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15. April 2021

Passepartout-Lehrmittel im Sturzflug

In den beiden Basel können Lehreinnen und Lehrer seit diesem Schuljahr aus einer Liste mit Lehrmitteln für Französisch und Englisch auswählen. Nun zeigen Zahlen aus dem Kanton Baselland, dass auf der Sekundarstufe die bisherigen umstrittenen Lehrmittel kaum mehr bestellt werden.Von rund 180 Lehrpersonen, die neue Lehrmittel bestellt haben, haben sich noch zwei für "Clin d'oeil" entschieden und elf für "New World". Eine ähnliche Entwicklung ist in Basel-Stadt zu beobachten. 

Lehrer wenden sich ab von Mille feuilles und Co. SRF Regional, 14.4. von Benedikt Erni

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5. November 2020

Kommission will Lehrmittel-Liste

Die Bildungskommission (BiK) des bernischen Grossen Rats findet es gut, dass die Sonderschulbildung im Kanton Bern neu unter das Dach der Bildungs- und Kulturdirektion kommen soll. Für sie sollte das aber auch bei der Frühförderung so sein.

Grossratskommission will ganze Sonderpädagogik unter einem Dach, sda, 4.11.

31. August 2020

Schein-Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt

Die grosse Mehrheit der Schüler/-innen erreichen mit den Passepartout-Lehrmitteln «Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» die Lernziele nicht: Die beiden Basler Halbkantone haben bei den gesamtschweizerischen Tests am Ende der Primarschule im Fach Französisch am schlechtesten abgeschnitten. Die Fremdsprachenlehrpersonen machen dafür die untaugliche Passepartout-Ideologie verantwortlich. Während der Kanton Basel-Landschaft reagiert und eine «geleitete» Lehrmittelfreiheit realisiert hat, bewegt sich der Stadtkanton nur wenig.

Schein-Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt, Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 31.8.

13. April 2020

Starke Schule hält trotz Einlenken von Cramer an Initiative fest

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) nimmt diegestrige Medienmitteilung des Basler Erziehungsdirektors Conradin Cramer positiv zur Kenntnis. Dass sich das Erziehungsdepartement (ED) in der Lehrmittelfrage bewegen will, ist begrüssenswert. Neu sollen nicht nur in Mathematik, sondern auch in den Fächern Deutsch und Französisch weitere Lehrmittel in die kantonale Lehrmittelliste aufgenommen werden, mit welchen die Lehrpersonen vor allem das heftig umstrittene „Mille feuilles“ ersetzen können.
Die Bildungsagenda von Regierungsrat Cramer ist unklar, Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 7.4.

Basel führt Lehrmittelfreiheit auch für Fremdsprachen ein


Im Kanton Basel-Stadt haben die Lehrpersonen bald mehr Spielraum bei der Wahl der Lehrmittel. Ab dem Schuljahr 2020/21 wird die Lehrmittelfreiheit nicht nur für Mathematik, sondern ebenso für Französisch und Englisch eingeführt.
Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt auch für Französisch und Englisch, sda, 6.4.

31. März 2020

FDP mit Starker Schule gegen Eymann und Cramer

Seit zwei Jahrzehnten befinden sich die Schulen in der Hand der LDP. Zuerst war Christoph Eymann Vorsteher des Erziehungsdepartements. Vor drei Jahren übernahm sein Parteikollege Conradin Cramer. Namentlich in der Ära Eymann wurden grosse Schulreformen durchgeführt, die bis jetzt noch nicht völlig abgeschlossen sind.
Nadine Gautschi (FDP) und Katja Christ (GLP) kämpfen zusammen gegen die LDP-Bildungspolitik, Bild: Kenneth Nars
FDP mit Frontalangriff auf die LDP: Eine neue Initiative verlangt freie Lehrmittelwahl, BZ Basel, 31.3. von Jonas Hoskyn

10. März 2020

Auch in Bern Alternative zu Passepartout-Lehrmittel


Heute werden alle Dritt- bis Sechstklässler mit dem Lehrmittel «Mille feuilles» unterrichtet. Ab der siebten Klasse folgt «Clin d'oeil». Auf die beiden Lehrmittel haben sich sechs Kantone, darunter Bern, einst im Rahmen des Projekts Passepartout verständigt.
Lehrmittel "Mille feuilles" soll Konkurrenz erhalten, Bund, 10.3. 

