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30. April 2020

Volksschule ohne Demokratie?


Warum braucht die Demokratie die Volksschule und die Volksschule die Demokratie? Welche Folgen hat es, wenn die Volksschule als Unternehmen den Investor aus dem Aufsichtsrat verdrängt? Ein Blick zurück zeigt, wo wir heute stehen. Der Mensch kann die Zukunft nur so denken, wie er die Vergangenheit verstanden hat.
Volksschule ohne Demokratie? 30.4., von Peter Aebersold

30. September 2012

Hier werden Lektionen abgebaut

Der Kanton Schaffhausen muss sparen und baut deshalb Lektionen an der Volksschule und im Kindergarten ab. Jetzt ist bekannt, in welchen Fächern dies konkret geschehen wird. 
Kindergarten:
1. und 2. Jahr = Kürzung der Unterrichtszeit über beide Jahre von insgesamt total 55 Minuten pro Woche (entspricht nicht der Vorgabe von 2 Lektionen, Kompensation erfolgt an der 4. Klasse PS*)
Primarstufe:
1. Klasse: Si (Singen/Musik); 1 Lektion
2. Klasse: Si (Singen/Musik); 1 Lektion
3. Klasse: M+M (Mensch und Mitwelt); 1 Lektion
4. Klasse: Te (Werken textil); 1 Lektion Abteilungsunterricht (= Halbklassenunterricht) entspricht 2 Lektionen 1) (*Kompensation Kindergarten)
5. Klasse: F (Französisch); 1 Lektion
6. Klasse: Z (Zeichnen); 1 Lektion
1)  Te wird im Abteilungsunterricht erteilt. Die Streichung einer solchen Abteilungslektion
bewirkt auf Lehrerseite die Streichung von 2 Lektionen.
Sekundarstufe I
Real 1. Klasse: Gs (Geschichte); 1 Lektion
Sek 1. Klasse: Gs (Geschichte); 1 Lektion
Real 2. Klasse: Gg (Geografie); 1 Lektion
Sek 2. Klasse: Gg (Geografie); 1 Lektion
Real 3. Klasse Ah (Aufgabenhilfe); 1 Lektion
Sek 3. Klasse: Ah (Aufgabenhilfe); 1 Lektion
Diese Kürzung tritt auf den 1. August 2013 in Kraft.
Christian Amsler: Muss Auftrag erfüllen, Bild: Schulblatt Schaffhausen
Quelle: Erziehungsrat Schaffhausen

5. Juli 2012

Entlastung für Schwyzer Lehrer

Ab Schuljahr 2013/14 werden die Klassenlehrer der Volksschule um eine Lektion entlastet. Ihr Wochenpensum sinkt dann von 29 auf 28 Lektionen. Ebenfalls reduziert wird die Klassengrösse. Neu sind maximal 22 (vorher 25) Schüler in einer Klasse. In Realschulen gelten als Maximum 18 Schüler.
Klassenlehrpersonen im Kantons Schwyz sollen entlastet werden.
Kantonsrat kommt Lehrern entgegen, Bild: Keystone
Schwyzer Klassenlehrer werden entlastet, Neue Luzerner Zeitung, 5.7.

15. Februar 2012

Kölliker will diskutieren

Der St. Galler Erziehungschef Stefan Kölliker und die St. Galler Lehrerverbände sind sich nicht einig, ob die geplante Pensenreduktion (von 28 auf 27 Lektionen) für alle Lehrpersonen gelten soll. Das Klima zwischen den Lehrern und ihrem Chef ist schlecht. Bevor der Kantonsrat das Gesetz bespricht, soll nun nochmals miteinander gesprochen werden.
Neuer Akt im Streit um Lehrerpensen, St. Galler Tagblatt, 15.2. von Daniel Walt
Regierung will nochmals über Lehrerpensen reden, Regionaljournal DRS, 15.2.
Lehrerstreit: Runder Tisch einberufen, St. Galler Tagblatt, 15.2.

6. Februar 2012

Harmos gefährdet Instrumentalunterricht

Die Baselbieter Musikschulen fürchten sich vor Harmos. Die notwendige Umstellung hat für die Schüler beträchtliche Folgen: Bis zu drei Lektionen mehr Unterricht in der Woche. Dazu kommt ein wegen des integrativen Unterrichts verlangsamtes Tempo. Dies wiederum führe zu mehr Hausaufgaben. Auch das Baselbieter Entlastungspaket 12/15 hat negative Auswirkungen. Die Klassen werden grösser und langsamer, dazu kommt noch ein längerer Schulweg. Alle diese Belastungen führen dazu, dass immer weniger Schüler noch zusätzlich ein Instrument lernen könnten, meint der Musiklehrer Christian Seiffert. Die Forderungen der Musikschullehrer sind deutlich:

  • Maximal 55 Minuten mehr Unterricht pro Woche.
  • Unterrichtsschluss bereits um 15.15 Uhr.
  • Integration des Instrumentalunterrichts in den regulären Stundenplan.
In den Stundenplänen fehlen die Zeitfenster und die Kinder kommen wegen der zusätzlichen Stunden nicht mehr zum Üben.

