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6. Januar 2018

Schweizerschulen gehen in die Offensive

Bilder lachender und fähnchenschwenkender Kinder springen im jüngsten Newsletter von Education Suisse, dem Verein der Schweizerschulen im Ausland, ins Auge. Als Bundesrat Alain Berset zusammen mit dem mexikanischen Bildungsminister am 25. August die Schweizerschule in Mexiko-Stadt besuchte, zeigten Schülerschar und Lehrerschaft offensichtlich Freude über die Visite aus der hohen Politik. Auch ein bilaterales Abkommen wurde unterzeichnet, das die Rahmenbedingungen für die Schule neu definiert. In derselben Woche öffnete in China erstmals eine Schweizerschule ihre Tore. Der Ausserrhoder Ständerat Ivo Bischofberger reiste extra nach Peking, um als damaliger Präsident der kleinen Kammer der Feier Gewicht zu verleihen. In den Reden in Mexiko und in China wurde die völkerverbindende Funktion der Schweizerschulen hervorgehoben. Sie sollen Brücken schlagen, Swissness in die Welt tragen.
Schulen sollen Swissness in die Welt tragen, NZZ, 6.1. von Jörg Krummenacher

1. Oktober 2012

Gründung von Auslandschweizerschulen geplant

Die Schweizer Schulen im Ausland sollen als Teil der Schweizer Präsenz gestärkt werden. Der Bundesrat will deshalb die gesetzlichen Auflagen für diese Schulen lockern. Er will den Schulen eine grössere betriebliche Flexibilität und eine höhere Eigenfinanzierung ermöglichen. So soll den Schulen kein Minimalanteil an Schweizer Schülern mehr vorgeschrieben werden. Die Subventionen sollen sich vielmehr nach der Gesamtschülerzahl richten. Davon verspricht sich der Bund Einsparungen zugunsten neuer Fördermöglichkeiten. Vorgesehen sind zum Beispiel Finanzhilfen für die Gründung neuer Schulen an Standorten, die für die schweizerische Aussenpolitik wichtig sind.

Dass die aussenpolitische Bedeutung der Schweizer Schulen erhöht werden soll, wird in der dieser Tage zu Ende gehenden Vernehmlassung zur Revision des Auslandschweizer-Ausbildungsgesetzes mehrheitlich begrüsst. Der Paradigmenwechsel äussert sich auch im geplanten neuen Titel des Gesetzes: Bundesgesetz über die Präsenz schweizerischer Bildung im Ausland. Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) begrüsst es «lebhaft», dass der Bund künftig Schulgründungen an aussenpolitisch bedeutsamen Standorten finanziell unterstützen könnte. Die Schulen leisteten einen substanziellen Beitrag zur Imagepflege der Schweiz. Sie seien ein Schaufenster des Bildungsplatzes Schweiz. Die ASO begrüsst auch den Einbezug der schweizerischen dualen Berufsbildung sowie eine verstärkte internationale Zusammenarbeit im Bildungsbereich. Die Schulen seien ideale Plattformen der schweizerischen Präsenz im Ausland. In weitgehend ähnlichem Sinn äussert sich der Verein Educationsuisse, der die Interessen der Schweizer Schulen im Ausland vertritt. Die Akzentuierung der aussenpolitischen Bedeutung der Schulen hält er für zwingend.
Unter den Parteien wird die Gesetzesrevision mehrheitlich begrüsst. Nur die SVP lehnt den Revisionsentwurf ab. Sie stösst sich daran, dass der Fokus neu auf die Präsenz der Schweiz im Ausland gelegt wird. Sie möchte, dass die Förderung der Ausbildung junger Auslandschweizer Zentrum bleibt. Heute unterstützt der Bund weltweit 18 Schweizerschulen im Ausland mit einem jährlichen Kredit von 20 Millionen Franken; neu steht ein Vierjahresrhythmus zur Diskussion. Die Schweizerschulen sind private Bildungseinrichtungen, die von Schweizer Schulvereinen mit einem ehrenamtlichen Vorstand getragen werden. Mit der Revision setzt der Bundesrat eine Motion der nationalrätlichen Bildungskommission um.
Substanzieller Beitrag zur Imagepflege: Schweizerschule in Sao Paulo, Bild: Blick
Quelle: sda, 1.10.