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28. April 2021

Postulat fordert Analyse zu den Grundkenntnissen der Schulabgänger

In der Mathematik sind die Schweizer Jugendlichen Spitze, beim Lesen befinden sie sich im internatinalen Durchschnitt: So lauteten die Ergebnisse der letzten PISA-Studie, die vor drei Jahren stattfand. Die nächste Studie wurde wegen Corona verschoben. Im Kanton St. Gallen kommen währenddessen Befürchtungen auf, dass es mit den Grundfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler am Ende der Volksschulzeit immer mehr hapert. 

Häufige Klagen über Schulabgänger, St. Galler Tagblatt, 26.4. von Adrian Vögele

25. Januar 2021

Lehrplan auf Hauptfächer reduzieren

In der Politik hat sich letzte Woche etwas getan. Endlich, ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie, gibt es einen überparteilichen Konsens darüber, dass es wohl gut wäre, in den Altersheimen, an den Flughäfen, in den Schulen und sogar bei den Grenzgängern viel mehr Tests zu verlangen, um herauszufinden, wie die Ansteckungsketten verlaufen. Klar, man wird auch mit den zusätzlichen Tests nicht alle Virenträger finden, aber wenigstens viele.

Jetzt sollten endlich auch mal die Lehrer kreativ denken, Sonntagszeitung, 24.1. von Arthur Rutishauser

5. Dezember 2020

Baselland ändert Stundentafel für bessere Testergebnisse

Es waren klare Worte, die Regierungsrätin Monica Gschwind an der gestrigen Video-Medienkonferenz zur Zukunft der Baselbieter Volksschule wählte: «Die Resultate haben den Anspruch, den ich als Bildungsdirektorin habe, nicht erfüllt.» Die Rede ist von den Ergebnissen der Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK), bei der Schülerinnen und Schüler der ganzen Schweiz in verschiedenen Fächern getestet werden. Im Mai 2019 wurden die Ergebnisse präsentiert – in den Fächern Mathematik, Deutsch und Französisch waren sie im Baselbiet unbefriedigend. «Bei den Bildungskompetenzen streben wir nicht das Mittelfeld an», meint Gschwind, «sondern Ergebnisse, die deutlich darüberliegen.» 

Das Mittelfeld reicht ihr nicht, BZ Basel, 3.12. von Kelly Spielmann

18. Oktober 2020

Als die Schweiz es noch fertigbrachte

Die Chancenungleichheit kann nicht vermindert werden, indem man die Bildungsanforderungen hinunterschraubt. Dass die Chancenungleichheit drastisch vermindert werden kann, hat die Schweiz schon einmal bewiesen. 1991 nahm die Schweiz zum ersten Mal an dem internationalen Test «International Assessment of Educational Progress» (IAEP) in Mathematik und Naturwissenschaften mit grossen repräsentativen Stichproben von 13-jährigen Schülern teil. Der IAEP wurde von Schülerinnen und Schülern in rund zwanzig Ländern unter der Schirmherrschaft des US-Bildungsministeriums durchgeführt. Die Resultate der Schweizer Schüler lagen bei den höchsten Durchschnittswerten in Mathematik und Naturwissenschaften. Die Werte, die das niedrigste Zehntel aller Schweizer Schüler erreichte, lagen sehr weit vor dem entsprechenden Anteil der Schülerinnen und Schüler in Grossbritannien und allen anderen Ländern in dieser Umfrage. China, Korea und Taiwan hatten ähnliche Durchschnittswerte wie die Schweiz; aber für das unterste Zehntel der Schüler lag die Schweiz immer noch weit vorne. Warum schauen wir nicht, wie die Schweiz das damals fertiggebracht hat?

NZZaS, 18.10., Leserbrief von Peter Aebersold

1. März 2020

Sprachlastige Aufnahmeprüfung


Die Matheaufgaben an der Zürcher Gymiprüfung sind sprachliche Knacknüsse. Das ist unsinnig. «Bauer Moser bezahlt seinem Angestellten 28 Franken auf die Stunde, damit dieser per Sense eine vier Hektaren grosse Wiese mäht. Würde sich die Anschaffung eines Mähdreschers für ihn lohnen, wenn...»: Mit solchen Aufgaben quälen sich derzeit Tausende Sechstklässler im Kanton Zürich. Es ist wieder Gymiprüfungszeit. Ohne Nachhilfe in speziellen Vorbereitungskursen und zu Hause klappts kaum. Zu viele wollen ans Gymnasium, entsprechend schwierig ist die Prüfung, und ohne exzellente Vornoten hat man sowieso winzige Chancen - mit «nur» einer Fünf in Deutsch und Mathe beträgt die statistische Chance auf eine Aufnahme 15 Prozent. 
Die Matheaufgaben an der Zürcher Gymiprüfung sind sprachliche Knacknüsse. Das ist unsinning. Tages Anzeiger, 21.2. von Philippe Zweifel

