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10. Januar 2021

Zehn Jahre Sonderpädagogik-Konkordat

 «Für alle!» lautet der Titel des detailliertesten Buchs über die Geschichte der Basler Volksschule. Der Autor Pierre Felder, selbst erster Leiter der Volksschulen im Basler Erziehungsdepartement, beschreibt darin, wie die Basler Schulen diesem Imperativ jahrhundertelang nicht nachkamen. Im 18. Jahrhundert etwa war der Schulunterricht – ganz im Gegenteil – für wenige. Nur die Kinder aus den reicheren Familien durften in die Schule, weil die ärmeren das Schulgeld nicht aufbringen konnten. Wer ganz privilegiert war, der leistete sich für seineKinder einen Privatlehrer, damit sie nicht mit dem «verderblichen Gesindel» der Unterschicht in Kontakt kamen. Mädchen gingen häufig gar nicht zur Schule. Da diese später ohnehin keine herausfordernden Berufe annahmen, galt die Schulbildung als unnötig. Und der Pfarrer war derjenige, der entschied, ob ein Kind bildungsfähig ist. Behinderte wurden privat oder in einer Einrichtung betreut und mussten oder durften nicht in die Schule –der Kanton leistete ab1929 Fürsorgebeiträge für deren Unterbringung in Anstalten. Auch die Fremdsprachigen wurden ausgegrenzt. Die Schulen mussten sie Anfang 20. Jahrhunderts nicht aufnehmen. 

Bei Störenfrieden hört die Integration in den Schulen auf, BZ Basel, 9.1. von Leif Simonsen

7. Januar 2021

Zu viele Mittelschüler senken das Niveau

Im Kanton Basel-Stadt, in dem die Realitätsverweigerung schon als Kunstform durchgeht, würde man sich nie in solchen Worten ausdrücken, weil man sich gern ziert und lieber herumdruckst, als ein Problem als solches zu benennen – so muss es halt das Baselbiet sagen: Die Stadt hat dem Land einen «akuten Notfall» in der Fachmaturitätsschule (FMS) gemeldet, da diese aus allen Nähten platzt. 

Viele wären in einer Lehre besser aufgehoben, Basler Zeitung, 7.1. von Sebastian Briellmann

7. Oktober 2020

Cramer mit Leistungsausweis zufrieden

Conradin Cramer steht zwischen den neuen Primarschülerinnen und -schülern. Es ist ein besonderes Jahr für den Erziehungsdirektor, der seit 2017 jeweils im August die neuen Schulkinder begrüsst. In drei von vier Jahren trug er zu diesem Anlass seine typische rote Krawatte. Dieses Jahr komplettierte eine weisse Stoffmaske mit schwarzen kleinen Baslerstäben das Outfit.

Conradin Cramers Erfolg: Weniger Schüler am Gymnasium, BZ Basel, 7.10. von Silvana Schreier

5. Oktober 2020

Bescheidene Erfolge für DaZ und Integration

Leistungsschwache Schülerinnen und Schüler profitieren nicht von leistungsstarken: Die Primarschulen in Basel-Stadt schaffen es nicht, den Leistungsrückstand der Kinder aus bildungsfernen Familien zu verringern. Das zeigen die veröffentlichten Ergebnisse der Schulchecks der 3.Klassen aus dem vergangenen Jahr. Sie zeigen auf, dass die Leistungsunterschiede bei den Drittklässlern in Basel-Stadt erheblich grösser sind als in den Kantonen Baselland, Aargau und Solothurn. Auch nahmen die Leistungsunterschiede in Basel-Stadt im Vergleich zu den Vorjahren zu. 

