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19. August 2020

Schweiz - eine ehemalige Schulhochburg

Die Schweiz war schon zu Lebzeiten Pestalozzis mit ihrem Bildungssystem den meisten europäischen Staaten weit voraus, wie aktuelle Auswertungen der Stapfer-Enquête von 1799 zeigen. Sie galt um 1800 als eigentliche «Schulhochburg», in der fast alle Kinder die Schule besuchten.

Die Säulen der Volksschule, Condorcet-Blog, 16.8. von Peter Aebersold

21. Juli 2018

Mehr oder weniger Maturanden?

Wie viele Jugendliche die Hochschulreife erlangen sollen, wird von Professoren, Politikern und Bildungsforschern unterschiedlich beurteilt.
Matura, Qualität oder Quantität? - Ostschweizer Kantone unter dem Durchschnitt, Thurgauer Zeitung, 12.7. von Balz Bruder

10. April 2018

Schrulliges und lottriges Gymnasium

Immer mehr Jugendliche wollen ans Gymnasium. Aber wieso? Die Matur ist in die Jahre gekommen. Inhalte sind veraltet, wichtige Kompetenzen werden zu wenig gefördert, die Vorbereitung auf die Uni ist dürftig. Es ist Zeit für eine Totalreform. 
Die Matur - ein Sanierungsfall, NZZaS, 8.4. von Michael Furger

1. September 2017

Schule als Investition in die Zukunft

Früher wurde Eltern mit Bussen oder Haft gedroht, wenn sie ihre Kinder nicht in die Schule schickten. Heute wird Bildung als wertvolles Gut unserer Gesellschaft angesehen und ist nicht mehr wegzudenken. Die Geschichte der Volksschule von ihren Anfängen bis heute.
Bildungsbemühungen zugunsten der jungen Generation sind bereits im Altertum nachzuweisen. Aber Schulen als institutionalisierte Form dieser Bemühungen entstanden erst im Mittelalter aus kirchlichen Initiativen, zunächst als Kloster oder als Dom- und Stiftsschulen mit dem Ziel, die angehenden Mönche und das Kirchenpersonal auszubilden. Die Klöster waren vorerst die wichtigsten Bildungsträger, denn sie unterrichteten zum Teil auch andere, nicht für Kloster und Kirche bestimmte Schüler.
Bildung für alle! NZZ Geschichte, 1.9. von Lucien Criblez

12. Februar 2017

Criblez: "Geschichtsstreit ist ideologisch und mit Sicherheit überzogen"

Mit der Einführung des Lehrplans 21 in der Deutschschweiz wird das Fach Geschichte definitiv Geschichte. Neu wird es gemeinsam mit Geografie und politischer Bildung unter dem Sammelfach «Räume, Zeiten, Gesellschaften» (RZG) subsumiert. Dafür sollen gemäss Richtwert der Macher des Lehrplans für die erste bis dritte Oberstufe je 3 Wochenlektionen vorgesehen werden, also insgesamt 9 Wochenlektionen. Heute liegt der Durchschnitt aller Kantone dafür bei 9,5 Wochenlektionen. Die Bandbreite geht von 6 bis 13.
Geschichte verschwindet als Fach, NZZaS, 12.2. von René Donzé

19. Januar 2017

Gesellschaftliche Erwartungen bestimmen die Schule

Turnen aus militärischen Gründen, Werken wegen Wirtschaftskrisen und das Lernen von Fremdsprachen aus ökonomischen Überlegungen heraus: Eine Studie zeigt, dass die Gestaltung der Schule der letzten 150 Jahre ein Abbild gesellschaftlicher Erwartungen darstellt.
Schulinhalte widerspiegeln gesellschaftliche Erwartungen, Aargauer Zeitung, 19.1.

20. Januar 2016

Sparen: Schulen unter Druck

Der Spardruck macht auch vor den Schulen nicht halt. Lohnkürzungen, grössere Klassen, weniger Freifächer lauten die Forderungen. Die Lehrer sehen ihren Leistungsauftrag in Gefahr. Die Politik bleibt hart. Wie viel Rotstift die Qualität der öffentlichen Schulen beschädigt, scheidet die Geister.













