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23. April 2021

Nur wenige bleiben sitzen

Sitzenbleiben ist in der Schweiz ein relativ seltenes Phänomen: Nur 1,3 Prozent der Lernenden müssen zwischen 3. und 8. Primarklasse ein Jahr wiederholen. Höhere Quoten haben Kinder mit Migrationshintergrund, aus bildungsfernen Schichten und aus der Romandie.

In der Schweiz bleiben Schüler selten sitzen, Herisau24.ch, 22.4.

Übergänge und Verläufe in der obligatorischen Schule, Bundesamt für Statistik, 2021

23. Dezember 2020

Die Genderideologie übernimmt

Der Lehrplan 21 öffnet Ideologien, wie z.B. der Auseinandersetzung, ob unser Geschlecht biologisch oder sozial bestimmt sei, Tür und Tor. Mit dem entsprechenden Lehrplanbezug (Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG) > Lebenskunde - Ethik, Religionen, Gemeinschaft > Ich und die Gemeinschaft - Leben und Zusammenleben gestalten > Die Schülerinnen und Schüler können Geschlecht und Rollen reflektieren.) lassen sich zweifelhafte Inhalte in die Schule lotsen und dort bei pubertierenden Jugendlichen entsprechend Verunsicherung stiften. Was soll das? 

3. November 2020

Das Schulsystem kommt den Mädchen entgegen

Ein beliebtes Diskussionsthema zwischen meinem Mann und mir ist, ob Mädchen und Buben von Natur aus unterschiedlich sind oder ob sie durch Erziehung anders sind. Was sagen Sie dazu?

Beides ist der Fall. Es gibt naturgegebene wie auch anerzogene Unterschiede. Das ist unbestritten. Sie betreffen nicht nur den Körper, sondern auch das Denken und die Emotionen. Gewisse Unterschiede zeigen sich in allen Kulturen. Bei den genetischen Unterschieden stellt sich die Frage, was die Kultur mit ihnen macht: Man kann sie verstärken oder abschwächen.

Allan Guggenbühl: "Bei Buben wird eine Puppe auch mal zum Flugzeug", Zofinger Tagblatt, 2.11. von Lilly-Anne Brugger

10. Oktober 2020

Machen Mädchenschulen noch Sinn?

Das Theresianum Ingenbohl im Kanton Schwyz ist eine der letzten reinen Schweizer Mädchenschulen. Halten sich die angeblichen Vorteile und der Zeitgeist noch die Waage?


Im Theresianum Ingenbohl gibt es eine Sekundarschule, ein Gymnasium und Internat ausschliesslich für Mädchen, Bild: Theresianum Ingenbohl

Wie zeitgemäss ist geschlechtergetrennter Unterricht, SRF, 8.10.

30. September 2020

Sexistische Kleidervorschriften

Wegen Kleidervorschriften an einigen Sekundarschulen in Genf haben Dutzende Jugendliche vor der Schule Pinchat protestiert. Sie fordern, dass die «erniedrigende» und «sexistische» Kleiderordnung aufgehoben wird. Für grossen Ärger sorgt bei den Jugendlichen das sogenannte T-Shirt der Schande («t-shirt de la honte»), dass bei unpassender Bekleidung übergestreift werden muss.

Übergrosses T-Shirt der Schande, Bild: RTS

Protest gegen "sexistische" Kleidervorschrifen, SRF, 30.9.

20. September 2020

Schule soll Buben stärker gerecht werden

Bubenförderung ist ein Thema, das nicht so recht zum Zeitgeist passt. In den Schulen stellen Lehrerinnen und Lehrer fest, dass Buben weit mehr an spannenden Realienthemen als an der zweiten Fremdsprache interessiert sind. Wird das Leben in Fächern wie experimenteller Physik oder moderner Geschichte ins Schulzimmer geholt, sind Buben oft wie verwandelt. Wo es etwas zu entdecken gibt, kommt ihre kreative Seite zum Zug. Wenn sie einmal eine Sache fasziniert, bekommt bei ihnen auch die deutsche Sprache die nötige Bedeutung. Leider hat die Schule in den letzten Jahren viel mehr in Fächer investiert, die bei den meisten Buben die Herzen kaum höher schlagen lassen.

