11. Oktober 2019

Französisch verliert an Bedeutung


Wenn Sie eine Liste der unbeliebtesten Schulfächer erstellen müssten, Französisch würde sicher auf dem unrühmlichen ersten Platz landen. Auch als Lehrer muss ich gestehen: Mein eigener Franzunterricht in den 80er-Jahren glich einer Kakofonie aus debilen Dialogen («Allô, allô, c’est toi, Simone?»), die ich zwar brav auswendig lernte, aber nur ansatzweise verstand. Dafür kann ich (wie die ganze «On y va»-Generation auch) diese vermeintlichen Alltagsdialoge heute noch aufsagen, als wäre es das Vaterunser. Ja, René, Simone und François waren trotz allem unsere heimlichen Stars aus dem «Welschland». Am Ende der Schulzeit konnte ich aber bloss ein paar Worte auf Französisch stottern, die nur für einen lausigen Party-Gag taugten.
Au revoir, Franzlektionen?!?, Tages Anzeiger Mamablog, 11.10. von Patrick Hersicky

10. Oktober 2019

Überforderung im Umgang mit der sogenannten Integration


Vermehrt war in den vergangenen Wochen zu lesen, dass die schulische Integration von behinderten Schülern vermutlich so nicht wird weitergeführt werden können. Als Grund dafür werden nun vor allem die verhaltensauffälligen Kinder und Jugendlichen genannt, die die Lehrkräfte an den Rand ihrer Belastbarkeit (oder darüber hinaus) führen würden. Dies ist, aus meiner Sicht, eine fatale Argumentation, weil der schwarze Peter hier einer Gruppe von Kindern zugewiesen wird, die nichts dafür können. Bei dieser Argumentation wird ausgeblendet, dass die schulische Integration behinderter Kinder, und dies betrifft sowohl lern- wie auch geistig behinderte Kinder, in der praktizierten Form nicht durchführbar ist.
Die schulische Integration ist auf dem Rückzug, NZZ, 10.10. von Riccardo Bonfranchi

9. Oktober 2019

Solothurn prüft Standortgespräch statt Zeugnisnoten


In der Schule gibt es Noten. Das ist so weit bekannt. Ab wann genau Kinder benotet werden, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Die Solothurner beginnen besonders früh damit: Hier werden Kinder ab der ersten Klasse mit Zahlen beurteilt. Eingeführt wurde diese Regelung erst 2011, es war ein politischer Entscheid. Die Begründung: Mit Zahlen könne den Eltern besser aufgezeigt werden, wie weit ihr Kind ist. Zudem würden Noten für die Schüler zusätzlich motivierend wirken. Lehrer wie auch Schulleiter waren nicht gerade glücklich über diese Änderung. Umso grösser ist jetzt dafür die Freude, dass die Noten möglicherweise bereits wieder abgeschafft werden.
Schulnoten für Erstklässler werden möglicherweise wieder abgeschafft, Solothurner Zeitung, 8.10. von Raphael Karpf

Gelobt und insgeheim missachtet


Wer keine Kinder hat, ist abgehängt. Der weiss nicht, was in den Schulen los ist. Was wird gelehrt, wie sieht das Geschichtsbild aus, gibt es noch einen Literaturkanon, gemeinsame Werte? Keine Ahnung. Die Medien berichten ja nicht über den Lernstoff. Vermutlich sind Journalisten heilfroh, die Schule hinter sich zu haben. Lehrer gelten als Weltfremde, die, kaum der Hochschule entronnen, in die Schule zurück flüchten, statt sich in der freien Wirtschaft zu bewähren. Noch am meisten berichtet wird über Patzer von Lehrpersonen. Dann gucken Journalisten genau hin. So pingelig wie Oberlehrer. Oder wie Schüler, die sich freuen, wenn der Lehrer einen Fehlermacht.
Kleines Lob des Lehrerberufs, Basler Zeitung, 9.10. von Christine Richard

