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6. Mai 2021

Zwei Geschichs-Projekte auf Instagram

Gute Neuigkeiten: Das Fach Geschichte ist zwar durch den Abbau von Lektionen stark betroffen, doch zwei aufsehenerregende Projekte werden historische Schicksale näher ans Leben der Jugendlichen rücken: Es geht um die deutsche Widerstandskämpferin Sophie Scholl und die Schweizer Verdingkinder. Beide Projekte können verfolgt werden auf Instagram. 

@ichbinsophiescholl

@vergiss.mich.nie 



19. April 2021

Schule als Spannung zwischen Machbarem und Unsicherem

Wer wettkampfmässig einen Orientierungslauf bestreitet und sich bei der Routenwahl nicht einfach an sichern Waldwegen und Leitlinien orientiert, der weiss: Trotz Karte und Kompass zählt zum OL das Ungewisse, gehört das Unverfügbare wie Dickicht und Tümpel, rechnet sich das Zufällige, denn die gewählte Laufstrecke könnte meist auch eine andere sein: Darin liegt das Kontingente dieses Sports, und darin verbirgt sich sein Faszinosum. Es ist die Spannung zwischen Machbarem und Unsicherem, zwischen der Offenheit der Aufgabe und der Ungewissheit des Geländes, zwischen dem getroffenen Routenentscheid und dem konkreten Weg – der OL als Metapher fürs nicht-lineare Unterrichtsgeschehen, fürs Wirken im offenen und komplexen Raum des pädagogischen Parterres.  

Von der pädagogischen Ungewissheitsdynamik, www.journal21.ch, 18.4. von Carl Bossard

26. März 2021

Schweizer Vorlesetag am 26. Mai

Der Schweizer Vorlesetag ist ein jährlich stattfindender, nationaler Aktionstag, der zeigt, wie wichtig und schön Vorlesen ist. Denn regelmässiges Vorlesen schafft nicht nur Nähe, sondern unterstützt Kinder auch in ihrer Entwicklung. Kinder, denen täglich vorgelesen wird, haben einen grösseren Wortschatz und sie lernen leichter lesen und schreiben.

Mehr Informationen und anmelden auf www.schweizervorlesetag.ch 


7. März 2021

Von Südkorea lernen

Roland Reichenbach ist Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Zürich. Er findet, wer grundsätzlich Mühe mit dem Auswendiglernen habe, solle lieber nicht als Lehrperson tätig sein. Auch zu anderen Themen äussert sich Reichenbach erfrischend undiplomatisch. Ein Text zum Aufhängen im Lehrerzimmer.

Roland Reichenbach entlarvt "pädagogische Phraseologie und Sloganistik", Bild: savoir-suisse.ch 
"Warum sollte man die Namen der Hauptstädte nicht auswendig lernen?", NZZ, 6.3. von Alain Pichard

21. Februar 2021

"Ich bin diesem Lehrer herzlich dankbar"

Liebe Samantha

100000 Franken Steuergeld für deine obligatorische Schulzeit, das findest du viel? Lohnt sich doch, oder nicht? Die Schule steigt ja zum nationalen Standortvorteil Nummer 1 auf. Bildung, unsere einzige Ressource! Der Schöpfergott hat uns ein hübsches Panorama gebastelt – doch nichts darunter versteckt, oje oder Gott sei Dank, jetzt können wir uns nur selber helfen. Mit Schulung, wie sonst? So gerät jede Pisa-Studie zum Generalcheck helvetischer Zukunfts(un)fähigkeit: Mist, die Südkoreaner sind wieder besser im Rechnen, die Norweger im Lesen! Wer ist schuld – die Lehrer, die Politik, die Wellness-Pädagogik? Da muss etwas passieren. Sonst werden wir abgehängt. Am Ende liegen wir erneut hinter den Österreichern zurück. 

Meine Schule damals? Schluss mit lustig, fertig Kindheit! Südostschweiz, 20.2. von Ludwig Hasler

8. Februar 2021

Totgesagte leben länger: Wie der Mythos der Lernstile überlebt

Eigentlich klingt es einleuchtend: Die meisten von uns besitzen eine bestimmte Vorliebe, um neuen Stoff zu lernen.  Daraus hat sich die Theorie entwickelt, dass Lernstoff möglichst in der vom Lerner bevorzugten Art dargeboten werden sollte. Auf die Schule bezogen heisst dies, dass die Schüler besser lernen, wenn wir ihre individuellen Lernstile kennen und den Unterricht darauf einstellen. Soweit die Theorie – sie hat nur einen Haken: Sie stimmt nicht.