26. Februar 2020

Solothurn unzufrieden mit Französisch-Lehrmitteln


Kritik: Die beiden Lehrmittel «Mille feuilles» und «Clin d’oeil» sind bereits seit Jahren umstritten. So wird etwa kritisiert, dass der Aufbau der Bücher zu wenig strukturiert sei. Die Universität Freiburg hat die Bücher auch untersucht. Das Ergebnis: Schülerinnen und Schüler erreichen mit den beiden Lehrmitteln die Lehrziele bei Weitem nicht. Die Solothurner Regierung kritisiert nun auch, dass der zuständige Verlag spät auf die Kritik reagiert habe.
Fällt Obligatorium bei Französisch-Büchern, SRF Regional, 25.2.

24. Februar 2020

Berner Motion zur Erweiterung der obligatorischen Fremdsprachenlehrmittel


Ich verlangte als Grossrätin, dass der Regierungsrat die für mich untauglichen Lehrmittel «Mille Feuilles» und «Clin d`Oeil» vorerst mit Versuchsklassen testen müsse. Doch davon wollte Regierungsrat Pulver nichts wissen. Und so wurden denn für diese Lehrmittel Jahr für Jahr ca. 14 Mio. CHF und für Zusatzausbildungen für Lehrpersonen ca. 4 Mio. CHF «verpulvert». Kritische Stimmen betreffend die fragwürdige Didaktik des sogenannten «Sprachbades» wurden ignoriert. Mein Argument, dass das Bad gross sei wie ein See und die Kinder als Nichtschwimmer/-innen ohne Schwimmhilfen (Rechtschreibung, Grammatik oder Wörtlilernen) verloren seien, wurde negiert. 
Das Frühfranzösischlehrmittel ist untauglich! Sabina Geissbühler-Strupler, 23.2.

22. Februar 2020

Die Spuren von Trump im Basler ED


Der amerikanische Präsident hat gemäss einem Faktencheck der „Washington Post“ die Zahl der falschen oder irreführenden Aussagen seit seinem Amtsantritt massiv gesteigert. Von 1999 im Jahre 2017, 5689 2018 auf 15’413 bis zum 10.12.2019.

Seine Beraterin Kellyanne Conway hat dafür den Begriff „alternative Fakten“ geprägt, Donald Trump selbst spricht von „übertriebenen Übertreibungen“. (exaggerated hyperbole)

In der Literatur ist das Phänomen der verzerrten Erfassung von unbequemen Wahrheiten ein beliebtes Sujet. Marcel Proust stellt fest, dass die Wirklichkeit nicht in die Welt des Glaubens dringe, Aldous Huxley schreibt, Tatsachen schaffe man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriere, und Mark Twain erklärt, man müsse die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen könne. Der US-Senator Patrick Moynihan schliesslich verteidigt das Recht auf eine eigene Meinung: Aber keiner habe das Recht auf seine eigenen Fakten.
Réveille-toi, Conradin. Vite! Basler Zeitung, 21.2. von Roland Stark

