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17. April 2021

Umstrittene Gratis-Mittagessen in der Stadt Zürich

Was seit sechs Jahren an diversen Schulen in der Stadt Zürich getestet wird, soll bald die Norm werden: Stadtrat und Schulpflege wollen ab dem Schuljahr 2023/24 alle Schulen in freiwillige Tagesschulen überführen. Das hat der Stadtrat an seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, wie er mitteilt. Nächstes Jahr soll das Volk definitiv über die Einführung befinden. 

Alle Kinder sollen in der Schule essen, Tages Anzeiger, 15.4. von Ev Manz und Corsin Zander

7. März 2021

Aargauer Regierung will keine flächendeckende Schulsozialarbeit

Grossrätinnen und Grossräte von SP bis FDP wollen, dass überall im Aargau Schulsozialarbeit angeboten wird. Die Regierung antwortet, 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler hätten dieses Angebot bereits.

Grossräte wollen flächendeckend Schulsozialarbeit, Regierung geht Forderung zu weit, Aargauer Zeitung, 5.3. von Mathias Küng

Die Krippe als verklärter Ort der Chancengerechtigkeit

Der Gewerkschaftsbund jubelt – Corona hin oder her. Ein Ziel, das er seit langem anvisiert, erscheint trotz Krise und Rekordverschuldung greifbarer denn je: mehr Bundesgelder für die familienexterne Kinderbetreuung! Die Bildungskommission (WBK) des Nationalrats will das ursprünglich als befristet deklarierte, aber immer wieder verlängerte Impulsprogramm zur Krippenförderung in eine Dauerinstitution überführen und hat eine entsprechende Initiative eingereicht.

Erziehung: Bitte nicht als Service public! NZZ, 2.3. von Claudia Wirz

28. Januar 2021

Freie Fahrt für Schüler zu teuer

Das Anliegen dürfte an der Landratssitzung vom Donnerstag chancenlos sein: Die zuständige Bau- und Planungskommission will keinen Gratis-ÖV für die Sekundarschulen. Sie beantragt dem Parlament mit elf zu einer Stimme, das Postulat von Miriam Locher (SP) abzuschreiben.Die Kommission folgt damit der Empfehlung der Baselbieter Regierung, die erklärt hat, dass eine entsprechende Aufstockung des Budgets für Exkursionen 222’000 Franken kosten würde. 

Kein Gratis-ÖV für Baselbieter Schulklassen, Basler Zeitung, 26.1. von Thomas Dähler

15. November 2020

Stadt Zürich hat kein Geld für Tagesschulen

Zürcher Eltern werden aufhorchen. Die Tagesschulen in der Stadt werden je nach Quartier nicht nur deutlich später eingeführt als erwartet, sie dürften auch mehr kosten. Bislang wussten davon nur Eingeweihte, nun ist es öffentlich. Dies, weil die Alternative Liste (AL) im Gemeinderat eine Debatte zum Thema angestossen hat, die am Mittwoch viel zu reden gab.

Für Tagesschulen fehlen Platz und Geld, Tages Anzeiger, 5.11. von Marius Huber

9. November 2020

Zürcher Regierung will die Kosten für ICT bei den Gemeinden belassen

Der Kanton Zürich soll die Gemeinden und Schulen weiterhin im digitalen Wandel nur unterstützen und Empfehlungen zur Entwicklung abgeben, schreibt der Zürcher Regierungsrat. «Die Gemeinden und Schulen wiederum sind gefordert, die Situation in pädagogischer und technischer Hinsicht laufend zu überprüfen und zukunftsgerichtet die notwendigen Schritte zu unter nehmen.»

Damit nimmt der Regierungsrat ablehnend zu einer Motion Stellung, welche die Dietiker SP-Kantonsrätin Rosmarie Joss gemeinsam mit ihrer Parteikollegin Carmen Marty Fässler (Adliswil) Ende August eingereicht hatte.

Digitaler Wandel: Die Zürcher Regierung will den Schulen keine Lösung vorgeben, Limmattaler Zeitung, 9.11., von Ruedi Burkart

2. September 2020

13. August 2020

Soll Solothurn Privatschulen subventionieren?

Ein Vorstoss von Simone Wyss Send (Grüne) im Kantonsrat soll mehr Transparenz zur Situation der Privatschulen im Kanton Solothurn bringen; etwa zum Verlauf der Bildungskarrieren von Privatschülern und ihren Chancen auf dem Lehrstellenmarkt.

