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7. März 2021

Die Krippe als verklärter Ort der Chancengerechtigkeit

Der Gewerkschaftsbund jubelt – Corona hin oder her. Ein Ziel, das er seit langem anvisiert, erscheint trotz Krise und Rekordverschuldung greifbarer denn je: mehr Bundesgelder für die familienexterne Kinderbetreuung! Die Bildungskommission (WBK) des Nationalrats will das ursprünglich als befristet deklarierte, aber immer wieder verlängerte Impulsprogramm zur Krippenförderung in eine Dauerinstitution überführen und hat eine entsprechende Initiative eingereicht.

Erziehung: Bitte nicht als Service public! NZZ, 2.3. von Claudia Wirz

10. Januar 2021

Zehn Jahre Sonderpädagogik-Konkordat

 «Für alle!» lautet der Titel des detailliertesten Buchs über die Geschichte der Basler Volksschule. Der Autor Pierre Felder, selbst erster Leiter der Volksschulen im Basler Erziehungsdepartement, beschreibt darin, wie die Basler Schulen diesem Imperativ jahrhundertelang nicht nachkamen. Im 18. Jahrhundert etwa war der Schulunterricht – ganz im Gegenteil – für wenige. Nur die Kinder aus den reicheren Familien durften in die Schule, weil die ärmeren das Schulgeld nicht aufbringen konnten. Wer ganz privilegiert war, der leistete sich für seineKinder einen Privatlehrer, damit sie nicht mit dem «verderblichen Gesindel» der Unterschicht in Kontakt kamen. Mädchen gingen häufig gar nicht zur Schule. Da diese später ohnehin keine herausfordernden Berufe annahmen, galt die Schulbildung als unnötig. Und der Pfarrer war derjenige, der entschied, ob ein Kind bildungsfähig ist. Behinderte wurden privat oder in einer Einrichtung betreut und mussten oder durften nicht in die Schule –der Kanton leistete ab1929 Fürsorgebeiträge für deren Unterbringung in Anstalten. Auch die Fremdsprachigen wurden ausgegrenzt. Die Schulen mussten sie Anfang 20. Jahrhunderts nicht aufnehmen. 

Bei Störenfrieden hört die Integration in den Schulen auf, BZ Basel, 9.1. von Leif Simonsen

28. Mai 2020

Frühförderung für fremdsprachige Kinder vor dem Kindergarten

Basel-Stadt gilt als Pionierin der Deutsch-Frühförderung. Dort bekommen alle Eltern einen Fragebogen nach Hause, mit dem sie die Deutschkenntnisse ihrer Kinder einschätzen müssen. Können sie zu wenig gut Deutsch, müssen sie in eine Sprachspielgruppe. Zwei halbe Tage pro Woche, gratis für die Eltern.

Obligatorische Frühförderung vor dem Kindergarten? SRF, 28.5. 

31. März 2020

FDP mit Starker Schule gegen Eymann und Cramer

Seit zwei Jahrzehnten befinden sich die Schulen in der Hand der LDP. Zuerst war Christoph Eymann Vorsteher des Erziehungsdepartements. Vor drei Jahren übernahm sein Parteikollege Conradin Cramer. Namentlich in der Ära Eymann wurden grosse Schulreformen durchgeführt, die bis jetzt noch nicht völlig abgeschlossen sind.
Nadine Gautschi (FDP) und Katja Christ (GLP) kämpfen zusammen gegen die LDP-Bildungspolitik, Bild: Kenneth Nars
FDP mit Frontalangriff auf die LDP: Eine neue Initiative verlangt freie Lehrmittelwahl, BZ Basel, 31.3. von Jonas Hoskyn

12. März 2020

Französisch auf dem Abstellgleis?


