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26. Juni 2019

Zemp: "Dreimonatige Sommerferien wären zu diskutieren"


Über 38 Grad heiss wird es die nächsten Tage in der Schweiz – trotzdem müssen bis auf die Tessiner und die Walliser alle Schüler bis im Juli die Schulbank drücken. In Italien, Albanien oder in der Türkei steht der Schulbetrieb dagegen schon längst still. Dort startet die Sommerpause bereits im Juni und endet erst Mitte September. Das Durchhalten bis zu den Sommerferien macht vielen Schülern zu schaffen.
Schüler fordern drei Monate Sommerferien, 20 Minuten, 25.6. von B. Zanni

1. Februar 2019

Arbeitsmarkt fordert mehr Akademiker


Die Schweiz entwickelt sich zu einem Land der Hochgebildeten. Bereits nächstes Jahr werden mehr Personen über einen Tertiärabschluss verfügen als über einen Abschluss der Sekundarstufe II. Und ab 2030 wird rund jeder Zweite 25- bis 64-Jährige eine Hochschule oder eine höhere Berufsbildung absolviert haben. 2017 waren es noch 43 Prozent.
Demgegenüber sinkt der Anteil Personen, die höchstens über eine Berufslehre oder eine gymnasiale Maturität verfügen, in den nächsten 20 Jahren von 45 auf 40 Prozent. Immer häufiger schliessen sie danach noch eine Tertiärausbildung an. Stabil bei rund 11 Prozent bleibt auch künftig der Anteil jener, die nach der obligatorischen Schule keine weiterführende Ausbildung machen.

Bald hat jeder Zweite studiert, Basler Zeitung, 31.1. von Raphaela Birrer

16. Januar 2018

Gewerbe fordert Anforderungsprofile für Berufswahl

Die Weiterentwicklung der Berufe soll nach dem Willen des Gewerbeverbandes wieder vermehrt Sache der Organisationen der Arbeitswelt (OdA) sein. Akademische Angebote dürften nicht bevorzugt werden und die Wirtschaft müsse mehr Freiheiten und Kompetenzen erhalten.
Berufsbildung in Gefahr: Auch Gewerbepräsident Marcel Schweizer will jetzt mehr Mitsprache, Basellandschaftliche Zeitung, 16.1.

10. Oktober 2016

Die Konfusion der Wirtschaftsverbände

Die Schweizer Wirtschaftsverbände sind uneins in der Sprachenfrage: Während der Gewerbeverband für das Frühfranzösisch eintritt, spricht sich Economiesuisse gegen ein Machtwort des Bundes bei den Fremdsprachen aus.
Die Sprache der Wirtschaft, Basler Zeitung, 8.10. von Erik Ebneter und Samuel Tanner

15. November 2015

EDK-Experten wollen neue Zeugnisse

Eine Expertengruppe der EDK präsentiert Ideen für neue Schulzeugnisse. Darin sollen die Noten neu definiert werden. Ziel ist eine Angleichung der Beurteilung in den Kantonen.













Zeugnisse sollen bereits im Kindergarten ausgestellt werden, Bild: Melanie Duchene
Zeugnis schon im Kindergarten, NZZaS, 15.11. von René Donzé

6. April 2015

Berufslehren im Vergleich

Erstmals lassen sich Lehren in einem Raster vergleichen. Damit soll die Berufswahl der Jugendlichen verbessert werden. Einige Kantone wollen die Schüler sogar auf dieser Basis testen.
Das sind die schwierigsten Berufslehren der Schweiz, NZZaS, 5.4. von René Donzé

24. März 2015

Instrument gegen Lehrabbrüche

Je nach Branche wechseln bis zu 30 Prozent der Jugendlichen in eine andere Lehre oder einen anderen Betrieb. Der Gewerbeverband und die Kantone haben nun eine neue Orientierungshilfe entwickelt.
Hilfe für die Berufswahl, NZZ, 24.3.

1. Juni 2014

Kampf um die Besten

Mehr als 13'000 Ausbildungsplätze sind noch offen - auch eine Folge der gestiegenen Anforderungen bei der Lehrstellensuche. Viele Unternehmen werden 2014 ihre Lehrstellen nicht besetzen können. Die Firmen kämpfen um die besten Jugendlichen.









Lehrlinge verzweifelt gesucht, NZZaS, 1.6. von Katharina Bracher


3. Mai 2014

Nationale Bildungsstrategie gefordert

Die Akademien der Wissenschaften fordern eine nationale Bildungsstrategie von der Frühförderung über den gezielten Einbezug von Migrantenkindern bis zur Weiterbildung und zu Tagesschulen. Das Bildungssystem sei unübersichtlich geworden, es gebe Probleme an den Schnittstellen. Kritik erfährt insbesondere auch die wechselseitige Abschottung von Gymnasium und Berufslehre.




