Als Stefan Urech am Mittwochmorgen um 6 Uhr im Zug nach Mettmenstetten sass, entschied er sich spontan, das Programm seiner ersten Lektion über den Haufen zu werfen. Der Sekundarlehrer vertritt die SVP im Zürcher Gemeinderat, und da sollte am Abend ein Postulat behandelt werden, das ihn besonders umtrieb.
23. April 2021
17. September 2020
Projektunterricht als Dogma des pädagogischen Mainstreams
Tiefe emotionale Erlebnisse, besonders auch im musisch-kreativen Bereich, sind wertvolle Bausteine für die Entwicklung des Selbstwertgefühls und der Persönlichkeit jedes Schülers. Es gibt gute Gründe für Gruppenarbeit und Schulprojekte. Diese aber zu einem pädagogischen Konzept zu überhöhen, halte ich für einen gefährlichen Irrtum.
An vielen Schulen herrscht das Primat des selbständigen Arbeitens (damit
verbunden sind Projekte, erforschendes Lernen, selbstorganisiertes Lernen,
schülerzentrierter Unterricht usw.). Der Lehrer übergibt die Verantwortung fürs
Lernen an seine Schüler und steht nur noch beratend zur Seite.
Nun gibt es immer mehr Schulen, deren Schüler miserable Kenntnisse
vorweisen können. Gerade solche Schulen rühmen sich gegenüber Eltern und in den
Medien, besonders gezielt in die individuellen Stärken ihrer Schüler zu
investieren. Das Individuelle soll gegenüber dem Allgemeinen gefördert werden:
So tönt der aktuelle pädagogische Mainstream. Dabei fällt auf, dass nicht nur
schwache Schulen, sondern auch schwache Schüler Projektunterricht bevorzugen.
Das Problem ist, dass sie dabei aber weniger lernen als bei geführtem
Klassenunterricht. Eine Reduktion der direkten Instruktion zugunsten einer
individuellen Förderung schadet also besonders den schwachen Schülern, wie
Hattie betont. Und Liessmann hat diese «Rhetorik der Individualität» als das
Konzept des jungen Menschen als Humankapital entlarvt.
20. August 2020
Gruppenarbeit und Projekte: Schwere Last auf jungen Schultern
Gruppenarbeit gehört zum Standardinstrumentarium jedes Lehrers, sie hat in der Ausbildung ihren festen Platz. Viele Schultheoretiker neigen dazu, die direkte lehrergesteuerte Instruktion (Frontalunterricht) zu verpönen, deshalb gehören kollaborative Arbeitsformen wie Gruppenarbeit und Projekte seit Jahrzehnten zum Standard in der Lehrerbildung. Das wird oft damit legitimiert, dass dabei nicht nur der fachliche, sondern auch der zwischenmenschliche Aspekt abgedeckt wird. Gruppenarbeit hat demzufolge verschiedene Vorteile, sie
- verbessert und vertieft das Lernen
- entwickelt die sozialen Fähigkeiten
- entwickelt komplexe Lernstrategien
- ermöglicht selbständiges Lernen
- steigert die Teamfähigkeit
3. August 2020
Glarus will Fehlverhalten neu mit Dialog begegnen
Die öffentlichen Schulen funktionieren gemäss dem gesetzlichen Auftrag und folgen dem Konzept des internen Schulprogrammes. Das Schulprogramm wird auf strategischer Ebene jeweils für vier bis fünf Jahre von der Schulkommission festgelegt. Auf dieser Basis werden Massnahmen auf operativer Ebene für die einzelnen Schuljahre durch die Schulleitung entwickelt. Der Bildungsauftrag nach den Vorgaben des Glarner Lehrplans steht nach wie vor im Zentrum. Es bleibt ein weiteres Jahr in der Einführungsphase des Lehrplans 21. Weiter sieht das kommende Schuljahr unter anderem Ziele in der Entwicklung der Schulkultur vor. Mit der Einführung der Prinzipien der «Neuen Autorität» stehen die Primarschulen ganz am Anfang einer Entwicklung. Parallel dazu folgen weitere Schritte in der Digitalisierung.
Neues Schuljahr 2020/2021 startet mit einigen Neuerungen, Glarus24.ch, 3.8.
23. Februar 2020
Projekt Biodiversität für Primarschulen
12. Mai 2019
Individualisierung an der Oberstufe
Individualisierung auf der Oberstufe, Urs Kalberer, 12.5.
21. Februar 2019
Erleichterung über Urteil
Schüler schwänzt Projektwoche, Eltern verurteilt
29. Dezember 2018
Projekt "Optimaler Schulstart"
18. Oktober 2018
Starke Lernbeziehungen statt wohlorganisierter Verantwortungslosigkeit
6. September 2018
Künftig mehr betreute Hausaufgabenhilfe
2. September 2018
Projekt ohne Hausaufgaben zieht positive Bilanz
8. Mai 2018
Parc Chasseral - Pädagogische Aktivitäten in der Natur
25. Oktober 2017
Schweizer Jugendmedientage
18. Juli 2017
St. Gallen hat kein Geld für Austauschprojekte
Schüleraustauschprojekte haben im Kanton St.Gallen einen
schweren Stand und hängen oft vom Engagement der einzelnen Schulleiter und
Lehrer ab. Änder dürfte sich daran vorerst nichts. Man habe weder Budget noch
Ressourcen für den Austausch, heisst es von offizieller Stelle.
Kein Geld für Austauschprojekte, Zürichsee Zeitung, 10.7. von Fabienne Sennhauser3. Juli 2017
Projektarbeiten der Begabtenförderung
29. Juni 2017
Hohe Luzerner Ansprüche
Projektunterricht - Abschlussarbeit, Hinweise zur Beurteilung, Dienststelle Volksschulbildung Luzern, 28.6. von Erich Lipp