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25. September 2019

Bald Basisstufenlehrkräfte in Graubünden


Die Lehrergewerkschaft (LEGR) beschloss an ihrer Jahrestagung für das Kindergartenobligatorium zu kämpfen. Dabei geht es den Lehrern um die Gleichstellung und Anerkennung des Kindergartens mit der Primarstufe. Grund dafür ist der 1. Zyklus des Lehrplans 21. Da werden die Grundkompetenzen des Kindergartens bis Ende der zweiten Primarklasse erworben und überprüft.
Kindergartenobligatorium - Verlorene Kindheit oder gesellschaftlicher Mehrwert, Südostschweiz, 25.9. Leserbrief von Beatrice Conrad-Stucky

24. September 2019

Gastkommentar zum freiwilligen Kindergarten: Eine Bedrohung für den Schulerfolg?


"Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt." Immanuel Kant (1724-1804) Nach diesem Motto handelt wohl der Lehrerverband, wenn er den Kindergarten für obligatorisch erklären will. Doch der Reihe nach. Im 2008 hat der Bünder Souverän den Beitritt zu HarmoS abgelehnt. Ein Hauptgrund für das Nein war, dass der Kindergarten obligatorisch werden sollte. «Das Nein zum HarmoS-Konkordat sei bedauerlich, aber in der Realität ohne grosse Auswirkungen», schrieb die SP damals. Mit der Einführung des Lehrplanss 21 Graubünden (LP21GR) scheint sie nun am Ziel. 
«Vollkasko-Mentalität und Abschieben von Verantwortung boomen.» Bündner Tagblatt, 17.9. von Markus Niederdorfer

19. April 2018

Englisch-Evaluation in Graubünden

Sämtliche Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I brüteten letzten Sommer über Englischaufgaben. Die 2. Klassen der Real- und Sekundarschulen mussten englische Texte lesen, verstehen und selber schreiben. Sie unterhielten sich in Englisch und hatten Grammatikaufgaben zu lösen. Bei insgesamt 1497 Schülerinnenund Schülern im ganzen Kanton wurde nach rund vier Jahren Englischunterrichtgetestet, wie gut sie die Sprache können.
Yes! In Englisch bekommen Bündner Klassen eine Sechs, Südostschweiz, 19.4. von Ursina Straub

7. April 2018

Graubünden will an umstrittenen Lehrmitteln festhalten

Das Kantonsparlament von Basel-Landschaft hat letzte Woche beschlossen, die aktuellen Französisch- und EnglischLehrmittel nicht mehr im Unterricht zu verwenden. Zu gross war die Kritik der Lehrerschaft. Seither wird gespannt auf die Reaktion der anderen Kantone gewartet, die wie Baselland nach dem Fremdsprachenkonzept Passepartout und mit den gleichen Lehrmitteln unterrichten. Neben Basel-Landschaft sind das die Kantone Basel-Stadt, Solothurn, Bern, Wallis, Freiburg und Graubünden.
Graubünden hält trotz Kritik an "New World" fest, Südostschweiz, 7.4. von Stefan Bisculm

24. September 2017

Umstrittener Einsatz von Tablets im Kindergarten und in der Unterstufe

«Würden Sie Ihrem sechs Jahre alten Kind erlauben, mit dem Auto durchs Quartier zu fahren, zwischendurch ein Gläschen Wein zu trinken oder einfach im Kinderzimmer zu rauchen?» Diese Frage stellt Markus Niederdorfer aus Summaprada, der auf 32 Jahre Berufserfahrung auf Primar- und Oberstufe zurückblicken kann und derzeit an der Schule Albulatal in Tiefencastel eine Realklasse unterrichtet, rhetorisch an alle Eltern von (bald) schulpflichtigen Kindern. Denn: Die Schuluhren stellen auf das digitale Zeitalter um. Bis im Sommer 2021 muss im Kanton Graubünden jedem Kind der Zugang zur virtuellen Welt im Schulunterricht ermöglicht sein. Und Niederdorfer ist es ein Anliegen, die Diskussion über die Risiken, welche die Nutzung digitaler Medien für Kinder und Jugendliche birgt, öffentlich zu führen, wie er dem BT sagt.
Risiken der digitalen Bildung, Bündner Tagblatt, 23.9. von Enrico Söllmann

