgänge).


















Genfer müssen nun bis 18 zur Schule, NZZ, 27.8. von Antonio Fumagalli

15. Februar 2018

Markante Zunahme später eingeschulter Kinder

Seit der Harmonisierung der Volksschule gehen Kinder früher in den Kindergarten. Doch jetzt wird publik: Die Zahl der später eingeschulten Kinder hat markant zugenommen. Woran liegt das?
Lieber noch ein Jahr länger daheim: Immer mehr Kinder werden später eingeschult, Solothurner Zeitung, 14.2. von Sven Altermatt

28. November 2017

SP will Mittagspausen verkürzen

Eine kürzere Mittagspause in Schulen soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Die SP der Stadt Luzern und die Juso verlangen deshalb, dass der Stadtrat ein entsprechendes Pilotprojekt einführt.
SP will die Mittagspausen an den Schulen verkürzen, Luzerner Zeitung, 28.11. von Gabriela Jordan