Mehr Unterricht und Hausaufgaben bedeuten weniger Zeit zum Üben, Bild: Dominik Plüss
Keine Zeit mehr für Instrumentalunterricht, Basler Zeitung, 6.2. von Dina Sambar

30. November 2011

2. September 2011

Nur für Erziehungschefs!

Wir wissen es ja: Dem Lehrerberuf mangelt es an Nachwuchs. Ein Grund dafür sind die ungenügenden Arbeitsbedingungen (Löhne und Arbeitszeit). Deshalb fordern die Lehrer ja auch einen Lektionsabbau. Eigentlich logisch. Was tun???
Das mit dem Lohn funktioniert nicht. Schliesslich brauchen wir das Geld für unser eigenes Departement und für die PH. Lektionsabbau? Tönt eigentlich sinnvoll, nur das kostet schlussendlich auch... Also hier ist die Argumentation, auf die unsere Lehrervertreter sicher keine Antwort mehr wissen. 
1. Ein Lektionsabbau braucht zusätzliche Lehrer.
2. Da wir ohnehin knapp an (ausgebildeten) Lehrern sind, können wir deshalb die Pensen nicht reduzieren. 
Alles bleibt beim Alten und wir haben wieder ein wenig Ruhe. Auch nicht schlecht.
Antwort des Zürcher Regierungsrats auf ein Postulat zur Reduktion der Pflichtlektionenzahl

17. August 2011

Unzufriedene Schaffhauser Lehrkräfte

350 Schaffhauser Lehrkräfte haben die umstrittenen Sofortmassnahmen des Regierungsrates zur Attraktivierung des Lehrerberufes einstimmig abgelehnt. Diese beinhalteten kürzere Kündigungsfristen, unbefristete Anstellungsverträge oder beschleunigte Ausbildungsgänge. Die enttäuschten Lehrer fordern eine Pensenreduktion, kleinere Klassen, Entlastung der Klassenlehrkräfte und marktgerechte Löhne. 
Dieser Forderungskatalog wurde dem Erziehungschef übergeben, der sie bis Ende Jahr umsetzen soll. 
DRS Regionaljournal, 17.8.

8. August 2011

St. Gallen plant Kürzung der Pflichtlektionen

Neu sollen St. Galler Lehrkräfte nur noch 27 statt der bisherigen 28 Wochenlektionen unterrichten. Dies ist eine der Massnahmen, um den Beruf attraktiver zu machen. Kernstück der Vorlage ist ein neu definierter Berufsauftrag, der die unterschiedlichen Faktoren auflistet, aus denen sich die totale Arbeitszeit zusammensetzt.
Um die Vorlage kostenneutral zu gestalten, wird auch das Pensum der Schulkinder reduziert. Zusätzlich ist geplant, dass die Weihnachtsferien überall im Kanton zwei Wochen dauern. Das hat zur Folge, dass zusätzlich zwei bis drei Ferientage dazu kommen.
Die Vernehmlassung dauert bis September. Im November berät der St. Galler Kantonsrat über die Vorschläge.
Bericht im St. Galler Tagblatt vom 8.8.

18. Juli 2011

Genf soll am Mittwoch weiterhin schulfrei bleiben

Genf ist der einzige Kanton in der Schweiz, in dem die Kinder am Mittwoch keinen Schulunterricht haben. Geht es nach der Pädagogischen Gesellschaft Genf (SPG), dann soll es auch so bleiben. Sie hat ein entsprechendes Referendum mit 18'088 Unterschriften eingereicht - nötig wären 7000.

«Das ist ein schöner Erfolg», sagte SPG-Präsident Laurent Vité am Montag vor den Medien. Das eingereichte Referendum richtet sich gegen das neue Schulgesetz, laut dem ab 2013 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren am Mittwochmorgen zur Schule gehen sollen - einen halben Tag mehr als heute.
Kinder unter acht Jahren sind hingegen von der Änderung nicht betroffen. Sie gehen weiterhin nur vier Tage zur Schule.
Das Genfer Kantonsparlament hatte Ende Mai dem neuen Gesetz mit 56 gegen 22 Stimmen bei vier Enthaltungen zugestimmt. Mit der Erhöhung der Schulstunden soll das Niveau der Schüler angehoben werden. Denn die Genfer Schüler hatten in der Vergangenheit bei den Pisa-Studien jeweils schlecht abgeschnitten.
Das Referendum wurde seitens der Politik nur von der linken SolidaritéS und dem Mouvement citoyens genevois unterstützt. Die Volksabstimmung findet voraussichtlich im März 2012 statt.  
Quelle: sda
Bleiben in Genf am Mittwoch die Schulzimmer weiterhin leer? (Bild: Keystone)

30. Juni 2011

Spardebatte Baselland: Streik möglich

Die Baselbieter Lehrerorganisationen wehren sich gegen die in Aussicht gestellten Sparmassnahmen (siehe frühere Posts). Damit sei Harmos in Gefahr, argumentieren die Lehrer. Besonders für Aufruhr sorgen die Pensenerhöhungen für die Fachlehrkräfte der Sekundarstufen I und II.
Vorerst werde aber das Gespräch mit den Politikern gesucht. Man kann sich aber auch Kampfmassnahmen wie Streiks vorstellen.
Bericht Regionaljournal Radio DRS
Bericht Basler Zeitung

Weniger unterrichten für Papierkram?

