Vor kurzem war ich an
einem Bildungs-Podium der NZZ zu Gast, an dem auch die ehemalige
SP-Nationalrätin Chantale Galladé (heute GLP) teilnahm. Kurz, aber wirklich nur
ganz kurz wurde die Qualität der Lehrkräfte angesprochen. Frau Galladé,
Präsidentin der Kreisschulpflege Winterthur Stadt-Töss, liess sich hier sehr
schnell zu einem Bekenntnis hinreissen: «Die Lehrkräfte in meinen Schulkreise
sind gut!» Ein ähnliches Votum höre ich jedes Jahr, dann nämlich, wenn
unser Schulkommissionspräsident sich zu Beginn des Schuljahres an die Eltern
unserer neuen Schülerinnen und Schüler wendet: «Ihre Kinder werden eine gute
Schule besuchen!» Einmal, als wir die Aula verliessen, fragte ich ihn: «Woher
weisst du das eigentlich, dass wir eine gute Schule sind?» Er schmunzelte und
antwortete: «Aus dem Gespräch mit den Leuten.»
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6. November 2019
23. Juli 2019
100 Jahre Steinerschulen
Christoph
Seidlitz tanzt ein I. Dann ein A, O, E. Die Bewegungsabfolge ist Teil des
Morgenrituals. Die Klasse begrüsst ihren Lehrer im Chor, dann sagt sie den
Morgenspruch auf. Um Licht und Kraft und Seele geht es darin, um Liebe und Dank
dafür, arbeitsam und lernbegierig zu sein.
Die ideologische Schule, BZ Basel, 23.7. von Diana Hagmann-Bula
18. Juni 2019
'Lesen durch Schreiben' sofort verbieten
Im Thurgau werden immer mehr Volksschulen zu Lernwerkstätten umgewandelt, in der die Lehrperson nicht mehr normal unterrichten, sondern nur noch autonom lernende Schüler begleiten sollen. Der aktuelle Konflikt in Wigoltingen hat bekanntermassen auch mit solchen Umwälzungen zu tun, gegen die sich die dortigen Lehrpersonen gewehrt haben. Schulleitung und Schulbehörde beharren jedoch auf ihrem Reformkurs.
Schreibbeispiel mit Lehrerkommentar. Bild: Eltern für eine gute Volksschule
Rechtschreiben oder schlechtschreiben? Eltern für eine gute Volksschule, 18.6.
20. Mai 2019
Bildung ist mehr als Ausbildung
Worin unterscheiden
sich Ausbildung und Bildung? Und inwiefern ist Bildung nicht nur ein Vermitteln
von Wissen, sondern auch von Werten? Solche Fragen sind am Donnerstagabend am
NZZ-Redaktionssitz bei einem Podium zum Thema «Bildung–Menschen mit Kopf und Herz»
erörtert worden.
Bildung mit Werten statt nur mit Wissen, NZZ, 17.5. von Lena Schenkel (NZZ-Podium zur Macht und Ohnmacht der Pädagogik)
14. November 2018
Jegges Buch richtete Schaden an
Damian Miller ist Dozent an der
Pädagogischen Hochschule Thurgau. Er setzt sich kritisch mit Jürg Jegges
Bestseller «Dummheit ist lernbar» auseinander und sagt: «Dieses Werk hat viel
Schaden angerichtet.» Jürg Jegge beschreibt in seinem Buch «Dummheit ist lernbar» (erschienen 1976) wie er Kinder, die als Schulversager abgestempelt waren, zu überraschenden Lernerfolgen bringt. Später stellt sich heraus, dass er Buben sexuell missbraucht hat. Der PH-Thurgau-Dozent Damian Miller hat mit dem emeritierten Professor Jürgen Oelkers ein Buch herausgegeben, das sich mit Jegges Bestseller kritisch auseinandersetzt.
Jegge, der Erretter «dummer Kinder», Thurgauer Zeitung, 14.11. von Ida Sandl
29. Oktober 2018
Nidwalden stoppt "Schreiben nach Gehör"
Um den
Rechtschreibunterricht in der Primarschule tobt ein Glaubensstreit. Ein erster
Bildungsdirektor hat nun auf die vielfältigen Klagen reagiert: Der Kanton
Nidwalden verbannt das lautgetreue Schreiben ab der 2. Klasse aus den
Schulzimmern.
11. Mai 2018
LCH justiert am falschen Ort
Lernen ist nur möglich, wo Leben ist.
Leben erzeugt Resonanzen. Mit Lärm haben sie nichts zu tun. Und doch steigt der
Lärm in Klassenzimmern. Der Schweizer Lehrerverband LCH klagt und ortet das
Problem an falscher Quelle.
Wenn Lärm Lernen verhindert, www.journal21.ch, 8.5. von Carl Bossard
27. Januar 2018
Wie kann eine umstrittene Methode Karriere machen?
Methoden
wie «Lesen durch Schreiben» und «Schreiben nach Gehör» schadeten vor allem
leistungsschwächeren Schülern, kritisiert der deutsche Pädagoge Jürgen Oelkers.