Vorstoss für mehr Transparenz: Soll der Kanton Privatschulen subventionieren? Solothurner Zeitung,  von Rebekka Balzarini

24. Juli 2020

Integrative Schulmodelle deutlich überlegen

Was haben Finnland und Kanada gemeinsam? In der Pisa-Studie belegen sie Spitzenplätze. Eine zentrale Gemeinsamkeit: Beide haben ein 100 Prozent integratives Schulsystem. Alle Kinder mit besonderen Bedürfnissen werden in der Regelschule unterrichtet. Alle Formen von Sonderschulen sind abgeschafft. Neben Pisa gibt es eine ganze Anzahl von weiteren Studien, die eindeutig aufzeigen, dass das integrative Schulmodell dem segregativen deutlich überlegen ist. So hält beispielsweise der Erziehungswissenschafter Klaus Klemm fest, dass «Förderschülerinnen und -schüler in integrativen Settings gegenüber denen in institutionell separierenden Unterrichtsformen einen deutlichen Leistungsvorsprung aufweisen». Aber auch Regelschüler profitieren und zeigen deutliche Lernerfolge. Nicht zuletzt werden die soziale Entwicklung und die «Gesellschaftsfähigkeit» aller Schüler gefördert.

Schulische Integration ist ein Menschenrecht - eine Demontage wider besseres Wissen, NZZ, 23.7. von Eric Scherer

17. Juni 2020

Educa unterzeichnet neuen Vertrag mit Microsoft: deutlich steigende Lizenzkosten

Educa.ch, das Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur Genossenschaft, hat einen neuen Rahmenvertrag mit Microsoft für die Nutzung von Computerprogrammen an Schulen in der Schweiz und in Liechtenstein unterzeichnet. Er ist bis Ende Juli 2023 gültig und dürfte laut Schätzungen etwa Kosten im «tiefen zweistelligen Millionenbetrag» zur Folge haben.

Educa.ch: Neuer Rahmenvertrag mit Microsoft, Computerworld, 17.6.

6. Juni 2020

Geld sparen mit grösseren Klassen

Finanziell lohnt sich das Führen gemischter, grosser Klassen für die Gemeinden im Kanton eher. Durch das heutige System profitieren vor allem grössere Gemeinden, kleinere haben es schwieriger. Während viele davon berichten, dass das System aufgeht, gibt es auch Kritik.

"Erbärmlich": Gemeinden können mit grossen Schulklassen Geld sparen, Oltner Tagblatt, 5.6. von Noëlle Karpf

9. März 2020

Bern braucht Nachtragskredit für Volksschule


Seit 2013 steigen im Kanton Bern die Schülerzahlen insgesamt wieder, nachdem sie zuvor jahrelang gesunken waren. Im letzten Schuljahr gingen 110600 Kinder in die Volksschule, das sind etwa 7000 mehr als 2012. Erstmals seit dieser Trendwende hat der Kanton nun die Kosten für die Schule unterschätzt, wie eine Nachfrage bei der Bildungsdirektion ergibt. Der Regierungsrat muss dem Grossen Rat darum einen Nachtragskredit beantragen.
Mehr Schüler sorgen für Mehrkosten, Bund, 9.3. von Christoph Aebischer

28. Februar 2020

Wenn Ideologie mit der Wirklichkeit kollidiert


An der Zürcher Volksschule zeigt sich, was passiert, wenn egalitäre Ideologie mit der Wirklichkeit kollidiert. Seit zehn Jahren versucht der Kanton krampfhaft, die Wunschvorstellung einer Schule, an der alle Schülerinnen und Schüler – auch solche mit besonderen Bedürfnissen – Platz haben, in die Realität umzusetzen. Doch der Traum der integrativen Schule hat sich bis heute nicht erfüllt.
Zehn Jahre integrative Schule: Statt Förderung herrscht vielerorts Überforderung - das muss sich ändern, NZZ, 28.2. von Daniel Fritzsche

Umsetzung der Integration harzt


Eines Tages steht Dominik* mit all seinen Schulsachen vor der Haustür. Seine Klassenkameraden haben sich lediglich für zwei Wochen Ferien voneinander verabschiedet. Er aber hat all seine Bücher, die Hefte und das Etui im Schulthek dabei. Die Heilpädagogin habe ihn nach Hause geschickt, berichtet er seinen Eltern. Nach den Ferien müsse er an eine andere Schule wechseln.