4. Mai 2017

Martin Jäger provoziert

Der gestrige Entscheid des Bundesgericht ist ein harter Schlag für den Bündner Bildungsdirektor Martin Jäger. Er kämpfte vehement für die Ungültigkeitserklärung der Fremdspracheninitiative. Der Grosse Rat ist ihm dabei gefolgt und erklärte die Initiative für ungültig. Erst das Bündner Verwaltungsgericht kippte diesen Entscheid zugunsten der Initianten. Nun hat das Bundesgericht einen Schlussstrich gezogen und die Initiative definitiv für gültig erklärt. Es lohnt sich nun, die Reaktion von Jäger, geäussert gegenüber Schweiz aktuell, zur Kenntnis zu nehmen.


Martin Jäger: "Ich bin heute nicht sehr glücklich, weil ich weiss, dass das, was auf uns zukommt, eine Belastung gibt zwischen den Sprachregionen."

Viel lieber lässt Jäger eine Initiative, die gültig ist, verbieten. Da fühlt er sich sofort viel glücklicher. Jäger und der Grosse Rat waren drauf und dran die Volksrechte in Graubünden massiv einzuschränken. Dass er jetzt das Bundesgericht für dessen Urteil indirekt rügt, anstatt es bedingungslos zu akzeptieren ist eine Anmassung. 

Nochmals Jäger: "In diesem Kanton ist es immer wieder schwierig, wenn man nicht aufeinander Rücksicht nimmt."

Jäger unterstellt damit den Initianten, sie würden nicht auf die anderen Sprachregionen Rücksicht nehmen. Auch hier zeigt sich der Bündner Erziehungschef wenig souverän. 

Urs Kalberer, 4.5.

Sprachverbände enttäuscht

Das Bundesgericht hat die Bündner Fremdspracheninitiative 3:2 Stimmen für gültig erklärt. Damit hat es in einer öffentlichen Beratung die Beschwerde von Vertretern der Minderheitensprachen Italienisch und Romanisch abgewiesen.
Bundesgericht erklärt Fremdspracheninitiative für gültig, Südostschweiz, 4.5.

Bundesgericht schützt Bündner Initiative

Nachdem die Bündner Regierung und der Grosse Rat die Fremdspracheninitiative für ungültig erklärt haben, gab das Verwaltungsgericht den Initianten Recht. Dieses Urteil wurde ans Bundesgericht weitergezogen. Nun liegt das Urteil vor: Die Bündner Fremdspracheninitiative ist gültig. 
Bündner Fremdspracheninitiative ist gültig, Schweiz aktuell, 3.5.

20. April 2017

Graubünden lässt Einführungsklassen wieder zu

Beim ersten Teil der gestrigen Bildungsdebatte im Grossen Rat waren die meisten Votantinnen und Votanten noch einer Meinung: Die Einführungsklasse, in der "entwicklungsverzögerte" Kinder den Lernstoff des ersten Schuljahres während zweier Jahre bewältigen, bevor sie in die zweite Primarschulklasse kommen, soll im Kanton Graubünden wieder eingeführt werden. Ein entsprechender Auftrag von Bruno W. Claus (FDP) wurde vom Rat mit 113:1 Stimmen an die Regierung überwiesen. 
Neues Streitfeld zur Schule eröffnet, Bündner Tagblatt, 20.4. von Luzi Bürkli

14. März 2017

Graubünden rüttelt an der Integration

Die Bündner Regierung will die Wiedereinführung der Einführungsklassen prüfen, die vor vier Jahren zugunsten des integrativen Schulmodells aufgegeben worden waren.
Schulintegration auf Prüfstand, Quelle: Südostschweiz, 14.3.