Bildungsgraben in Basler Primarschulen, Basler Zeitung, 5.10. von Thomas Dähler

2. September 2020

Basler Lehrer wollen wegen Corona keine Checks

 «Was kann ich? Wo stehe ich? Welche Lernschritte folgen als Nächstes?» Diese Fragen werden in den Leistungschecks zur Standortbestimmung am Anfang der 3.Klasse und zum Ende der 5.Klasse in der Primarschule gestellt. Diese Checks P3 und P5, die in der gesamten Nordwestschweiz zum Schulsystem gehören, werden seit Jahren von Basler Lehrpersonen kritisiert. Wegen des Coronavirus flammt der Streit nun erneut auf. Im März 2017 verabschiedete die Gesamtkonferenz der Basler Lehrpersonen die Resolution zur «kompletten Abschaffung der vierkantonalen Leistungschecks». Eine klare Mehrheit hat sich dafür ausgesprochen. Dabei ging es einerseits um die Checks während der Primarschulzeit, anderseits aber auch um die beiden Tests in der Sekundarstufe. Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer reagierte und strich vorerst den Check in der 3. Oberstufe. Gleichzeitig wurde der zweite Test in der Primarstufe von der 6. in die 5. Klasse verschoben.

Schulen sind gegen Leistungstests, BZ Basel, 1.9. von Silvana Schreier

31. August 2020

Schein-Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt

Die grosse Mehrheit der Schüler/-innen erreichen mit den Passepartout-Lehrmitteln «Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» die Lernziele nicht: Die beiden Basler Halbkantone haben bei den gesamtschweizerischen Tests am Ende der Primarschule im Fach Französisch am schlechtesten abgeschnitten. Die Fremdsprachenlehrpersonen machen dafür die untaugliche Passepartout-Ideologie verantwortlich. Während der Kanton Basel-Landschaft reagiert und eine «geleitete» Lehrmittelfreiheit realisiert hat, bewegt sich der Stadtkanton nur wenig.

Schein-Lehrmittelfreiheit in Basel-Stadt, Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 31.8.

28. Mai 2020

Frühförderung für fremdsprachige Kinder vor dem Kindergarten

Basel-Stadt gilt als Pionierin der Deutsch-Frühförderung. Dort bekommen alle Eltern einen Fragebogen nach Hause, mit dem sie die Deutschkenntnisse ihrer Kinder einschätzen müssen. Können sie zu wenig gut Deutsch, müssen sie in eine Sprachspielgruppe. Zwei halbe Tage pro Woche, gratis für die Eltern.

Obligatorische Frühförderung vor dem Kindergarten? SRF, 28.5. 

6. Mai 2020

Petition für Halbklassen


Die Standesorganisationen der Lehrerschaft aus beiden Basel stehen dem Beschluss der Regierungen, den Schulbetrieb am 11. Mai mit Vollklassen wieder aufzunehmen, kritisch gegenüber. In Basel-Stadt werden zudem Unterschriften für eine Petition für einen Start mit Halbklassen gesammelt.
Lehrer würden Halbklassen bevorzugen, Basler Zeitung, 5.5.

26. April 2020

Grosse Verunsicherung hinsichtlich Schulöffnung


Daniel Koch wischte die Frage mit einer saloppen Bemerkung zur Seite: «Es wird nicht so sein, dass die Lehrer den Unterricht mit der Maske durchführen müssen», sagte der Corona-Delegierte beim Bundesamt für Gesundheit am Freitag vor den Medien.
Die Frage aber lautete: Müssen die Kinder im Klassenzimmer Abstandsregeln einhalten, wenn die Schulen am 11. Mai ihren Betrieb wieder aufnehmen? Koch verwies darauf, dass der Bundesrat am 29. April ein Schutzkonzept verabschieden wird für die Schulen. Ob darin die Frage nach Abstandsregeln geklärt wird, bleibt mindestens solange noch offen.
Entsprechend gross ist die Planungsunsicherheit für die Lehrer - und die Eltern, die nicht wissen, ob ihr Kind wieder regulär zur Schule gehen kann.
Der Turnunterricht findet statt - doch die Schulreisen fallen aus, NZZaS, 26.4. von René Donzé

13. April 2020

Starke Schule hält trotz Einlenken von Cramer an Initiative fest

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) nimmt diegestrige Medienmitteilung des Basler Erziehungsdirektors Conradin Cramer positiv zur Kenntnis. Dass sich das Erziehungsdepartement (ED) in der Lehrmittelfrage bewegen will, ist begrüssenswert. Neu sollen nicht nur in Mathematik, sondern auch in den Fächern Deutsch und Französisch weitere Lehrmittel in die kantonale Lehrmittelliste aufgenommen werden, mit welchen die Lehrpersonen vor allem das heftig umstrittene „Mille feuilles“ ersetzen können.
Die Bildungsagenda von Regierungsrat Cramer ist unklar, Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 7.4.

