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13. Oktober 2020

Schulleiter fordert Ende der Segregation auf der Oberstufe

Wenn in einer Schulklasse lediglich die Hälfte der Schülerinnen und Schüler eine Lehrstelle findet, dann lässt das aufhorchen. Passiert ist das in diesem Schuljahr in Zuchwil. Über die Hälfte der Jugendlichen der Klassen der Sek B hat dort in diesem Herbst nach den Sommerferien keine berufliche Grundausbildung angefangen, das gab der Zuchwiler Schuldirektor Stephan Hug im September an einer Sitzung des Gemeinderates bekannt. Und er mahnte: «Den Sek-B-Schülern fehlt eine Lobby». Kantonsweit liegt die Zahl zwar etwas tiefer, rund ein Drittel der Jugendlichen aus der Sek B hat in diesem Jahr laut Angaben der Verwaltung keine Lehrstelle gefunden. Trotzdem verfolge man das Ziel, diese Zahl in Zukunft weiter zu reduzieren.

"Den Sek-B-Schülern fehlt eine Lobby" - Schwierigkeiten bei der Stellensuche, Solothurner Zeitung, 12.10. von Rebekka Balzarini

21. April 2020

Richtiger Entscheid des Zürcher Bildungsrates


Die Corona-Krise versetzt die Schulen in einen Ausnahmezustand. Das schlägt sich auch in den Zeugnissen nieder: Der Kanton Zürich hat am Montag bekanntgegeben, diesen Sommer in der Volksschule keine Noten zu vergeben. Statt Bewertungen von 1 bis 6 werden in den Zeugnissen die Bemerkung «nicht benotet» und ein Verweis auf die Corona-Pandemie stehen.
Schule ohne Noten: Der Traum vieler Kinder wird zur Herausforderung für Politik und Gewerbe, NZZ, 20.4. von Nils Pfändler

12. November 2019

Checks sind gut


Die nationale Überprüfung der Grundkompetenzen hat es schonungslos aufgezeigt: Basler Schülerinnen und Schüler bilden in den Fächern Deutsch und Mathematik in der Schweiz das Schlusslicht. Das ist für hier ansässige Familien erschreckend, möchte man doch dem Nachwuchs intakte und faire Chancen für die berufliche Zukunft bieten. Wer die finanziellen Möglichkeiten hat, stellt sich schon mal die Frage, ob die eigenen Kinder in einer Privatschule allenfalls besser aufgehoben wären. Chancengleichheit sieht anders aus.
Dätwyler: "Checks eruieren den aktuellen Wissensstand objektiv". Bild: hkbb
Checken wirs? Basler Zeitung, 12.11. von Martin Dätwyler

9. September 2019

Zahl der Lehrabbrüche steigt stetig


Über 1500 Lehrverträge wurden im vergangenen Jahr im Kanton St.Gallen aufgelöst. Das sind rund 160 mehr als noch im Jahr 2010. Der häufigste Grund: Die Leistung des Lehrlings reichte nicht aus. 25,3 Prozent der Vertragsauflösungen hatten diese Ursache, wie eine Auswertung des Kantons zeigt. Fast gleich oft kam es jedoch vor, dass Jugendliche ihre Lehrstelle aufgaben, weil sie mit dem Beruf oder mit dem Lehrbetrieb nicht zufrieden waren. Diese Quote beträgt 24,9 Prozent. Weitere häufige Gründe sind Pflichtverletzungen der Lernenden (12,1 Prozent), Konflikte zwischen Lehrling und Ausbildungsbetrieb (11,4 Prozent) und gesundheitliche Ursachen (10,2 Prozent). Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 9,4 Prozent der Lehrverträge aufgelöst, 2010 waren es noch 7,8 Prozent gewesen.
Lehrabbrüche nehmen zu: St. Galler CVP-Kantonsräte fordern Massnahmen, St. Galler Tagblatt, 9.9. von Adrian Vögele