In der Lehre könnte künftig nur noch eine Fremdsprache obligatorisch sein. Politiker sehen die zweite Landessprache in Gefahr.
Umbau beim KV: Nur noch eine obligatorische Fremdsprache - ist Französisch bald passé? Aargauer Zeitung, 11.3. von Maja Briner

3. November 2019

Politiker tragen die Verantwortung für den Misserfolg


Nach sieben Jahren Französischunterricht können sich gerade mal 10,8 Prozent der Schulabgänger auf Französisch verständigen: ein katastrophales Resultat. Es stammt aus der Schlussevaluation zum Fremdsprachenprojekt Passepartout, von den Kantonen Basel-Stadt, Baselland, Solothurn, Bern, Freiburg und Wallis in Auftrag gegeben. Jahrelang haben die verantwortlichen Bildungsdirektoren jede Kritik am Fremdsprachenkonzept mit dem Hinweis auf eben diese Schlussevaluation vom Tisch gewischt. Und jetzt hat diese nicht ergeben, was sich die Passepartout-Verantwortlichen erhofft hatten.
Das Französisch-Rad vergeblich neu erfunden, Basler Zeitung, 2.11. von Thomas Dähler

24. September 2019

Fremdsprachige Kinder im Kindergarten


«Guete Morge Frau Inaebnit.» Amira* begrüsst die Kindergärtnerin in breitem Berndeutsch und schüttelt ihr die Hand. Hört man nur diesen Satz, ist man überzeugt, dass die Fünfjährige perfekt Schweizerdeutsch spricht. Doch das täuscht. Amira verstand kaum ein Wort, als sie vor einem Jahr in den Kindergarten kam. Seither hat sie grosse Fortschritte gemacht, trotzdem wechselt sie manchmal noch mitten im Satz ins Arabische.
"Wiederhole bitte": Wenn im Kindergarten nur eines von vier Kindern fliessend Deutsch spricht, NZZ, 24.9. von Larissa Rhyn

18. August 2019

Eymann fordert vorschulische Deutschkurse


Schweizweit kommt inzwischen jeder dritte Volksschüler aus einem Elternhaus, in dem eine andere Sprache als in der Schule gesprochen wird. Vor zehn Jahren war es erst jeder vierte, im Jahr 2000 noch jeder fünfte, wie die «SonntagsZeitung»berichtet. Darunter sind viele ohne hinreichende Deutschkenntnisse. Die Situation beunruhigt den Ex-Präsidenten der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) Christoph Eymann zwar nicht - «dieser Trend zeichnet sich schon länger ab», sagt er in einem Interview mit der Zeitung.
Verstehen die Kinder Ihrer Schulklasse kein Deutsch? 20 Minuten, 18.8. 

20. Juli 2019

Zemp geht


Der prägnante Schnauz. Der akkurate Haarschnitt. Die imposante Körpergrösse. Und ja, auch das sorgfältig eingesteckte Pochettli. Beat W. Zemp ist eine auffällige Erscheinung–jenerTyp Mensch,der in jedem Raum unweigerlich die Blicke auf sich zieht, ohne sie zu suchen. Auch jetzt, da er auf die Minute pünktlich die Bar des Berner Hotels Schweizerhof betritt und zielsicher auf den für den Gesprächstermin reservierten Tisch zusteuert. 
Der oberste Lehrer geht, Basler Zeitung, 16.7. von Raphaela Birrer

17. April 2019

Gedanken zur Hebung des Niveaus sind gefragt


In den letzten Jahren wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die Umgestaltung unserer Schullandschaft durch Abschaffung der Orientierungsstufe und Einführung von Harmos, Integrativer Schulung, Frühfranzösisch ab der dritten, Englisch ab der fünften Klasse sowie Lehrplan 21 zu starken Belastungen der Lehrerschaft, Schüler, aber auch der Eltern schulpflichtiger Kinder führt. 
Wer nicht hören will, bestraft die Zukunft, Basler Zeitung, 17.4. von Nadine Gautschi