3. Dezember 2019

Absturz im Lesen


Pisa ist die grösste internationale Schülervergleichsstudie. Sie wird alle drei Jahre von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt. Für die neuste Ausgabe testete die OECD 600'000 Jugendliche im Alter von 15 Jahren aus 79 Ländern.
Bei jeder Studie wird ein anderer Fokus gesetzt. Dieses Mal lag der Schwerpunkt auf der Lesekompetenz – und genau hier offenbarten die Schweizer Schüler Schwächen. Im Schnitt erzielten sie 484 Punkte. Damit liegt die Schweiz lediglich auf dem 27. Platz.
Fast ein Viertel der 15-jährigen Schweizerinnen und Schweizer erreichte nicht das sogenannte Level 2, bei dem sie zumindest die Grundidee und den möglichen Zweck eines Textes von mittlerer Länge erkennen sollen sowie die dort vermittelten Informationen nutzen können.
Pisa-Test: So schlecht schneiden die Schweizer Schüler ab, Basler Zeitung, 3.12. von Yannick Wiget und Barbara Reye. Grafik: Dino Caracciolo
Weitere Grafiken hier ersichtlich

28. Oktober 2019

Beurteilung der MINT-Fächer wird schwieriger


In den Augen der Weininger Oberstufenlehrpersonen Ursina Lüthi-Buchli und Lukas Rechsteiner ist es höchste Zeit, dass die Studienbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik eine höhere Priorität erhalten.
So kommt die neue Gewichtung der MINT-Fächer bei Lehrpersonen an, Limmattaler Zeitung, 27.10. von Lydia Lippunger

25. August 2019

Sekschüler fliegen durch Probezeit



Jeder siebte, der diese Woche zum ersten Mal eines der Zürcher Gymnasien besucht, wird in einem halben Jahr durch die Probezeit durchgefallen sein. Das zeigt laut «Tages-Anzeiger» der Durchschnittswert. Je nach Gymnasium kann dieser Wert aber auch höher oder tiefer ausfallen.
Zürcher Gymi-Schüler haben ein Mathe-Problem, 20 Minuten, 24.8.

9. August 2019

"Die Wirklichkeit dringt nicht in die Welt des Glaubens"


Die Ergebnisse der ersten schweizerischen Erhebung von Grundkompetenzen in der Volksschule, mit Verzögerung von der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) publiziert, haben die Öffentlichkeit erstaunt und aufgeschreckt. Nun können wir uns ein Bild machen, wie gut die Sechstklässler ihre Schulsprache beherrschen, wie weit sie im Lernen der ersten Fremdsprache sind und wieviel an Mathematik bei Sekundarschülern am Ende der Schulzeit hängen geblieben ist.
Appenzell - Basel 3:0, Basler Zeitung, 8.8. von Roland Stark

9. Juni 2019

Die verkehrte Welt der EDK


Während die PISA-Studien mit grosser Regelmässigkeit belegen, dass unsere Schülerinnen und Schüler in Mathematik zur Weltspitze gehören, jedoch im Lesen nur Mittelmass bilden, verkündet die EDK als Hauptergebnis ihrer ersten nationalen Überprüfung der Grundkompetenzen das schiere Gegenteil. Kann man sich einen Reim darauf machen? Walter Herzog weist in seiner Analyse auf brisante Tatsachen hin, welche der EDK ein denkbar schlechtes Zeugnis ausstellen. 
Walter Herzog: "Eine fragwürdige Strategie der EDK", Bild: Condorcet-Bildungsperspektiven

Unterricht per Youtube


Schüler lernen heute mit Youtube, das zeigen Studien. Für Oberschulrektor Kai Schmidt aus Niedersachsen ist das kein Problem. Schliesslich ist er selbst einer der beliebtesten Mathelehrer auf der Plattform. Er ist überzeugt, dass er dadurch auch ein besserer Lehrer im Klassenzimmer geworden ist.
Hier erklärt Lehrerschmidt, wie man den Massstab berechnet. Clip Youtube
"So bin ich zum Mathe-Influencer geworden", Basler Zeitung, 7.6. von Larissa Holzki

2. Juni 2019

Bildung ist kein Privileg der Elite


Es mag sein,dass für ein erfolgreiches Berufsleben Innovationsfähigkeit und Kreativität wichtiger sind als ausreichende Mathematik-Kompetenzen. Doch dies ist noch lange kein Grund, die schlechten Mathe-Resultate bei den gesamtschweizerischen Vergleichstests auf die leichte Schulter zu nehmen. Ungenügende Grundkompetenzen in Mathematik sind ein Handicap.
Volksschule darf nicht nur auf die Besten setzen, Basler Zeitung, 1.6. von Thomas Dähler

30. Mai 2019

Werden wir bewusst dumm gehalten?


