Nur zu gerne standen sie am Frauenstreiktag
vom 14. Juni im Scheinwerferlicht. Die Basler Regierungspräsidentin
Elisabeth Ackermann und Finanzdirektorin Eva Herzog gaben dem Kantonspersonal
frei für eine gemeinsame Pause im Hof des Rathauses und solidarisierten sich
mit dem Kampf der Frauen gegen Lohnungleichheit.
Kein Wort verloren sie allerdings darüber,
dass gleichentags ein Teil der Staatsangestellten just in einem Beruf, den
grösstenteils Frauen ausüben, auf die Strasse ging: Logopädinnen protestierten
dagegen, dass sie bei der kantonalen Überprüfung der Lohneinreihungen 2015 um
eine Lohnklasse heruntergestuft worden waren. Auch reichten sie, unterstützt
vom Deutschschweizer Logopädinnenverband, der Sektion der Region Basel sowie
der Freiwilligen Schulsynode, Einsprache bei der Regierung ein. Diesen Herbst
wird der Basler Regierungsrat darüber befinden.
"Jetzt reicht es" - Logopädinnen wollen mehr Lohn und Personal, bz Basel, 11.9. von Michael Nittnaus