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4. Oktober 2020

Keine digitale Transformation von Unterricht

Das Flugblatt von Jochen Krautz beschreibt die Problematik der momentanen Versuche, die Volksschule digital aufzurüsten. Es handelt sich um einen klaren Positionsbezug: informativ, sachlich und klärend. Zwangslektüre für alle Bildungsinteressierten.



Digitalisierung als Gegenstand und Medium von Unterricht, Gesellschaft für Bildung und Wissen, Oktober 2020, von Jochen Krautz

6. Juni 2020

Bedürfnisse der Lernenden gehen vor

Die Covid-19-Pandemie und Schulschließungen führen seit März 2020 notgedrungen zu Fernunterricht und dem verstärkten Einsatz digitaler Techniken. Dass IT-Verbände diese Entwicklung freudig begrüßen und fordern, den Einsatz von IT in Schulen zu verstetigen, war zu erwarten. Erstaunlich ist, dass auch Lehrerverbände für Fernunterricht und digitales Beschulen plädieren. Ist allen Beteiligten klar, was das bedeutet?

Die zweite Welle: Das Digital-Mentalvirus breitet sich aus, 5.6. von Jochen Krautz / Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V.

6. April 2020

Digitales Lernen bleibt ein Notstopfen

Krisenzeiten sind Zeiten, in denen interessierte Kreise gerne versuchen, aus der Not Profit zu schlagen. Dieser Profit kann materieller oder ideologischer Natur sein. Im Falle der Corona-Krise gerieren sich die bekannten Befürworter der „Digitalisierung von Bildung“ als solche ideologischen und materiellen Krisengewinnler. Nun scheint endlich bewiesen, wie dringlich die Umstellung von Schule und Hochschule auf digital gestütztes Lehren und Lernen sei. Und seitens der Politik entblödet man sich nicht, dies auch noch zu forcieren.

3. November 2019

Im Spannungsfeld von Schule und Wirtschaft

Wenn es darum geht, den Zustand unseres Bildungswesens nach der Einführung der Kompetenzorientierung mit den Ansprüchen einer modernen demokratischen Gesellschaft zu vergleichen, dann kommt man an der kritischen Analyse von Jochen Krautz (Bergische Universität Wuppertal) nicht vorbei. Krautz zeigt auf, wie unsere Schule immer stärker in den Einflussbereich des wirtschaftlich Verwertbaren gerät, der die Menschen zu Humankapital reduziert. Diese Entwicklung, so folgert Krautz, ist nicht nur schädlich für die Qualität des Unterrichts und den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie gefährdet letztendlich das Funktionieren unserer westlichen Demokratien.
Jochen Krautz:"Das Recht der Kinder auf Bildung wird verletzt". Bild: uk

Ökonomisierung der Kindheit als Herausforderung für die Schule. Vortrag von Prof. Dr. phil. Jochen Krautz, St. Gallen, 30. Oktober 2019, Veranstalter: Verein Ostschweizer Kinderärzte & Ostschweizer Kinderspital, Bericht von Urs Kalberer

10. Mai 2019

Mut zur Freiheit


Überlastung und Anpassungsdruck war das Thema der 2. Tagung «Time for Change?» in Wuppertal, die durch ihre ungeschminkten Analysen Mut machte für einen Kurswechsel im deutschsprachigen Bildungswesen.
Mut zur Freiheit, 7.5. von Urs Kalberer

13. Februar 2019

Neuer Vorstand der GBW


Am 26.01.2019 hat die gut besuchte Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. in Köln Prof. Dr. Andreas Gruschka und Prof. Dr. Hans-Peter Klein für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt und einen neuen Vorstand gewählt.

Der neue Vorstand der GBW (v.l.n.r.): Prof. Dr. Jochen Krautz, Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer, Monika Reusmann, Dr. Matthias Burchardt; nicht im Bild: Prof. Dr. Carl Bossard, Prof. Dr. Konrad-Paul Liessmann, Bild: gbw

19. August 2018

Steuerung durch Messen

Dass sich Bildung im Vollsinne nicht messen lässt, ist aus schulischen Bildungskontexten bekannt und trifft auch für zentrale Momente der Weiterbildung zu. Gleichwohl hat hier wie dort der „empirische Wirkungsnachweis“ in den letzten 20 Jahren zentrale Bedeutung gewonnen. Vordergründig räumen Vertreter empirischer Bildungsforschung selbst ein: Man messe nur, was messbar sei, wie Kompetenzen et cetera. Also, alles kein Problem?