28. März 2019

Der Fisch stinkt vom Kopf her


Es sind nicht nur die Sprachen, das gesamte Basler Lehrsystem ist nach den Jahren von Christoph Eymann (LPD) ein Schatten seiner selbst und hat nichts mehr mit seiner grossen humanistischen Vergangenheit zu tun. Als Eltern eines Schülers am Gymnasium am Münsterplatz haben wir die qualitativen Miseren des Niedergangs in praktisch allen Fächern miterlebt. Das lediglich den Lehrern anzukreiden, greift zu kurz, nachdem der Fisch zuerst immer vom Kopf herab verfault – und da landet man unweigerlich beim Erziehungsdepartement. 
Nicht nur bei den Sprachen hapert es, Basler Zeitung, 28.3. Leserbrief von Frank David Braun


7. Januar 2019

Bald keine befristeten Anstellungen mehr in Basel


Mit Lehrern haben nicht viele Leute Mitleid. Doch Basler Lehrpersonen wurden vom Erziehungsdepartement jahrelang stiefmütterlich behandelt. 648 an den Volksschulen angestellte Lehrpersonen haben nur befristete Anstellungsverträge, das heisst, sie können jederzeit entlassen werden – und viele befinden sich seit Jahren in dieser misslichen Situation. Für das Erziehungsdepartement war das bequem. So liessen sich die Lehrer gerade während der Zeit der vielen Reformen vorzüglich als Manövriermasse nutzen. Ausserdem blieben sie schön ruhig, da das Damoklesschwert der Kündigung drohend über ihnen schwebte. So begehrten viele der Basler Lehrpersonen zwar nicht auf, waren jedoch auch nicht sonderlich motiviert.
Basler Lehrer sollen wieder aufmucken dürfen, Basler Zeitung, 7.1. von Franziska Laur

14. März 2018

Eymann will Skilager sichern

Im Dezember 2017 hat das Bundesgericht entschieden, dass ab sofort von Eltern der Schülerinnen und Schüler während der obligatorischen Schulzeit pro Tag in einem Lager oder auf einer Exkursion nur der Betrag von zehn bis 16 Franken verlangt werden darf. Dies entspricht den Kosten für das Essen. Ein übersteigender Betrag müsse vom Gemeinwesen bezahlt werden.
Aus für Skilager? Basler Zeitung, 14.3. von Christoph Eymann

7. März 2018

Bund soll Skilager retten

Vor drei Monaten fällte das Bundesgericht ein Urteil, das in Graubünden Ängste schürt: Denn die für den Gebirgskanton so wichtigen Schulskilager sind seither akut bedroht. Die Lausanner Richter schrieben dem Kanton Thurgau vor, die Elternbeiträge für solche Lager nicht höher zu veranschlagen als die Kosten, die jedes Kind während des normalen Schulunterrichts verursacht. Heisst konkret: Die Schulen dürfen von Eltern noch maximal 16 Franken pro Tag fordern. Bisher zahlten Eltern 30 bis 40 Franken pro Tag im Schullager.
Jetzt soll der Bund die Skilager retten, Südostschweiz, 7.3. von Dennis Bühler

13. Februar 2018

SVP hat sich von Bildungsthemen verabschiedet

Es sind die zwei bevölkerungsreichsten Kantone der Schweiz, die am 4. März über den Lehrplan 21 abstimmen. Und doch interessiert sich ausserhalb von Bern und Zürich kaum jemand für die Abstimmung. Das ist erstaunlich, hatte der gemeinsame Lehrplan für die ganze Deutschschweiz vor kurzem noch die Emotionen hochgehen lassen.
Der Widerstand gegen den Lehrplan 21 ist erlahmt, Luzerner Zeitung, 13.2. von Roger Braun

31. Januar 2018

Purer Unsinn

Medienberichten zufolge plant der Kanton Basel-Landschaft die Einführung einer Leistungskomponente im Lohn der Kantonsangestellten. Diese Regelung soll auch für Lehrerinnen und Lehrer gelten. Die Ankündigung wirft zahlreiche Fragen auf. Eine unvollständige Auswahl: Was soll damit in der Schule besser werden? Wird die Lohnsumme insgesamt erhöht, gekürzt oder bleibt sie gleich? Sollen «gute Leistungen» individuell mit mehr Geld als aus dem bisherigen Lohnerhöhungsautomatismus belohnt werden? Welches Mitarbeiterbild hat der Regierungsrat vor Augen? Geht man nicht davon aus, dass alle, die man selbst angestellt hat, 100 Prozent Leistung erbringen? Wenn dem so ist, werden die, welche weniger als 100 Prozent leisten, im Lohn eingefroren? Falls ja, würde so nicht eine ungenügende Leistung toleriert?
Leistungslohn für Lehrkräfte ist purer Unsinn! Basler Zeitung, 31.1. von Christoph Eymann