Neben Christian Amsler (Bild) diskutieren Christoph Wittmer, Liselotte Graf-Zünd, Lucien Criblez und Rudolf Minsch. Bild: Screenshot SRF

28. Oktober 2014

Die Sprachenfrage historisch betrachtet

Im 19. Jahrhundert war der Fremdsprachenunterricht in der Volksschule der deutschsprachigen Schweiz auf die Sekundarschulen beschränkt und wurde ausschliesslich wirtschaftspolitisch begründet: Die künftige Elite sollte für eine Laufbahn in anspruchsvollen Berufen Französisch lernen. Für die grosse Mehrheit hingegen galt das Beherrschen mehrerer Sprachen aus pädagogischen Gründen (Überforderung) als unmöglich. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges befürchteten politische und intellektuelle Kreise, die Schweiz könne entlang der Sprachgrenze auseinanderbrechen. Dem Fremdsprachenunterricht wurde deshalb neu eine nationalpolitische Bedeutung zugewiesen: Schülerinnen und Schüler sollten die Landessprachen lernen, die Mehrsprachigkeit der Schweiz sollte Teil ihrer Identität werden. Von einer besseren Verständigung über die Sprachgrenzen hinweg erhoffte man sich einen Beitrag zur Sicherung des nationalen Zusammenhalts. Dieser Anspruch richtete sich im Zuge der geistigen Landesverteidigung an alle Schülerinnen und Schüler.




Die Autoren fordern Kompromissbereitschaft und Mässigung, was uns teuer zu stehen kommt, Bild: germanlessonsgta.wordpress.com

Für eine Mässigung in der Fremdsprachenfrage, NZZ, 28.10. von Lucien Criblez, Anja Guidici und Flavian Imlig

2. Juli 2014

Gemeinsamer Lehrplan wäre auch ohne Kompetenzorientierung möglich

Rudolf Künzli wurde als Teilnehmer eines Seminars zu Lehrplanfragen eingeladen. Ebenfalls dabei waren Lucien Criblez, Christian Amsler und Brigitte Mühlemann. Künzli fokussierte seine Ausführungen auf vier kritische Problemfelder:
1. Der Lehrplan ist erwartungsüberfrachtet.
2. Das Konzept der Kompetenzen und der Kompetenzmodelle ist theoretisch wie praktisch fragil und ungeklärt.
3. Das Kompetenzkonzept etabliert einen problematischen Primat des Könnens vor dem Wissen und anderen Dimensionen des menschlichen Welt- und Selbstverständnisses. 
4. Der Lehrplan 21 gehorcht einer Logik der dysfunktionalen curricularen Differenzierung und Präzisierung der Lehrplanvorgaben.



Künzli: "Die Diskussion über die Konzeption des Lehrplans 21 kommt einerseits zu spät und andererseits zu früh", Bild: www.fhnw.ch



Re-Konstruktion eines beabsichtigten Diskurses zum Lehrplan 21, www.lehrplanforschung.ch von Rudolf Künzli, 28.5.

31. Dezember 2013

Harmonisierung klappt nur mit den Fremdsprachen

Der Bildungsforscher Urs Moser findet den Umfang des Lehrplans 21 nicht zu gross. Dies ermögliche eine Konkretisierung der Inhalte, die für die Lehrmittelautoren, die Lehrer und interessierte Eltern von Vorteil sei. Rudolf Künzli fordert einen baldigen politischen Entscheid in der Fremdsprachenfrage. Denn eine wirkliche Harmonisierung könne nur mit dem Einbezug der Fremdsprachen erreicht werden.
Lehrplan 21 - die Probleme kommen bei der Umsetzung, SRF Echo der Zeit, 30.12. von Rafael von Matt

22. November 2012

Bildungsbericht Nordwestschweiz

Erstmals haben die vier Kantone Basel-Stadt, Baselland, Solothurn und Aargau einen gemeinsamen Bildungsbericht herausgegeben. Er soll als Grundlage für die Diskussion der weiteren Entwicklung dienen. Künftig soll alle vier Jahre ein vierkantonaler Bildungsbericht erscheinen.
Bildungsbericht Nordwestschweiz, von Lucien Criblez et al, Universität Zürich, 2012

6. Februar 2012

Lucien Criblez über die Entwicklung des Lehrerberufs

Im 19. Jahrhundert wurden in den Kantonen Zürich oder Bern nach einem Wechsel der politischen Mehrheitsverhältnisse jeweils die Seminardirektoren ausgewechselt, um einen möglichst umfassenden Einfluss auf Schule und Lehrerschaft zu erlangen. Das ist heute nicht mehr nötig: Die Rektoren haben ihren Sitz oft nur dank einem beweglichen Rückgrat erklommen. Sie sind es sich gewohnt, ihren politischen Meistern zuzudienen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Das Interview mit Criblez ist trotzdem lesenswert.
"Früher wurde durchgesetzt, heute wird verhandelt", NZZ, 6.2. von Beat Grossrieder