8. Februar 2018

Widerstand gegen intransparente Steuerung im Bildungssystem

Demokratie braucht Bildung, wie Bildung auf Demokratie angewiesen ist. Soweit reicht der Konsens in der helvetischen Bildungsdebatte. Doch in der Frage, ob das Verhältnis der beiden beschädigt sei, gehen die Meinungen auseinander. Das Spannungsfeld zwischen Schulreformen und Demokratie stand im Zentrum einer Veranstaltung im deutschen Wuppertal, die Lehrer, Eltern und Bildungswissenschaftler aus Österreich, der Schweiz und Deutschland anlockte. Im folgenden Artikel werden problematische Entwicklungen im Kontext der Diskussion um die Kompetenzorientierung der Lehrpläne benannt.
Change Management Beispiel aus dem Kanton Thurgau, Bild: Urs Kalberer
Widerstand gegen intransparente Steuerung im Bildungssystem, Urs Kalberer, 7.2.

Tagungsbericht: Time for Change? (Wuppertal)

Unter diesem wohlweislich mit einem Fragezeichen versehenen Titel fand am 3. 2. 18 an der Bergischen Universität Wuppertal die erste diesjährige Tagung der GBW statt. Ihr Thema war das Paradox des auf Dauer gestellten Wandels, dem das deutsche Bildungssystem seit dem Erscheinen der ersten PISA Studie 2001 ausgesetzt ist. Die Tagung traf damit offenbar den Nerv vieler Kolleginnen und Kollegen, die nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus der Schweiz und Österreich angereist waren und dafür sorgten, dass die Tagung mit über 400 Teilnehmern die bisher am besten besuchte der GBW wurde. Das große Interesse mag unter anderem damit zusammenhängen, dass erstmals auch Praxisberichten aus den Schulen bzw. von bildungspolitisch engagierten Kolleginnen und Kollegen breiter Raum eingeräumt wurde. So ergab sich ein breites Spektrum praktischer und theoretischer Kritik, das Anlass zu einiger Skepsis gab, aber auch ermutigende Beispiele und Perspektiven für Eingriffe in den leerlaufenden Reformbetrieb enthielt.

Tagungsbericht: Time for Change? Gesellschaft für Bildung und Wissen, 6.2.



20. Juli 2017

Alternativen zu Fakten

Alternativen zu Fakten: Seit Pisa und Bologna setzt die deutsche Bildungspolitik auf Kompetenzen statt auf Bildung. Auf der ersten Inkompetenzkonferenz in Frankfurt formiert sich Widerstand.
Klären Sie Ihre Schreibabsicht, prüfen Sie Ihre Gefühle! FAZ, 12.7. von Thomas Thiel

18. Juli 2017

Inkompetenz-Konferenz sammelt den Widerstand gegen Kompetenzorientierung

Die neoliberale Ideologie hat zu einer radikalen Veränderung von Schule und Hochschule geführt. Denn wenn Erkenntnis durch Kompetenz ersetzt wird, bleibt von der Bildung nichts mehr übrig: In Frankfurt tagte die erste Inkompetenzkonferenz.
Die Trauer der Universitäten, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.7. von Hannah Bethke

16. Mai 2016

Kompetenzorientierung als selbstorganisiertes Lernen

Die „Grundlagen für den Lehrplan 21“ (www.lehrplan.ch/sites/default/files/Grundlagenbericht.pdf) wurden ab 2006 von einer kleinen Projektgruppe mit folgenden Mitgliedern erarbeitet:  Marco Adamina, lic. phil. nat., dipl. Geograph,  Dozent der  PH Bern;  Konstantin Bähr, M.A., Stv. Leiter der Bildungsplanung des Kantons Zürich; Christian  Studer, Vorsteher des Amt für Volksschulen des Kantons Basel - Landschaft, Liestal;  Anton Strittmatter , Dr. phil., Leiter Pädagogische Arbeitsstelle des LCH ;  Brigitte Wiederkehr Steiger,  wissenschaftliche Mitarbeiterin des  Regionalsekretariats der EDK - Ost, St. Gallen. Auffallend ist, dass keine in der Praxis stehende Pädagogen zugezogen wurden und  das einige in diesem Gremium  Spezialisten für Kompetenzorientierung und Gender sind.
Grundlagen für den LP21“ als „Büchse der Pandora, von Peter Aebersold, 16.5.

28. Februar 2016

Lehrerbildung muss zurück in den Raum demokratischer Mitbestimmung

Bei einer Expertenanhörung im Landtag NRW (Deutschland) zur Novellierung des Lehrerausbildungsgesetzes wurden markante und denkwürdige Stellungnahmen vorgebracht. Diese mahnten eine grundsätzliche Revision der durch Bolognareform und Kompetenzorientierung zunehmend wissenschafts- und bildungsfeindlichen Lehramtsstudiengänge an. Nicht Bologna sei alternativlos: „Alternativlos ist nur Humanität“, so Ursula Frost von der Universität zu Köln. Tatsächlich habe die Bolognareform die selbst gesetzten Ziele nicht erreicht, sei rechtlich und theoretisch fragwürdig und praktisch schädlich. „Kompetenz“ widerspreche dem Anspruch universitärer Bildung, mit ihr würde eine Verhaltenssteuerung künftiger Lehrerinnen und Lehrer angestrebt, die sich so kritiklos den ministeriell gewünschten gewünschten Vorgaben anpassen sollten.
Lehrerbildung raus aus Bologna, Stellungnahmen zum Lehrerausbildungsgesetz Nordrhein-Westfalen, Gesellschaft für Bidung und Wissen, 26.2. von Jochen Krautz nach Beiträgen von Ursula Frost, Ulrich Heinen und Hans Peter Klein

