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25. August 2019

Haben textiles und technisches Gestalten eine Zukunft?


Vo de Näschi und de Hobli zum textilen und technischen Gestalten
Handwerkliches Arbeiten mit Textilien hat in Thurgauer Schulen eine 170-jährige Tradition. Werken mit Karton, Holz und Metall wird seit rund 100 Jahren unterrichtet.
Die Ausführung mancher Arbeiten hat sich über diese Zeitspanne kaum verändert – die erzieherischen Zielsetzungen des Unterrichtes hingegen schon.
Unterricht in Handarbeit und Werken galt jahrzehntelang als Vorbereitung auf die Tätigkeit als Hausfrau oder auf einen handwerklichen Beruf. Er sollte Tugenden wie Fleiss, Sparsamkeit und Sauberkeit fördern.
Neue Materialien, neue Techniken und veränderte gesellschaftliche Bedürfnisse haben seither den Stellenwert des handwerklichen Produzierens verändert. Ist es heute noch sinnvoll im Unterricht traditionelle handwerkliche Fertigkeiten zu vermitteln? Machen industrielle Fertigung und Roboter das Handwerk überflüssig? Der aktuell eingeführte Lehrplan Volksschule Thurgau (Lehrplan 21) jedenfalls hat das Handwerk erneut aufgenommen.
Die Ausstellung findet sich im Schulmuseum Amriswil. Nähere Infos: www.schulmuseum.ch
Bild: Schulmuseum Amriswil



13. April 2019

Zemp fordert mehr Basteln, Malen und Kochen


Die Ergebnisse sind alarmierend: Kinder schreiben zu langsam, unleserlich und haben viel zu oft Krämpfe. Zu diesem Schluss kommt eine Befragung aus Deutschland unter 2000 Lehrern. Das Schreiben per Hand komme in den Klassen schlicht zu kurz, heisst es darin. Die Entwicklung beunruhigt auch hiesige Pädagogen. «Schülerinnen und Schüler können heute tatsächlich nicht mehr so lange am Stück schreiben wie noch vor zehn Jahren», sagt Beat Zemp, Präsident des Schweizer Lehrerverbandes. 
Zu viele Mails und SMS: Schüler verlernen die Handschrift, Südostschweiz am Wochenende, 13.4. von Yannick Nock

19. Oktober 2018

Idealisierung des Werkens


In der Primarschule wird seit diesem Sommer «Medien und Informatik» unterrichtet – in Lektionen, die vormals für musische Fächer reserviert waren. Wir beobachten die Entwicklung mit gemischten Gefühlen: Mal lassen wir uns begeistern, dann wieder sehen wir in der Informatik ein notwendiges Übel, das wir am liebsten delegieren würden an die Interessierten. Gründe für Computer im Unterricht gibt es wahrlich genug. Wir leben nun mal in modernen Zeiten. Trotzdem bleibt auf einer diffusen, emotionalen Ebene ein Unbehagen. Woher kommt es?
Ist Informatik das neue Basteln? Tages Anzeiger, Mamablog, 18.10. von Andreas Pfister

10. März 2018

Handarbeit kombiniert mit Informatik

Die Handarbeitslehrerin Bettina Waldvogel beschreitet in Zumikon neue Wege. Sie ist nämlich auch Informatik-Spezialistin. Und verbindet in ihrem Unterricht die beiden Fächer. So experimentieren ihre Schülerinnen und Schüler etwa mit E-Textilien oder basteln einen Bürstenroboter.
Wenn die Handarbeit auch Informatik lehrt, SRF Regional, 9.3.

11. Februar 2018

Lernziele in 'Textiles und Technisches Gestalten' in Gefahr

Der Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband (LLV) schlägt Alarm: «Die erfolgreiche Umsetzung des Lehrplans 21 im Fach Textiles und Technisches Gestalten auf der Primar ist in Gefahr», sagt LLV-Präsidentin Annamarie Bürkli, die auch der entsprechenden Fachkommission vorsteht. Insbesondere aufgrund der vom Kantonsrat geforderten kostenneutralen Umsetzung des Lehrplans 21 (LP 21) verbunden mit der neuen Wochenstundentafel sei es zu «erheblichen Veränderungen» gekommen. Darum ruft Bürkli im Verbandsmagazin dazu auf, die bisherigen Erfahrungen mitzuteilen.
Kanton krempelt Handarbeit um, Luzerner Zeitung, 10.2. von Evelyne Fischer

22. Januar 2018

Weg frei für Reduktion der Handarbeit

Mit 157 zu 10 Stimmen hat sich der Zürcher Kantonsrat dafür ausgesprochen, den Paragrafen im Volksschulgesetz zu streichen, der die Anzahl Handarbeitslektionen vorschreibt. Damit macht der Rat in zweiter Lesung den Weg frei für eine einfachere Gestaltung des Stundenplans im Rahmen des Lehrplans 21.
Zürcher Kantonsrat hebt Sonderstellung der "Handsgi" auf, sda, 22.1.