13. Februar 2020

Nur für Leute, die Französisch bereits beherrschen


Die Lehrmittelfreiheit scheint die einzige Möglichkeit zu sein, den Lehrpersonen wieder einen Unterricht zu ermöglichen, der den Schülerinnen und Schülern angemessen ist. Mit grenzwertigem ideologischem Eifer haben in den letzten 15 Jahren Optimierer und Besserwisser an Fachhochschulen und in Departementen Lehrmittel top­down  verordnet, die zwar ihren skurrilen pädagogischen Wunschträumen entsprachen, nicht aber für das alltägliche Lernen taugten. So auch die aufwendigen Französisch­Konvolute «Mille feuilles»und«Clind’œil». Beide sind durchaus interessant, liebevoll gestaltet, voller wissenswerter Beiträge,wunderbar. Allerdings nur für Leute, die Französisch als Muttersprache beherrschen und ihre Kenntnisse darüber hinaus noch erweitern möchten.
Basler Zeitung, 12.2. Leserbrief von Felix Schmutz

12. Februar 2020

Christ und Cramer kreuzen die Klingen

Katja Christ kämpft mit einer Initiative gegen die «Passepartout»-Lehrmittel. Erziehungsdirektor Conradin Cramer stellt sich ihr erstmals im TV-Streitgespräch.
Eine Initiative bringt plötzlich Bewegung in die Basler Lehrmitteldiskussion, Bild: Screenshot Tele Basel.
Cramer vs. Christ: Streit um Lehrmittel, Telebasel, 11.2.

11. Februar 2020

Bern offen für alternative Franzlehrmittel

Die Schulen im Kanton Bern können im Französisch-Unterricht womöglich schon bald zwischen zwei verschiedenen Lehrmitteln auswählen. Der Regierungsrat ist grundsätzlich offen, das sogenannte Wahlobligatorium zuzulassen.
Bald Wahlobligatorium auch in Bern, Bild: Valérie Chételat
Alternative zu "Mille feuilles" im Kanton Bern in Sicht, Bund, 10.2.

9. Februar 2020

Bahnt sich in Basel eine Wende an?

Für den Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer dürfte es ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen gewesen sein. Letzten Mittwoch hat er verkündet, dass die Basler Lehrerinnen und Lehrer für den Mathematikunterricht in den Primar­ und Sekundarschulen künftig zwischen mehreren Lehrmitteln auswählen können. Einen Tag später hat ein Initiativkomitee aus Vertretern mehrerer Basler Parteien ein Volksbegehren gestartet, das die Lehrmittelfreiheit in Basel­-Stadt generell gesetzlich verankern will. Das Zugeständnis an die Lehrerschaft ist letztlich auch das Eingeständnis, dass nicht alles, was seinerzeit unter dem Label Reformpädagogik eingeführt wurde, auch erfolgreich war.
Die Mathematikdefizite der Basler Schülerinnen und Schüler sind spätestens seit Mai 2019 aktenkundig. Bei den ersten gesamtschweizerischen Schultests nämlich, deren Ergebnisse im letzten Mai publiziert wurden, hat BaselStadt abgeschlagen auf dem letzten Platz unter den 26 Kantonen abgeschlossen – ausgerechnet derjenige Kanton, der bei Schulreformen immer zuvorderst dabei war.
Die Abkehr vom Reformglauben, Basler Zeitung, 8.2. von Thomas Dähler

6. Februar 2020

Volksbegehren setzt Erziehungschef unter Druck


Die Folgen der ungenügenden Passepartout­Lehrmittel–«Mille feuilles», «Clin d’œil» und «New World»–können nach den verheerenden Resultaten und den Ergebnissen von vier unterschiedlichen Studien nicht mehr geleugnet werden: Die Schüler von Basel­Stadt sind die schlechtesten der Schweiz. 60 Prozent von ihnen haben nach wie vor den Französisch­Koller. Obwohl bei der Einführung der Passepartout­Lehrmittel grossmundig das Gegenteil versprochen wurde, und nachdem alleine in die Entwicklung dieser Lehrmittel rund 50 Millionen Franken investiert wurden.
Angriff auf die Passepartout-Ideologie in Basel, Basler Zeitung, 6.2. von Daniel Wahl

5. Februar 2020

Lehrmittel-Vorschlag geht Initianten zu wenig weit


Das Komitee «Starke Schule beider Basel» lanciert in Basel-Stadt eine Volksinitiative für Lehrmittelfreiheit. Die angekündigten Lockerungen des Erziehungsdepartements gehen dem Komitee zu wenig weit.
Neue Volksinitiative fordert Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt, Basler Zeitung, 5.2.