Fisch mit V, Weltwoche, 25.1. von
Philipp Gut
22. Januar 2018
Kosmetik mit Noten
Manchmal wissen die Schulkinder der 3. und 4. Klasse im Schulhaus
Rotmonten-Gerhalde in St. Gallen in der Prüfung die Namen der Dinosaurier
nicht mehr. Oder sie machen Fehler, wenn sie Rechnungen lösen müssen. Dann
erhalten sie im Gegensatz zu anderen Schülern ihre Probe dennoch nicht mit
einer Note drei zurück. Sondern mit einem Kreuz im braunen Feld und der Wortmeldung: «Das klappt noch nicht.
Da brauche ich noch Unterstützung.» Das grüne Feld bedeutet «Das gelingt mir teilweise», das orangefarbene «Das kann ich
schon gut» und das gelbe «Das
beherrsche ich».
![]() |
| Farben statt Ziffern kommen bei den Kindern gut an. Bild: Stephan Bösch
Eine Schule mit Farben statt Noten, Migrosmagazin, 18.1. von Claudia Weiss
|
24. November 2016
Alt ist schlecht - neu ist gut
Der
Lehrplan 21 sei nichts weniger als ein Paradigmenwechsel, sagen die einen. Die
anderen wiegeln ab: Es ändere sich nichts. Was gilt nun? Eine Aussensicht.
Humboldt oder McKinsey? Journal 21, 24.11. von Carl Bossard
3. Mai 2016
Es dämmert nach überall – am meisten aber beim einfachen Volk
Die Debatte um den Lehrplan21 ist in vollem
Gange. In der Zeitunglandschaft finden sich die kritischen Kommentare oft in
den Leserbriefrubriken, während den Befürwortern viel Raum für ihre Berichte
und Gastkommentare durch die Redaktionen zugebilligt wird. Ausnahme bildet die
Basler Zeitung.
Es dämmert nach überall - am meisten aber beim einfachen Volk, von Markus Niederdorfer, 3.5.
19. Oktober 2015
Umstrittene Quoten für Migranten
Während in Deutschland die Forderung nach einer Quote für fremdsprachige Kinder aufkommt, ist das Thema in der Schweiz umstritten. Bildungsforscher Stefan Wolter begrüsst eine Quote für Migranten, die bei der Einschulung die Sprache nicht beherrschten. Gegenteiliger Ansicht sind Jürgen Oelkers und Beat Zemp vom LCH.
Deutsche Lehrer wollen die Zahl der Fremdsprachigen pro Klasse begrenzen - auch im Interesse der Migranten selbst. Bild: Gian Ehrenzeller
Lehrer wollen weniger Migranten in Schulklassen, 20 Minuten, 16.10.
Deutsche Lehrer wollen die Zahl der Fremdsprachigen pro Klasse begrenzen - auch im Interesse der Migranten selbst. Bild: Gian Ehrenzeller
Lehrer wollen weniger Migranten in Schulklassen, 20 Minuten, 16.10.
6. Juli 2015
Wirbel um Wahl von PH-Rektor
An der Pädagogischen Hochschule Zürich monieren Mitarbeiter Befangenheit bei der Auswahl des Rektors.
PH-Rektor: Wirbel vor der Wahl, NZZaS, 28.6. von René Donzé
PH-Rektor: Wirbel vor der Wahl, NZZaS, 28.6. von René Donzé
12. Februar 2014
Oelkers zum Lehrplan 21
Jürgen Oelkers hielt am 6. Lehrmittelsymposion vom 23. Januar in Ermatingen eine Rede zum Lehrplan 21.
Lehrplan 21: Risiken und Chancen, Jürgen Oelkers (Link von www.kindgerechte-schule.ch)
Lehrplan 21: Risiken und Chancen, Jürgen Oelkers (Link von www.kindgerechte-schule.ch)
18. November 2013
Oelkers: Prüfung muss bleiben
Jürgen Oelkers hält nicht viel von der Idee, die Aufnahmeprüfung ans Gymnasium abzuschaffen.
"Wer die Prüfung abschafft, kann nicht gleich sagen, das sei ein Misserfolg gewesen". Bild: Migros Magazin
"Die gymnasiale Matur darf nicht zum Hauptweg werden", NZZ, 18.11. von Claudia Wirz
"Wer die Prüfung abschafft, kann nicht gleich sagen, das sei ein Misserfolg gewesen". Bild: Migros Magazin
"Die gymnasiale Matur darf nicht zum Hauptweg werden", NZZ, 18.11. von Claudia Wirz
22. September 2013
Schlechte Vorbereitung auf die Berufswahl
Jeder
zweite Jugendliche ist unzufrieden mit der schulischen Vorbereitung für die
Lehrstellensuche. Das zeigt die repräsentative «Schülerumfrage 2013», welche
die Multicheck AG in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut GFS Zürich
durchgeführt hat. Laut Studie, die der SonntagsZeitung vorliegt, erhalten die
Schüler von ihren Eltern die grösste Unterstützung bei der Suche nach einer
Lehrstelle. Die über 5000 befragten Jugendlichen gaben an, sich ausführlich mit
den verschiedenen Berufen auseinanderzusetzen. Rund 80 Prozent meinen, die
richtige Wahl getroffen zu haben. Jürgen Oelkers, Professor für Pädagogik an
der Universität Zürich, fühlt sich bestätigt. Die Schweiz habe ein sehr
stabiles Bildungssystem, und die Zufriedenheit der Jungen sei hoch. Allerdings
drohe ein Mangel an weiblichem Nachwuchs im technischen Bereich. Wenn man
Ingenieurinnen wolle, müsse man schon im Kindergarten anfangen, sie für
Wissenschaft und Technik zu begeistern.