15. November 2017

Langsames Abschaffen

Viele Politiker torpedieren seit zehn Jahren kontinuierlich den Volkswillen. Diese Taktik hat Erfolg. Artikel 21a wird wieder aus demVolksschulgesetz gestrichen. Die Auswirkungen werden geschönt kommuniziert. Ein Abbau von drei auf zwei Lektionen scheint offenbar tolerierbar zu sein, (auch wenn der Kompetenzkatalog vom Lehrplan 21 dem widerspricht). Das Problem besteht auch darin, dass die Handarbeitslehrpersonen zu einer aussterbenden Spezies gehören und durch Lehrpersonen, welche an der Pädagogischen Hochschule in Zürich in Form einer Schnellbleiche eine Unterrichtsbefähigung für das Fach Handarbeit erlangen, ersetzt werden. Damit nimmt die Qualität des Unterrichts ab, und einer künftigen definitiven Abschaffung steht nichts mehr im Weg. Die Auswirkungen dieser Vorgehensweise auf unser duales Bildungssystem wären katastrophal.
Tages Anzeiger, 14.11. Leserbrief von Ursula Stalder

Handgeschick ist kein Luxus

Dass die Kinder im Handgeschick geschult werden, ist nun wirklich kein Luxus. Ob es jetzt grad Stricken für Buben sein muss, bleibe dahingestellt. Jeder Mensch sollte in der Lage sein, einen Nagel einzuschlagen, mit der Schere umzugehen, zu sägen, zu nähen, Schuhe zu binden usw. Grundfertigkeiten aller Art ersparen oft den Handwerker, weil man selber etwas herstellen oder reparieren kann. Dass Kinder nur noch den Daumen an ihren Smartphones zu gebrauchen wissen, ist eine Horrorvorstellung. Handwerkerberufe haben nicht zufällig ein schlechtes Image; Kopffertigkeiten werden gegenüber Handfertigkeiten überbewertet.
Tages Anzeiger, 14.11. Leserbrief von Christine Dobler Gross

Zu wenig Zeit für lange Liste

Im neuen Lehrplan findet man beim Fach Werken eine lange Liste von handwerklichen und technischen Kompetenzen, welche die Primarschüler beherrschen sollten. Doch dafür reichen die zwei wöchentlichen Werkenstunden wirklich nicht. Es entspricht dem Zeitgeist, grosse Bildungsprogramme aufzustellen, auch wenn man weiss, dass deren Umsetzung nur teilweise gelingen wird. Von allem ein bisschen, aber nichts gründlich schadet ganz besonders den schwächeren Schülern. Die nötige Konzentration auf wesentliche Bildungsinhalte bedingt aber, dass man den Eltern klar mitteilt, wo Abstriche erfolgen müssen. Da modern konzipiertes Werken eine starke Basis für mathematisch-technisches Können legt, müssten diesem Fach genug Stunden zugeteilt und die fachspezifische Lehrerbildung sollte deutlich verbessert werden.
Tages Anzeiger, 14.11. Leserbrief von Hanspeter Amstutz

13. November 2017

Zürich will Handarbeit zugunsten der Primarfremdsprachen reduzieren

Der Zürcher Kantonsrat will die Sonderstellung der "Handsgi" aufheben. Der Paragraf im Volksschulgesetz, der die Anzahl Handarbeitslektionen vorschreibt, soll gestrichen werden. Dafür hat sich der Rat am Montag in erster Lesung ausgesprochen. AL und EDU warnen vor einem Abbau des Handarbeitsunterrichts.
Kantonsrat will Sonderstellung der "Handsgi" aufheben, sda, 13.11.

10. April 2017

Handarbeitslektionen im Lehrplan 21 geregelt

Das Volksschulgesetz des Kantons Zürich soll nicht mehr festlegen, wie viele Lektionen Handarbeit pro Woche an der Schule zu unterrichten sind. Wie alle anderen Fächer soll Handarbeit im Lehrplan geregelt werden. Dies beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat, wie er am Donnerstag mitteilte.
Zürcher Volksschulegesetz soll "Handsgi"-Lektionen nicht mehr regeln, sda, 6.4.