16. Mai 2016

Ball liegt beim Bündner Grossen Rat

Einmal mehr zeigt Regierungsrat Martin Jäger, dass er eigenmächtig handelt. Zuerst attestiert er Wohlwollen und Sympathie für die Sieger, doch dann wird mit der Angst vor Schulqualitätsabbau - und der Chancengleichheit geschürt. Als Mitglied der EDK Schweiz, kann der Kanton nicht machen, was er will und beiläufig wird erwähnt, dass der Bundesrat ein Sprachengesetz erlassen könnte, weil auch in anderen Kantonen entsprechende Überlegungen mehr oder weniger weit gediehen sind. Martin Jäger kennt die neuesten Studien zum Fremdspracherwerb auf der Primarschule. Zwei Fremdsprachen stellen eine Überforderung eines grossen Teils der Schülerinnen und Schülern dar. Das wird schon lange von Kindern, Eltern und Lehrpersonen ins Feld geführt. Simone Pfenninger von der Universität Zürich, belegte mit ihren Forschungsergebnissen zum Erwerb von Zweitsprachen, dass das Alter – anders als beim natürlichen Spracherwerb – im Schulkontext eine «untergeordnete Rolle» spiele. Wichtiger als der frühe Beginn sei etwa das intensivere Lernen über einen kurzen Zeitraum hinweg.
Entscheid Spracheninitiative bringt Bewegung in Lehrplan 21, Leserbrief Südostschweiz, 16.5. von Markus Niederdorfer

11. Mai 2016

Guter Tag für die Volksschule und die Volksrechte

Das Bündner Verwaltungsgericht hat einen Fremdsprachen-Entscheid des Grossen Rates kassiert. Es erklärte die Volksinitiative für nur eine Fremdsprache in der Primarschule als gültig.











Der Bündner Erziehungsdirektor Martin Jäger kämpfte mit dem Parlament gegen die Initiative. Bild: Südostschweiz
Bündner Parlament auf dem Holzweg, Südostschweiz, 11.6.

24. Februar 2016

Jäger bricht Lanze für Basisschrift

«Leserlichkeit ist die Höflichkeit der Handschrift.» Dieses Zitat des berühmten Schweizer Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt trifft meiner Meinung nach den sprichwörtlichen Nagel genau auf den Kopf, obwohl meine eigene Handschrift durchaus zu wünschen übrig lässt.
Doch ist dies alles noch zeitgemäss in einem Zeitalter, in welchem die meisten Texte am Computer erfasst werden und ein Grossteil der schriftlichen Kommunikation via SMS, Whatsapp und E-Mail geschieht? Ja, sagt der ehemalige Primarlehrer. Ja, sagt der Bündner Erziehungsdirektor. Ja, der Erwerb einer leserlichen, persönlichen Handschrift gehört auch in Zukunft zu den unverzichtbaren Aufgaben der Volks­schule.
"Leserlichkeit ist die Höflichkeit der Handschrift", Blog Südostschweiz, 24.2. von Martin Jäger

16. Februar 2016

Gegner des Lehrplans 21 weiterhin nicht ernst genommen

Graubünden gehört zu den letzten Kantonen, welche den Lehrplan 21 einführen wollen. In seinem Statement macht Erziehungsdirektor Martin Jäger (SP) klar, dass für ihn die Gegner von einer Schule träumten, die längst Vergangenheit sei. Damit wiederholt er, was offenbar zur Strategie der EDK gehört: die Gegner verunglimpfen und in eine weltfremde, dem Neuen und Fortschrittlichen verschlossenen Ecke stellen. (uk)
"Die Dreisprachigkeit ist die grosse Heausforderung", SRF Regional, 16.2.
Interview mit Regierungsrat Martin Jäger

20. Januar 2016

Das Fach Geschichte im Lehrplan 21

Der Bündner Erziehungschef Martin Jäger nimmt Stellung zu Aussagen, wonach das Fach Geschichte im Lehrplan 21 an Bedeutung verliere. Jäger stellt dabei insbesondere klar, dass "Lehrpersonen, die entweder nur für Geschichte oder Geografie ausgebildet sind, ihren Bereich weiterhin als eigenständiges Fach unterrichten können".