Photo by cogdogblog on Foter.com / CC BY

Totgesagte leben länger: Wie der Mythos der Lernstile überlebt. 8.2. von Urs Kalberer

16. Januar 2021

Das pädagogische Pendel

„Il näsch“. So schrieb vor einiger Zeit ein junger Gymnasiast das Französisch-Sätzlein „il neige“ auf. Der Schüler wollte sich den Ausdruck einprägen; doch eine trendige Didaktik verbot das (Auf-)Schreiben. Die damalige Fremdsprachen-Methode setzte ganz auf das Audiovisuelle, auf Ton und Bild. Schriftliches blieb tabu. Das Einseitige mit dem Primat des Mündlichen benachteiligte bestimmte Lerntypen. Sie behalfen sich mit unbeholfenen Notizen. So gut es eben ging. Das Unterrichtskonzept ist in der Zwischenzeit zwar verschwunden, nicht aber der Degout vieler Schüler vor dem Französisch.

Guter Unterricht lebt vom Dialektischen, Journal21.ch, 15.1. von Carl Bossard

16. Dezember 2020

Lesequiz

Das Lesequiz von Bibliomedia ist ein Online-Angebot zur Lesemotivation. Das Lesequiz gibt es zu vielen Titeln der Zentrale für Klassenlektüre, damit Schülerinnen und Schüler auf spielerische Weise ihr Leseverständnis überprüfen können. Das Lesequiz von Bibliomedia ist weiterhin kostenlos für alle Schülerinnen und Schüler zugänglich.


www.lesequiz.ch

2. September 2020

30. August 2020

Baustelle Schule

Entdeckt in einem Primarschulhaus: Ein farbenfrohes Bild mit dem Hundertwasser-Haus in Wien, gemalt vom Künstler selber, verziert die Tür zum Klassenzimmer. Auf den einzelnen Wohnungen leuchten 22 Kindergesichter. Jedes schaut verschmitzt unter dem gelben Schutzhelm hervor. Mitten drin der Lehrer als munterer Bauleiter. Und darüber ihr gemeinsames Motto fürs neue Schuljahr: „Wir bauen an unserer Zukunft – einzeln und im Team.“ 

Baustelle Schule, journal21.ch, 22.8. von Carl Bossard

25. August 2020

Coronakrise als "Frischzellenkur"

Die Verbände der Schweizer Schulleitenden VSLCH und CLACESO haben im Mai ihre jährliche Befragung zur Stellensituation an den Schulen durchgeführt. Dies vor dem Hintergrund des Distance Learning während des Lockdowns. Aus der Erhebung geht hervor, dass der Fernunterricht den Schulen neuen Schwung verliehen hat. Die Schulleitungsverbände sprechen sogar von einer Frischzellenkur für die Schulen.

Die Entwicklungsziele der Schulleiter

Mitgliederumfrage 2020. Stellensituation in Zeiten von Corona. Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz

Coronokrise als Frischzellenkur für die Schule, Blog PHZH

22. August 2020

Politiker fordern Samstagsunterricht

Hunderte Schülerinnen und Schüler in der Quarantäne, eine Kantonsschule in Olten, die besonders hart getroffen wurde, und viele Unsicherheiten: Der Schulstart nach den Ferien steht im Zeichen von Corona. Politiker bringen nun neue Ideen ins Spiel, etwa: Unterricht am Mittwochnachmittag und Samstag, um Rückstände aufzuholen.


 Margrit Stamm: Schwache Schüler leiden unter dem Fernunterricht, Bild: pd

Schulen im Coronamodus: Kehrt der Unterricht am Samstag zurück? Aargauer Zeitung, 21.8. von Dominic Wirth

20. August 2020

Gruppenarbeit und Projekte: Schwere Last auf jungen Schultern

Gruppenarbeit gehört zum Standardinstrumentarium jedes Lehrers, sie hat in der Ausbildung ihren festen Platz. Viele Schultheoretiker neigen dazu, die direkte lehrergesteuerte Instruktion (Frontalunterricht) zu verpönen, deshalb gehören kollaborative Arbeitsformen wie Gruppenarbeit und Projekte seit Jahrzehnten zum Standard in der Lehrerbildung. Das wird oft damit legitimiert, dass dabei nicht nur der fachliche, sondern auch der zwischenmenschliche Aspekt abgedeckt wird. Gruppenarbeit hat demzufolge verschiedene Vorteile, sie

  • verbessert und vertieft das Lernen
  • entwickelt die sozialen Fähigkeiten
  • entwickelt komplexe Lernstrategien
  • ermöglicht selbständiges Lernen
  • steigert die Teamfähigkeit

 Gruppenarbeit und Projekte: Schwere Last auf jungen Schultern, Urs Kalberer, 18.8.

