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5. August 2020

Schutzmasken: Das grosse föderalistische Ringelreihn

Luzern, Jura und Neuenburg haben bereits die Maskenpflicht für Gymnasien eingeführt, doch wie sieht es in den anderen Kantonen aus? Und was passiert eigentlich, wenn ein Kind in einem Risikoland in den Ferien war?

Eine Übersicht im Dickicht der kantonalen Massnahmen:

In diesen Kantonen gilt ab nächster Woche eine Maskenpflicht in den Schulen, Watson, 4.8. von Dennis Frasch

4. März 2016

Föderalismus in der Diskussion

Was ist eigentlich besser? Ein zentrales Bildungssystem, bei dem alle Inhalte und Prüfungen im Land gleich sind oder ein dezentrales, bei dem jedes Bundesland selbst entscheidet? Deutschland, die Schweiz und Kanada haben dazu jetzt eine Vereinbarung unterzeichnet.
Föderalismus in der Diskussion, Deutschlandfunk, 3.3. von Claudia van Laak

17. Oktober 2015

Träges Bildungswesen

1798 war es, in der kurzen Zeitspanne der Helvetik. Da mahnte der damalige Minister für Erziehung und Kultur, Philippe Albert Stapfer, bei der Ausarbeitung des ersten Volksschulgesetzes: «Primär muss die Sicht aufs grosse Ganze Vorrang haben - im Geiste eines zu schaffenden Esprit public, eines Gemeinsinns der ganzen Bürgergesellschaft.» Diese Forderung von damals ist angesichts des verstärkten Standortföderalismus und des komplexer gewordenen Bildungswesens inzwischen noch dringlicher geworden.
Anforderungen der Wissensgesellschaft, NZZ, 17.10. Gastkommentar von Hans Zbinden

9. Juni 2015

Wie viel Harmonisierung braucht es?


Eigentlich müssten die kantonalen Erziehungsdirektoren in Feierlaune sein. Das überwältigende Ja zum Bildungsartikel in der Bundesverfassung jährt sich bald zum zehnten Mal. Das Stimmvolk sprach sich 2006 mit 86 Prozent für die Angleichung der 26 verschiedenen Bildungssysteme der Kantone aus. Familien und Lehrer sollten endlich problemlos von einem Kanton in den anderen ziehen können.
 

 
 
 
 
Die Harmonisierung ist vor allem bei den Fremdsprachen vonnöten, Bild: Urs Jaudas
 
Gutachten sind keine Lösung, Tages Anzeiger, 9.6. von Anja Burri



 

25. März 2014

Zielkonflikt Föderalismus vs. Harmonisierung

Der Westschweizer Korrespondent der NZZ, Christophe Büchi versteht sich als Vermittler zwischen dem deutsch- und dem französischsprachigen Kulturraum. Natürlich macht auch er sich Gedanken zu Bundesrat Berset und dessen Drohungen in der Frage der Primarfremdsprachen.


"Französisch erst ab Oberstufe ist zwar bedauerlich, aber man muss es akzeptieren"

Schulföderalismus, ade? NZZ, 25.3. von Christophe Büchi

15. Februar 2013

"Arbeiten bei euch in der Schweiz keine Frauen als Lehrpersonen?"

Der St. Galler Erziehungsrat Daniel Schönenberger macht sich anlässlich eines Austauschprojekts mit einer Schule in Polen Gedanken über unser Schulsystem.
Eine Reflexion über unser Schulsystem, Kanton St. Gallen, 15.2.

17. Juli 2012

Grundlegende Informationen zu kantonalen Bildungssystemen

Welche Kantone verfügen bereits heute über ein Kindergarten-Obligatorium? Wie viele Lektionen pro Woche werden in den einzelnen Schuljahren unterrichtet? In welchem Schuljahr beginnt der Unterricht in der 1. und 2. obligatorischen Fremdsprache?
Antworten darauf - und auf rund 180 weitere Fragen - sind in der aktualisierten Kantonsumfrage der EDK zu finden.

Föderalismus im Bildungssystem führt zu zusätzlichem Informationsbedarf, Bild: petri-heil.ch
Kantonsumfrage der EDK 2011/12, EDK

30. Mai 2012

Schulleistungstests zu teuer

Harmos sieht vor, dass die Schulleistungen regelmässig evaluiert werden (Monitoring). Auch der neue Lehrplan 21 setzt regelmässige Leistungserhebungen voraus, denn die gesetzten Ziele müssen auch kontrolliert werden. Neben den bereits bestehenden Schulvergleichen (PISA), Aufnahmeprüfungen und Leistungsmessungen (Basic Check, Multi Check) kommt also eine Testlawine auf unser Schulsystem zu. Diese Entwicklung wird zu einer weiteren Aufblähung des Verwaltungsapparates führen. 
Walter Herzog, Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Bern, setzt sich kritisch mit den Tests auseinander. Er findet, die Tests seien die Kosten nicht wert, die sie verursachen.