Philipp Gut übt Kritik an der Logik der Forderung nach einer Pensenkürzung für Lehrkräfte. Das Begehren des Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (ZLV) wird mit der steigenden Belastung durch "arbeits- und zeitintensive" Nebenaufgaben begründet. Es ist falsch, so Gut, anstelle des aufwendigen Papierkrams die Unterrichtsstunden zu reduzieren.
Hier der Artikel aus der "Weltwoche" vom 30. Juni in voller Länge:

Das Ansehen der Lehrer, so scheint es, hat sich seit einigen Jahren wieder verbessert. Die Bezeichnung «Ferientechniker», einst bis zum Überdruss zu vernehmen, hört man heute kaum mehr. Auch der Eindruck, die Lehrer neigten in ihrer Mehrzahl zu weltfremden Ansichten und stünden dem Wirtschaftsleben skeptisch bis ablehnend gegenüber, hat sich etwas verflüchtigt. Wohl zu Recht.

Die Lehrer waren in den letzten Jahren ­einem Realitätstest ausgesetzt, wie ihn der Berufsstand seit der Einführung der obligato­rischen Volksschule im 19. Jahrhundert noch nie erlebt hat. Die Belastung stieg, verursacht durch zwei Entwicklungen: den wachsenden Anteil an Ausländern und sonstigen Problemschülern; und durch eine Vervielfachung der adminis­trativen und bürokra­tischen Aufgaben. Neue Lernformen, Teamteaching, Jobsharing etc. beanspruchten die Lehrer übermässig. Fast schien es, die ­eigentliche Aufgabe – das Unterrichten – rücke in den Hintergrund.
Jetzt beschreiten die Lehrer einen ungewöhnlichen Weg. Die «lieben Eltern und Erziehungsberechtigten» im schülerstärksten Schweizer Kanton erhielten kürzlich einen Brief der organisierten Lehrerschaft. Der ­Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV), der Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) und die Sekundarlehrkräfte des Kantons Zürichs (SekZH) baten um Unterstützung für ein politisches Anliegen: Sie fordern «eine Reduktion der Lektionenzahl».
Bei allem Verständnis für den gestiegenen Arbeitsdruck: Die Forderung erstaunt. Sie ist falsch. Und sie wirkt vollends verfehlt, wenn man die von den Gewerkschaften vorgebrachte Begründung liest.
«Seit weit über hundert Jahren» bewege sich die Unterrichtsverpflichtung im gleichen ­Rahmen, behaupten die Lehrerorganisa­tionen. Dies, obwohl die Belastungen ausserhalb des Unterrichtens stetig zugenommen hätten. Mit weniger Wochenstunden, so begründen die Lehrer ihre Lobbyoffensive, bleibe «mehr Zeit für all die neuen arbeits- und zeitintensiven» Nebenaufgaben.
Der Bürokratiekram gehe zu Lasten des Unterrichtens, sagen die Lehrer. Folglich müsse die Zahl der Unterrichtsstunden reduziert werden. Damit mehr Zeit für den Bürokratiekram bleibe. Die Logik ist, sagen wir: originell. Die Gefahr besteht, dass die Lehrer mit ihrem inkonsequenten Auftreten hart erkämpfte Sympathien wieder verscherzen.

6. Juni 2011

Anzahl Schulwochen

Die Auseinandersetzung in Basel-Land um die Ferienzeitregelung bringt mich auf die Idee hier einen Vergleich der Schulwochen einzufügen. Dabei gilt es aber noch unterschiedliche Feiertage zu berücksichtigen. Ebenfalls unterschiedlich ist die Handhabung von Sport- und Projektwochen.
Stark unterschiedlich ist auch die Wochenlektionszahl für Schüler. Diese ist hier ersichtlich.
Keine Übersicht habe ich zu den Lehrerpensen. In Graubünden, wo ich arbeite, beträgt ein Vollpensum an der Volksschule 30 Lektionen pro Woche. Je nach Schulgemeinde (!) existieren verschiedene Regelungen zu Entlastungen für spezielle Funktionen.
Für einen einigermassen korrekten Vergleich der Arbeitszeit zwischen verschiedenen Kantonen müssten auch Faktoren wie die Klassengrösse, Präsenzzeit, Teamarbeit, Elternarbeit, etc. verglichen werden. Das ist praktisch nicht zu schaffen, weshalb man sich grundsätzlich einreden sollte, dass der momentane Arbeitsort der Beste von allen ist :-)