12. Januar 2018

Freilerner wollen Anerkennung

Manchmal, wenn Michael Miedaner nach einem langen Unterrichtstag im Bett liegt, fragt er sich, ob es wirklich eine gute Entscheidung war, die eigenen Kinder nicht zur Schule zu schicken. Er und seine Frau Martina haben sich zu diesem ungewöhnlichen Schritt entschieden und weil das in Basel nicht möglich ist, sind sie ins grenznahe Elsass gezogen – Frankreich kennt keine Schulpflicht.
Diese zwei Lehrer schicken ihre Kinder nicht zur Schule, Tageswoche, 8.1. von Jeremias Schulthess

8. Januar 2018

Neue Fremdsprachendidaktik kostet viel und bringt nichts

Eine neue Studie belegt: Kinder, die früher Französisch lernen müssen, beherrschen die Sprache schlechter als Schüler, die später damit beginnen. Damit beweist Susanne Zbinden von der Universität Fribourg in ihrer mit «summa cum laude» ausgezeichneten Masterarbeit, was Lehrer schon lange vermuten: Die neue Fremdsprachendidaktik kostet viel und bringt nichts. «Es ist ein aufgeblasenes Konzept, aber Kritiker wurden jahrelang in die Ecke der Ewiggestrigen gestellt», sagt Philipp Loretz, Geschäftsleitungsmitglied des Lehrervereins Baselland.
Frühsprachen-Konzept zeigt seine Schwächen, Basler Zeitung, 8.1. von Franziska Laur

12. Dezember 2017

Gewerkschaft fordert mehr Unterstützung für integrative Schule

Wilde Kinder, ruhige Kinder, laute Kinder, stille Kinder, behinderte Kinder: Sie alle werden heute in derselben Schulklasse unterrichtet. Seit gut 13 Jahren ist das so oder spätestens seit 2010, seit beim Basler Beitritt zum Sonderpädagogik-Konkordat die Klein- und Sonderklassen Schritt für Schritt abgeschafft wurden.
Als das Erziehungsdepartement (ED) unter alt Regierungsrat Christoph Eymann (LDP) die Umsetzung der integrativen Schule ankündigte, beschlich die Lehrerschaft ein ungutes Gefühl. Die komplette Integration von verhaltensauffälligen Kindern werde einen Zusatzaufwand mit sich bringen, dem sie nicht gewachsen seien, prophezeite ein Teil der Pädagogen damals mit tatkräftiger Unterstützung des Verbands des Personals der öffentlichen Dienste (VPOD).
Das Leiden der Lehrer, Basler Zeitung, 12.11. von Serkan Abrecht

9. November 2017

Sehr späte Einsicht

Es kommt nicht mehr allzu häufig vor, dass mich die morgendliche Lektüre von Zeitungsartikeln auf die Palme treibt. Letzte Woche allerdings geschah das Unwahrscheinliche gleich zweimal. Dicht hintereinander. Den Anfang machte Kerstin Wenk, VPOD-Sekretärin und SP-Grossrätin, mit einem Rundumschlag gegendie Bildungspolitik des Basler Erziehungsdepartements unter dem liberalenVorsteher Christoph Eymann. (BaZ, 2.11.2017) Die harten Vorwürfe hätten natürlich markant an Glaubwürdigkeit gewonnen, wenn sie nicht erst nach der 16-jährigen Amtszeit des Erziehungsdirektors geäussert worden wären. «Nachtreten» ist keine besonders mutige Tat; im Fussball gäbe es für das Foul umgehend die rote Karte.
Rote Karten für Nachtreten, Basler Zeitung, 9.11. von Roland Stark