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7. Oktober 2020

AVS foutiert sich um Bildungsrat

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) lancierte im Juli 2016 die Initiative «Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen». Die Initiative wurde zurückgezogen zugunsten eines Gegenvorschlages, der von allen wesentlichen Bildungsorganisationen (LVB, AKK, KSL, SSbB) und politischen Parteien unterstützt wurde, nachdem der Regierungsrat das Versprechen abgab, für die Sekundarstufe 1 Stofflehrpläne in Ergänzung zu den Kompetenzbeschreibungen durch das AVS ausarbeiten zu lassen. Das Stimmvolk befürwortete im Juni 2018 an der Urne den ausgewogenen und breit abgestützten Kompromissvorschlag mit 84.2% deutlich.

AVS setzt Beschlüsse des Bildungsrates nicht um, Starke Schule beider Basel, von Jürg Wiedemann, 6.10.

21. April 2020

Richtiger Entscheid des Zürcher Bildungsrates


Die Corona-Krise versetzt die Schulen in einen Ausnahmezustand. Das schlägt sich auch in den Zeugnissen nieder: Der Kanton Zürich hat am Montag bekanntgegeben, diesen Sommer in der Volksschule keine Noten zu vergeben. Statt Bewertungen von 1 bis 6 werden in den Zeugnissen die Bemerkung «nicht benotet» und ein Verweis auf die Corona-Pandemie stehen.
Schule ohne Noten: Der Traum vieler Kinder wird zur Herausforderung für Politik und Gewerbe, NZZ, 20.4. von Nils Pfändler

17. März 2020

Offener Brief an den Zürcher Bildungsrat

Sehr geehrte Frau Bildungsdirektorin
Sehr geehrte Damen und Herren

Gestatten Sie mir, dass ich Ihnen eine Angelegenheit unterbreite, welche in unserem Kanton nicht nur für Gesprächsstoff, sondern zunehmend auch für Ärger und Missstimmung sorgt. Es geht um die Integration in den Volksschulen. Bekanntlich sollen gemäss Theorie sämtliche Kinder in Normalklassen eingeteilt werden, auch wenn sie zum Teil erheblichen Förderbedarf infolge Beeinträchtigungen aller Art aufweisen. Dieses System wurde von Fachleuten von allem Anfang an als untauglich beurteilt; trotzdem setzten es seine Befürworter aus ideologischen Gründen in Kraft und halten auch heute noch krampfhaft daran fest, obwohl die Mängel immer offenkundiger und die Proteste zusehnds lauter werden.
Die Mitglieder des Zürcher Bildungsrates.

Offener Brief an die Mitglieder des Bildungsrates Kt. Zürich, 12.3. von Hans-Peter Köhli

11. Januar 2020

Lehrmittellisten offiziell publiziert

Gestern hat der Kanton Baselland die offiziellen Lehrmittellisten publiziert, welche ab Januar 2020 in Kraft sind. Erfreulich ist, dass der Bildungsrat korrigierend eingegriffen hat: Entgegen der Empfehlung der Arbeitsgruppe Englisch Primar, hat er mit «English Plus» (Verlag Oxford) ein weiteres international anerkanntes Lehrmittel, welches sich nicht nach der Passepartout-Ideologie richtet, auf die Lehrmittelliste gesetzt. Der Bildungsrat hat damit ein klares Zeichen gesetzt, den Volksentscheid vom 24. November 2019 umzusetzen.
Unbefriedigend ist einzig, dass im Fach Französisch für die 3. und 4. Primarklasse kein alternatives Lehrmittel auf der Lehrmittelliste auftaucht. Weshalb das Lehrmittel «Léo et Théo» (Verlag Eli) für die 3. und 4. Klasse Französisch nicht auf die Liste gesetzt wurde, kristallisiert sich in der Zwischenzeit immer stärker heraus.

