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10. Mai 2021

Solothurner Volksschulgesetz soll modernisiert werden

Die Bildungslandschaft unterliegt einem steten Wandel. Das Modell der geleiteten Schulen, die Reform der Sekundarstufe oder der Kindergarten als Teil der Volksschule sind etwa Neuerungen der letzten Jahre, die natürlich jeweils auch gesetzlich verankert werden mussten. In seinen Grundzügen basiert das Solothurner Volksschulgesetz aber immer noch auf der Fassung aus den 1960er-Jahren und ist damit etwas unübersichtlich geworden.

Solothurn nimmt einen "grossen Service" an der Schulgesetzgebung in Angriff, Solothurner Zeitung, 6.5. von Urs Moser

28. Dezember 2020

Solothurner Lehrer fordern kleine Klassen wegen Integration

Was seit 2007 sukzessive eingeführt wurde, ist mittlerweile in jeder Solothurner Schule angekommen und sorgt dort für gemischte Gefühle: das integrative Schulmodell. Dabei ist der Grundgedanke hinter dem Modell ein durch und durch guter – jedes Kind soll dort in die Schule gehen können, wo es wohnt, gemeinsam mit den Nachbarskindern.

Integratives Modell an Solothurner Schulen: Gute Idee - bei der Umsetzung hapert es, Solothurner Zeitung, 24.12. von Denise Donatsch

21. November 2020

Quereinsteiger-Ausbildung für über 30-Jährige

Im Kanton Solothurn können nicht genügend Lehrpersonen ausgebildet werden, um den Bedarf in den nächsten Jahren zu decken. Eine neue Ausbildung an der Fachhochschule Nordwestschweiz soll dem Mangel vorbeugen.

"Ein Gewinn für die Schule", Solothurner Zeitung, 20.11., von Rebekka Balzarini

13. Oktober 2020

Schulleiter fordert Ende der Segregation auf der Oberstufe

Wenn in einer Schulklasse lediglich die Hälfte der Schülerinnen und Schüler eine Lehrstelle findet, dann lässt das aufhorchen. Passiert ist das in diesem Schuljahr in Zuchwil. Über die Hälfte der Jugendlichen der Klassen der Sek B hat dort in diesem Herbst nach den Sommerferien keine berufliche Grundausbildung angefangen, das gab der Zuchwiler Schuldirektor Stephan Hug im September an einer Sitzung des Gemeinderates bekannt. Und er mahnte: «Den Sek-B-Schülern fehlt eine Lobby». Kantonsweit liegt die Zahl zwar etwas tiefer, rund ein Drittel der Jugendlichen aus der Sek B hat in diesem Jahr laut Angaben der Verwaltung keine Lehrstelle gefunden. Trotzdem verfolge man das Ziel, diese Zahl in Zukunft weiter zu reduzieren.

"Den Sek-B-Schülern fehlt eine Lobby" - Schwierigkeiten bei der Stellensuche, Solothurner Zeitung, 12.10. von Rebekka Balzarini

5. Oktober 2020

Bescheidene Erfolge für DaZ und Integration

Leistungsschwache Schülerinnen und Schüler profitieren nicht von leistungsstarken: Die Primarschulen in Basel-Stadt schaffen es nicht, den Leistungsrückstand der Kinder aus bildungsfernen Familien zu verringern. Das zeigen die veröffentlichten Ergebnisse der Schulchecks der 3.Klassen aus dem vergangenen Jahr. Sie zeigen auf, dass die Leistungsunterschiede bei den Drittklässlern in Basel-Stadt erheblich grösser sind als in den Kantonen Baselland, Aargau und Solothurn. Auch nahmen die Leistungsunterschiede in Basel-Stadt im Vergleich zu den Vorjahren zu. 

Bildungsgraben in Basler Primarschulen, Basler Zeitung, 5.10. von Thomas Dähler

13. August 2020

Soll Solothurn Privatschulen subventionieren?

Ein Vorstoss von Simone Wyss Send (Grüne) im Kantonsrat soll mehr Transparenz zur Situation der Privatschulen im Kanton Solothurn bringen; etwa zum Verlauf der Bildungskarrieren von Privatschülern und ihren Chancen auf dem Lehrstellenmarkt.

Vorstoss für mehr Transparenz: Soll der Kanton Privatschulen subventionieren? Solothurner Zeitung,  von Rebekka Balzarini

6. Juni 2020

Geld sparen mit grösseren Klassen

Finanziell lohnt sich das Führen gemischter, grosser Klassen für die Gemeinden im Kanton eher. Durch das heutige System profitieren vor allem grössere Gemeinden, kleinere haben es schwieriger. Während viele davon berichten, dass das System aufgeht, gibt es auch Kritik.