Frühfranz: Die Karawane zieht weiter


Die Primarschule hat viele neue Aufgaben übernommen – weggenommen wurde wenig. Manches kann darum gar nicht genügend geübt werden. Das gilt insbesondere fürs Frühfranzösisch. Doch die Behörden verschleiern.
Wer in den Unterricht hineinzoomt, der sieht, dass hier vieles geschieht – zum Beispiel in der fünften und sechsten Primarklasse des Kantons Zürich: Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik, Mensch-Natur-Gesellschaft (MNG), Religionen, Kulturen, Ethik (RKE), Bildnerisches sowie Technisches und Textiles Gestalten, Musik, Bewegung und Sport, Medien und Informatik. Für diese Bereiche sind 30 Lektionen eingesetzt, zehn allein für die drei Sprachen. Zur Fächeraddition der letzten Jahre kommen die Integration und als Folge die verstärkte Individuation. Beides absorbiert Zeit und erhöht den Anspruch an die Lehrerinnen und Lehrer.


8. Oktober 2019

Übertriebene Benachteiligung


Zwischen Sommer- und Herbstferien greifen die Medien gerne Schulthemen auf. Schliesslich beginnen die Schulen nach den Sommerferien. In den letzten Monaten hat vor allem ein Thema dominiert: das der benachteiligten Buben in den Primarschulen und der diskriminierten männlichen Jugendlichen in der Oberstufe. Der Lehrplan 21 setze auf Fleiss, Einsatzfähigkeit, Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft und Teamfähigkeit – alles Eigenschaften, die den Mädchen zugutekämen. In der Oberstufe würden die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer zu wenig beachtet und gewichtet, was ebenfalls zulasten der männlichen Jugend ausfalle. Die Defizite werden teilweise als so gravierend angesehen, dass vor kurzem ein Vater einen biologischen Nachteilsausgleich für Knaben in der schulischen Ausbildung forderte und mit diesem kuriosen Begehren auf grosse Beachtung stiess.
Überbewertete Diskriminierung der Buben in der Schule, Aargauer Zeitung, 7.10. von Esther Girsberger

4. Oktober 2019

Kindergarten wird verschult


In Zukunft sollen die Kinder mit fünf, wenn sie nach dem August geboren sind mit viereinhalb Jahren, obligatorisch eingeschult werden. Seit der gewonnenen Abstimmung gegen den Beitritt zum Harmoskonkordat weiss man, wie wichtig es den Eltern in unserem Kanton ist, über die Einschulung ihrer kleinen Kinder selber entscheiden zu können. Darum wurde die Freiwilligkeit des Kindergartens im Schulgesetz verankert! Freiwilligkeit und Eigenständigkeit des Kindergartens sind aber nicht mit dem Zyklensystem des Lehrplan 21 vereinbar. Das war immer schon klar. 
Südostschweiz, 3.10. Leserbrief von Marlies Klesse (Komitee Gute Schule Graubünden)

3. Oktober 2019

Baselland kämpft für Lehrmittelfreiheit


Am 24. November stimmt der Kanton Baselland über die Initiative "Ausstieg aus dem Passepartout-Projekt" ab. Gleichzeitig kommt auch die Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in den Promotionsfächern zur Abstimmung. Beide Initiativen wurden von der Starken Schule beider Basel lanciert.
Die Starke Schule engagiert sich für eine freie Lehrmittel-Auswahl. Bild: Starke Schule beider Basel

Glarus revidiert Promotionsordnung


Seit dem Schuljahr 2017/18 gilt im Kanton Glarus der neue Lehrplan in der Volksschule. Die ersten vier Jahre, also bis zum Jahr 2021, wurden als Einführungsphase definiert, während die Promotionsverordnung bewusst nicht angepasst wird, wie es in einer Mitteilung der Glarner Regierung heisst, Dies soll auf den Beginn des Schuljahres 2021/22 passieren. Nun hat die Regierung ihre Anpassungen in die Vernehmlassung geschickt.
Zeugnisse werden zwar nicht abgeschafft, verlieren aber an Bedeutung, Südostschweiz, 2.10.

Kommt die Aargauer Bez unter die Räder?


