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12. Januar 2021

Übervolle Klassen werden zum Problem

Kommenden Montag startet das neue Semester. Bisher bedeuteten die zwei Stichtage im Jahr für viele Schülerinnen und Schüler, dass sie sich in einer neuen Klasse mit neuen Anforderungen zurechtfinden mussten. Dann nämlich, wenn sie während ihrer drei Jahre in der Sekundarschule das Niveau wechseln dürfen oder müssen – je nach Zeugnis aufwärts vom A-Zug (allgemeine Anforderungen) ins E (erweiterte Anforderungen), von dort ins P (hohe Anforderungen) – oder eben den anderen Weg, falls die Anforderungen nicht erfüllt werden können. 

Zu volle Klassen: Wechsel nicht möglich, BZ Basel, 12.1. von Jonas Hoskyn

23. Oktober 2019

Abstimmungen im Baselbiet

Im Kanton Baselland stehen am 24. November zwei bildungspolitische Abstimmungen an. Der Landrat hat sowohl die Umsetzungsvorlage der Initiative der Starken Schule zum Ausstieg aus der Passepartout-Ideologie als auch den Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Initiative betreffend niveaugetrennter Unterricht auf der Sekundarstufe 1 einstimmig zugestimmt. Die breite Unterstützung der von der Starken Schule iniziierten Anliegen ist erfreulich. 

Bild: Starke Schule beider Basel
Weitere Informationen zu den beiden Vorlagen

3. Oktober 2019

Baselland kämpft für Lehrmittelfreiheit


Am 24. November stimmt der Kanton Baselland über die Initiative "Ausstieg aus dem Passepartout-Projekt" ab. Gleichzeitig kommt auch die Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in den Promotionsfächern zur Abstimmung. Beide Initiativen wurden von der Starken Schule beider Basel lanciert.
Die Starke Schule engagiert sich für eine freie Lehrmittel-Auswahl. Bild: Starke Schule beider Basel

1. September 2019

Nach wie vor kantonale Unterschiede


Die Schweiz atmet und amtet den Kantönligeist. Das wird unter anderem bei der Schulbildung deutlich. Daran rütteln konnte auch der in der ganzen Deutschschweiz eingeführte Lehrplan 21nur teilweise. Manche regionalen Eigenheiten betreffen die Ferien, die Namen der verschiedenen Stufen. Oder die Art, wie Schüler verschiedener Stufen und Niveaus (gemeinsam) unterrichtet werden.
Schüler der Oberstufe haben nicht überall gleiche Chancen, Nau.ch, 31.8. von Nadine Brügger

9. August 2019

Amtsleiter begründet neue Promotionsordnung


Am Montag ist Schulbeginn. Sechs Tage vor dem ersten Schultag erhielten die Eltern aller Basler Sekundarschüler einen Brief des Erziehungsdepartementes (ED). Darin steht in fünf knappen Sätzen, dass sich die Bedingungen für den Abstieg in tiefere Leistungszüge ab Schulbeginn verändern. Der Text klingt harmlos:«Es werden in allen drei Sekundarschuljahren zwei gleichwertige Zeugnisse ausgestellt. Mit jedem Zeugnis ist ein Wechsel in einen Leistungszug mit höheren oder tieferen Anforderungen möglich.»Konkret heisst das jedoch: Schwächelt ein Kind in einem Semester, fällt es neu sofort in ein tieferes Niveau. Bisher hatten Schüler noch die Möglichkeit, sich im zweiten Semester zu fangen. 
Schüler fallen direkt in tieferes Niveau, Basler Zeitung, 9.8. von Dina Sambar

Baselland behält Promotionsordnung


Baselland hält an der Praxis fest, wonach in den ersten beiden Sekundarschuljahren nur das Jahreszeugnis für die Promotion ausschlaggebend ist. Dafür dürfen die Schüler nicht mehr als drei ungenügende Noten haben. Zudem gilt, dass die ungenügenden doppelt kompensiert werden müssen. Daran soll sich nichts ändern, sagt Monique Juillerat, Sprecherin der Baselbieter Bildungsdirektion. Anders als Basel-Stadt kämpfe der Landkanton nicht mit einer zu hohen Gymnasialquote. Dies bestätigen die Zahlen des Statistischen Amts. In Baselland verteilten sich die Schüler im vergangenen Jahr vergleichsweise ausgeglichen auf die drei Leistungszüge A (1097 Schüler), E (1452) und P (1281). In Basel-Stadt besuchten über 40 Prozent den P-Zug, den A-Zug lediglich 23 Prozent. Diese Unterschiede machen sich auch in der Studienabbrecherquote bemerkbar. Fast ein Viertel der Basler Studenten bricht das Studium ab – schweizweit der Höchstwert. In Baselland sind es nur rund acht Prozent. 
BZ Basel, 9.8. von Leif Simonsen