"Erbärmlich": Gemeinden können mit grossen Schulklassen Geld sparen, Oltner Tagblatt, 5.6. von Noëlle Karpf

13. April 2020

Solothurn will auf Aufnahmerprüfung verzichten


Der Kanton Solothurn hat am Donnerstag weitere Richtlinien herausgegeben für den Fernunterricht nach den Frühlingsferien. Mit diesen können die Lehrerinnen und Lehrer den Unterricht bis zu den Sommerferien planen.
Zudem hat der Solothurner Regierungsrat festgelegt, wie die Schulübertritte geregelt werden sollen. Falls die Schulen über den 25. Mai hinaus geschlossen bleiben, finden keine Aufnahmeprüfungen für Gymnasium, Fachmittelschule und Berufsmaturitätslehrgänge statt. Wer sich für Gymnasium oder Fachmittelschule angemeldet hat, wird prüfungsfrei aufgenommen, unter der Bedingung einer zwölfmonatigen Probezeit. Zur Berufsmatur zugelassen wird, wer das eidgenössische Fähigkeitszeugnis mit der Gesamtnote 5.0 erlangt hat (Wirtschaft + Kaufmann/Kauffrau: 4.5).
Quelle: SRF, 9.4.

7. März 2020

Logopädinnen wollen mehr Ressourcen


Die Logopädinnen und Logopäden aus dem Kanton Solothurn wollen die Vielfältigkeit ihres Berufs aufzeigen und fordern mehr Ressourcen.
Mehr als Hilfe für lispelnde Kinder: Logopädinnen wünschen sich mehr Ressourcen, Solothurner Zeitung, 6.3. von Rebekka Balzarini

27. Februar 2020

Meldepflicht


Wer als Lehrer arbeiten will, benötigt eine Bewilligung. Theoretisch kann ihm diese Bewilligung auch wieder entzogen werden. Das Problem: In der Praxis erfährt es die zuständige Behörde nicht immer, wenn ein Lehrer beispielsweise alkoholisiert hinter dem Steuer erwischt wurde.

Wer haftet für den Schaden der Passepartout-Ideologie?

Ein Leserbrief aus der Solothurner Zeitung vom 27.2. 

26. Februar 2020

Solothurn unzufrieden mit Französisch-Lehrmitteln


Kritik: Die beiden Lehrmittel «Mille feuilles» und «Clin d’oeil» sind bereits seit Jahren umstritten. So wird etwa kritisiert, dass der Aufbau der Bücher zu wenig strukturiert sei. Die Universität Freiburg hat die Bücher auch untersucht. Das Ergebnis: Schülerinnen und Schüler erreichen mit den beiden Lehrmitteln die Lehrziele bei Weitem nicht. Die Solothurner Regierung kritisiert nun auch, dass der zuständige Verlag spät auf die Kritik reagiert habe.
Fällt Obligatorium bei Französisch-Büchern, SRF Regional, 25.2.

22. Januar 2020

Solothurner Gemeinden wollen neues Volksschulgesetz stoppen


Der Solothurner Regierungsrat soll die im Herbst gestartete «Nachführung» des Volksschulgesetzes stoppen. Das fordert der Verband der Einwohnergemeinden VSEG. Die Vorlage sei in einer neuen Arbeitsgruppe mit VSEG-Vertretern zu behandeln. Kuscht die Regierung nicht, wird der VSEG bei den Kantonsräten dafür lobbyieren, dass sie gar nicht erst auf das Geschäft eintreten.
Nachführung des Volksschulgesetzes soll gestoppt werden - das fordern die Solothurner Gemeinden, Oltner Tagblatt, 22.1. von Urs Moser

27. Dezember 2019

Weiterbildung in der schulfreien Zeit


In Kriegstetten und Deitingen, in allen Gemeinden des Schulkreises Wasseramt Ost, geht es für die Fünft- und Sechstklässler nach den zweiwöchigen Weihnachtsferien im neuen Jahr am 6. Januar erst mal gleich mit schulfrei wieder los. Ihre Lehrkräfte sind in Weiterbildung, sie setzen sich mit den Lehrplänen für Deutsch und Mathematik auf der Sekundarstufe und den Schnittstellen zur Primarstufe auseinander.
Sind Lehrkräfte selber zu oft auf der Schulbank? Ein FDP-Kantonsrat findet "Ja". Oltner Tagblatt, 23.12. von Urs Moser