29. Oktober 2018

Bildungsrat für Lehrmittelfreiheit


Der Baselbieter Bildungsrat empfiehlt der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, den Auftrag des Landrates zur Umsetzung der Initiative «Ausstieg aus dem gescheiterten PassepartoutFremdsprachenprojekt» mit einer Änderung des Bildungsgesetzes umzusetzen. Der Bildungsrat arbeitet bereits seit Juni 2017 – unabhängig von der Initiative – an einem neuen Lehrmittelkonzept. Anstelle eines Verbotes bestimmter Lehrmittel soll künftig jede Lehrperson aus einer Liste von Lehrmitteln frei wählen können. 
Medienmitteilung Bildungsrat Baselland, 29.10.

22. Mai 2018

Überforderter Bildungsrat

Der Bildungsrat ist in seiner heutigen Form halb Legislative, halb Exekutive: ein Fremdkörper im demokratischen System des Kantons Baselland, dessen Zukunft der Landrat zurecht infrage stellt. Der Bildungsrat ist heute nicht demokratisch zusammengesetzt und fällt dennoch weitreichende Entscheide – Entscheide, die politisch motiviert sind und sich in der jüngsten Vergangenheit auch mal als krasse Fehlentscheide herausgestellt haben. Die Stimmberechtigten erhalten am 10. Juni an der Urne die Gelegenheit, den verpolitisierten Bildungsrat durch einen Beirat Bildung zu ersetzen.
Auffällig ist die Nein-Kampagne, welche zurzeit zur Rettung des Bildungsrats in seiner heutigen Form geführt wird. Hinter ihr stecken all jene, die heute im Bildungsrat sitzen, ihre Pfründe verteidigen und davon profitieren, Entscheide in ihrem eigenen Interesse zu fällen. Dominiert wird der heutige Bildungsrat von fünf Vertreterinnen und Vertretern von Lehrerinteressen. Keine Stimme haben hingegen die Schüler, deren Eltern, die Gemeinden und die Schulleitungen.
Dem Beirat Bildung eine Chance geben, Basler Zeitung, 19.5. von Thomas Dähler

17. Mai 2018

Schaffhausen übernimmt sämtliche Kompetenzen des Lehrplans 21

Der Schaffhauser Erziehungsrat hat an seiner Sitzung vom Dienstag den Lehrplan 21 Kanton Schaffhausen formell verabschiedet. Damit habe er einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Einführung 2019/20 gesetzt, teilt der Kanton mit.

12. Mai 2018

Obwalden prüft Aufhebung der Bildungskommission

Die Obwaldner Regierung ist bereit, die Anstellungsbedingungen der Lehrpersonen zu diskutieren und Änderungen der Lehrpersonenverordnung vorzuschlagen. Das hat sie im Rahmen der Vernehmlassung zur Anpassung des Bildungsgesetzes entschieden.
Kanton Obwalden prüft Anstellungsbedingungen der Lehrer, Luzerner Zeitung, 8.5.

8. Mai 2018

Bildungsrat versus Stimmvolk

Der Umbau der Schullandschaft soll im Kanton Baselland offenbar gegen den Willen des Landrats und den des Stimmvolks durchgesetzt werden. Zwei Beispiele dafür:
Nachdem sich das Baselbieter Stimmvolk gegen die vom Bildungsrat beschlossenen Sammelfächer ausspricht, will dieser wöchentliche Einstundenfächer einführen. Da solche in der Praxis nicht umsetzbar sind, käme es über Fächerzusammenlegungen zwangsläufig doch zu Sammelfächern. Dafür notwendige Weiterbildungen für die Lehrpersonen wären allerdings nicht zu finanzieren, was einem Bildungsabbau gleichkäme. Es muss folglich eine Motion eingereicht und eine Initiative lanciert werden, um den Bildungsrat zum Einlenken zu bewegen.
Riesen-Aufwand für 3500 Kompetenzen, Basler Zeitung, 8.5. von Felix Hoffmann

