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20. Oktober 2019

Die Pamirschulen


Ein normales Klassenzimmer, Linoleumboden, Neonlicht, Stifte liegen auf den Pulten, an den Wänden hängen Kinderzeichnungen. Und im Regal steht die Box mit den Ohrenschützern. Den Pamir kennt man aus dem Militär, wo er das Trommelfell gegen Lärm von knatternden Sturmgewehren und explodierenden Handgranaten schützt. Heute gehört er zum Inventar in vielen Schweizer Klassenzimmernund schützt die Schüler vor lärmiger Hektik und einem Schulklima, das die Zürcher Lehrerin Yasmine Bourgeois als «Bahnhofsstimmung» bezeichnet.
Wichtiges Schulgerät: Der Gehörschutz

Lärmschutz im Klassenzimmer, Sonntagszeitung, 20.10. von Nadja Pastega

22. September 2019

Wie kann der Lehrerberuf wieder attraktiv werden?


Die Volksschule hat in den vergangenen Jahrzehnten grosse Veränderungen erfahren. Nur sind Veränderungen nicht an sich schon gut, sondern haben auch Fehler und Versäumnisse hervorgebracht. Deshalb möchte ich einige Hinweise geben, wie der Lehrerberuf wieder attraktiv werden könnte: 
Im Schulwesen ist einiges zu überdenken, Wiler Zeitung, 12.9. Leserbrief von Peter Schmid

20. Juli 2019

Mehr Wegweiser und Leitplanken


Digitalisierter Unterricht, Integration von leistungsschwachen und hochbegabten Schülerinnen und Schülern in Regelklassen, Wegrationalisierung von Kleinklassen. Immer mehr Eltern schicken ihre Kinder in teure Privatschulen, weil sie in der öffentlichen Schule «untergehen». Laut «Blick» hat sich die Zahl der Privatschülerinnen und -schüler im Kanton Zürich in den letzten zwanzig Jahren verdoppelt.
Woran krankt unser Schulystem, Schweizer Illustrierte, Familienblog, 21.6. von Sandra C.

16. Juni 2019

Was steckt hinter den Massenkündigungen?


Schon wieder gibt es eine Reihe von Massenkündigungen von Lehrern in der Deutschschweiz. Trotz heimlichen Stillschweigeabkommen (Drohungen mit der Treu- und Schweigepflicht, Datenschutz usw.), Verwedelungstaktik (verschleierte Kündigungsgründe) und völlig fehlender Transparenz dringen immer wieder Details über die Hintergründe von Massenkündigungen durch Lehrer an die Öffentlichkeit, die sich wie ein roter Faden durch alle bisher veröffentlichten Fälle ziehen. 
Massenkündigungen - der Widerstand wächst, Peter Aebersold, 16.6.

1. Februar 2019

"Selbsttätiges Lernen ist Betrug"


Die kritische Haltung gegenüber der reformierten Schule lässt nicht nach. Dies beweist ein voller Saal anlässlich eines Podiums mit anschliessender angeregter Diskussion zum Thema «Selbsttätiges Lernen, Lernateliers» in Zürich. Dabei wurde die Schule aus verschiedenen Perspektiven betrachtet: Eltern, Psychologie und Gesundheit.
Nicole Fuchs, Allan Guggenbühl und Hannes Geiges referierten in Zürich, Bild: uk
Selbsttätiges Lernen, Lernateliers, Starke Volksschule Zürich, Podiumsgespräch, 30.1. von Urs Kalberer

18. November 2018

Klassenunterricht als Modell


Den Initianten «Gute Schule Graubünden» ist zu gratulieren. Sie fordern eine offene Diskussion, ob die Reformen des Amtes für Volksschule und Sport (AVS) tatsächlich unterstützt werden sollen. Das AVS propagiert neue Unterrichtsmethoden, individuelles selbstorganisiertes Lernen, altersdurchmischtes Lernen statt Jahrgangsklassen und Coaching statt Kontrolle und Korrektur. Das Unterrichten in Fächern und Hausaufgaben sind out.
Südostschweiz, 17.11. Leserbrief von Henriette Meier

26. Juni 2018

Klassenunterricht auf hohem Niveau gefordert

Dass sich die Schule auch an denTalenten und Interessen der Kinder orientierten soll, ist eine berechtigte Forderung. Es fragt sich jedoch, ob man dazu zwei Jahreswochenlektionen umfunktionieren muss, in welchen die Kinder selbstorganisiert, altersdurchmischt und begleitet von Lerncoaches zu Werke gehen. Gerade die Lektionentafel der Primarschule ist bezüglich Interessen und Begabungen der Lernenden ausgewogen, beinhaltet sie doch neben traditionellen Leistungsfächern wie Sprache und Mathematik auch Musisches wie Werken, Handarbeit oder Musik. 
Zusätzlicher "Motivationsschub" ist nicht nötig, Wiler Zeitung, 21.6. Leserbrief von René Walcher