Im Kanton Aargau dauert die Schulzeit bis zur gymnasialen Matur ohne Kindergarten dreizehn Jahre. In den meisten anderen Kantonen kann die gymnasiale Matur auch in zwölf Jahren erreicht werden. Zurzeit prüft die Regierung, welche Möglichkeiten es gibt, damit leistungsstarke Schülerinnen und Schüler im Kanton Aargau die gymnasiale Matur ebenfalls nach zwölf Jahren erlangen können.
Wird die Schulzeit im Aargau um ein Jahr verkürzt? Das könnte das Ende der Bezirksschule bedeuten, Zofinger Tagblatt, 3.10. von Jörg Meier

Verheerende Evaluation nicht publiziert


Mille feuille ist ein französischer Kuchen aus geschichtetem Blätterteig mit Füllungen aus Konfitüre, Rahm oder Creme – eine Köstlichkeit.Weniger köstlich ist das gleichnamige Lehrmittel für Schüler in verschiedenen Kantonen, darunter die beiden Basel. Viele Schüler, Lehrer und Eltern sind seit Jahren unglücklich mit «Millefeuilles». Die Bildungsverwaltungen hielten jedoch die Kritiker der Lehrmittel mit dem Versprechen hin, die Erfolgsquote erst auswerten zu wollen. 
Schlechte Ergebnisse scheuen das Licht, Basler Zeitung, 3.10. von Franzska Laur

2. Oktober 2019

Studenten unzufrieden mit Ausbildung an der FHNW


An der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) werden die Lehrpersonen der Zukunft ausgebildet — unter anderem auf dem neuen Campus in Muttenz. Doch die angehenden Pädagogen sind mit der Institution, an der sie studieren, offenbar nicht zufrieden.
Dies geht aus einer Studierendenbefragung hervor, die die FHNW letztes Jahr durchgeführt hat. Die Ergebnisse der Befragung liegen Prime News vor. 
Mehr noch: Die Werte sind im Vergleich zur letzten Befragung 2016 sogar gesunken und verharren auf tiefem Niveau. Auf einer Skala von 1 bis 6 bewerten die PH-Studierenden ihre Hochschule gesamthaft mit der Note 3,2. Mit anderen Worten: Die PH ist im Test durchgefallen. Note ungenügend.
Geld reinbuttern wie beim neuen Campus Muttenz genügt offenbar nicht, um Qualität zu liefern, Bild: FHNW

Frauenanteil in Mint-Fächern stagniert

Informatikerinnen sind in der Schweiz etwa gleich rar wie Pflegefachmänner. Dass es typische Frauen- und Männerberufe gibt, ist mitnichten ein Überbleibsel aus finsteren patriarchalischen Zeiten. Die berufliche Segregation zwischen den Geschlechtern ist nicht in Auflösung begriffen. Das zeigen Zahlen des Bundesamtes für Statistik zu den Abschlüssen an Fachhochschulen (FH): In gesundheitlich oder sprachlich ausgerichteten Fächern dominierten 2018 die Studentinnen mit Anteilen von zumeist über 80 Prozent. Zugleich wurde weniger als eines von zehn Bachelor-Diplomen in Elektrotechnik oder Informatik einer jungen Frau verliehen. Der jüngste Bildungsbericht konstatiert: «Die ungleiche Verteilung von Frauen und Männern auf die einzelnen Lehrberufe hat sich trotz Schaffung neuer Lehrberufe nicht vermindert.»
Warum machen junge Frauen einen Bogen um Mathematik und Technik? NZZ, 30.9. von Stefan Häberli

Kindergarten nicht noch weiter verschulen


Gingen Sie, werte Leserin, werter Leser, noch in die «Gvätterlischuel» oder schon in den «Chindsgi»? Abgesehen von einer ungefähren Generationenzuschreibung des Sprechenden offenbaren diese Mundartausdrücke für den Kindergarten auch dessen gesellschaftlichen Stellenwert. «Erwachsene, die sich spielend zu Kindern herablassen», erläutert das Schweizerische Idiotikon den Ausdruck «gvätterle». Das Zürichdeutsche Wörterbuch ergänzt: «etwas ohne Ernst betreiben». Beim verniedlichenden «Chindsgi» schwingt ebenfalls wenig Achtung vor dieser Institution mit. Nicht viel besser ergeht es den dort tätigen Frauen – die Unterrichtenden sind zu 98 Prozent weiblich –, die in den Köpfen vieler ein bisschen Bauklötze stapeln, Papierstreifen kleistern oder mit Fingerpuppen eine nette Geschichte erzählen.
Der Kindergarten darf ruhig wieder mehr zur "Gvätterlischuel" werden, NZZ, 2.10. von Lena Schenkel