Problematische Verschärfung der Anforderungen an den Basler Schulen


Keine zweite Chance. Ab dem neuen Schuljahr, das nächste Woche beginnt, werden an der Basler Sekundarstufe die Schrauben angezogen. Künftig zählt jedes Semester. Ein ungenügendes Zeugnis bedeutet direkt den Wechsel in ein niedrigeres Leistungsniveau. Eine Möglichkeit, ein schlechteres Semester mit besseren Leistungen wieder auszugleichen, entfällt. Mit dieser Massnahme, von der ausserhalb der Lehrerzimmer kaum jemand wusste, soll die notorisch hohe Maturitätsquote des Kantons gesenkt werden, vermuten Bildungspolitiker und kritisieren die Neuerungen (bz von gestern). 
"Schüler sollen auch Krisen haben dürfen", BZ Basel, 9.8. von Jonas Hoskyn

8. August 2019

Basel verschärft Promotionsbedingungen


Der Brief des Erziehungsdepartements kommt wenige Tage vor dem Schulbeginn nächste Woche. Der Inhalt hat es in sich: Statt wie bisher ein Jahreszeugnis vor den Sommerferien wird künftig auf der Sekundarstufe (siebtes bis neuntes Schuljahr) jedes Semester ein Zeugnis ausgestellt. «Mit jedem Zeugnis ist ein Wechsel in einen Leistungszug mit höheren oder tieferen Anforderungen möglich», schreibt Dieter Baur, Leiter Volksschulen. 
Keine zweite Chance für Sek-Schüler, BZ Basel, 8.8. von Jonas Hoskyn und Leif Simonsen

15. April 2019

Mehr Absteiger bei der Durchlässigkeit


In der 6.Klasse gilt es ernst. Die Primarschüler werden eingeteilt in die drei Leistungsstufen. Schülern, denen es nicht in den Leistungszug P (Progymnasium) gereicht hat, wird in Aussicht gestellt, dass sie bei guten Leistungen leicht wechseln können. Nun zeigt sich: Viel mehr Kinder steigen eine Stufe ab. In der Antwort auf eine Interpellation von SP-Grossrat Seyit Erdogan schreibt die Regierung, dass 190 Schüler im vergangenen Jahr einen Leistungszug besuchten, die woanders eingestuft worden waren. Davon hätten 133 Schüler eine Stufe runtergewechselt (5,3 Prozent), währenddem lediglich 57 den Aufstieg geschafft hätten. 
Sekschüler oft zu hoch eingestuft, Basellandschaftliche Zeitung, 15.4.

8. April 2019

Starke Schule zieht Initiative zurück


Das Initiativkomitee der Initiative «Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern» hat auf Antrag des Vorstandes der Starken Schule deren Rückzug mit 53 Ja und 2 Nein beschlossen. Da die Lancierung der Initiative bereits sechs Jahre zurückliegt, konnten 19 Mitglieder nicht mehr erreicht werden. Sie konnten ihre Stimme deshalb nicht abgeben. Das absolute Mehr lag bei 38 Stimmen.
Rückzug der Initiative «Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern», Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 8.4.

22. Februar 2019

Mehr Gerechtigkeit an der Sekundarstufe


Der Übertritt von der Primar- auf die Sekundarstufe ist eine Zäsur. Erstmals werden die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Leistung selektioniert. Wer in Zürich nicht ans Langgymnasium oder an eine Privatschule wechselt, tritt in die öffentliche Sekundarschule über, eingestuft in ein Anforderungsprofil und allenfalls in zusätzliche Leistungsniveaus. Für die meisten Jugendlichen finden hier die wichtigsten Weichenstellungen ihrer Bildungslaufbahn statt. Drei Viertel werden danach direkt eine berufliche Ausbildung beginnen. Die Übrigen wechseln ins Kurzgymnasium oder absolvieren ein Brückenangebot.
Sekundarlehrerinnen haben die anspruchsvolle Aufgabe, pubertierende 12- bis 15-Jährige, die aus allen Schichten und Milieus kommen und oft genug gerade andere Dinge im Kopf haben, auf den Ernst des Lebens vorzubereiten. Sie sollen Leistungsschwache motivieren, Leistungsstarke fördern und seit einigen Jahren Jugendliche mit speziellen Bedürfnissen in die Regelklassen integrieren. Sie müssen sowohl künftigen Lehrlingen – von der Automechanikerin bis zum KV-Absolventen – als auch Gymnasiastinnen eine solide Grundbildung ermöglichen. Dabei sind sie mit den sehr unterschiedlichen Erwartungen von Schülern, Eltern, höheren Schulen und Lehrbetrieben konfrontiert.
Das Schulmodell allein macht die Sek nicht fair, NZZ, 22.2. von Lena Schenkel

25. April 2018

St. Gallen führt Niveau-Unterricht ein

Im Kanton St. Gallen soll die Oberstufe in der Volksschule sanft umgebaut werden. Neu soll der Unterricht in Niveaugruppen möglich werden. In der Regel bleibt es bei Jahrgangsklassen. Der Kantonsrat stimmte am Dienstag der Vorlage mit einigen Anpassungen zu.
In der St. Galler Volksschule wird die Oberstufe durchlässiger, sda, 24.4.