17. August 2020

"Strafen sind in der Schule ein No-Go"

Pandemie, Bildungsschere und Machtkämpfe zwischen Eltern und Lehrern: Die Schule ist problembeladener denn je. Dieter Rüttimann, unser Lieblingspädagoge, sagt, wie es besser geht. Mit mehr Humor zum Beispiel. 

Herr Rüttimann, die Sommerferien sind vorbei. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich wieder dran gewöhnen, früh aufzustehen. Wäre es nicht angenehmer für uns alle, die Schule begänne später?
Dieter Rüttimann: Es gibt Kinder, die sind bereits frühmorgens leistungsfähig, doch mit der Pubertät verschiebt sich das Schlafbedürfnis nach hinten, darüber sind sich Neurologen im Klaren. Vor neun Uhr hat der Unterricht wenig Sinn, ausserdem würden wir ein paar Verkehrsprobleme lösen, wenn die Schule später begänne. 

«Ist das Kind schlecht, hat das mit dem Lehrer zu tun», NZZaS, 16.8. von Sacha Batthyany und Martin Helg

11. August 2020

Namen lernen zum Schulstart

Bei Schulbeginn an einer neuen Schulstufe treffen Schüler aus unterschiedlichen Schulhäusern und Klassen aufeinander. Es geht zuerst darum, den Namen auf der Schülerliste die richtigen Köpfe zuzuordnen und schliesslich sollen sich auch die Kinder untereinander möglichst schnell mit ihren Namen ansprechen können. Aus Erfahrung verzichte ich auf Namensschilder, die die Schüler auf ihr Pult stellen, da man sich daran gewöhnt, einfach Namen abzulesen, statt sie sich auch zu merken. Die folgenden vier spielerischen Aktivitäten sollen dazu beitragen, sich die Namen und weitere Merkmale der Schüler schnell zu merken. (uk)

Photo by muffinn on Foter.com / CC BY

Namen lernen zum Schulstart, 11.8. von Urs Kalberer

10. August 2020

Schulen bleiben soziale Unternehmen

Trotz Digitalisierung und Corona glaubt Bildungshistorikerin Karin Manz, dass Schulen immer soziale Unternehmen bleiben werden. Im Interview räumt sie mit dem Mythos der Einzigartigkeit unserer Volksschule auf – und erklärt, wie revolutionär der Fülli ist.

Karin Manz ist Professorin an der FHNW, Bild: Nathalie Taiana
"Kinder brauchen die reale Welt", Blick, 9.8. von Benno Tuchschmid

14. Juli 2020

Begeisterung ist ansteckend

"Was hinterlasse ich?“, fragt ein Lehrer, der in Pension geht. 40 Jahre lang hat er an der gleichen Institution mit Leib und Seele gewirkt hat. Das ist heute nichts Selbstverständliches mehr. Falsche Anschmiegsamkeit und geländegängige Anpassung waren seine Sache nicht. Wer ihm gegenübertrat, spürte eine gewisse Strenge, empfand etwas Forderndes. 

3. Juli 2020

Geschichtswettbewerb

Der Schweizer Geschichtswettbewerb "Historia" animiert Jugendliche, die geschichtlichen Spuren ihrer näheren Umgebung zu erforschen. Als Hauptpreis lockt eine Woche in einem "History Camp".

Nähere Informationen zum Wettbewerb auf www.ch-historia.ch 

6. Juni 2020

Bedürfnisse der Lernenden gehen vor

Die Covid-19-Pandemie und Schulschließungen führen seit März 2020 notgedrungen zu Fernunterricht und dem verstärkten Einsatz digitaler Techniken. Dass IT-Verbände diese Entwicklung freudig begrüßen und fordern, den Einsatz von IT in Schulen zu verstetigen, war zu erwarten. Erstaunlich ist, dass auch Lehrerverbände für Fernunterricht und digitales Beschulen plädieren. Ist allen Beteiligten klar, was das bedeutet?

Die zweite Welle: Das Digital-Mentalvirus breitet sich aus, 5.6. von Jochen Krautz / Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V.

Unterricht mit Bildern

Die einmalige Bildersammlung von Roland Zumbühl (@rolandzumbuehl) umfasst auch mehr als 2500 Schulhäuser. Hier ein Beispiel von Triengen LU.
Foto: Roland Zumbühl / picswiss.ch 
Die Bilder erlauben einen ungekünstelten Blick auf die Schweiz und eignen sich hervorragend als Archiv für den Unterricht. Zumbühls Sammlung ist öffentlich unter www.picswiss.ch