7. Mai 2018

Den Bildungsrat nicht abschaffen

Wie gehen wir mit politischen Entscheiden um, die uns nicht passen? Der in einer Demokratie hierfür vorgesehene Weg besteht darin, die Politikerinnen und Politiker, welche solche Entscheide treffen, nicht wiederzuwählen und stattdessen anderen seine Stimme zu geben. Abstimmungen über neue Gesetze sowie Initiativen bieten uns weitere Möglichkeiten, Einfluss auf die Politik zu nehmen.
Den Bildungsrat nicht abschaffen, Basler Zeitung, 7.5. von Michael Weiss

12. März 2018

Nein zur Abschaffung des Bildungsrats

FDP-Präsident Paul Hofer behauptete im Landrat, das Baselbiet habe seinen Bildungsrat Kaiser Napoleon zu verdanken – obwohl dieser zwölf Jahre vor der Gründung des Kantons Baselland gestorben war. Nein, kein fremder Fürst, sondern Kantonsgründer Stephan Gutzwiller, ein Freisinniger im besten Wortsinn, hatte sich für die Schaffung eines Erziehungsrats – so hiess das Gremium ursprünglich – starkgemacht und ihn als Erster präsidiert. Gutzwiller hatte die grosse Bedeutung der Bildung erkannt. 
Nein zur Abschaffung des Bildungsrats, Basellandschaftliche Zeitung, 12.3. von Roger von Wartburg

7. März 2018

Aargau plant Schaffung eines neukonzipierten Bildungsrats

Die FDP-Fraktion hält den Erziehungsrat für teuer und überflüssig. Der Kanton plant den Erziehungsrat und die Berufsbildungskommission zu einem Bildungsrat zusammenzulegen.
Hohe Entschädigung für wenig Aufwand: Der Erziehungsrat soll aufgelöst werden, Aargauer Zeitung, 6.3. von Jörg Meier

27. Februar 2018

Bildungsrat ist undemokratische Fehlkonstruktion

Viele der unsäglichen und gescheiterten Reformen im Kanton Baselland hat der jetzige Bildungsrat zu verantworten: Beispielsweise Passepartout mit den Lehrmitteln Mille Feuilles, Clin d’œil und New World. Oder die Sammelfächer, welche er gegen den Volkswillen einführen wollte. Auch eine unmögliche Stundentafel mit eineinhalbstündigen Fächern versuchte er durchzusetzen.
Ein undemokratisches Konstrukt, Basellandschaftliche Zeitung, 27.2. Gastkommentar von Alina Isler

16. Februar 2018

Viel zu wenige Urner Schüler erreichen Lernziele im Französisch

Umsetzung des Lehrplans 21, Privatschulen, Homeschooling, Schulleitungen, mangelnde Qualität des Französischunterrichts: Der Urner Erziehungsrat will 2018 schwierige Aufgaben lösen.
Erziehungsrat hat grosse Ziele, Luzerner Zeitung, 16.2. von Bruno Arnold

8. Februar 2018

Landrat will Bildungsrat abschaffen

Der Baselbieter Landrat will den Bildungsrat abschaffen und durch einen Beirat Bildung mit weniger Kompetenzen ersetzen. Er hat am Donnerstag Änderungen des Bildungsgesetzes verabschiedet. Die Vorlage, die der Landrat in zweiter Lesung umbenannte, kommt nun vors Volk.
Landrat entscheidet sich gegen Bildungsrat - aber das Volk hat das letzte Wort, Basellandschaftliche Zeitung, 8.2.