30. September 2019

Fragen zur EDK-Digitalisierungsstrategie


Nachdem die Gemeinden schweizweit nun bereits Hunderte von Millionen für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) an ihren Volksschulen ausgegeben haben, folgen jetzt Massnahmen, um die Ziele der EDK-Digitalisierungsstrategie zu erreichen. Die EDK spricht dabei von einer «fundamentalen Neuorientierung im ICT-Unterricht». Doch ICT verändert den Unterricht schon seit mehr als 20 Jahren kontinuierlich. Wieso gerade jetzt die Weichen umgestellt werden sollen, verschweigt die EDK in ihrem Arbeitsplan wie auch in der ICT-Strategie.  Ganz allgemein tappt man bei beiden Papieren grösstenteils im Dunkeln, was die konkrete Umsetzung angeht. Es macht den Anschein, als ob zuerst einmal Geräte, Software und Unterhaltsmandate eingekauft wurden und nun beschlossen wird, was mit diesen Dingen in der Schulpraxis geschehen soll.
Erziehungsdirektoren knausern mit Informationen zur neuen Digitalisierungsstrategie, 30.9. von Urs Kalberer
EDK-Dokumente greifbar unter http://www.edk.ch/dyn/12277.php

Integration um jeden Preis hat einen zu hohen Preis


Kinder mit Lernbeeinträchtigungen zeigen in Regelklassen zwar teils etwas bessere Leistungen, fühlen sich in Kleinklassen aber wohler. Weiter herrsche in integrierten Klassen oft regelrechte Bahnhofsstimmung, konzentriertes Arbeiten sei auch für gute Lerner teils nur mit Gehörschutz möglich. Während die schulische Integration den Kanton und die Gemeinden hohe Summen kostet, führe sie zu neuer Separation der schulisch Stärkeren und besser Betuchten. Diese und andere Schlüsse zogen drei Referenten an einer Veranstaltung am 27. September 2019 in der Helferei in Zürich, zu der der Verein «Starke Volksschule Zürich» eingeladen hatte, um über das Thema Kleinklassen zu diskutieren. 
Schulintegration führt zu Bahnhofsstimmung im Klassenzimmer, Medienmitteilung Verein Starke Volksschule Zürich, 30.9.         

Jahr für Jahr Millionen verpulvert

Ich verlangte als Grossrätin, dass der Regierungsrat die für michuntauglichen Lehrmittel «Mille Feuilles» und «Clin d`Oeil» vorerst mit Versuchsklassen testen müsse. Doch davon wollte Regierungsrat Pulver nichts wissen. Und so wurden denn für diese Lehrmittel Jahr für Jahr ca. 14 Mio. CHF und für Zusatzausbildungen für Lehrpersonen ca. 4 Mio. CHF «verpulvert». Kritische Stimmen betreffend die fragwürdige Didaktik des sogenannten «Sprachbades» wurden ignoriert. 
Jetzt haben wir schon den zweiten Beweis: Das Frühfranzösischlehrmittel ist untauglich, 30.9. von Sabina Geissbühler-Strupler

29. September 2019

Schlechte Französischkenntnisse werden vertuscht

Seit Ende Mai liegt eine Evaluation über Frühfranzösisch vor. Die Behörden publizierten sie aber nie. Weil die Resultate nicht sehr positiv ausfielen?

Die geheime Frühfranzösisch-Studie, Basler Zeitung, 28.9. von Stefan von Bergen. 

"Schlechtes Resultat ist keine Überraschung"


Im Frühfranzösisch ab der 3. Klasse lernen die Kinder offenbar nicht genug. Einmal mehr in der Kritik: das Lehrmittel «Mille feuilles». Die «Berner Zeitung» zitiert am Freitag aus einer Studie, welche dem Frühfranzösisch schlechte Noten ausstellt.
Schlechte Noten für das Frühfranzösisch, SRF Regional, 27.9.