19. August 2018

Noch viele offene Lehrstellen

Die Zahl der Lehrverträge im Kanton Zürich bleibt hoch. Ende Juli zählten die kantonalen Bildungsstatistiker 12 108 Verträge, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur 2015 und 2016 lag die Zahl noch ein Quentchen höher. 12 127 Verträge in der zwei- bis vierjährigen beruflichen Grundbildung waren im Rekordjahr 2015 zum gleichen Zeitpunkt unter Dach und Fach. Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA) wertet diese Zahlen als Zeichen der Bereitschaft der Unternehmen, weiterhin in die Ausbildung der Jugendlichen zu investieren. 
Viele Lehrstellen sind noch offen, NZZ, 17.8. von Walter Bernet

10. November 2017

Lehrstellen-Speed-Dating

Unruhig rutschen die Teens und Twens auf ihren Stühlen hin und her, zupfen an ihren Blusen und werfen lächelnd das Haar zurück – ihnen gegenüber sitzen die Männer und Frauen gelassen im Business-Outfit, richten ihre Brillen und kritzeln auf ein Blatt Papier – bis das Glöckchen klingelt.
Vier Minuten für eine Lehrstelle, Basler Zeitung, 10.11. von Jannette Heidemann

27. Februar 2013

Der 200-Prozent-Lehrer

Eine schöne Geschichte über einen Reallehrer (Sek B), der sich um seine Schüler kümmert. Doch ist er wirklich eine solche Ausnahme? 



"Unsere einzige Chance ist, schneller zu sein", Bild: Christian Messikommer

Der 200-Prozent Lehrer, Tages Anzeiger, 27.2. von Christian Messikommer

21. November 2012

Evaluation Jugendprojekt LIFT II

Das Projekt LIFT versucht, schwer vermittelbare Jugendliche in ihrer Berufswahlphase zu unterstützen. Diese erhalten die Möglichkeit, in der schulfreien Zeit (z.B. Mittwochnachmittag) in einem Betrieb Arbeitsatmosphäre zu schnuppern. Damit sollen die Jugendlichen für den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Anhand einfacher Tätigkeiten sammeln sie wertvolle Erfahrungen. Die Jugendlichen erhalten vom Betrieb auch ein kleines Entgelt.




Erfassung der Jugendlichen erfolgt bereits in der 1. Oberstufe, Bild: Thalwiler Anzeiger

Evaluation Jugendprojekt LIFT II, Abschlussbericht, Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung, Dr. Lars Balzer

17. August 2012

Ausbildung für Stellvertretungen

Der Kanton Freiburg verlässt sich bei Stellvertretungen und bei Stellen an der Sekundarstufe I auf Leute ohne Lehrdiplom. Neu bietet er eine Ausbildung an, die es erlaubt, kürzere Stellvertretungen zu übernehmen. Dies ist eine neue Variante im bunten Flickenteppich der schweizerischen Lehrerausbildung. 

Neu gibt's die Ausbildung zur Stellvertreter-Lehrkraft, Bild: Uli Stein
Der Kanton Freiburg stellt Lehrer ohne Diplom an, Regionaljournal DRS, 16.8.

15. August 2012

Nachgefragt: Hans-Ulrich Bigler

Hans-Ulrich Bigler ist Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands (sgv) und er nimmt Stellung zur Verwendung von Leistungstests wie Basic Check oder Multicheck. Damit klären Lehrbetriebe die Berufseignung von Bewerbern ab. Eine Studie kritisiert die Aussagekraft dieser Tests.

