Posts mit dem Label Bildungsmonitoring werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bildungsmonitoring werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

20. Dezember 2019

Die bildungspolitische Bilanz: reduce to the max

Roger von Wartburg, Präsident des Lehrervereins Baselland (LVB), geht aus vom Resultat seines Kantons in der Überprüfung der schulischen Grundkompetenzen (ÜGK) und sucht nach Erklärungen für das enttäuschende Ergebnis. In seiner Analyse ordnet von Wartburg die bildungspolitischen Entscheidungen der letzten Jahre und kommt zum Schluss, dass es sich nicht um Zufall handeln kann. Sein brillanter Text verdient es, kopiert und in den Lehrerzimmern des Landes ausgehängt zu werden. 
Widersprüchliche Entscheide, fragwürdige Entwicklungen - Warum das ÜGK-Fiasko nicht nur Zufall ist, LVB-inform, Dezember 2019, von Roger von Wartburg

31. Januar 2017

Bildungsmonitoring auf wackliger Basis

Die Ergebnisse der jüngsten Pisa-Studie haben ein geringes Medienecho ausgelöst (NZZ 7. 12. 16). Dafür mitverantwortlich sind die in der Schweiz für Pisa zuständigen Personen der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) und des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), die eine Stellungnahme verweigerten, da die Qualität der Daten ungenügend sei. Ob es wirklich um die Datenqualität geht oder nicht eher um die im Vergleich zu 2012 unerwartet schlechten Ergebnisse in allen getesteten Bereichen, ist unklar. Das eigentliche Problem liegt aber sowieso anderswo, nämlich bei der Fehleinschätzung der Leistungsfähigkeit von schulischen Leistungstests.
Falsche Erwartungen an schulische Leistungstests, NZZ, 31.1. Gastkommentar von Walter Herzog

21. Dezember 2016

Weg von PISA, hin zu eigenem Bildungsmonitoring

Aufgrund der nicht zufriedenstellenden Mess-Methode von PISA schlägt LCH-Präsident Beat Zemp vor, das Geld für PISA ins eigene, schweizerische Bildungsmonitoring umzulenken. 
"So geht das nicht. Der Turm von PISA steht sehr schief", Radio SRF, 20.12. von Cornelia Kazis

28. Juni 2016

Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt

Illegitime Führungstechniken des Change Managements. Der Autor zeigt auf, wie widerspenstige Lehrer ausgeschaltet und die anderen manipuliert werden. 
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt, lvb-inform, 2015/16 04. Gastbeitrag eines Lehrers aus der Ostschweiz

22. Februar 2016

Keine Rankings bei Grundkompetenzen

Seit der Annahme des Bildungsartikels in der Bundesverfassung im Jahr 2006 sind die Kantone dazu verpflichtet, die Ziele der Bildungsstufen der obligatorischen Schule national zu harmonisieren. Die EDK hat dazu 2011 Grundkompetenzen in vier Fächern als nationale Bildungsziele verabschiedet. In einer Medienmitteilung vom 4. Juli 2011 schreibt die EDK: «Es ist nicht gedacht, dass die Lehrpersonen direkt mit diesem Instrument arbeiten. Die Grundkompetenzen richten sich in erster Linie an Fachleute, welche Lehrpläne, Lehrmittel oder Beurteilungsinstrumente erarbeiten.» Es geht also nicht um eine individuelle Leistungsüberprüfung von Schülern, Klassen oder Schulen, sondern um ein nationales Bildungsmonitoring. Auf dem Prüfstand stehen die 26 kantonalen Bildungssysteme und der erreichte Grad der Harmonisierung bei den Bildungszielen. Die Ergebnisse sollen Rückschlüsse zur Leistungsfähigkeit der kantonalen Schulsysteme liefern. Denn im Gegensatz zu PISA, das keinerlei Rücksicht auf nationale Lehrpläne oder Bildungsziele nimmt, bezieht sich die Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) auf national einheitliche Bildungsziele und die sprachregionalen Lehrpläne.
Die EDK beim Wort nehmen, Bildung Schweiz, Februar 2016, Kommentar von Beat Zemp

11. Dezember 2015

Verarmte Aussensicht der pädagogischen Realität

In einer seiner letzten Abhandlungen nannte Sigmund Freud das Erziehen einen jener «unmöglichen» Berufe, in denen man sich «des ungenügenden Erfolgs von vornherein sicher sein kann». Die Äusserung steht in einem Kontext, in dem sich Freud mit der Persönlichkeit des Analytikers auseinandersetzt. Diese kann sich als Hindernis einer erfolgreichen Therapie erweisen, lässt sich aber nie so weit aufdecken, dass sie als therapeutischer Wirkfaktor genutzt werden könnte. Kein Mensch wird jemals die Vollkommenheit erreichen, deren es bedürfte, um die eigene Person als Mittel zum Zweck einzusetzen.