Individuelle Fördermodelle in St. Gallen

In den Primarschulen Jonschwil und Schwarzenbach wird ab dem neuen Schuljahr mehr Gewicht auf die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler gelegt. In wöchentlich zwei aufeinanderfolgenden Lektionen sollen die Kinder ihren eigenen Interessen nachgehen. Ob dies nun ein handwerkliches Projekt, das Erlernen einer neuen Fähigkeit oder die Vertiefung vorhandenen Wissens ist, spielt keine Rolle. Den Kindern sind in ihrer Ideenfindung keine Grenzen gesetzt. Alle Schülerinnen und Schüler der ersten bis sechsten Klasse werden dann einem Atelier zugeteilt. Dieses ist projektbezogen, kann also die Werkstatt, die Bibliothek oder die Turnhalle sein. Die altersgemischten Zehnergruppen werden dann von einer Lehrperson, die als Coach fungiert, unterstützt.
"Jedes Kind hat Begabungen", Wiler Zeitung, 19.6. von Annina Quast

20. Mai 2018

Kündigungswelle im Aargau

9 von 18 Lehrkräften an der Schule Buttwil haben gekündigt, darunter auch langjährige. Die Schulpflege wird bei der Aufarbeitung der Situation vom Departement Bildung, Sport und Kultur begleitet.
Kündigungswelle an der Schule: Die Hälfte der Lehrkräfte geht, Aargauer Zeitung, 19.5. von Eddy Schambron

18. April 2018

Neues Lernmodell in Appenzell Ausserrhoden

In Appenzell Ausserrhoden sinken die Schülerzahlen stetig. Was nun? Walzenhausen reagiert und führt für die Oberstufe ein altersdurchmischtes Schulmodell in Kombination mit einem Lernraum ein.
Neu gestalteter Lernraum in Walzenhausen, Bild: Iris Oberle
Schule neu gedacht, Appenzeller Zeitung, 18.4. von Iris Oberle

1. März 2018

Untaugliche Vorschläge zur Digitalisierung an den Schulen

Kürzlich stellte der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse seine Vision für eine Schuleder Zukunft vor. Kernpunkte darin sind die Stärkung der digitalen Technologie und ein individualisierter Unterricht in Deutsch und Mathematik. Im Folgenden sollen einzelne Punkte herausgehoben und zur Diskussion gestellt werden.
Untaugliche Vorschläge zur Digitalisierung an den Schulen, 1.3. von Urs Kalberer

31. Januar 2018

Erboste Eltern verweigern Gesprächsangebot

Unter Eltern und Lehrern hat sie schon länger den Ruf einer Pro­blem­schule: die Adliswiler Schule Zopf, die 188 Primarschüler und 71 Kindergärtler zählt. Schulpräsident Raphael Egli (CVP) hört dies allerdings nicht sehr gerne. «Wir bitten Sie, alles zu unterlassen, was dem Ruf der Schule Zopf schadet», schreibt Egli in einem Brief an die Eltern der Zopf-Kinder.
Es ist dies Eglis Antwortbrief auf ein Schreiben, das im letzten Dezember rund 100 Eltern unterschrieben hatten. Sie verlangten darin von der Schulpflege Klarheit, nachdem sie kurz und knapp über den sofortigen Abgang der beiden damaligen Zopf-Schulleiterinnen Silvia Kälin und Andrea Burch informiert worden waren. Warum die beiden Frauen, die unter Eltern und Schülern geschätzt waren, zurücktraten, wurde «aus personalrechtlichen Gründen» nicht kommuniziert, wie Egli bereits im Dezember gegenüber der ZSZ sagte. Auch im nun vorliegenden Antwortbrief erhalten die Eltern darum diesbezüglich keine Präzisierungen.
100 Eltern verlangten Erklärungen von der Schulpflege Adliswil, Bild: Michael Trost
Verärgerte Eltern verweigern Gespräch mit Schulpflege, Zürichsee-Zeitung, 31.1. von Markus Hausmann

22. Januar 2018

Die Wohlfühl-Schule

An der mit dem Schweizer Schulpreis ausgezeichneten Basler Sekundarschule wird komplett anders unterrichtet, als wir das gewohnt sind. Alter und Niveau werden gemischt und Klassenzimmer sehen aus wie Grossraumbüros. Ein Model für die Zukunft?
In dieser Basler Sekundarschule wird anders unterrichtet - sieht so die Schule von morgen aus? Basellandschaftliche Zeitung, 22.1. von Jakob Weber

3. Januar 2018

Kritischer Zwischenruf zu den Schulpreisen

Schulen werden prämiert. Kriterien sind methodengeleitete Merkmale wie selbstorientiertes und computerbasiertes Arbeiten. Von lernwirksamem Unterricht ist wenig zu hören. Ein kritischer Zwischenruf.
Schulpreise für schöne Äusserlichkeiten, Journal21.ch, 2.1. von Carl Bossard