UK: Aus welchen Gründen verwenden Ihre Mitglieder die beiden Leistungstests Basic Check, respektive Multicheck?
HUB: Die Verwendung von Multi/Basiccheck geht einige Jahre zurück und ist auf die Einschätzung der Lehrmeister zurückzuführen, wonach die Zeugnisnoten zu wenig aussagekräftig waren. Problematisch war vor dem Hintergrund der hohen Nachfrage insbesondere der Quervergleich. Von Beginn weg war indessen klar, dass diese Tests bloss ein Kriterium unter mehreren ist. Ebenso wichtig sind persönliches Gespräch und Motivation der Kandidaten, Schnupperlehre, Referenzen etc.
UK: Wie zufrieden sind Ihre Mitglieder mit den Selektionstests? Haben Sie Rückmeldungen?
HUB: Die Zufriedenheit ist unterschiedlich, es gab und gibt Branchen, die mit Blick auf die Branchenanforderungen eigeene Tests entwickelt haben wie beispielsweise die Druckindustrie. Die Tests führen nie für sich alleine zu einem Entscheid hinsichtlich Lehrstellenvergabe.
UK: Sind Ihnen die Schwächen der Leistungstests bekannt? Wenn ja, was tun Sie dagegen?
HUB: Wir sind uns einerseits der Schwächen bewusst und stellen andererseits ebenso fest, dass in vielen Kantonen die Aussagekraft der Zeugnisse verbessert worden ist. Auch versprechen wir uns im Rahmen von Harmos - das vom sgv immer unterstützt wurde - eine weitere Verbesserung durch den Lehrplan 21 und die Definition beziehungsweise Einführung von Bildungsstandards. Liegen diese Elemente einmal definitiv vor, werden wir darauf hinarbeiten, dass auf weitere Tests in den Betrieben verzichtet wird. Dies umso mehr als wir zusammen mit der EDK ein Projekt "Anforderungsprofile" lanciert haben. Damit soll in der achten Schulklasse für die Schüler im Rahmen des Berufsinformationsprozesses eine Standortbestimmung möglich werden, der den Lehrstellenentscheid der Jugendlichen qualitativ unterstützt und in der neunten Klasse hilft, bestehende Lücken im Hinblick auf den gewählten Lehrberuf zu reduzieren.

Hans-Ulrich Bigler: Tests sind nur ein Kriterium unter vielen. Bild: sgv

Zu dumm für die Lehre?

20% der Schulabgänger finden keinen Berufsanschluss. Viele können kaum lesen und rechnen, haben schlechte Umgangsformen und stammen oft aus prekären Familienverhältnissen. Gleichzeitig sachsen die Leistungsanforderungen der Wirtschaft und viele Lehrstellen bleiben unbesetzt.
Diskussionssendung mit folgenden Teilnehmern: Marinko Jurendic, Dorothee Schaffner, Beat Zemp, Peter Schilliger, Jürg Peter. Leitung: Mona Vetsch.

Viele Jugendliche schaffen keine Lehre mehr, Bild: Universität Zürich
Zu dumm für die Lehre? Schweizer Fernsehen, 14.8.

12. August 2012

Chancen für Migranten auf dem Lehrlingsmarkt

Wenn man Hassan, Blerim oder Fitnete heisst, hat mans schwer, eine Lehrstelle zu finden - so hiess es jedenfalls mal. Jetzt herrscht Lehrlingsmangel - viele Branchen klagen, dass sie nur mit Schwierigkeiten Auszubildende finden. 

Welche Rolle spielt die Herkunft bei der Lehrstellensuche, Bild: Südostschweiz
Bessere Aussichten auf Lehrstellen für Migrantenkinder, DRS 4 News, 8.8.

10. Juni 2012

Vom Lehrstellen- zum Lehrlingsmangel

Es ist Juni und auf den Start des neuen Lehrjahres im August sind noch 14'000 Lehrlingsstellen unbesetzt. Dies zeigen Zahlen des Lehrstellennachweises Lena. Weil nicht genügend Lehrlinge gefunden werden, kommen Jugendliche aus dem Ausland, um eine Lehre zu beginnen. Die freien Stellen werden auch von Leuten besetzt, die bereits eine Ausbildung haben und sich neu orientieren wollen. Im Kanton St. Gallen etwa machen sie einen Drittel aus.

