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16. Mai 2019

SVP fordert Abwahlmöglichkeit von Fremdsprachen


Die SVP Graubünden fordert eine Dispensierungsmöglichkeit des Fremdsprachenunterrichts für die Realstufe. Überforderte Schülerinnen und Schüler sollen einfach einen entsprechenden Antrag stellen können und so bestmöglichst gefördert werden.
Dispensierung vom Fremdsprachenunterricht? Südostschweiz, 16.5. von Nadine Hinder

25. November 2018

"Am Lehrplan 21 kann grundsätzlich nicht mehr gerüttelt werden"


Das Bündner Stimmvolk hat am Abstimmungssonntag sowohl die Verfassungs- als auch die Gesetzesinitiative zu «Gute Schule Graubünden» wuchtig verworfen. Sieger und Verlierer werten das Resultat unterschiedlich.
Marlies Klesse: "Ein Viertel sagte Ja - das ist auch ein Zeichen", Südostschweiz, 25.11.

Auseinandersetzung über eine gute Schule geht weiter


Ein Viertel der Stimmenden im Kanton Graubünden haben der Doppelinitiative für mehr Mitsprache im Bildungswesen zugestimmt. Ein klares Zeichen dafür, dass viele Stimmbürger und Stimmbürgerinnen über die momentane Schulentwicklung besorgt sind. Wir bedauern, dass die voraussehbaren negativen Auswirkungen des Lehrplans 21 für den Kanton Graubünden nicht abgemildert werden konnten. 
Pressemitteilung "Gute Schule Graubünden", 25.11. von Marlies Klesse und Elisabeth Calcagnini

18. November 2018

Zu viele offene Fragen


Auffallend beim Abstimmungskampf zur Doppelinitiative sind die fehlenden inhaltlichen Argumente der Gegner. Da ist die Rede von der Zukunft, der angeblich falschen, strukturellen Kompetenzverschiebung, von allwissenden Expertengruppen, denen man doch vertrauen sollte. Auch die bereits ausgegebenen Millionen werden ins Feld geführt, die zu befürchtende Isolation beklagt und dass nun doch endlich Ruhe einkehren möge. Die ganz am Rand geschilderten Vorzüge des Lehrplans 21 beschränken sich auf  die Einführung der Fächer Medien und Informatik. Die Befürworter werden als reaktionär betitelt und die ganze Initiative gar als abwegig diffamiert.
Zu viele offene Fragen, GR heute, 15.11. Leserbrief von Elisabeth Calcagnini

Klassenunterricht als Modell


Den Initianten «Gute Schule Graubünden» ist zu gratulieren. Sie fordern eine offene Diskussion, ob die Reformen des Amtes für Volksschule und Sport (AVS) tatsächlich unterstützt werden sollen. Das AVS propagiert neue Unterrichtsmethoden, individuelles selbstorganisiertes Lernen, altersdurchmischtes Lernen statt Jahrgangsklassen und Coaching statt Kontrolle und Korrektur. Das Unterrichten in Fächern und Hausaufgaben sind out.
Südostschweiz, 17.11. Leserbrief von Henriette Meier

15. November 2018

Ein "Ja" wird Graubünden nicht isolieren


Im März 2016 beschloss die Regierung, den Lehrplan21GR auf das Schuljahr 2018/19 einzuführen. Die grosse Mehrzahl der Lehrpersonen musste dies zu Kenntnis nehmen. Gleichzeitig fingen die Gemeinden an, ihre Schulhäuser umzubauen, so dass die Kinder kompetenzorientiert, individuell und selbst-organisiert in Lernlandschaften den Schulstoff abarbeiten können. Der Lehrer wird zum Beobachter und führt Lernjournale, die Kinder üben sich in Selbstreflexion.  Und das alles, ohne dass das Volk dazu befragt wurde. Wo schon im Sinn und Geist dieser Reform Schule stattfindet, sind die Ergebnisse ernüchternd. Deshalb wäre es wichtig, die funktionierenden Teile der Volksschule zu bewahren, systembedingte Reformfehler möglichst zu vermeiden und selbstbewusst in einen sachlich geführten Dialog einzusteigen.
«Ross und Reiter» sind bekannt, 15.11. von Christoph Jäger

6. November 2018

Lieber eine gute Bündner Schule mit Zukunft


«Lehrpläne sind heute in guten Händen, es gibt keinen Anlass, daran etwas zu ändern.» SandraLocher Benguerel, Präsidentin des LEGR, betont, dass Lehrpläne keinesfalls zumSpielball politischer und weltanschaulicher Interessen verkommen dürften und verschweigt bewusst, dass der Bildungsmarkt heute schon hart umkämpft wird. Die Stimmbürgerin und der Stimmbürger werden einmal mehr für unmündig angeschaut.  
Lieber eine gute Bündner Schule mit Zukunft, 6.11. von Markus Niederdorfer

Gion und Fadri zur Bündner Lehrplan-Initiative


Gion und Fadri beobachten aus den Bergen den Wandel der Schulen im Tal und kommen nicht aus dem Staunen heraus. Deshalb besuchten sie Chur, um von den Leuten zu erfahren, was da los ist. Da hörten sie von der Doppelinitiative, welche sich mit Schulfragen befasst. Im Dialog versuchen sie die Sache zu entwirren, müssen aber feststellen, dass hier nicht mit gleich langen Spiessen gekämpft wird. Deshalb haben sie ihre Gespräche veröffentlicht. Diese sollen der Bündner Bevölkerung bei der Meinungsbildung dienen, damit sie wissen, worüber sie abstimmen.
Gion und Fadri, von Markus Niederdorfer