In der Altsteinzeit, Bild aus der Ausstellung Urgeschichte, zVg von Christian Foppa
Das Fach Geschichte im Lehrplan 21, Blog Südostschweiz, 20.1. von Martin Jäger

19. November 2015

Lehrer zufrieden mit Ethik

Seit drei Jahren wird in Graubünden ein neues Modell für den Religionsunterricht angewandt. Eine erste Bilanz zeigt: Die meisten Lehrpersonen sind zufrieden mit dem Modell. Ein Punkt wird aber bemängelt.











Die Schule ist für Ethik zuständig und die Landeskirchen für Religion, Bild: SRF
Ethik und Religion: Mehrheitlich gute Erfahrungen, SRF Regional, 19.11.

22. Mai 2015

Italienischbündner erhalten zusätzliche Englischlektion

Verkehrte Welt: Da fordert die Sprachorganisation PGI (Pro Grigioni Italiano) pausenlos die Förderung der Landessprachen, lässt Gutachten gegen die Fremdspracheninitiative schreiben, unterstellt den Initianten, sie wollten den Kanton spalten und den Sprachenfrieden gefährden und nun das: Die Regierung sieht sich gezwungen, die Stundentafel anzupassen und den Italienischbündnern eine Lektion mehr Englischunterricht aufzubrummen. Die PGI lässt sich das gerne gefallen, denn schlussendlich soll damit ja die Ungültigkeitserklärung der Fremdspracheninitiative legitimiert werden. Grüsse aus Absurdistan. (uk)




Welche Schulsprachen in Graubünden? Martin Jäger verteidigt das geltende Konzept, Bild: Südostschweiz

Eine Englischlektion mehr für Schüler aus Italienischbünden, Südostschweiz, 22.5. von Denise Alig

21. Mai 2015

Jäger handelte schnell

Als es darum ging, die Bündner Fremdsprachen-Initiative für ungültig zu erklären, wurden die Initiativ-Gegner nicht müde zu behaupten, dass keine Kantonssprache sprachlich benachteiligt werden dürfe. Die Initiative wurde bekämpft und schliesslich für ungültig erklärt, weil sie den Deutschbündnern mehr Englisch zugestehen wollte, als den Italienischbündnern. Peinlich dabei ist, dass ausgerechnet die geltende Sprachenregelung solche "Ungleichheiten" zuliess, die Italienischbündner hatten nämlich bisher effektiv weniger Englischunterricht als die Deutschbündner. 
Doch Erziehungschef Martin Jäger handelte schnell und sorgt nun dafür, dass alle Regionen gleich viel Englisch bekommen. So wird der Ungültigkeitserklärung immerhin im Nachhinein noch das Mäntelchen von anscheinender Rechtmässigkeit umgehängt. (uk)
Eine Lektion mehr Englisch an italienischsprachigen Real- und Sekundarschulen, Südostschweiz, 21.5.

16. März 2015

Bündner Regierung gegen Referendum bei Lehrplänen

Im Kanton Graubünden soll das Stimmvolk auch in Zukunft nicht über Lehrpläne für die Volksschulen abstimmen. Die Regierung lehnt einen entsprechenden Fraktionsvorstoss der grossrätlichen SVP-Fraktion ab.
Bündner Regierung gegen Referendum bei Lehrplänen, sda, 16.3.

14. März 2015

Anwalt widerspricht Regierung

Ein Anwalt prüfte die Bündner Fremdspracheninitiative auf deren Gültigkeit. Er kommt zum Schluss, dass die eingereichte Initiative nicht "offensichtlich" gegen die Verfassung verstösst. Damit widerspricht er der Bündner Regierung, die die Initiative für ungültig erklären lassen will.
Fremdsprachen-Initianten wittern Morgenluft, Südostschweiz, 14.3. von Denise Alig