Firmen kämpfen noch härter um Schulabgänger, Bild: Keystone
14'000 Lehrstellen nicht besetzt, Der Sonntag, 10.6. von Yannick Nock

28. Februar 2012

Noch 57% ohne Lehrstelle

In der Stadt Zürich sind gemäss einer Umfrage 57% der Jugendlichen in Abschlussklassen noch ohne Lehrstelle. Dies sind mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahrs. Allerdings hinkt der Vergleich: Die integrierten Sonderschüler sind in die Befragung einbezogen worden.
Nicht alle haben solches Glück: Lehrlinge an einer Zürcher Berufsschule.
Lehrlinge einer Zürcher Berufsschule, Bild: Keystone
Noch viele Jugendliche in Zürich ohne Lehrstelle, Regionaljournal DRS, von Roger Steinemann
Zwei von drei Schülern suchen noch eine Lehrstelle, Tages Anzeiger, 27.2.

10. Januar 2012

Zu wenig Lehrlinge im Aargau

Im Aargau gibt's zu wenig Lehrlinge, das Gewerbe hat deshalb ein Lehrlingsproblem. Besonders akut ist dies bei anspruchsvollen Berufen, passende Kandidaten wählen eher den Weg in Richtung Matura. Der Gewerbeverband sucht nun das Gespräch mit den Berufsberatungen.

20. Oktober 2011

Keine Eintrittschecks mehr im Bildungsraum Nordwestschweiz

Die Schulen der Kantone BS, BL, AG und SO wollen eigene Leistungstests durchführen und damit die Leistungschecks der privaten Anbieter konkurrenzieren. Beat Zemp, Präsident des Dachverbandes der Schweizer Lehrer, meint dazu: "Es ist ein Versuch der Bildungsbehörden, die Bewertungshoheit zurückzugewinnen".
Vergleich wird möglich. Die Schülerinnen und Schüler sollen künftig viermal während der Schulzeit einheitliche Leistungstests absolvieren.
Die Schüler sollen künftig viermal während der Schulzeit einheitliche Leistungstest absolvieren. Bild: Basler Zeitung
Ein Test für alle Schüler von vier Kantonen, Basler Zeitung, 18.10. von Franziska Laur
Bericht im Regionaljournal DRS, 17.10. von Barbara Meyer

26. September 2011

Unterstützung für Berufswahl

Die Jagd auf die Lehrlinge hat definitiv begonnen: Damit die Lehrer ihre Klassen im Berufswahlunterricht besser beraten, können diese nun ein Betriebspraktikum absolvieren. Kein Witz! Eine Berner Firma bietet den Lehrern während den Schulferien diese Möglichkeit an. Damit soll erreicht werden, dass technische Berufe gegenüber dem Gymnasium einen höheren Stellenwert erhalten. 
Wer weiss, vielleicht treffen sich Lehrer und Schüler während den Ferien in Zukunft im technischen oder industriellen Betrieb? Warum nicht während dem Schulbetrieb ein paar CEOs in die Schule holen, damit diese dort ihr Wissen über Lernvorgänge erweitern? 
Firmen gehen bei Lehrlingssuche neue Wege Regionaljournal DRS, 26.9.

23. August 2011

Jugendbefragung: Lehrstellen einfach zu haben

Entgegen dem Bild, das oft in den Medien verbreitet wird, gelangen viele Jugendliche relativ einfach zu einer Lehrstelle. Ein Drittel der Befragten (Hauptstichprobe 47'000 junge Schweizer Männer) musste keine oder nur eine Bewerbung schreiben. Lediglich etwa 10% der Schweizer mussten mehr als 40 Bewerbungen schreiben.
Rückblickend gaben viele Befragte an, es fehlte ihnen am Ende der Schulzeit an realistischen Vorstellungen über die ihnen zugänglichen Ausbildungswege. Besonders gefehlt habe auch eine realistische Einschätzung der eigenen Neigungen und Interessen.
Die hier verbreiteten Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten. Es sind ja vor allem Jugendliche mit ausländischer Herkunft, welche am meisten Schwierigkeiten haben, eine Lehrstelle zu finden. 
Eidgenössische Jugendbefragungen, Freigegeben am 22.8.