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9. Dezember 2020

Wir werden je länger, je dümmer

Das Zeitalter des Wissens ist vorbei», durchfuhr es mich. Ich stand da, in der Hand das Smartphone, im Kopf die Frage der Kinder nach den Planeten des Sonnensystems. Stand da und googelte, was ich doch eigentlich wusste. Lag es an diesem «eigentlich»? Daran, dass Kinder sich alles einprägen – auch Fehlinformationen? Oder lag es schlicht an der digitalen Omnipräsenz von Antworten, allzeit griffbereit, verfügbar und bequem? Immer öfter greifen wir zu Smartphone und Computer, wenn es um Fakten, Rechtschreibung und Routen geht. Warum? Verlassen wir uns lieber auf Google als auf unser Gehirn?

Die Banalität des Blöden, NZZaS, 6.12. von Anna Kardos

6. Februar 2019

Deutsche FDP fordert Massnahmen gegen Mobbing

Nach dem Tod eines Mädchens, das in der Schule gemobbt wurde, fordert die FDP politische Konsequenzen auf Bundesebene. Der Anti-Mobbing-Experte Wolfgang Kindler spricht im Interview über die Selbstmordrate der Opfer, Fehler von Eltern und eine neue Hemmungslosigkeit.
"Schulleiter stellen Mobbing gerne als harmlosen Streit dar", NZZ, 6.2. von Jonas Hermann

25. Oktober 2018

Digitalisierung bringt mehr Bildungsungerechtigkeit


Manfred Spitzer hat ein Buch gegen die „Smartphone-Epidemie“ geschrieben. Er sagt, dass Bilderbücher besser sind als Bildschirme. Und erklärt, was wir von der Smartphone-Nation Südkorea lernen müssen.
"Schüler werden besser, wenn man Smartphones verbietet", Die Welt, 25.10. von Marc Reichwein

12. Oktober 2018

Gallisches Dorf gegen Kuschelpädagogen und Reformtechnokraten


Manfred Spitzer hat viel Prügel eingesteckt für die Behauptung, dass sich der Konsum digitaler Medien nicht unbedingt günstig auf den Bildungsweg auswirke. Mittlerweile gibt es eine stattliche Zahl von Studien, die Spitzers These stützen, und der Psychiatrieprofessor der Universität Ulm muss nicht mehr als einsamer Prediger durchs Land ziehen. Die deutsche Bildungspolitik, die das Thema Digitalisierung rauschhaft für sich entdeckt hat, zeigt an diesen Erkenntnissen wenig Interesse. In ihren Beraterstäben geben sich Industrielle und Informatiker die Klinke in die Hand, assistiert von Pädagogen, die sich auf einen wirtschaftsnahen Begriff von Bildung geeinigt haben.
Lernen im Chatroom, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10. von Thomas Thiel

12. Mai 2018

Vernetzt und doch vereinsamt

Einsamkeit: eine Krankheit, die schmerzhaft, ansteckend und tödlich sein kann. Diese Diagnose macht der deutsche Hirnforscher und Psychiater Manfred Spitzer. Insbesondere soll die «heillose Unverbindlichkeit» in der Welt der unendlichen Kontaktmöglichkeiten der sozialen Medien schuld daran sein.

Breitseite gegen Spitzer

Vom Selfie zum Selbstmord kommt der Professor an diesem Abend in weniger als einer Minute. Er steht auf der Bühne einer deutschen Buchhandlung und blinzelt ins Scheinwerferlicht. «In Amerika hat sich die Suizidrate von Mädchen in nur sieben Jahren verdoppelt.» Der Professor blickt in die entsetzten Gesichter in den ersten Reihen. Egal vor wem er spricht, dieser Vergleich zieht immer: je mehr Facebook und Instagram, desto mehr tote Jugendliche. «Und Sie wissen ja», er holt Luft. «Was in den USA passiert, haben wir zehn, fünfzehn Jahre später auch hier.»
Über einen, der aus Ängsten Geld macht, Tages Anzeiger, 9.5. von Jan Stremmel

3. November 2017

Kunst und Sport wichtigste Fächer

Willenskraft und Selbstkontrolle sind lernbar und das Wichtigste im Leben, sagt der Hirnforscher Manfred Spitzer. Dafür müssen Kinder ins Grüne. Musik und Sport hält er für die bedeutendsten Schulfächer.
Laut Hirnforscher sind Kunst und Sport die wichtigsten Schulfächer, Luzerner Zeitung, 3.11. von Bruno Knellwolf

24. September 2017

Umstrittener Einsatz von Tablets im Kindergarten und in der Unterstufe

«Würden Sie Ihrem sechs Jahre alten Kind erlauben, mit dem Auto durchs Quartier zu fahren, zwischendurch ein Gläschen Wein zu trinken oder einfach im Kinderzimmer zu rauchen?» Diese Frage stellt Markus Niederdorfer aus Summaprada, der auf 32 Jahre Berufserfahrung auf Primar- und Oberstufe zurückblicken kann und derzeit an der Schule Albulatal in Tiefencastel eine Realklasse unterrichtet, rhetorisch an alle Eltern von (bald) schulpflichtigen Kindern. Denn: Die Schuluhren stellen auf das digitale Zeitalter um. Bis im Sommer 2021 muss im Kanton Graubünden jedem Kind der Zugang zur virtuellen Welt im Schulunterricht ermöglicht sein. Und Niederdorfer ist es ein Anliegen, die Diskussion über die Risiken, welche die Nutzung digitaler Medien für Kinder und Jugendliche birgt, öffentlich zu führen, wie er dem BT sagt.
Risiken der digitalen Bildung, Bündner Tagblatt, 23.9. von Enrico Söllmann

17. Oktober 2016

5 Milliarden für 40'000 Schulen

Deutschland will digital aufrüsten: Für 5 Milliarden Euro sollen deutsche Klassenzimmer mit digitaler Technologie ausgestattet werden. Dies ist das Ziel der Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. Doch werden damit die Schulen besser? Der renommierte Neurowissenschafter Manfred Spitzer ist skeptisch. 
Manfred Spitzer fürchtet eine "Bildungskatastrophe", Bild: picture alliance
Wie sinnvoll ist die Digitalisierung der Schulen? Deutschlandradiokultur, 12.10. von André Hatting