9. Dezember 2017

Weichenstellung für die Zukunft unserer Volksschule im 2018

2018 ist wieder Wahljahr. Ein wichtiges Thema, dass den Bürgern und KMU’s auf den Nägeln brennt, ist das kränkelnde Bildungswesen mit den 20% funktionalen Analphabeten bei den Schulabgängern (Pisa 2015). Bereits am 4. März 2018 können wir im Kanton Zürich über mehr Mitbestimmung in der Volksschule abstimmen, um zu verhindern, dass unsere bewährte Volksschule mit den unsinnigen Reformen an die Wand gefahren wird. Seit der Einführung des Lehrplans 21 häufen sich Reklamationen über die negativen Seiten der heute viel verbreiteten «modernen Unterrichtsformen». 
Weichenstellung für die Zukunft unserer Volksschule im 2018, 8.12. von Peter Aebersold

5. November 2017

Alterseffekt oft über ganze Schulzeit

Im Gespräch mit der «Schweiz am Wochenende» spricht Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm über die Unterschiede von Kindern mit unterschiedlichen Altern und warum es dennoch Kinder gibt, die von einer frühen Einschulung profitieren.
Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm: "Eine frühe Einschulung kann positiv sein", Schweiz am Wochenende, 4.11. von Yannick Nock

29. Oktober 2017

Relativer Alterseffekt

Schulklassen bestehen im Regelfall aus Kindern zweier Jahrgänge; der Stichtag entscheidet, ab welchem Datum ein Kind standardmässig eingeschult wird. Für den untersuchten Zeitraum war dies jeweils der 1. Mai. Wer exakt an diesem Tag geboren ist, ist 364 Tage älter als jemand, der am 30. April des darauffolgenden Jahres geboren wurde. Dieser Unterschied bedeutet, im statistischen Durchschnitt, für die jeweils älteren Kinder einen Entwicklungsvorsprung. Der Effekt, dass dieser Entwicklungsvorsprung Einfluss auf spätere Selektionen hat, sei es im Sport oder im akademischen Bereich, wird in der Forschung als relativer Alterseffekt bezeichnet. Erste wissenschaftliche Publikationen dazu wurden bereits in den 1970er Jahren veröffentlicht. 
Relativer Alterseffekt, Schweiz am Wochenende Ausgabe Basel, 28.10.

Geburtstag entscheidet über Schulkarriere

An den Basler Gymnasien hat es fast zehn Prozent mehr Kinder, die von Mai bis Oktober Geburtstag haben, als solche, die im anderen Halbjahr zur Welt gekommen sind. Das zeigt eine Auswertung der bz in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Amt BaselStadt. Anders gesagt: Wer kurz nach dem jeweiligen Stichtag – in der untersuchten Zeitspanne war es jeweils der 1. Mai – geboren ist, hat eine spürbar bessere Chance, später ans Gymnasium zu kommen als jene, die kurz vor dem Stichtag geboren sind. Und deshalb während der ganzen schulischen Laufbahn immer die Jüngeren, durchschnittlich weniger weit Entwickelten sind. Relativer Alterseffekt (RAE) nennt sich diese Benachteiligung, die vor allem aus dem Nachwuchssport bekannt ist und gegen die beispielsweise beim Schweizerischen Fussballverband mittlerweile Quoten-Regeln eingeführt wurde (die bz berichtete). 
Geburtsmonat beeinflusst Karrierechance, Schweiz am Wochenende Ausgabe Basel, 28.10. von Samuel Hufschmid

3. Oktober 2017

Widersprüche bei den Checks

Katja Christ bringt es auf den Punkt. In Basel werden die Checks seit Jahren durchgeführt. Die Behauptung der Behörden, es handle sich um ein wichtiges Förderinstrument, ist blosser Schall und Rauch, um die Kosten politisch zu rechtfertigen. Offensichtlich werden die Ergebnisse nicht besser. Kein Kind hat je von den Checks profitiert. Die Erklärung der schlechten Basler Resultate mit der Heterogenität der Lernenden ist verwegen, wenn pädagogische Gurus gleichzeitig nicht müde werden, die Vorzüge der Integration zu rühmen und altersgemischtes Lernen in Lernateliers zu propagieren, wo die Schwachen angeblich von den Starken lernen und die Starken beim Fördern der Schwachen «wachsen». Indirekt wird doch jetzt zugegeben: Heterogenität und Integration senken das Niveau.
Leserbrief Basler Zeitung, 2.10. von Felix Schmutz

25. September 2017

Nidwalden untersucht Wirkung von altersdurchmischtem Lernen

Die gutbesuchte Generalversammlung des Lehrerverbands Nidwalden war reich mit Themen bepackt. Zur Sprache kam etwa, dass die Nidwaldner Lehrer mit ihren Obwaldner Kollegen das Zentralschweizer Schlusslicht beim Lohn bilden.
Die Löhne sind bei den Lehrern ein Dauerbrenner, Luzerner Zeitung, 21.9. von Marion Wannemacher