31. März 2020

FDP mit Starker Schule gegen Eymann und Cramer

Seit zwei Jahrzehnten befinden sich die Schulen in der Hand der LDP. Zuerst war Christoph Eymann Vorsteher des Erziehungsdepartements. Vor drei Jahren übernahm sein Parteikollege Conradin Cramer. Namentlich in der Ära Eymann wurden grosse Schulreformen durchgeführt, die bis jetzt noch nicht völlig abgeschlossen sind.
Nadine Gautschi (FDP) und Katja Christ (GLP) kämpfen zusammen gegen die LDP-Bildungspolitik, Bild: Kenneth Nars
FDP mit Frontalangriff auf die LDP: Eine neue Initiative verlangt freie Lehrmittelwahl, BZ Basel, 31.3. von Jonas Hoskyn

24. Februar 2020

Mehr Geld für integrative Schule


720 Schülerinnen und Schüler im Kanton Basel-Stadt benötigen sogenannte verstärkte Massnahmen. Sprich: Sie sind in einer Regelklasse nicht tragbar, auch nicht mit den entsprechenden Förderangeboten. Sie müssen unter anderem in Sonderschulen unterrichtet werden. Die Zahl dieser Kinder stieg in den vergangenen Jahren stark an – in den vergangenen fünf Jahren von 570 auf rund 720, und ist damit wieder auf dem Level von 2010, als das Projekt der integrativen Schule in Basel startete.
Integrative Schule: Es besteht Reformbedarf - und es braucht mehr Geld, BZ Basel, 24.2.

22. Februar 2020

Die Spuren von Trump im Basler ED


Der amerikanische Präsident hat gemäss einem Faktencheck der „Washington Post“ die Zahl der falschen oder irreführenden Aussagen seit seinem Amtsantritt massiv gesteigert. Von 1999 im Jahre 2017, 5689 2018 auf 15’413 bis zum 10.12.2019.

Seine Beraterin Kellyanne Conway hat dafür den Begriff „alternative Fakten“ geprägt, Donald Trump selbst spricht von „übertriebenen Übertreibungen“. (exaggerated hyperbole)

In der Literatur ist das Phänomen der verzerrten Erfassung von unbequemen Wahrheiten ein beliebtes Sujet. Marcel Proust stellt fest, dass die Wirklichkeit nicht in die Welt des Glaubens dringe, Aldous Huxley schreibt, Tatsachen schaffe man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriere, und Mark Twain erklärt, man müsse die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen könne. Der US-Senator Patrick Moynihan schliesslich verteidigt das Recht auf eine eigene Meinung: Aber keiner habe das Recht auf seine eigenen Fakten.
Réveille-toi, Conradin. Vite! Basler Zeitung, 21.2. von Roland Stark

12. Februar 2020

Christ und Cramer kreuzen die Klingen

Katja Christ kämpft mit einer Initiative gegen die «Passepartout»-Lehrmittel. Erziehungsdirektor Conradin Cramer stellt sich ihr erstmals im TV-Streitgespräch.
Eine Initiative bringt plötzlich Bewegung in die Basler Lehrmitteldiskussion, Bild: Screenshot Tele Basel.
Cramer vs. Christ: Streit um Lehrmittel, Telebasel, 11.2.

9. Februar 2020

Bahnt sich in Basel eine Wende an?