Starke Schule lanciert Initiative für Lehrmittelfreiheit

Die Starke Schule beider Basel lanciert heute ihre erste Bildungsinitiative im Kanton Basel-Stadt mit dem Titel «Lehrpersonen dürfen diejenigen Lehrmittel einsetzen, mit welchen sie die Schüler/-innen am besten fördern können». Angestrebt wird eine «echte» Lehrmittelfreiheit, welche den Lehrpersonen ermöglicht, die Passepartout-Lehrmittel «Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» durch bewährte und klar strukturierte Lehrmittel zu ersetzen.

Basel will "Lehrmittelfreiheit" einführen


Das Basler Erziehungsdepartement (ED) reagiert auf die Kritik der Volksschullehrer an den Lehrmitteln. Am Dienstag teilte es mit, dass die Mathelehrer künftig auswählen können; die Lehrmittelfreiheit soll bereits im nächsten Jahr eingeführt werden. In Geduld müssen sich derweil die Französischlehrer üben, obwohl ihr «Mille feuilles» weit umstrittener ist als das Mathelehrmittel. In der Mitteilung heisst es lediglich: «Der Erziehungsrat begrüsst weitere Ausweitungen der Lehrmittelliste. Für die Fächer Deutsch und Französisch wird er in den nächsten Monaten konkrete Entscheide treffen.»
Basel-Stadt führt Lehrmittelfreiheit ein, BZ Basel, 5.2. von Leif Simonsen

29. Januar 2020

Massive Kritik an Basler Schulsynode


Die Plattform des landesweit aktiven Vereins Condorcet-Bildungsperspektiven übt massive Kritik an der Freiwilligen Schulsynode Basel-Stadt. Im neustenBlog-Beitrag bezichtigt Autor Alain Pichard die Standesorganisation der BaslerLehrkräfte der Staatsnähe. Ausgelöst hat die Schelte ein Brief von Präsident Jean-Michel Héritier an die Mitglieder, in welchem die Mitglieder gebeten werden, das Ziel Lehrmittelfreiheit nicht zu politisieren. Im Nachbarkanton Baselland ist die Lehrmittelfreiheit vom Volk an der Urne beschlossen worden. Die Freiwillige Schulsynode wolle die geleitete Lehrmittelfreiheit im Kanton Basel-Stadt «auf dem Verhandlungsweg» mit dem Erziehungsdepartement aushandeln. Eine Politisierung würde dabei «eine ungewollte Verzögerung der erhofften Fortschritte zur Folge haben», heisst es in dem Schreiben. Condorcet führt eine Liste materieller Vorteile und Arbeitserleichterungen auf, die für die Freiwillige Schulsynode einer «Stillhalteprämie» zu fast allen Schulreformen gleichkomme, auch bei Drangsalierungen von aufmüpfigen Kollegen durch die Erziehungsdirektion. «Die Freiwillige Schulsynode nickt oder schweigt»,heisst es in dem Blog-Beitrag. Dabei würde in Basel-Stadt die «Pleitereform Frühfranzösisch» durchgezogen, Gegner der Schulchecks würden in den Senkel gestellt und Kleinklassen abgeschafft.Die Zahl der Versager etwa in Mathematik sei entsprechend rekordverdächtig. Im Trägerverein von Condorcet engagieren sich mit DanielGoepfert und Roland Stark auch zwei frühere Basler SP-Grossräte.
Massive Kritik an der Freiwilligen Schulsynode, Basler Zeitung, 29.1.