Hanna Muralt Müller: "Das Potenzial aller besser ausschöpfen".

Für eine nationale Bildungsstrategie, NZZ, 3.5. von Michael Schoenenberger


21. Januar 2014

Wirtschaft kritisiert Lehrplan 21

Wirtschaft ist noch kein eigenes Fach, wirtschaftliche Inhalte werden momentan in verschiedenen Fächern vermittelt. Das soll sich mit dem neuen Fachbereich "Wirtschaft, Arbeit, Haushalt" vermittelt werden. Doch das Konzept stellt den Konsumenten in den Mittelpunkt, was bei Wirtschaftsvertretern gar nicht gut ankommt. Weiter fordern sie ein eigenes Fach für die Berufswahlvorbereitung.


"Dogmatischer Lehrplan 21", Bild: Keystone


Wirtschaft kritisiert Lehrplan 21, SRF ECO, 20.1. von Tobias Bossard und Joël Baumann

15. Dezember 2013

Gewerbeverband für Einheitsprüfungen

Mit einheitlichen Prüfungen sollen die Leistungen der Schüler verglichen werden können. Dies fordert der Direktor des Gewerbeverbands, Hans-Ulrich Bigler. "Damit würden die Fähigkeits-Checks überflüssig, welche viele Berufsverbände eingeführt haben". Weiter fehle es den Schülern an den notwendigen Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik. "Das erste Lehrjahr darf nicht darin bestehen, Mängel aus der obligatorischen Schule aufarbeiten zu müssen".



Bigler kritisiert auch den Lehrplan 21, Bild: news.ch

Gewerbeverband verlangt mehr Drill an den Schulen, NZZaS, 15.12. von René Donzé

18. August 2013

Zemp will Berufslehre stärken

Beat Zemp, Präsident von LCH, will die Berufslehre stärken. So will er eine Abgabe von Betrieben, die keine Lehrlinge ausbilden. Ausserdem sollen Lehrmeister sanktioniert werden, die ihre Lehrlinge vor der Berufsmaturität abhalten.
Anfang September werden sich Vertreter des Schweizer Lehrerverbands LCH und der Wirtschaft zu einem Bildungstag in Bern treffen. Zu den Teilnehmern gehört unter anderem der Staatssekretär für Bildung, Forschung und Innovation, Mauro Dell'Ambrogio. Nun hat LCH-Präsident Beat Zemp an die Teilnehmer ein Thesenpapier verschickt. Darin fordert er eine Stärkung der Berufslehre. So sollen Lehrmeister sanktioniert werden, die Lehrlinge von der Berufsmaturität abhalten. «Gewisse Arbeitgeber wollen nicht, dass der Lehrling einen Tag pro Woche mehr in die Berufsschule geht», sagt Zemp. «Ihnen muss die Lehrmeisterbewilligung entzogen werden.»
Zudem sollen Betriebe, welche keine Lehrlinge ausbilden, zur Kasse gebeten werden. Sie müssten einen Teil des Aufwands der aktiven Lehrbetriebe abgelten. Ein solches Modell kennt der Kanton Zürich seit zwei Jahren mit dem Berufsbildungsfonds. Unternehmen ohne Lehrlinge bezahlen ein Promille der Lohnsumme. Daraus werden etwa überbetriebliche Kurse, Ausbildungen von Berufsbildnern und Kosten für Lehrabschlussprüfungen finanziert. Einer Ausdehnung des Zürcher Modells kann Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, nichts abgewinnen. Er spricht von einer «unnötigen Steuer»: «Schon heute ist das Angebot an Lehrstellen grösser als die Nachfrage.» Gewisse Branchen suchten beinahe verzweifelt Nachwuchskräfte, sagt Bigler.
Für Zemp ist dies eine Frage der Qualität und nicht der Menge. So würden dort Ausbildungsplätze fehlen, wo in Zukunft die meisten Fachkräfte gefragt seien: in informatischen, technischen oder gesundheitlichen Berufen. Ob eine Lenkungsabgabe daran viel änderte, ist indes offen: In Zürich lassen sich nach zwei Jahren noch keine Aussagen machen. Das kantonale Berufsbildungsamt stellt zumindest eine kontinuierliche Zunahme bei den Bewilligungen für Lehrbetriebe fest.
Der Lehrlingsmangel in gewissen Branchen ist laut Zemp auch selbstverschuldet: «Wenn in einem Beruf keine existenzsichernden Löhne bezahlt werden, ist er für die Jungen auch nicht attraktiv», sagt er. Darum brauche es Mindestlöhne für alle oder Gesamtarbeitsverträge für diese Berufe. Auch darüber dürfte am Bildungstag am 6. September heftig diskutiert werden.
Quelle: NZZaS, 18.8. von René Donzé