NZZaS, 20.9. Leserbrief von Hanspeter Amstutz

15. September 2020

Die verschwiegene Pathologisierung der Knaben

Die Fakten stellen Schweizer Knaben kein gutes Zeugnis aus. Schulisch werden sie von den Mädchen abgehängt. Es gibt mehr Maturandinnen und Studentinnen. Mehr Buben als Mädchen repetieren Klassen. Mehr Knaben leiden an ADHS. «Es gibt eine grosse Pathologisierung der Knaben», sagt Allan Guggenbühl, Schweizer Psychologe und Experte für Jugendgewalt. «Wären das Mädchen, wäre es ein nationaler Skandal, bei den Buben wird das übersehen oder sogar hingenommen.» Dabei gäre das Thema im Untergrund. «Lehrer und Lehrerinnen kommen zu mir und reden darüber, aber kein Politiker würde es wagen, die Geschlechterdifferenz anzusprechen. Es ist schlicht nicht diskutierbar.» Ihm selbst sei schon untersagt worden, an Veranstaltungen darüber zu reden. 

"Wären es Mädchen, wäre es ein Skandal", NZZaS, 13.9., von Peter Hossli

18. August 2020

Graubünden überprüft Lehrmittel auf Gender- und Rassismustauglichkeit

Hänseleien, fiese Spitznamen oder Sprüche - Kinder können in der Schule gemein sein. Dabei kann es auch schnell mal rassistisch werden, wenn auch nicht mit Absicht. Um dem entgegenzuwirken will die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus die Schulen mehr sensibilisieren. Wie nötig das in Graubünden ist, das wollte RSO-Reporterin Sara Spreiter von Chantal Marti, der Leiterin vom kantonalen Amt für Volksschule und Sport, wissen:

Rassismus in Bündner Schulen: ein Thema aber kein Problem, Südostschweiz, 18.8. von Sara Spreiter

13. August 2020

Wege aus der sprachlichen Genderdiskussion

«Warum stellen Sie so polemische Fragen», echauffiert sich die Chefin eines Gleichstellungsbüros gegenüber der Journalistin. Da kommt also eine Journalistin zum Interview, die nicht schon von vornherein an die segensbringende Wirkung von Gendersprache, Quotenregelungen und Gleichstellungsbüros glaubt. Die Journalistin glaubt vielmehr, dass der faire Wettbewerb ein gerechtes Prinzip sei.

Wer fragt, gewinnt: Auswege aus endlosen Gender-Diskussionen, NZZ, 13.8. von Claudia Wirz

10. August 2020

Schulen bleiben soziale Unternehmen

Trotz Digitalisierung und Corona glaubt Bildungshistorikerin Karin Manz, dass Schulen immer soziale Unternehmen bleiben werden. Im Interview räumt sie mit dem Mythos der Einzigartigkeit unserer Volksschule auf – und erklärt, wie revolutionär der Fülli ist.

Karin Manz ist Professorin an der FHNW, Bild: Nathalie Taiana
"Kinder brauchen die reale Welt", Blick, 9.8. von Benno Tuchschmid

1. Juni 2020

Bald gratis Tampons an St. Galler Schulen?

Mit 13 Jahren passiert es zum ersten Mal. Anna blutete. Sie bemerkt auf der Toilette, dass sich ihre Unterhose rot gefärbt hat. Und das in der Pause zwischen Französisch- und Matheunterricht. Natürlich hat Anna weder Binden noch Tampons dabei. Geschweige denn, dass sie weiss, wie man Tampons einsetzt. Jemanden um Hilfe zu bitten, ist ihr zu peinlich.