6. Oktober 2016

Lohnungleichheit bald beendigt

Thurgauer Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerinnen, die noch an einem Seminar ausgebildet wurden, verdienen weniger als ihre jüngeren Kolleginnen mit PH-Ausbildung. Doch damit ist bald Schluss.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, St. Galler Tagblatt, 5.10. von Larissa Flammer

2. Juli 2016

Das Ende der Hände

Es fehlend Lernende in handwerklichen Berufen – auch in der Gebäudetechnikbranche. Die Ursachen hauptsächlich bei den Verbänden zu suchen ist jedoch zu einfach. suissetec investiert seit Jahren sehr viel Engagement und Geld in die Information und die Verbesserung des in Berufsimages. Die erwähnten Karriereleitern stehen auch in unserer Branche zur Verfügung. Im Artikel von vergangenem Mittwoch zur Thematik fehlt ein entscheidender Punkt. Es ist neben all den genannten Punkten auch entscheidend, was in der Volksschule passiert.
Das Ende der Hände? - Fehlende Lernende, Südostschweiz, 1.7. Leserbrief von Viktor Scharegg

16. Dezember 2015

Lehrerinnen müssen mehr arbeiten

Im Thurgau müssen Lehrerinnen, die Textiles Werken unterrichten neu 30 statt wie bisher 29 Lektionen unterrichten - bei gleichem Lohn. Dagegen will man nun mit einer Lohnklage vorgehen, sagt der Lehrerverband.
Lehrer bekommen weniger Lohn, St. Galler Tagblatt, 16.12.

6. Dezember 2015

Wegen Lehrplan 21 soll Handarbeit gekürzt werden

Wegen des Lehrplans 21 will der Kanton Zürich die Handarbeit kürzen. Es zeichnet sich eine harte politische Debatte ab. 
Abbaupläne bei der Handarbeit, NZZaS, 6.12. von René Donzé

9. September 2015

Geringschätzung der Hände

Die Schweizer Gesellschaft schätzt Handarbeit gering. Was mit den Händen geschaffen wird, verliert in der Schweiz an Wert. Die Bildungspolitik verstärkt diese ungute Entwicklung. In der Volksschule werden handwerkliche Fächer an den Rand gedrängt. Die Schule vernachlässigt so die wichtige Aufgabe, den Kindern und Jugendlichen den Wert der eigenen Hände und dessen, was mit ihnen geschaffen werden kann, zu vermitteln.
Natürlich braucht es auch mathematische Fähigkeiten, um ein technisches Handwerk mit Freude ausführen zu können. Dennoch stellt sich mir die Frage: Wie sollen unsere Kinder in Zukunft auf die Idee kommen, einen Beruf wie den des Spenglers zu erlernen, wenn sie in der Schule nie mit Metall experimentieren und so das Material kennenlernen konnten? Es ist erwiesen, dass beim Eintritt in die Oberstufe rund 70 Prozent der 12- bis 13-Jährigen bereits entschieden haben, in welche Richtung ihre Berufswahl gehen wird, ob also ihre Bildungslaufbahn eher in eine technische, kaufmännische oder akademische Richtung steuern soll. Die Abwertung der Hände beeinflusst diesen Entscheid. Leidtragende sind die technischen Berufe.
Das Ende der Hände, NZZ, 9.9. von Hans-Peter Kaufmann

28. Februar 2015

Präzisierung Berufsauftrag für Handarbeit und Hauswirtschaft

Die St. Galler Regierung hat eine dringliche SP-Interpellation zur Lektionenzahl von Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrkräfte im Zusammenhang mit dem neuen Berufsauftrag beantwortet.
Quelle: sda, 25.2.

2. März 2014

Qualitätssicherung Werken und Gestalten

Die Qualität des Unterrichts in den Bereichen Werken und Gestalten sowie Hauswirtschaft an der Thurgauer Volksschule soll sichergestellt werden. Eine Expertengruppe macht zuhanden des Erziehungsdepartements 14 Empfehlungen, die auch eine grobe Kostenschätzung beinhalten.

Kritik an der Qualifikation der an den PH ausgebildeten Lehrpersonen, Bild: Schulen Frauenfeld

Projekt zur Sicherstellung der Qualität des Unterrichts in den Bereichen Werken und Gestalten sowie Hauswirtschaft an der Thurgauer Volksschule, Amt für Mittel- und Hochschulen Thurgau, März 2013

2. September 2011

Neue wöchtentliche Unterrichtszeit für Handarbeit

Ab nächstem Schuljahr ändert sich die wöchtentliche Unterrichtszeit für Handarbeit an den Zürcher Primarschulen. Die 5. und 6. Klassen erhalten neu drei Lektionen pro Woche. 
Übrigens Gratulation an den Staatsschreiber Husi. Er schafft es souverän eine Mitteilung zu verfassen, bei der man nicht weiss, ob das nun eine Verbesserung oder eine Verschlechterung gegenüber der bisherigen Regelung bedeutet. 
Änderung Volksschulgesetz Zürich