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10. Mai 2020

Vor einer Weichenstellung bei den schulischen Investitionen

Matthias Burchardts Abrechnung mit der um sich greifenden Heilserwartung an eine rasche Digitalisierung der Schule kommt mir vor wie ein reinigendes Gewitter, das wieder klare Sicht in die Weite schafft. Er vergleicht unreflektierte Digitalisierungsforderungen mit einem Boulevardtheater, bei dem viel Geld für Requisiten, nicht aber für bessere Schauspielkunst eingesetzt werden soll. Zu Recht ärgert sich Burchardt über Medien, die das Theaterstück aufgrund der schönen Kleider rühmen, jedoch kaum nach der Qualität der Aufführung fragen. Eine forcierte Digitalisierung könnte man mit einem Boulevardtheater vergleichen, bei dem viel Geld für Requisiten, nicht aber für bessere Schauspielkunst eingesetzt wird. Das Bild kann noch mit der Rolle unkritischer Medien erweitert werden. Mit grossen Worten rühmen sie das Theaterstück aufgrund der schönen Kleider, ohne jedoch nach der Qualität der Aufführung zu fragen.

Im Präsenzunterricht zeigt sich die Schulqualität, Hanspeter Amstutz, 8.5.

Digitales Schmierentheater

Die digitale Fernbeschulung ist ein gewaltiger Reinfall. Wer ist an allem schuld? Die faulen Lehrer mit ihren Berührungsängsten und ihrem Unvermögen, digitale Plattformen zu bedienen. So zumindest sehen es viele Kommentatoren und bedienen damit die üblichen Ressentiments gegen Lehrkräfte. Wer Lehrer-Bashing betreibt, kann stets mit Beifall rechnen, ohne sich die Mühe machen zu müssen, einen Sachverhalt wirklich zu durchdringen. Nach eigener Erfahrung als Vater fernbeschulter Kinder und Erziehungswissenschaftler an der Universität muss ich entschieden widersprechen:

10. Mai 2019

Mut zur Freiheit


Überlastung und Anpassungsdruck war das Thema der 2. Tagung «Time for Change?» in Wuppertal, die durch ihre ungeschminkten Analysen Mut machte für einen Kurswechsel im deutschsprachigen Bildungswesen.
Mut zur Freiheit, 7.5. von Urs Kalberer

13. Februar 2019

Neuer Vorstand der GBW


Am 26.01.2019 hat die gut besuchte Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. in Köln Prof. Dr. Andreas Gruschka und Prof. Dr. Hans-Peter Klein für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt und einen neuen Vorstand gewählt.

Der neue Vorstand der GBW (v.l.n.r.): Prof. Dr. Jochen Krautz, Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer, Monika Reusmann, Dr. Matthias Burchardt; nicht im Bild: Prof. Dr. Carl Bossard, Prof. Dr. Konrad-Paul Liessmann, Bild: gbw

8. Februar 2018

Widerstand gegen intransparente Steuerung im Bildungssystem

Demokratie braucht Bildung, wie Bildung auf Demokratie angewiesen ist. Soweit reicht der Konsens in der helvetischen Bildungsdebatte. Doch in der Frage, ob das Verhältnis der beiden beschädigt sei, gehen die Meinungen auseinander. Das Spannungsfeld zwischen Schulreformen und Demokratie stand im Zentrum einer Veranstaltung im deutschen Wuppertal, die Lehrer, Eltern und Bildungswissenschaftler aus Österreich, der Schweiz und Deutschland anlockte. Im folgenden Artikel werden problematische Entwicklungen im Kontext der Diskussion um die Kompetenzorientierung der Lehrpläne benannt.
Change Management Beispiel aus dem Kanton Thurgau, Bild: Urs Kalberer
Widerstand gegen intransparente Steuerung im Bildungssystem, Urs Kalberer, 7.2.

Tagungsbericht: Time for Change? (Wuppertal)

Unter diesem wohlweislich mit einem Fragezeichen versehenen Titel fand am 3. 2. 18 an der Bergischen Universität Wuppertal die erste diesjährige Tagung der GBW statt. Ihr Thema war das Paradox des auf Dauer gestellten Wandels, dem das deutsche Bildungssystem seit dem Erscheinen der ersten PISA Studie 2001 ausgesetzt ist. Die Tagung traf damit offenbar den Nerv vieler Kolleginnen und Kollegen, die nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus der Schweiz und Österreich angereist waren und dafür sorgten, dass die Tagung mit über 400 Teilnehmern die bisher am besten besuchte der GBW wurde. Das große Interesse mag unter anderem damit zusammenhängen, dass erstmals auch Praxisberichten aus den Schulen bzw. von bildungspolitisch engagierten Kolleginnen und Kollegen breiter Raum eingeräumt wurde. So ergab sich ein breites Spektrum praktischer und theoretischer Kritik, das Anlass zu einiger Skepsis gab, aber auch ermutigende Beispiele und Perspektiven für Eingriffe in den leerlaufenden Reformbetrieb enthielt.

Tagungsbericht: Time for Change? Gesellschaft für Bildung und Wissen, 6.2.



5. Dezember 2017

Der Lehrer zeigt dem Schüler nicht mehr die Welt

«Lehrplan 21 – Sind die Würfel gefallen? Neue Lerntechnik oder Paradigmawechsel?» Unter diesem Titel veranstaltete der Verein OstschweizerKinderärzte am 22. November 2017 eine Podiumsdiskussion mit Michael Furger, NZZ am Sonntag, als Diskussionsleiter. Im bis auf den letzten Platz besetzten grossen Plenarsaal der Fachhochschule St.Gallen referierten der Pädagoge Matthias Burchardt aus Köln und der Bieler Oberstufenlehrer Alain Pichard. In der Diskussion wirkten Alexander Kummer, Leiter Amt für Volksschule St.Gallen, und Prof. Thomas Burri von der Pädagogischen Hochschule St.Gallen mit. Einige Schwerpunkte aus dem Referat von Matthias Burchardt seien hier herausgegriffen. 
Der Lehrer zeigt dem Schüler nicht mehr die Welt, St. Galler Tagblatt, 5.12. Leserbrief von Marianne Wüthrich

26. November 2017

Neue Schule: Paradigmawechsel oder Verschwörungstheorie?