In der Stadt St. Gallen soll es in Schulen gratis Binden und Tampons geben, um mit dem Tabuthema Menstruation zu brechen, St. Galler Tagblatt, 30.5. von Marlen Hämmerle

15. April 2020

Genderforscherin kritisiert Basler Förderprogramm


Von der Begabungsförderung profitieren in Basel-Stadt alle Kinder.So zumindest lautet die Theorie,denn gemäss dem Basler Erziehungsdepartement beginne diese schon im täglichen Unterricht.Schliesslich verfüge jedes Kind über Stärken. Für besondereTalente aber halten die Volksschulen zusätzliche Angebote bereit. Auf Primarstufe heisst das Projekt «Pull-Out»: Hochbegabte Kinder besuchen seit 2015 während der Unterrichtszeit ein externes Angebot, das ihre gesteigerten Lernbedürfnisse abdeckt. Nun zeigt sich: Jungs sind bei der Begabtenförderung in diesem frühen Alter inzwischen klar im Vorteil. War das Geschlechterverhältnis im Startjahr noch ausgeglichen, kamen im laufenden Schuljahr doppelt so vieleSchüler in den Genuss von zusätzlicher Förderung als Schülerinnen. Nur gerade 24 Mädchen durften den gesonderten Unterricht besuchen, 73 Kinder waren es insgesamt. Die Zahlen aus dem Vorjahr präsentieren sich ähnlich. Dies geht aus der Antwort der Regierung auf eine schriftliche Anfrage von SP-Grossrat Kaspar Sutter hervor.
Die Buben ins Töpfchen..., BZ Basel, 11.4. von Benjamin Rosch und Leif Simonsen

8. März 2020

Mädchen bilden - Gesellschaft erneuern


Schule und Unterricht sind heute selbstverständlich und für alle zugänglich. Dabei geht eines leicht vergessen: Dieses Selbstverständliche wurde über Jahrzehnte, gar Jahrhunderte hart errungen. Viel zum Bildungsfortschritt katholischer Landgebiete beigetragen haben die „Schwarzen Schwestern“ (1) aus dem Kloster Menzingen. Man nannte sie schwarz wegen ihres Habits – im Gegensatz zu den braun gekleideten Kapuzinerinnen. Im drückenden Bildungsnotstand des 19. Jahrhunderts leisteten sie mit ihrem Lehrerinnenseminar und ihrer Alltagsarbeit in den Schulen Pionierdienste – auch für die Emanzipation junger Frauen.

50 und mehr Kinder pro Schulkasse war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein üblich: eine Menzinger Lehrschwester inmitten ihrer Schützlinge der Knabenschule Beckenried im Kanton Nidwalden im Jahr 1884 (Staatsarchiv Nidwalden, OD 3-3/8)

19. Februar 2020

Abschaffung der Aufnahmeprüfung löst keine Probleme

GrossratRemo Cavegn (CVP) möchte die Aufnahmeprüfung ans Gymnasium abschaffen und damit die «Chancengleichheit» der Schüler erhöhen. Diese werde durch den Besuch von Kursen, die auf die Aufnahmeprüfung vorbereiten, eingeschränkt.  Graubünden hat die höchste Gymnasialquote der Ostschweiz. Eine Abschaffung der Prüfung führt dazu, dass die Zahl der Gymnasiasten noch ansteigen wird, denn Lehrpersonen erteilen Schülern eher gute Noten, um nicht in Konflikt mit ehrgeizigen Eltern zu geraten. Das ist das Gegenteil von Chancengerechtigkeit. Lehrerurteile und Erfahrungsnoten sind immer auch subjektiv, Prüfungen sind demgegenüber gerechter. Weiter ist anzufügen, dass höhere Gymnasialquoten auch mit sinkenden Ansprüchen einhergehen. Wollen wir das wirklich? Bereits jetzt gehen Wissenschaftler davon aus, dass mindestens 30 Prozent der Schüler nicht die nötige Intelligenz für ein Gymnasium mitbringen. Wieso also den Weg für noch mehr frustrierte Studenten ebnen? Sinnvoller erscheint es mir, darüber nachzudenken, wie die Geschlechterquote zwischen Mädchen und Buben ausgeglichen werden könnte. Hier fehlt offenbar der politische Wille, die seit Jahren benachteiligten Buben zu fördern. Ausserdem könnte man, statt die Aufnahmeprüfung abzuschaffen, diese so gestalten, dass sie auf dem Stoff basiert, der in der Schule auch durchgenommen wird.
Urs Kalberer, 19.2.