Walter Herzog: "Keine gesamtschweizerischen Tests möglich", Bild: standard.at
Tests sind die Kosten nicht wert, die sie verursachen, PH akzente, 2/2012

6. Mai 2012

Schulfranzösisch auf der Kippe

"Wenn wir jetzt plötzlich über ganze Gruppen oder Klassen reden, wenn Dispensationen vom Französischunterricht institutionalisiert werden, dann ist das besorgniserregend." Dies sagt die jurassische Bildungsdirektorin Elisabeth Baume-Schneider (SP). Grund für ihre Besorgnis ist ein Schreiben des St. Galler Bildungschefs Stefan Kölliker (SVP). Er will von der EDK wissen, ob Harmos "grundsätzliche Befreiungen / Ausschlüsse" lernschwacher Schüler zulasse. Das bedeutet, dass ganze Gruppen oder gar Klassen vom Französischlernen dispensiert werden könnten. Der Brief landet bei der EDK nun auf der Traktandenliste.

St. Gallen stellt Französischunterricht infrage
Adieu le français! Der Sonntag, 6.5. von Florence Vuichard

17. Januar 2012

Homeschooling in der Schweiz

Homeschooling bedeutet, dass die Kinder nicht in der Schule, sondern zuhause unterrichtet werden. Gründe für ein solches Vorgehen sind Skepsis gegenüber dem Staat und Zweifel an der Qualität der Schulen. In der Schweiz werden folgende Vorbehalte gemacht: Die Kinder würden durch Homeschooling zu wenig sozialisiert und würden zu wenig lernen. Die Bewilligungspraxis in der Schweiz ist sehr unterschiedlich, wie die Darstellung zeigt.
Masterarbeit Stefan Schönenberger, PHZ 2010

23. Dezember 2011

Urner haben mehr Französisch

Anders als in den umliegenden Kantonen beginnt im Kanton Uri der Französischunterricht erst auf der 1. Oberstufe. Um den Anschluss an die restlichen Zentralschweizer Kantone mit Frühfranzösisch nicht zu verlieren, wird die Zahl der Französischlektionen ab Schuljahr 2012/13 auf der 1. Oberstufe von heute vier auf neu fünf Lektionen erhöht. Damit erhalten die Urner Jugendlichen in der 1. Oberstufe zwei Lektionen mehr Französisch als ihre Kollegen in den anderen Kantonen. 
Diese Massnahme dürfte sich auszahlen. Ein späterer Beginn mit mehr Lektionen ist erfolgversprechender als eine zeitlich lange dafür dünne Lektionsverteilung. Gratulation: Da könnten andere Kantone noch viel lernen.
Mehr Französisch für Urner Oberstufenschüler, Neue Luzerner Zeitung, 23.12.

2. August 2011

Weiterhin Anerkennungsprobleme bei Lehrdiplomen

Man wähnt sich in längst vergangenen Zeiten: Letzte Woche wurde ein Fall publik, bei dem einer in Luzern ausgebildeten Schulmusikerin das Diplom in ihrem Heimatkanton Tessin nicht anerkannt worden ist. Ihre schriftliche Bewerbung wurde folglich nicht zum Auswahlverfahren für eine freiwerdende Stelle zugelassen. Die Tessinerin studierte an der Musikhochschule Luzern Schulmusik II und absolvierte an der PH Zentralschweiz in Luzern eine pädagogisch-didaktische Ausbildung. 
Das Tessiner Erziehungsdepartement halte sich konsequent an die Vorgaben der EDK. Diese wiederum gibt den schwarzen Peter weiter an die Hochschulen, die es verpasst hätten, die notwendige Anerkennung einzuholen. Besonders störend ist der Fall, da der Tessin seit Jahren keine eigene Ausbildung von Musiklehrern für die obere Mittelstufe mehr anbietet. Ein Tessiner Politiker findet, bei der EDK herrsche aufgrund der vielen neuen Abschlüsse "eine gewisse Konfusion". Die Stelle wurde übrigens an eine Bewerberin aus Italien vergeben.
Bericht in der NZZ, 2.8. (Peter Jankovsky und Martin Merki)
Luzerner Musik-Diplome werden nicht überall akzeptiert Neue Luzerner Zeitung, 24.7. Politiker schalten sich ein Neue Luzerner Zeitung, 25.7.

26. Juli 2011

Rumantsch Grischun ausgebremst

Erziehungschef Martin Jäger (SP) macht eine Weichenstellung seines Vorgängers und Parteifreundes Claudio Lardi rückgängig. Er schlägt vor, in den romanischen Schulen neben Rumantsch Grischun (RG) nun auch Lehrmittel in den fünf romanischen Idiomen zuzulassen. Der Druck der Gemeinden und der in einem Verein organisierten Gegner des RG war zu gross. Zwei Einsichten drängen sich bei diesem Entscheid auf:
1. In Graubünden hat die Bevölkerung noch immer einen starken Einfluss auf das Geschehen in der Schule. Eine Volksschule, die auch vom Volk getragen ist, ist grundsätzlich eine gute Sache.
2. Der Föderalismus nimmt in Graubünden Züge an, welche nicht mehr nachvollziehbar sind. Bereits die drei Kantonssprachen strapazieren eine einheitliche kantonale Schulpolitik erheblich. Nun breitet sich über Romanischbünden ein Flickenteppich von sechs (RG + die fünf Idiome) unterschiedlichen Schulsprachen aus, der nicht mehr zu koordinieren oder zu vergleichen ist. Ich denke dabei auch an die Aufnahmeprüfungen in Romanisch.
Bündner Regierung macht Kehrtwende (Bericht Regionaljournal DRS) 26.7.
Berichterstattung des Schweizer Fernsehens