Matthias Burchardt (Universität Köln) zeigte in seinem St. Galler-Vortrag (22. November) auf, wie die neue Schule in Deutschland und in der Schweiz vorangetrieben wird. Dabei bedient man sich der Methode des Change Management - wie sie auch im Kanton Thurgau angewandt wird
Matthias Burchardt: "Aktuelle Bildungspolitik ignoriert die Grundprinzipien des Lernens" Bild: uk
Neue Lerntechnik oder Paradigmawechsel? Vortrag in der Reihe "Schule und Pädiatrie", veranstaltet von den Ostschweizer Kinderärzten, 22.11.

26. Oktober 2017

Forderungen des "Bündnis für humane Bildung

Das «Bündnis für humane Bildung – aufwach(s)en mit digitalen Medien» stellte sich am 9. Oktober 2017 in Stuttgart in einem ausführlichen Pressegespräch den Medien vor. Anwesend waren der Bündnissprecher Professor Dr. Ralf Lankau (Hochschule Offenburg), Dr. Matthias Burchardt (Universität zu Köln), Professor Dr. Paula Bleckmann (Alanus Hochschule, Bonn), Professor Dr. Edwin Hübner (Freie Hochschule Stuttgart), Professor Dr. Gerald Lembke (Duale Hochschule Baden-Württemberg, Mannheim) und Peter Hensinger (Diagnose Funk). Zu dem Bündnis gehören ebenso Professor Dr. Gertraud Teuchert-Noodt (Universität Bielefeld) sowie Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer.
"Kein Computer kann den Lehrer ersetzen", Zeit-Fragen, 24.10. von Klaudia Kruck-Schaer

16. Mai 2016

Kompetenzorientierung als selbstorganisiertes Lernen

Die „Grundlagen für den Lehrplan 21“ (www.lehrplan.ch/sites/default/files/Grundlagenbericht.pdf) wurden ab 2006 von einer kleinen Projektgruppe mit folgenden Mitgliedern erarbeitet:  Marco Adamina, lic. phil. nat., dipl. Geograph,  Dozent der  PH Bern;  Konstantin Bähr, M.A., Stv. Leiter der Bildungsplanung des Kantons Zürich; Christian  Studer, Vorsteher des Amt für Volksschulen des Kantons Basel - Landschaft, Liestal;  Anton Strittmatter , Dr. phil., Leiter Pädagogische Arbeitsstelle des LCH ;  Brigitte Wiederkehr Steiger,  wissenschaftliche Mitarbeiterin des  Regionalsekretariats der EDK - Ost, St. Gallen. Auffallend ist, dass keine in der Praxis stehende Pädagogen zugezogen wurden und  das einige in diesem Gremium  Spezialisten für Kompetenzorientierung und Gender sind.
Grundlagen für den LP21“ als „Büchse der Pandora, von Peter Aebersold, 16.5.

13. März 2016

Die Krise selbstgesteuerten Lernens

Die neue Kultur des selbstständigen Lernens verändert vieles: Lehrer werden Lernbegleiter, Unterrichtsmaterial dient zur Impulsgebung, der Schüler wird zum selbstverantwortlichen Wissensmanager, der sich seine Unterrichtspakete und Lerneinheiten ebenso zusammenstellt. Das klingt wunderbar, doch funktioniert es auch? Der Kölner Bildungsforscher Dr. Matthias Burchardt hat grosse Zweifel.
Wir machen alles alleine, SWR2 Wissen: Aula, 13.3. von Matthias Burchardt

30. August 2015

"Das alte System war besser"

In Baden-Württemberg sorgte eine Evaluation für Schlagzeilen: Die Gemeinschaftsschulen bringen nicht das, was sich Grün-Rot davon verspricht. Was geht das uns in der Schweiz an? Ziemlich viel. Die Gemeinschaftsschulen propagieren die Lernform des individualisierten Unterrichts. Konkret heisst das, die Kinder füllen grösstenteils einzeln Arbeitsblätter aus, die traditionelle Klassensituation, bei der alle Schüler gemeinsam am Unterricht teilnehmen, hat ausgedient. Eine Untersuchung zeigt nun, dass die Ergebnisse der neuen Lernkultur miserabel sind.
"Damit werden die Schüler betrogen", Stuttgarter Nachrichten, 27.8. Interview mit Matthias Burchardt von Frank Krause

12. August 2015

Change Management am Beispiel des Lehrplans 21

Die Bildungsverantwortlichen in den kantonalen Erziehungsdirektionen haben es während Jahren versäumt, ihre mündigen Lehrerinnen und Lehrer mit stichhaltigen und einsichtigen Argumenten von der Überlegenheit des neuen Lehrplans 21 zu überzeugen. Die unentwegt behauptete Unverzichtbarkeit der Kompetenzorientierung bleibt für viele aufgeklärte Lehrpersonen dubios. Lapidare Erklärungsversuche zeugen von der despektierlichen Haltung gegenüber dem Intellekt der Lehrerschaft.








Matthias Burchardt: "Lehrer sollen mental umprogrammiert werden", Bild: Bildung-Wissen.eu


Wie mit "Change Management" kritische Lehrerkollegen auf Linie gebracht werden sollen, von Fritz Tschudi, 10.8.