6. Februar 2020

Bald geschlechtsneutrale Toiletten in Schulen


Ein WC für Männer, ein WC für Frauen – und künftig ein drittes für alle, denen diese Kategorisierung Mühe bereitet. Geht es nach den Plänen der Stadt Bern, gehören genderneutrale WCs künftig in all ihren neuen oder sanierten Gebäuden zum Standard: Laut dem städtischen Aktionsplan zur Gleichstellung sollen neben geschlechtergetrennten Toiletten-, Dusch- und Garderobenablagen «nach Möglichkeit» auch gemischtgeschlechtliche Bereiche eingeführt werden.
Auch der Berner Lehrerverband begrüsst Unisex-WCs, Bild: Franziska Rothenbühler
Stadt Bern will Unisex-Toiletten an den Schulen, Bund, 6.2. von Andres Marti

7. Dezember 2019

Lehrerseminar Unterstrass aus Frauensicht


Eva Ebel heisst die künftige Direktorin am Unterstrass. Erstmals in der 150-jährigen Geschichte der Zürcher Bildungsstätte wird damit ab nächstem Sommer eine Frau das Ruder übernehmen. Die promovierte Theologin ist dort bereits als Dozentin für das Fach Religionen, Kulturen und Ethik tätig. Die 48-Jährige folgt auf Jürg Schoch, der nach 30 Jahren im Amt in Pension geht.
Ab August 2020 neue Direktorin: Eva Ebel. Bild: pd

25. November 2019

Keine Gratis-Tampons


In allen öffentlichen Gebäuden stehe Toilettenpapier kostenlos zur Verfügung, schreiben die Motionärinnen Maurane Riesen (PSA) und Tamara Funiciello (SP). Hingegen gebe es keine Gratis-Tampons und -Binden. Dabei handle es sich auch hier um einen Grundbedarf. Der Kanton Bern solle dem Beispiel der Stadt New York und mehrerer Länder folgen, fordern Riesen und Funiciello.
Keine kostenlosen Tampons an bernischen Schulen, Bild: healthline.com
Keine Gratis-Tampons an öffentlichen Schulen, Bund, 25.11.

20. November 2019

Basel will mehr gendergerechten Unterricht


«Es braucht kritische Lehrpersonen», sagte Beatrice Messerli vom Grünen Bündnis. Es brauche eine Schule, die ein Ort der Emanzipation und der Förderung der Gleichstellung sei. Dafür würde vielleicht ein halbes Semester genügen, an dem an der Pädagogischen Hochschule angehende Pädagogen künftig mit den Tücken des gendergerechten Unterrichts vertraut gemacht würden. Sie habe das selber in ihrer 41 Jahre langen Tätigkeit als Lehrerin erlebt: Immer wieder tappe man in die Rollenbilder-Falle.
Damit auch Buben Pirouetten tanzen, Basler Zeitung, 20.11. von Franziska Laur

14. November 2019

Zukunftstag: Die Zeit der Gender-Aktivisten


Noch immer wählen die meisten Frauen typische Frauenberufe und die meisten Männer Männerberufe. Über die Jahre ändert sich nur sehr wenig.
Männer machen einen Bogen um klassische Frauenberufe, SRF, 14.11. von Rafael von Matt.

7. November 2019

"Kinderpsychiatrische Dienste auf Monate hinaus ausgebucht"


Schülerinnen und Schüler von gutsituierten Eltern haben in der Schule Vorteile – unabhängig von ihren Fähigkeiten. Die Erziehungs- und Bildungsforscherin Margrit Stamm plädiert für die gezielte Frühförderung: «Bei Kindern, die kein oder kaum Deutsch können, müssen wir viel rascher aktiv werden.»
Stamm: Deutsche Sprache ist das Tor zur Bildung. Bild: Annick Ramp
"Push-Eltern beeinflussen die Lehrpersonen. Wir müssen ihr Mitspracherecht beschneiden", NZZ, 7.11. von Daniel Gerny und Erich Aschwanden