23. April 2018

Ostschweizer Schulmodell-Diskussion

Der Kanton St. Gallen will in der Oberstufe den Unterricht in Niveaugruppen einführen. Der Thurgau hingegen hat dies bereits vor einem Jahrzehnt flächendeckend umgesetzt. Auch Appenzell Ausserrhoden ist weiter.
St. Gallen will Niveaugruppen in der Oberstufe - Thurgau und Ausserrhoden sind schon weiter, Ostschweiz am Sonntag, 22.4. von Michael Genova

18. April 2018

Neues Lernmodell in Appenzell Ausserrhoden

In Appenzell Ausserrhoden sinken die Schülerzahlen stetig. Was nun? Walzenhausen reagiert und führt für die Oberstufe ein altersdurchmischtes Schulmodell in Kombination mit einem Lernraum ein.
Neu gestalteter Lernraum in Walzenhausen, Bild: Iris Oberle
Schule neu gedacht, Appenzeller Zeitung, 18.4. von Iris Oberle

8. März 2018

Umbau der St. Galler Oberstufe

In der Oberstufe soll im Kanton St. Gallen der Unterricht in Niveaugruppen eingeführt werden. Damit würden Mischformen zwischen Real- und Sekundarstufe ermöglicht. Die vorberatende Kommission unterstützt entsprechende Vorschläge von Regierung und Erziehungsrat.
Sanfter Umbau der Oberstufe im Kanton St. Gallen geplant, sda, 8.3.

19. Januar 2018

Initiative für Niveautrennung erhält Gegenvorschlag

Die Baselbieter Regierung lehnt die Initiative «Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern» ab. Sie hat jedoch einen Gegenvorschlag in die Vernehmlassung geschickt, mit dem sie im Bildungsgesetz die Niveautrennung konkretisieren will.

Initiative für Niveautrennung erhält Gegenvorschlag, Basler Zeitung, 17.1.

9. Dezember 2017

Winterthur schafft Niveaufächer ab

Keine Niveaufächer mehr: Die Zentralschulpflege Winterthur (ZSP) hat entschieden, die verschiedenen Anforderungsstufen in den Fächern Mathematik, Französisch und Englisch auf Sekundarstufe abzuschaffen. Der Beschluss gilt ab dem kommenden Schuljahr.
Winterthur wieder mit altem Sekundar-Unterricht, Toponline, 8.12.

18. November 2017

Eltern sorgen dafür, dass Kinder höher eingestuft werden

Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm sucht die Gründe für die vielen Baselbieter Sek-P-Schüler bei deren Eltern.
Hohe Sek-P-Schülerzahlen im Baselbiet: "Eltern haben den grössten Einfluss", Basellandschaftliche Zeitung, 17.11. von Samuel Hufschmid

14. November 2017

Trendwende im Baselbiet

Die goldene Mitte. Zwar kein progymnasialer Streber, aber trotzdem eine bessere Ausbildung als die «allgemeinen Anforderungen», die das Niveau A der Sekundarschule laut Definition erfüllt: Der mittlere E-Zug auf Sekundarebene war im Baselbiet jahrzehntelang der bestbesuchte der drei Sek-Varianten; doch der progymnasiale Zug holte auf (siehe Grafik). Und hat die Ausbildung mit «erweiterten Anforderungen» (E) in diesem Schuljahr sogar erstmals überholt. «Eine Verschiebung hat stattgefunden. Wir können jedoch noch nicht sagen, ob dies eine Tendenz ist oder eine Ausnahme», sagt Beat Lüthy, Leiter des Amts für Volksschulen. «Wir werden die Veränderung weiterhin beobachten.» 

Mittelmässig reicht nicht mehr, Basellandschaftliche Zeitung, 14.11. von Samuel Hufschmid

15. August 2017

Extreme Unterschiede im Bildungsraum Nordwestschweiz

Die strukturelle Harmonisierung der Schulen in den Kantonen Aargau, Baselland, Basel-Stadt und Solothurn ist abgeschlossen: In allen vier Kantonen besteht die obligatorische Schulzeit aus zwei Jahren Kindergarten, sechs Jahren Primarschule und einer dreijährigen Sekundarstufe I mit drei verschiedenen Leistungsniveaus. Ab 2018 wird auch die gymnasiale Ausbildung einheitlich vier Jahre dauern. Dennoch bleiben die Ausbildungsunterschiede gross, wie dies der Bildungsbericht 2017 der vier Nordwestschweizer Kantone aufzeigt. Harmos ist in der Theorie umgesetzt. In der Praxis sind die Kantone weit davon entfernt.
Trotz Harmos sind die Unterschiede geblieben, Basler Zeitung, 14.8. von Thomas Dähler