Lehrplan 21 stärkt den Lehrerberuf nicht, Bild: Gut
Politik der pädagogischen Aufmerksamkeits-Verschiebung, NZZ, 7.12. von Walter Herzog

30. November 2015

Starker Anstieg der Schulkosten

Bildung ist zurzeit ein arg diskutiertes Thema in Basel. Diesen Trend haben auch die Behörden gespürt, weshalb sie nun den ersten Volksschul­bericht verfasst haben. Thematisiert werden die Schuljahre 2013/2014 und 2014/2015. Damit schliesst der Bericht an die Kursbücher an, welche die schrittweise Harmonisierung der Schule bis 2013 begleitet hatten.












Kostenanstieg bei Liegenschaftenmiete und im Personalbereich, Bild: Blog Tagesanzeiger
Schulkosten stiegen stark an, Basler Zeitung, 30.11. von Nadine A. Brügger

4. Oktober 2015

Stiftungen als Anstifter

Mit der Volksinitiative gegen den Lehrplan 21 können wir das Bildungswesen dem Einfluss ausländischer Grosskonzerne wieder entziehen und der Bildungshoheit der Kantone und unserer direkten Demokratie wieder den nötigen Rückhalt durch das Volk verschaffen.
Stiftungen als Anstifter, Peter Aebersold, 29.9.

6. November 2014

Bildungssteuerung in Uri

Das heutige Bildungssystem im Kanton Uri funktioniert gut bis sehr gut. Das zeigt ein Bericht unter Einbezug des Erziehungsrats, des Mittelschulrats, der Berufsbildungskommission und der Schulkommission. Der Regierungsrat hatte die Bildungsdirektion beauftragt, eine umfassende Lagebeurteilung der bestehenden politischen Steuerung des Urner Bildungswesens vorzunehmen.
So will Uri die Bildung künftig steuern, Neue Luzerner Zeitung, 6.11.

12. Februar 2014

Fakten sammeln, nicht bewerten

Der Bildungsbericht ist eine Sammlung von Fakten zum Schweizer Bildungswesen. Er hält sich zurück bezüglich möglicher Massnahmen. Dies hat damit zu tun, dass besonders im Bereich der Volksschule keine Effizienzaussagen gemacht werden könnten - wie es heisst. Überraschend für mich die Aussage, dass in der Schweiz - anders als in anderen Ländern - der Zugang zu höheren Bildungsinstitutionen weniger stark von der Bildungsherkunft abhänge. Die Schweiz hat in diesem Bereich durchaus noch Verbesserungspotential.
Quelle: PISA 2012

Bildungspfade in der Schweiz, NZZ, 12.2. von Michael Schoenenberger

11. Februar 2014

Bildungsbericht 2014

Den Bildungsbericht 2014 hier einsehen.







Schüler der Sekundarstufe I nach Anforderungsprofil, Daten: Bundesamt für Statistik
Quelle: Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung 

Schweizer Bildungsbericht

Die Ausgabe Nummer 2 des Bildungsberichts liefert Daten für die Entscheidungsträger im Bildungswesen.
Bildungsbericht zeigt Handlungsbedarf auf, SRF, 11.2.

5. Dezember 2013

In Zukunft keine kantonalen Pisa-Vergleiche mehr

Die Schweiz fährt ihre Beteiligung an den Pisa-Tests zurück. In Zukunft wird auf kantonale Vergleiche verzichtet. Damit ist aber nicht Schluss mit der Testerei. Die EDK stellt fortan eigene Tests her. Diese sollen das Erreichen der nationalen Bildungsziele (siehe Lehrplan 21) überprüfen. Pro Kanton sollen 1000 Schüler teilnehmen. Entgegen den Beteuerung der Ämter wird es kaum möglich sein, die Resultate dieser Vergleiche geheim zu halten. 





Bald schon Schweizer-Meisterschaften im Rechnen? Bild: Barbara Gindl

Schluss mit kantonalen Pisa-Auswertungen, Basler Zeitung, 4.2. von Anja Burri

20. November 2013

Buchtipp "Bildungsstandards"

Von Walter Herzog, Initiant des Memorandums gegen Reformhektik, ist in diesen Tagen das Buch "Bildungsstandards" auf dem Markt erschienen. Wenig überraschend kritisiert Herzog dabei die Orientierung an einer von "Bildungsstandards" dominierten Output-Steuerung unserer Schulen. Er zeigt die problematische Vieldeutigkeit und Unschärfe der Begriffe "Kompetenzen" und "Standards" und weist auf deren historische Wurzeln hin. Herzog ist es zu verdanken, die Auswirkungen von Bildungsstandards auf den Lehrerberuf zu verdeutlichen. Die Lehrer werden zu Ausführungsgehilfen einer überbordenden Bildungsadministration. Ihre Autonomie wird eingeschränkt. Ausserdem sei es eine Illusion zu glauben, durch die Erhebung von Testdaten und deren Rückmeldung an die Schulen sei auch eine Qualitätssteigerung verbunden. 
Das Buch eignet sich bestens um sich auf die kommende Auseinandersetzung mit dem Lehrplan 21 zu wappnen und sei darum dem bildungspolitisch interessierten Leser wärmstens empfohlen.