24. Januar 2016

Neoliberalismus und Reformpädagogik

Unser Bildungswesen hat sich die letzten Jahre gravierend verändert. Warum eigentlich? Welche Leitbilder liegen dem zugrunde? Oder sollte man besser fragen: Wer profitiert davon? Profitieren dürften eigentlich nur die Schüler, doch die tun das offenbar nicht. Grund genug, sich über die Bedeutung und den Sinn von Erziehung und Bildung klar zu werden. 
Eine unheilige Allianz, Ökologie Politik, Nr. 169, 2016

8. September 2015

Tausende Kompetenzen für eine bessere Volksschule?

Kürzlich googelte ich mich hartnäckig durch die Weiten des Web. Ich war auf der Suche nach starken Argumenten zugunsten des Lehrplans 21 und nach fundierten Begründungen für die postulierte "Unverzichtbarkeit des kompetenzorientieren Unterrichts". 
Tausende Kompetenzen für eine bessere Volksschule, Blog Südostschweiz, 8.9.von Fritz Tschudi

28. August 2015

Junge selbständig denken lernen

In Ergänzung zum Artikel «Inkompetenzerkennungskompetenz» von Eduard Kaeser (NZZ 8. 8. 15) sei hier angefügt: Am 11. August erschien ein Interview mit Professor Jochen Krautz in «Die Tagespost» - einer katholischen deutschen Zeitung -, der das Thema aus struktureller Perspektive beleuchtet: Der Autor analysiert die Auswirkungen des von der OECD in Schulen und Universitäten eingeführten Kompetenzkonzepts und schlussfolgert: Kompetenz ersetzt Bildung! Zitat: «Bildung zielte auf Selbständigkeit im Denken auf der Grundlage von Wissen und Können. Die Vermittlung von Kompetenzen hingegen zielt auf vordergründiges Funktionieren, auf Anpassungsbereitschaft an globalen Wandel beziehungsweise auf das, was bestimmte Kreise dafür halten.» 
Leserbrief, NZZ, 28.8. von Gisela Ana Cöppicus Lichtsteiner

6. Juli 2015

Trojaner im Bildungssystem

Jochen Krautz hat eine zusammenfassende Kritik zur Kompetenzorientierung an unseren Schulen zuhanden der demokratischen Öffentlichkeit verfasst. Die Schrift ist auch für den schweizerischen Kontext höchst relevant und deshalb uneingeschränkt zur Lektüre empfohlen. Am Schluss des Textes weist ein Literaturverzeichnis auf weitere Veröffentlichungen zum Thema hin.
Kompetenzen machen unmündig, Streitschriften zur Bildung, Heft 1, Hrsg. Fachgruppe Grundschulen GEW Berlin, Juni 2015 

20. Juni 2015

Über die Gefahren einseitiger Kompetenzförderung

Früher beherrschte man sich Fach, heute ist man kompetent. Der Begriff "Kompetenz" hat Karriere gemacht. Wer kompetent ist, verfügt über Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Aber das stimmt nicht, sagt der Pädagoge Jochen Krautz.



"Ein angeblich im Namen "der Wirtschaft" auf Kurs gebrachtes Bildungssystem wird zunehmend dysfunktional gerade für die Bedürfnisse der Wirtschaft selbst", Bild: Südtiroler Wirtschaftszeitung

Kompetent, aber denkfaul? Südtiroler Wirtschaftszeitung, 12.6. von Hartmut Volk


6. August 2014

"Wenn es ernst wird, muss man lügen"

«Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.»
Dieses berühmt-berüchtigte Zitat des neuen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker signalisierte schon 1999 seine Demokratieverachtung und den fehlenden Respekt vor den Bürgerinnen und Bürgern. Im Jahr 2011 empfahl der Mustereuropäer zudem: «Wenn es ernst wird, muss man lügen.»
Sorry, mich erinnert diese Haltung an die Strategie um die Entwicklung und die politische Durchsetzung des Lehrplans 21.

Alle wollen steuern, niemand rudern (Alain Pichard)


Schule der Zukunft: Demokratie im Sinkflug? Blog Südostschweiz, 6.8. von Fritz Tschudi