Ein Land ohne Rohstoffe sollte bei der Bildung nicht sparen. Dies tun wir auch nicht. Unsere Lehrpersonen sind wohl die bestbezahlten des ganzen europäischen Kontinents.
Und doch ist unser Schulsystem, gelinde gesagt, marode. Seit Jahren geht es mit der Schweizer Schulbildung den Berg runter.
Das neuste und viel zitierte Beispiel in Sachen Mathematik: Nur 62 Prozent der Schweizer Schüler erreichen am Ende der obligatorischen Schulzeit die mathematischen Grundlernziele.
Im Zeitalter, in dem STEM Kenntnisse (Science, Technology, Engineering, Mathematics) in der breiten Bevölkerung von strategischer Bedeutung für ein Land sind, erlauben wir uns, funktionelle Halbanalphabeten en masse zu produzieren.

Nur 23 Prozent der Nidwaldner Niveau B Schüler erreichen Grundanforderungen

Die Nachricht hat wohl den einen oder anderen Lehrer aufgeschreckt. Am vergangenen Freitag veröffentlichte die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) die Ergebnisse zu den Grundkompetenzen der Schweizer Schüler. Zum ersten Mal überhaupt wurden die Kompetenzen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch in einer solchen Studie überprüft (Ausgabe vom vergangenen Samstag). Dass die Schüler im eigenen Kanton bei dieser Erhebung doch nicht ganz so gut wegkommen wie erhofft, kann durchaus wachrütteln.

Der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid erwartet dank mehr Mathematik in der Stundentafel bessere Resultate, Bild: resschmid.ch
Mathetests in Ob- und Nidwalden: "Das bereitet mir grosse Sorgen", Luzerner Zeitung, 27.5. von Matthias Stadler

26. Mai 2019

Die rhetorischen Nebelpetarden der EDK


Schüler schnitten im Schweizer «Pisa»-Test in Mathematik schlecht ab, weil die Aufgaben zu schwierig waren. Nur drei von fünf Schülern können gut rechnen. Das zumindest ist das Resultat des ersten landesweit durchgeführten Schülertests. Die Ergebnisse wurden am Freitag veröffentlicht. Der ernüchternde Befund im Fach Mathematik steht im Widerspruch zum Abschneiden der Schweizer Schüler beim Pisa-Test der OECD: Dort erzielten sie 2015 einen Spitzenplatz.
Beim Mathe-Test versagten die Prüfer, Sonntagszeitung, 26.5. von Nadja Pastega

Economiesuisse: Warnsignal


Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) hat die Ergebnisse der ersten nationalen Erhebung zum Stand der Grundkompetenzen in der Volksschule präsentiert. Im Bereich der Mathematik fallen die Resultate in mehreren Kantonen unbefriedigend aus. Aus Sicht von economiesuisse darf dies keinesfalls zum Anlass genommen werden, das Anforderungsprofil nach unten zu korrigieren.
Zu grosse Unterschiede bei den Mathematik-Kompetenzen, Economiesuisse, 24.5.

Überprüfung der Grundkompetenzen


Die Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen (ÜGK/COFO/VeCoF)  ist die erste nationale Leistungsuntersuchung mit standardisierten Messinstrumenten in der obligatorischen Schule in der Schweiz. Im Auftrag der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) wurde überprüft, inwieweit die nationalen Bildungsziele erreicht wurden. Diese nationalen Bildungsziele wurden als Referenzkriterien für die Harmonisierung der Schulsysteme definiert, eine Aufgabe die die Kantone per Bundesverfassung zu erfüllen haben. Diese Überprüfung erfolgt jeweils in unterschiedlichen Domänen und unterschiedlichen Schuljahren.
Hier die Links zu den Berichten:

16. Mai 2019

Ende der Kreidezeit


Obwohl immer mehr Untersuchungen zutage fördern, dass digitale Hilfsmittel das Lernen eher behindern als befördern, hält der Trend zur Computerisierung des Klassenzimmers an. Schulen sind Orte von Menschen und für Menschen, und Lernen braucht Zeit. Es digitaler Bequemlichkeit zu unterwerfen, ist ein Fehler.
Zierer:"Jedes Kind hat ein Recht auf eine humane Schule", Bild: Universität Augsburg

Wenn das Handy noch in der Schultasche stört – die digitale Bildungsrevolution zeitigt ernüchternde Resultate, NZZ, 16.5. von Klaus Zierer

2. April 2019

Alarmierende Stofflücken in der Mathematik


Viele heutige Jugendliche sind nach neun Schuljahren nicht mehr in der Lage, einfachste Rechnungen ohne Taschenrechner zu lösen. Das kleine Einmaleins beherrschen sie nicht mehr; mit Textaufgaben, Sortenumwandlungen, Bruchrechnen, Dreisätzen und Prozentrechnen sind sie überfordert. Markus Möhl, Lehrlingsausbildner und Präsident der Berufsschule Lenzburg, fasst zusammen:
«Wir haben heute häufiger Lehrlinge im Betrieb, die nach der Sekundarschule die Grundrechenoperationen nicht können, die nicht wissen, was eine Summe ist und die für den Zahlenbereich über Zehn den Taschenrechner brauchen.» 
Mathematik im Lehrplan 21 - Rechenschwäche als Ziel? Basel Express, Ausgabe April, von Judith Barben