27. September 2019

Eltern sollen über Schuleintritt entscheiden


Gerade mal vierjährig sind die Jüngsten, wenn sie in den Kindergarten kommen. Mit der Harmonisierung des Schweizer Bildungssystems Harmos wurde der Stichtag vom 30. April auf den 31. Juli verschoben: Entscheidende Monate, sagen viele Lehrer. In diesem Alter entwickeln sich die Kinder schnell. Entsprechend hat die Zahl derjenigen Kinder zugenommen, die nicht kindergarten- beziehungsweise schulreif sind. 
Eltern sollen über Schuleintritt entscheiden, BZ Basel, 27.9. von Leif Simonsen

26. September 2019

Mehr Lohn an Aargauer Volksschulen


Wer an einer Aargauer Volksschule unterrichtet, soll in Zukunft mehr Lohn erhalten. Die Lohnkosten sollen um 70 Millionen Franken angehoben werden. Im neuen Lohnsystem wird Berufserfahrung besser honoriert, Quereinsteiger werden zurückgestuft.
Mehr Lohn an Aargauer Volksschulen: Gut angelegtes Geld gegen den Lehrermangel, Aargauer Zeitung, 26.9. von Fabian Hägler

Gehen die Richtigen an die Mittelschulen?


Die Zahlen an Gymnasien explodieren. In Basel schafften 2018 rund 45 Prozent den Zugang. Das erinnert an französische und deutsche Verhältnisse.
„Rekord bei Übertritten ins (Luzerner) Gymi“, „Die Goldküste im gymnasialen Rausch“, „Zuger Gymnasien boomen wie noch nie“, „Ins Gymnasium – auf Biegen und Brechen“. Dies einige der Schlagzeilen der letzten Monate. Die Titel mögen plakativ sein, doch sie verweisen auf einen Trend, der den Bildungsverantwortlichen nicht gleichgültig sein darf: den Hype ums Gymnasium – und die Frage: Gehen die Richtigen an die Mittelschulen?

Heisse Eisen werden nicht angepackt

Die Gefahr von «Staatskindern» bestehttatsächlich, und es ist auch mir unbegreiflich, wie das Bundesgericht zu seinemfragwürdigen Entscheid kam. Balsam für mich als Gegner der ersten Stunde war aber in diesem Artikel die schonungslose Abrechnung mit dem nutzlosen Frühfranzösisch. Dieser Unsinn wurde inzwischen weitherum erkannt, aber trotzdem getraut sich niemand, das heisse Eisen anzupacken und den Leerlauf zu stoppen. Die Probleme mit der Durchmischung der Klassen schliesslich werden meines Erachtens von der Verfasserin zu sehr bagatellisiert. Viele Abteilungen gerade in Städten oder Agglomerationen bestehen oft weitgehend aus fremdsprachigen oder problematischen Kindern, und wenn die Klassen nicht durchmischt sind, können es auch die Elternabende nicht sein. Dass dann die Mütter und Väter keinen Bock mehr haben auf Volksschule und für ihren Nachwuchs nach andern Mitteln und Wegen suchen, ist nachvollziehbar. 
Weltwoche, 26.9., Leserbrief von Hans-Peter Köhli

Mehr Lohn für Zürcher Kindergärtnerinnen


Zürcher Kindergärtnerinnen und Kindergärtner sollen künftig den gleich hohen Lohn erhalten wie Lehrpersonen auf der unteren Primarschul-Stufe. Das will die Zürcher Kantonsregierung. Der tiefere Lohn von Kindergärtnerinnen ist in verschiedenen Kantonen ein Thema. Nur neu ausgebildete Lehrkräfte sollen von der Änderung profitieren.
Zürcher Kindergärtnerinnen sollen mehr Lohn erhalten, SRF Regional, 26.9.

25. September 2019

Nidwalden will Schuleintrittsalter hinaufsetzen


Der Nidwaldner Landrat will reifere Schülerinnen und Schüler. Das Parlament hat am Dienstag die Pläne der Regierung unterstützt, die das Schuleintrittsalter heraufsetzen und dafür das Stichdatum vier Monate vorverlegen will.
Nidwaldner Kinder müssen später in die Schule, Nau.ch, 25.9.