27. Januar 2018

Bildungsrat oder Beirat

Die Ratslinke versuchte gestern wirklich alles, um die Pläne von Bildungsdirektorin Monica Gschwind noch zu durchkreuzen. SP-Bildungspolitiker Roman Brunner, der vor kurzem zum dritten Mal Vater geworden ist, verzichtete sogar auf seinen morgens angekündigten halben Freitag, als klar war, dass die Debatte um die Abschaffung des Bildungsrates sich in den Nachmittag zieht. Die bisherigen Positionen zeigten nämlich, dass es auf jede Stimme ankommen könnte. Stützt das Parlament die Änderung des Bildungsgesetzes in erster Lesung, die den Bildungsrat durch einen «Beirat Bildung» ersetzen möchte? Der Beirat hätte nur noch beratende Funktion und könnte nicht wie der Bildungsrat abschliessend über Stundentafeln und Lehrpläne entscheiden. Diese Kompetenz fiele neu der Gesamtregierung zu.
Bildungsrat spaltet Landrat, Basellandschaftliche Zeitung, 26.1. von Michael Nittnaus

9. Januar 2018

Baselbieter Knatsch um den Bildungsrat

Er will keine Parallel-Regierung: Der Baselbieter FDP-Präsident und -Landrat Paul Hofer wird nicht müde, sein Totschlagargument zu wiederholen. Am 17. März 2016 reichte er seine Motion mit dem Namen «Verfassungskonforme Entscheidungen – Abschaffung Bildungsrat» ein. Jetzt rückt die Erfüllung seiner Forderung ein grosses Stück näher: Am Montag gab die Bildungs-, Kultur- und Sportkommission bekannt, dass sie dem Landrat beantragt, den Bildungsrat abzuschaffen.
Im Baselbiet muss der Bildungsrat wieder einmal zittern, Tageswoche, 8.1. von Catherine Weyer

14. November 2017

Trendwende im Baselbiet

Die goldene Mitte. Zwar kein progymnasialer Streber, aber trotzdem eine bessere Ausbildung als die «allgemeinen Anforderungen», die das Niveau A der Sekundarschule laut Definition erfüllt: Der mittlere E-Zug auf Sekundarebene war im Baselbiet jahrzehntelang der bestbesuchte der drei Sek-Varianten; doch der progymnasiale Zug holte auf (siehe Grafik). Und hat die Ausbildung mit «erweiterten Anforderungen» (E) in diesem Schuljahr sogar erstmals überholt. «Eine Verschiebung hat stattgefunden. Wir können jedoch noch nicht sagen, ob dies eine Tendenz ist oder eine Ausnahme», sagt Beat Lüthy, Leiter des Amts für Volksschulen. «Wir werden die Veränderung weiterhin beobachten.» 

Mittelmässig reicht nicht mehr, Basellandschaftliche Zeitung, 14.11. von Samuel Hufschmid

20. Oktober 2017

Bildungsrat lenkt ein und verhindert Volksabstimmung

Was für eine Wende: Nach Monaten der Verhandlungen hat der Baselbieter Bildungsrat gestern entschieden, die umstrittene erste Fassung der neuen Stundentafel Sekundarschule, die kommenden Sommer in Kraft treten soll, abzu- ändern und den Grossteil der Kritikpunkte zu berücksichtigen (siehe Kasten). Das führt dazu, dass sowohl die hängige Motion als auch die Volksinitiative zurückgezogen werden. Nun ist der Weg frei, die Stundentafel schrittweise beginnend mit den ersten Sekundarklassen auf das Schuljahr 2018/19 hin einzuführen.
Ein Sieg für die Naturwissenschaften, Basellandschaftliche Zeitung, 19.10. von Michael Nittnaus

Bildungsrat ignorierte konstruktive Kritik

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Dass der Baselbieter Bildungsrat seine Ende Mai verabschiedete Fassung der Stundentafel Sekundarschule nochmals überarbeitet hat, wäre ohne den politischen Druck nie geschehen. Erst durch eine breit abgestützte Motion im Landrat sowie eine Volksinitiative der Starken Schule wurde der Bildungsrat zum Einlenken bewegt. Oder deutlicher gesagt: Das Gremium, das eigentlich in Eigenkompetenz über die Stundentafeln befinden kann, ist eingeknickt. Endlich. Und eigentlich viel zu spät.
Bildungsrat zur Raison gebracht, Basellandschaftliche Zeitung, 19.10. Kommentar von Michael Nittnaus