9. Juli 2013

Neue Zeugnisse am Horizont

Laut einem Bericht des Infomagazins "10 vor 10" sollen bald neue Zeugnisse die "Bewertungshoheit" über die schulischen Leistungen zurückerobern. Damit kann insbesondere die grassierende Testerei durch private Anbieter (Multicheck, Basic Check) am Ende der Schulzeit eingeschränkt werden. Die Zeugnisse werden aber erst nach Einführung des Lehrplans 21 neu konzipiert.
Detailliertere Zeugnisse für Schüler, SRF 10 vor 10, 8.7. von Urs Schnellmann

18. November 2012

Gewerbe will weniger Maturanden

Bisher machen neun von zehn Jugendlichen nach der Volksschule eine Ausbildung auf der Sekundarstufe II (Berufslehre oder Matura). Die EDK findet, das sei zu wenig und hat sich das Ziel gesetzt, dass bis 2015 95 Prozent der Jugendlichen im Sek II Niveau abschliessen. Sorgen macht man sich darüber im Gewerbe, denn die Erhöhung könnte über einen vermehrten Ansturm auf Gymnasien erreicht werden. Damit gingen dem Gewerbe die dringend benötigten Talente verloren. Gewerbeverbands-Direktor Hans-Ulrich Bigler meint: "Den Lehrbetrieben bleibt ein steigender Anteil von schwächeren Schulabgängern...Die KMU tragen immer mehr Verantwortung für die Risikogruppen. Damit droht ganz allgemein eine Senkung des Ausbildungsniveaus."












95% sollen Abschluss auf SekII-Niveau erreichen, zum Lesen Text anklicken.
Quelle: NZZaS, 18.11. von Katharina Bracher

15. August 2012

Nachgefragt: Hans-Ulrich Bigler

Hans-Ulrich Bigler ist Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands (sgv) und er nimmt Stellung zur Verwendung von Leistungstests wie Basic Check oder Multicheck. Damit klären Lehrbetriebe die Berufseignung von Bewerbern ab. Eine Studie kritisiert die Aussagekraft dieser Tests.

UK: Aus welchen Gründen verwenden Ihre Mitglieder die beiden Leistungstests Basic Check, respektive Multicheck?
HUB: Die Verwendung von Multi/Basiccheck geht einige Jahre zurück und ist auf die Einschätzung der Lehrmeister zurückzuführen, wonach die Zeugnisnoten zu wenig aussagekräftig waren. Problematisch war vor dem Hintergrund der hohen Nachfrage insbesondere der Quervergleich. Von Beginn weg war indessen klar, dass diese Tests bloss ein Kriterium unter mehreren ist. Ebenso wichtig sind persönliches Gespräch und Motivation der Kandidaten, Schnupperlehre, Referenzen etc.
UK: Wie zufrieden sind Ihre Mitglieder mit den Selektionstests? Haben Sie Rückmeldungen?
HUB: Die Zufriedenheit ist unterschiedlich, es gab und gibt Branchen, die mit Blick auf die Branchenanforderungen eigeene Tests entwickelt haben wie beispielsweise die Druckindustrie. Die Tests führen nie für sich alleine zu einem Entscheid hinsichtlich Lehrstellenvergabe.
UK: Sind Ihnen die Schwächen der Leistungstests bekannt? Wenn ja, was tun Sie dagegen?
HUB: Wir sind uns einerseits der Schwächen bewusst und stellen andererseits ebenso fest, dass in vielen Kantonen die Aussagekraft der Zeugnisse verbessert worden ist. Auch versprechen wir uns im Rahmen von Harmos - das vom sgv immer unterstützt wurde - eine weitere Verbesserung durch den Lehrplan 21 und die Definition beziehungsweise Einführung von Bildungsstandards. Liegen diese Elemente einmal definitiv vor, werden wir darauf hinarbeiten, dass auf weitere Tests in den Betrieben verzichtet wird. Dies umso mehr als wir zusammen mit der EDK ein Projekt "Anforderungsprofile" lanciert haben. Damit soll in der achten Schulklasse für die Schüler im Rahmen des Berufsinformationsprozesses eine Standortbestimmung möglich werden, der den Lehrstellenentscheid der Jugendlichen qualitativ unterstützt und in der neunten Klasse hilft, bestehende Lücken im Hinblick auf den gewählten Lehrberuf zu reduzieren.

Hans-Ulrich Bigler: Tests sind nur ein Kriterium unter vielen. Bild: sgv