Quelle: SonntagsZeitung, 22.9.
Quelle: SonntagsZeitung, 22.9.
15. Mai 2013
Effekthascherei und ein Bildungspreis
In der Schweiz wird ein Bildungspreis für besonders innovative Schulen vergeben. Bezahlt von privaten Sponsoren. Diese bestimmen also, in welche Richtung sich das Schulsystem entwickeln soll. Die Medien schlagen folgsam und erfolgreich (über 100 Schulen machen mit) die Werbetrommel für die scheinbar gute Sache. Und die EDK schweigt und schweigt und schweigt.
Ein Gespräch mit dem Präsidenten der Jury, Jürgen Oelkers.
"Kinder geben im Alltag oft Rätsel auf", Tages Anzeiger, 11.5. von Daniel Schneebeli. Link zur Verfügung gestellt von www.kindgerechte-schule.ch
Ein Gespräch mit dem Präsidenten der Jury, Jürgen Oelkers.
"Kinder geben im Alltag oft Rätsel auf", Tages Anzeiger, 11.5. von Daniel Schneebeli. Link zur Verfügung gestellt von www.kindgerechte-schule.ch
12. November 2012
"Kinder haben sich verändert"
Jürgen Oelkers lobt die Quereinsteigerausbildung: Quereinsteiger hätten eine längere Verweildauer im Beruf als Lehrer, die jung eingestiegen seien. Ausserdem findet er, die Verbürokratisierung sei nicht grösser als in anderen Berufen. Was sich jedoch verändert habe, seien die Kinder.
Jürgen Oelkers: Elternbeziehung ist partnerschaftlicher geworden, Bild: Nik Hunger
"Die Kinder haben sich verändert, sie sind es gewohnt, alles sofort zu bekommen", Migros Magazin, 12.11. Interview mit Jürgen Oelkers von Andrea Fischer Schulthess
Jürgen Oelkers: Elternbeziehung ist partnerschaftlicher geworden, Bild: Nik Hunger
"Die Kinder haben sich verändert, sie sind es gewohnt, alles sofort zu bekommen", Migros Magazin, 12.11. Interview mit Jürgen Oelkers von Andrea Fischer Schulthess
1. Oktober 2012
Oelkers verteidigt Latein
Für den Zürcher Professor Jürgen Oelkers hat Latein einen eigenen Bildungswert "wie die Musik". Für ihn gehören Lateinschüler zu den besten Schülern, weil sie bereit sind sich durchzubeissen. Den Befund, dass Latein das Lernen gar nicht positiv beeinflusst, verwedelt Oelkers mit der Bemerkung: "Es ist müssig, darüber nachzudenken, welche Bildungseffekte der Lateinunterricht auf andere Fächer und den Erwerb anderer Kompetenzen hat".
Oelkers: "Anstrengungsbereitschaft", Bild: Christoph Ruckstuhl/NZZ
"Latein ist ein Zugang zu Bildung", NZZ, 1.10. Interview mit Jürgen Oelkers von Claudia Wirz
10. Juni 2012
Probleme der Lehrerbildung nach Bologna
In "Lehrerbildung" steckt ein echtes Problem, nämlich Bildung. Seit der Erfindung von Lehrstellenverträgen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird in Deutschland fein zwischen "Bildung" und "Ausbildung" unterschieden, damit, um es böse zu sagen, Gymnasien nur ja nicht mit Berufsschulen verwechselt werden, aber auch um das Niedere vom Höheren abzugrenzen. Die Lehrerbildung gilt einem Beruf, wäre also eigentlich "Ausbildung", aber das war immer zu profan, es musste "Bildung" sein, auch um den Adressaten, nämlich die Lehrerpersönlichkeit, bezeichnen zu können. Sie wurde nie als "Lehrling" verstanden. Erst heute spricht man verschämt von "Novizen", als handele es sich um die Aufnahme in ein Kloster.
Oelkers: "Individualisieren und Fördern wird in Zukunft auch den Einsatz elektronischer Lernplattformen voraussetzen", Bild: Universität Zürich
Probleme der Lehrerbildung nach Bologna, von Jürgen Oelkers, Vortrag an der Universität Erfurt, 8.6.
Oelkers: "Individualisieren und Fördern wird in Zukunft auch den Einsatz elektronischer Lernplattformen voraussetzen", Bild: Universität Zürich
Probleme der Lehrerbildung nach Bologna, von Jürgen Oelkers, Vortrag an der Universität Erfurt, 8.6.
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