Pandemie, Bildungsschere und Machtkämpfe zwischen
Eltern und Lehrern: Die Schule ist problembeladener denn je. Dieter Rüttimann,
unser Lieblingspädagoge, sagt, wie es besser geht. Mit mehr Humor zum
Beispiel.
Herr Rüttimann, die Sommerferien sind vorbei. Die
Schülerinnen und Schüler müssen sich wieder dran gewöhnen, früh aufzustehen.
Wäre es nicht angenehmer für uns alle, die Schule begänne später?
Dieter Rüttimann: Es gibt Kinder, die sind bereits frühmorgens
leistungsfähig, doch mit der Pubertät verschiebt sich das Schlafbedürfnis nach
hinten, darüber sind sich Neurologen im Klaren. Vor neun Uhr hat der Unterricht
wenig Sinn, ausserdem würden wir ein paar Verkehrsprobleme lösen, wenn die
Schule später begänne.
«Ist das Kind schlecht, hat das mit dem Lehrer zu tun», NZZaS, 16.8. von Sacha Batthyany und Martin Helg