Herzog: "... aus pädagogischen Gründen sind wir verpflichtet, auf die Grenzen einer technokratischen Schulreform hinzuweisen".

2. September 2013

Erstmals Leistungstest

Erstmals müssen die Schüler der 3. Primarklassen in den Kantonen der Nordwestschweiz (BS, BL, SO und AG) in diesen einen Leistungstest ablegen. Der "Check P3" soll der Administration Hinweise zur gezielten Unterrichtsentwicklung geben. 

Der Test gibt keine Noten, Bild: Aargauer Zeitung

Leistungstests für 3. Primarschulklassen in der Nordwestschweiz, Aargauer Zeitung, 2.9.
Neue Leistungstests für Primarschüler, SRF Regional, 2.9.

15. Juli 2013

Überprüfung der nationalen Bildungsziele 2016

Die Plenarversammlung der EDK hat am 20. Juni 2013 beschlossen, wie in den Jahren 2014-2017 die Erreichung der nationalen Bildungsziele für die obligatorische Schule überprüft werden soll. In diesem Zeitraum werden zwei stichprobenbasierte Erhebungen durchgeführt. Die erste Erhebung wird im Frühjahr 2016 stattfinden. Sie wird den Fachbereich Mathematik betreffen und die Überprüfung wird auf einer Stichprobe von Schülern am Ende der obligatorischen Schulzeit basieren.
Erreichung der nationalen Bildungsziele, EDK, 2.7. (Seite 4)

28. März 2013

Zahlen über das Bildungswesen

Mit dem Zahlenspielgel Bildung möchte das Basler Erziehungsdepartement der Öffentlichkeit Zugang zu den wichtigsten Daten zum Basler Schulsystem gewähren. Interssant dabei eine Zahl: Der Prozentsatz der Jugendlichen, welche direkt nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre absolvieren beträgt zwölf Prozent. Angesichts solcher Zahlen, die stark von der übrigen Deutschschweiz abweichen, besteht tatsächlich noch viel Aufklärungsbedarf.
Zahlenspiegel Bildung 2012, Erziehungsdepartement Basel-Stadt

27. Februar 2013

Schulevaluation Glarus: Man ist fündig geworden

Die Schulevaluatoren sind auch im Kanton Glarus fündig geworden. Die pädagogische Zusammenarbeit sei erst am Entstehen und orientiere sich wenig an gemeinsamen Zielen. Das ist schade! Doch wenn es gemeinsame Ziele geben sollte, dann müssten diese (oder eine Auswahl davon) ja im Lehrplan stehen. Die Evaluatoren hätten wohl am liebsten geklonte Lehrerlein, die sich alle einig sind und wundervoll zusammen arbeiten. Hier die guten Lehrer, die zusammenarbeiten, dort die bösen Individualisten. Aber so einfach funktioniert Schule eben nicht. Verbesserungspotenzial bestehe auch bei Spannungen unter Lehrpersonen sowie zwischen  Lehrpersonen und Eltern. Wie wahr! 
Wie immer heisst es zu Beginn des Feedbacks: Die Schule ist in einem guten Zustand. Ich habe noch nie etwas anderes gehört. Ebenfalls bekannt ist die Systematik der Evaluation - sie dürfte wohl weit verbreitet sein in der Deutschschweiz. Nichts Neues also und wieder mal Stoff für lange Sitzungen.
Glarner Lehrer müssen besser zusammenarbeiten, SRF Regional, 27.2. 

17. Januar 2013

Was ist guter Unterricht?

"Meinungen gibt es genug, was zählt ist messbare Evidenz", sagt der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie. Und Hattie hat keine Mühen gescheut und die zentrale Frage gestellt: Was ist guter Unterricht?
Im deutschsprachigen Raum hat Hattie die Podien der Bildungsdiskussion erobert, seine Analysen werden den aktuellen Reformen gegenüber gestellt. Dabei zeigt sich, dass vieles nichts oder nur wenig zu einer Verbesserung der Unterrichtsqualität beiträgt. 
Der verlinkte Artikel ist absolut lesenswert - Hatties Folgerungen dürften die Bildungsdiskussion langfristig dominieren.




Hattie analysierte 50'000 Einzeluntersuchungen mit 250 Millionen beteiligten Schülern, Bild: vimeo.com

Ich bin superwichtig! Die Zeit, 3.1. von Martin Spiewak

27. November 2012

Volksschule Uri

Der Bericht zur Volksschule des Kantons Uri gibt Auskunft zu folgenden Themen:
  • Kennzahlen zur Volksschule Uri
  • Lehrbewilligungen
  • Neue Ferienregelung
  • Förderungsmassnahmen
  • Sonderpädagogik
  • Qualitätsentwicklung
  • Übertrittverfahren
  • Unterricht
  • Unterstützung
Bericht zur Volksschule, Kanton Uri, 24. Oktober 2012