Für den Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer dürfte es ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen gewesen sein. Letzten Mittwoch hat er verkündet, dass die Basler Lehrerinnen und Lehrer für den Mathematikunterricht in den Primar­ und Sekundarschulen künftig zwischen mehreren Lehrmitteln auswählen können. Einen Tag später hat ein Initiativkomitee aus Vertretern mehrerer Basler Parteien ein Volksbegehren gestartet, das die Lehrmittelfreiheit in Basel­-Stadt generell gesetzlich verankern will. Das Zugeständnis an die Lehrerschaft ist letztlich auch das Eingeständnis, dass nicht alles, was seinerzeit unter dem Label Reformpädagogik eingeführt wurde, auch erfolgreich war.
Die Mathematikdefizite der Basler Schülerinnen und Schüler sind spätestens seit Mai 2019 aktenkundig. Bei den ersten gesamtschweizerischen Schultests nämlich, deren Ergebnisse im letzten Mai publiziert wurden, hat BaselStadt abgeschlagen auf dem letzten Platz unter den 26 Kantonen abgeschlossen – ausgerechnet derjenige Kanton, der bei Schulreformen immer zuvorderst dabei war.
Die Abkehr vom Reformglauben, Basler Zeitung, 8.2. von Thomas Dähler

6. Februar 2020

Volksbegehren setzt Erziehungschef unter Druck


Die Folgen der ungenügenden Passepartout­Lehrmittel–«Mille feuilles», «Clin d’œil» und «New World»–können nach den verheerenden Resultaten und den Ergebnissen von vier unterschiedlichen Studien nicht mehr geleugnet werden: Die Schüler von Basel­Stadt sind die schlechtesten der Schweiz. 60 Prozent von ihnen haben nach wie vor den Französisch­Koller. Obwohl bei der Einführung der Passepartout­Lehrmittel grossmundig das Gegenteil versprochen wurde, und nachdem alleine in die Entwicklung dieser Lehrmittel rund 50 Millionen Franken investiert wurden.
Angriff auf die Passepartout-Ideologie in Basel, Basler Zeitung, 6.2. von Daniel Wahl

5. Februar 2020

Starke Schule lanciert Initiative für Lehrmittelfreiheit

Die Starke Schule beider Basel lanciert heute ihre erste Bildungsinitiative im Kanton Basel-Stadt mit dem Titel «Lehrpersonen dürfen diejenigen Lehrmittel einsetzen, mit welchen sie die Schüler/-innen am besten fördern können». Angestrebt wird eine «echte» Lehrmittelfreiheit, welche den Lehrpersonen ermöglicht, die Passepartout-Lehrmittel «Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» durch bewährte und klar strukturierte Lehrmittel zu ersetzen.

Basel will "Lehrmittelfreiheit" einführen


Das Basler Erziehungsdepartement (ED) reagiert auf die Kritik der Volksschullehrer an den Lehrmitteln. Am Dienstag teilte es mit, dass die Mathelehrer künftig auswählen können; die Lehrmittelfreiheit soll bereits im nächsten Jahr eingeführt werden. In Geduld müssen sich derweil die Französischlehrer üben, obwohl ihr «Mille feuilles» weit umstrittener ist als das Mathelehrmittel. In der Mitteilung heisst es lediglich: «Der Erziehungsrat begrüsst weitere Ausweitungen der Lehrmittelliste. Für die Fächer Deutsch und Französisch wird er in den nächsten Monaten konkrete Entscheide treffen.»
Basel-Stadt führt Lehrmittelfreiheit ein, BZ Basel, 5.2. von Leif Simonsen

30. Januar 2020

Cramer zur Wiedereinführung von Kleinklassen


Lehrer und Politiker wollen die Wiedereinführung von Kleinklassen in Basel. Doch die Regierung stellt auf stur. Jetzt nimmt Erziehungsdirektor Conradin Cramer Stellung.
«Stört ein Kind massiv, kann es nicht in der Regelklasse bleiben» Basler Zeitung, 30.1. von Nina Jeker

29. Januar 2020

Cramer sperrt sich gegen Kleinklassen

Die Lehrer in Basel­Stadt haben langsam die Nase voll von den Auswüchsen der integrativen Schule. Sie stehen jedes Jahr vor einer Herkulesaufgabe: Sie müssen Schüler und Schülerinnen in den Unterricht einbinden, die von ihren kognitiven Fähigkeiten her meilenweit hinter allen anderen herhinken.

Will Kleinklassen verhindern: Erziehungschef Conradin Cramer, Bild: Pino Covino
Alle wollen die Kleinklassen zurück - ausser der Basler Regierung, Basler Zeitung, 29.1. von Katrin Hauser