23. Dezember 2019

Religionsunterricht in Zeiten der Kirchenaustritte


Der Kanton Solothurn kennt ein Modell, das längst nicht mehr andere Kantone der Schweiz besitzen: Den Landeskirchen steht pro Woche an den Schulen eine Religionslektion zur Verfügung. Gleichzeitig verzeichnet man im Kanton schweizweit die zweithöchste Anzahl Kirchenaustritte. Ein vorweihnachtliches Gespräch über Herausforderungen - und Chancen.
Mehr Konfessionslose, weniger Religionsschüler: Diese Pädagogen sehen im Wandel auch Chance, Solothurner Zeitung, 22.12. von Noëlle Karpf

14. Dezember 2019

Solothurn will Sprachaustausch fördern


Die kantonsrätliche Bildungs- und Kulturkommission unterstützt den Sprachaustausch in andere Sprachregionen der Schweiz. Die Schülerinnen und Schüler der Volksschule können so in ihren sprachlichen Kompetenzen gezielt gefördert werden.
Sprachaustausch in der Volksschule soll gefördert werden, Solothurner Zeitung, 13.12.

27. November 2019

Solothurn will Sprachaustausch ankurbeln


Solothurner Schüler sprechen nicht besonders gut Französisch und gehen selten in den Austausch in das Welschland. Der Regierungsrat soll nun Schüler-Austauschprojekte fördern. Wie genau, ist jedoch nicht klar.
Kaum Sprachaufenthalte: Französisch-Unterricht bleibt eine Baustelle, Oltner Tagblatt, 27.11. von Lucien Flury

30. Oktober 2019

PH kauft Studenten


Der Ausbildungsgang der Primarlehrer an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Muttenz ist bei den Studierenden unbeliebt. Jetzt reagiert die Politik. Ende November werden Baselbieter Bildungspolitiker, Schulleiter, PHMitarbeitende und Studenten mit der Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP) über die Zukunft der Ausbildung diskutieren. Im Zentrum der Diskussion im Regierungsgebäude in Liestal sollen unter anderem der Praxiseinbezug, die Digitalisierung, die Elternarbeit und der Berufseinstieg stehen. Die Politiker verlangen Verbesserungen im Hinblick auf die nächste Leistungsperiode der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), der die PH angegliedert ist. 
 Die Studenten der PHNW sind unzufrieden, Bild: Juri Junkov
Studenten an der kurzen Leine, BZ Basel, 30.10. von Leif Simonsen

18. Oktober 2019

Flächendeckende Abschaffung des Lehrmittelobligatoriums gefordert


Dass an der Urne über den Einsatz von Lehrmitteln entschieden wird, ist selbst für schweizerische Verhältnisse aussergewöhnlich. Im November werden die Stimmberechtigten im Baselbiet über das umstrittene Französischlehrbuch «Mille feuilles» befinden. Seit Jahren kritisieren Eltern und Lehrpersonen, dass Schülerinnen und Schüler in sechs Deutschschweizer Kantonen kaum mehr richtig Französisch lernten. Basel-Stadt, Baselland, Bern, Freiburg, Solothurn und das Wallis, in denen Französisch die erste Fremdsprache ist, setzen das Lehrmittel «Mille feuilles» seit 2011 ein.
Barlez wu Fransai? Ein umstrittenes Französischbuch löst einen politischen Sturm aus, NZZ, 18.10. von Daniel Gerny und Erich Aschwanden

9. Oktober 2019

Solothurn prüft Standortgespräch statt Zeugnisnoten


In der Schule gibt es Noten. Das ist so weit bekannt. Ab wann genau Kinder benotet werden, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Die Solothurner beginnen besonders früh damit: Hier werden Kinder ab der ersten Klasse mit Zahlen beurteilt. Eingeführt wurde diese Regelung erst 2011, es war ein politischer Entscheid. Die Begründung: Mit Zahlen könne den Eltern besser aufgezeigt werden, wie weit ihr Kind ist. Zudem würden Noten für die Schüler zusätzlich motivierend wirken. Lehrer wie auch Schulleiter waren nicht gerade glücklich über diese Änderung. Umso grösser ist jetzt dafür die Freude, dass die Noten möglicherweise bereits wieder abgeschafft werden.
Schulnoten für Erstklässler werden möglicherweise wieder abgeschafft, Solothurner Zeitung, 8.10. von Raphael Karpf