22. Februar 2020

Bildungsqualität wird auf 10 Prozent eingedampft


Manche Eltern mögen sich die Augen reiben: Hatte man auf eine flächendeckende Lösung gehofft, reichen den Baselbieter Regierungsräten Anton Lauber und Monica Gschwind nun zehn Prozent aller Lehrpersonen, um von «Qualitätssteigerung» zu schwärmen. Für genau so viele gibt es «beschleunigten Lohnanstieg», dank systemsprengender Bürokratiewerden nun die Helden und Heldinnen des Unterrichts ermittelt: Wir wissen dann nicht nur, wer diese sind, sondern auch, wer die wenigen glücklichen Schüler sind, die in den Genuss der ermittelten Qualität kommen und wer die A***-Karte gezogen hat. 90 von 100 Lehrerinnen und Lehrer werden mit ihren Anstrengungen frustriert aussen vor bleiben, und damit die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler. Das gibt ein «wunderbares» Arbeitsklima. In einem solch hanebüchenen System steigt die Leistung nur, wenn diejenigen, die abgestraft werden, sich nicht frustrieren lassen, trotz des Systems Extraefforts leisten – und sich die Eltern von den anderen 10 Prozent nicht blenden lassen. Im letzten Jahrhundert ist das System zusammengebrochen, das auf Belohnung von Helden gesetzt und die Realität ausgeblendet hat. Doch die Betonköpfe, die solche Systeme aushecken, sind geblieben.
Basler Zeitung, 20.2. Leserbrief von Christoph Gassmann

18. Februar 2020

Sprachunterricht für Migrantenkinder


Von A wie Albanisch, über J wie Japanisch, zu V wie Vietnamesisch. In der Schweiz wird HSK-Unterricht in über 40 Sprachen angeboten. Dieser Unterricht in heimatlicher Sprache und Kultur HSK findet neben der normalen Schule statt – am Mittwochnachmittag, am Abend, am Wochenende. Dabei sollen Kinder mit Migrationshintergrund ihre Muttersprache lernen.
Grafik: SRF
Schluss mit dem Einfluss der Heimatländer? SRF, 18.2.

13. Februar 2020

Augenwischerei


Die Hoffnung, mit der geplanten Leistungskomponente für die Lehrerlöhne lasse sich die Qualität der Baselbieter Schulen verbessern, dürfte sich als Augenwischerei entpuppen. Jedenfalls gibt es keine Anzeichen, die darauf hindeuten, dass die Leistungen der Lehrerinnen und Lehrer im Baselbiet ungenügend sind. Bei den Leistungslöhnen für Lehrerinnen und Lehrergeht es einzig darum, diese nicht anders zu behandeln als die übrigen Angestellten der öffentlichen Hand.
Ein Nebengleis, Basler Zeitung, 13.2. von Thomas Dähler

Kompromiss bei Leistungslohn in Baselland gefunden


Die Baselbieter Regierung und die Standesverbände der Lehrerschaft sowie die Schulleitungen haben sich auf Eckpunkte zum zukünftigen Mitarbeitergespräch (MAG) für das unterrichtende Personal geeinigt. Dieses Gespräch wird neu die Voraussetzung für eine allfällige Lohnerhöhung sein.

29. Januar 2020

Arbeitskonflikt: Schulbehörde unterliegt vor Gericht


Es ist eine unschöne und ärgerliche Geschichte für die Oberstufe Weesen-Amden (OSWA). Sie handelt von drei Lehrern, die 2014 von einem Tag auf den anderen krank geschrieben wurden, der ehemaligen Taggeldversicherung der OSWA und einem Rechtsstreit, in welchem die ganze Sache gipfelte. Dieser ist nun ad acta gelegt: Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hat in allen drei Fällen gegen die Schule und für die damalige Versicherung entschieden. Der erste Fall wurde bereits Anfang letztes Jahr verhandelt (Ausgabe vom 25. Januar 2019). Mit seinem Urteil zieht das Gericht den Unmut der Schulbehörden auf sich, die nun auf Kosten in der Höhe von 450 000 Franken sitzen bleiben. Und auch wenn der Schulpräsident der OSWA, Andreas Mang, diesen Betrag im Gespräch relativiert, sei das Urteil des Gerichts für die OSWA stossend. Weiterziehen will sie das Urteil aber nicht.
Andreas Mang, Schulratspräsident, nimmt Stellung zum Fall, Bild: Urs Schnider
"Auslöser war ein Streit über eine neue Unterrichtsmethode", Südostschweiz, 28.1. von Urs Schnider