Posts mit dem Label Grin François werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Grin François werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

9. Juli 2016

Le terrible simplificateur

Der Genfer Professor François Grin simplifiziert. Er spricht, als ob es bei der aktuellen Fremdsprachendebatte bezüglich des Französischen um "alles oder nichts" gehe. Aber niemand will das Französisch streichen. Niemand will, dass die Kinder am Ende der Schulzeit schlechter (ist das noch möglich?) Französisch sprechen. Die dauernden Manipulationen auch aus Kreisen der Hochschulen sind symptomatisch für die Panik, die angesichts der geforderten Mitsprache des Volkes beim Sprachunterricht herrscht. 
Für Grin ist offenbar Französisch zur Vermittlung der französischen Kultur und für den Zusammenhalt der Nation nur ab Primarschule vorstellbar. Kulturvermittlung und nationale Kohäsion sollen also ab der Sekundarstufe I nicht mehr möglich sein?
Schliesslich noch die Wahrnehmung der englischen Sprache. Wiederholt wird diese als Wirtschafts- und Geldsprache reduziert, ja diffamiert. Sind es Überbleibsel der einstigen Vormachtstellung der "Grande Nation", die Französischsprachige noch heute dazu verleiten, das Englische dermassen einseitig als Ausdruck von Macht und Business wahrzunehmen? Wieso sollen ausgerechnet Primarschüler die Vorzüge der französischen Küche, Kunst und Literatur kennenlernen, noch bevor sie eine Ahnung der kulturellen Leistungen ihrer eigenen Umgebung haben? (uk)
Grin: Auch Kassiererinnen und Maurer brauchen Französisch, Bild: www.tdg.ch
"Mit Englisch beeindruckt man niemanden", Basler Zeitung, 7.7. von Tina Huber

28. September 2015

François Grin:"Ohne Mehrsprachigkeit gibts keine Schweiz"

Der Genfer Sprachökonom François Grin hat die aktuelle eidgenössische Jugendbefragung wissenschaftlich geleitet. Wie steht die Jugend zu Mehrsprachigkeit und kultureller Vielfalt? Kann und will sie das Potenzial nutzen?











Grin sieht die Mehrsprachigkeit bedroht, Bild: RTS
François Grin: "Ohne Mehrsprachigkeit gibts keine Schweiz", Radio SRF, Tagesgespräch, 28.9. von Marc Lehmann

Enttäuschendes Niveau bei den Landessprachen

Der Genfer Sprachwissenschaftler François Grin ist enttäuscht über die Sprachkompetenzen, wie sie sich bei der Rekrutenbefragung gezeigt haben. Die Deutschschweizer sprechen meist schlecht Französisch, die Westschweizer meist schlecht Deutsch. Demgegenüber sind die Englischkenntnisse der jungen Schweizer besser. Das alarmiert den Autor der Studie.











Die Landessprachen sind weniger attraktiv als Englisch, Bild: Keystone
Die Crux mit der Sprache der anderen, Radio SRF, 28.9. von Rafael von Matt

1. Oktober 2014

Quinze questions sur les langues

Der Genfer Sprachwissenschafter François Grin versucht mit 15 Fragen die momentane Sprachendebatte in den Griff zu bekommen. Dabei unterscheidet er politische, wirtschaftliche und pädagogische Fragen. Für Grin ist der Wille zur Zusammenarbeit gleichbedeutend mit dem frühen Beginn einer Landessprache in den Schulen. Auch pädagogisch hält Grin viel von einem frühen Beginn. 
  

Sprachaustausch ist nur ein Element für die nationale Kohäsion, Bild: forumfrancophonie.org

Le débat sur les langues en quinze questions: arguments, faits et chiffres, François Grin, September 2014