Lehrerverband, Schulbehörden und Schulleiter gegen Lehrplan-Initiativen


Die Doppelinitiative «Gute Schule» setzt sich aus einer Verfassungs- und einer Gesetzesinitiative zusammen. Beide stehen in einem direkten Zusammenhang. Die Verfassungsinitiative verlangt die Mitsprache des Grossen Rates und des Volkes bei wichtigen, grundsätzlichen Bildungsfragen. Bei der Gesetzesinitiative geht es um eine Kompetenzverschiebung bei der Bestimmung von Lehrplänen. Heute liegen diese Kompetenzen bei der Regierung – neu soll sie der Grosse Rat haben. «Ein Lehrplan ist ein Planungsinstrument und keine Gesetzesbestimmung», sagte Sandra Locher Benguerel, Präsidentin der Lehrpersonen Graubünden, gestern vor den Medien. «Die verlangte Kompetenzverschiebung der Genehmigung von Lehrplänen durch den Grossen Rat ist eine starke Vermischung von operativer und strategischer Ebene.»
Lieber eine Schule mit Zukunft statt nur eine gute Schule, Südostschweiz, 6.11. von Pierina Hasler

29. Oktober 2018

Höchste Zeit für eine Denkpause


Bisher konnte man in Sachen Schule den Behörden vertrauen. Doch der Unmut wächst, das zeigen die zahlreichen Initiativen zum Bildungswesen deutlich. Die Schule geht uns alle etwas an. Ein unerprobtes Schul-Experiment auf Kosten der Kinder – das geht zu weit. Da gehört eine Korrektur hin. Kritische Stimmen werden lauter und zahlreicher: Im Kanton Basel-Land, wo schon seit einigen Jahren nach dem umstrittenen Lehrplan 21 unterrichtet wird, stimmte die Bevölkerung mit einem deutlichen Ja dafür (84 %), dass Jahresziele und Themen wieder klar definiert sind. 
Höchste Zeit für eine Denkpause, Südostschweiz, 29.10. Leserbrief von Elisabeth Calcagnini

28. Oktober 2018

Bürokratie statt Wissen


Was wissen wir über den Lehrplan 21?

1. Der Schweizer Lehrplan 21 zerstückelt das Lernen in Tausende von Kompetenzen. Die Umstellung auf einen kompetenzorientierten Unterricht führte bisher überall zu massiven Einbussen im Wissen und Können.
Lehrplan bringt Expertokratie, Urs Kalberer, 28.10.

Lehrplan schafft neue Expertokratie

Natürlich kommen die beiden Lehrplan-Initiativen zum falschen Zeitpunkt. Aber ist dies ein gutes Argument? Und ja: Graubünden würde bei einer Annahme einen Extrazug fahren. Aber ist dies ein gutes Argument? Wenn wir uns anschauen, was in den Ländern passiert ist, die ihren Lehrplan auf «Kompetenzen» umgebaut haben, stellen wir einen eindrücklichen Absturz fest. Die USA, Deutschland, England, Frankreich, sogar Finnland: Überall können die Schüler deutlich weniger. Wollen wir das auch in Graubünden? Leistungsmessungen in den Sprachfächern zeigen eindrücklich, dass unsere Schüler die Lernziele weit verfehlen. An den Pädagogischen Hochschulen werden unsere künftigen Lehrkräfte seit Jahren mit objektiv falschen Lehrmethoden indoktriniert und damit auf den Lehrplan 21 vorbereitet. Wollen wir wirklich, dass Lehrpersonen zu Coaches degradiert und die Schüler sich selbst überlassen werden und immer weniger lernen? Die Verantwortlichen wollen davon nichts hören und basteln unbeirrt weiter auf dem eingeschlagenen Weg in Richtung mehr Kosten, mehr soziale Ungleichheit und weniger Wissen und Können.
Lehrplan schafft neue Expertokratie, Urs Kalberer, 28.10.

24. Oktober 2018

Von Schweden lernen


Im Zusammenhang mit der Volksabstimmung zur Doppelinitiative «Gute Schule Graubünden» ist die schwedische Professorin Inger Enkvist zu Gast in Chur gewesen. Sie setzte das Publikum über die schwedische Volksschule ins Bild – besser gesagt über 50 Jahre Reformen und deren Folgen.
Was Graubünden von Schweden lernen kann, Bündner Tagblatt, 24.10. von Enrico Söllmann

1. Oktober 2018

Tessin bricht Schulversuch ab


Am 23. September lehnten die Tessiner Stimmbürger die Schulversuche mit «La scuola che verrà», dem Tessiner Pendant zum «Lehrplan 21» ab. Eine vom Staatsrat eingesetzte Arbeitsgruppe erarbeitete in den Jahren 2013/2014 das Reformkonzept und gab es in eine erste Vernehmlassung, 2016 fand eine zweite statt und danach verabschiedete die Regierung im Juli 2017 die Botschaft, die von der Sonderschul-Kommission noch modifiziert wurde. Am 13. April 2018 stimmte das Tessiner Parlament der Erprobung des Projektes «La scuola che verrà» zu, dies wohlverstanden nach einer kontrovers geführten Diskussion. Die Erprobung sah einen auf drei Jahre verteilten Kredit von 6.7 Millionen Fr. vor und sie sollte vorerst in vier Mittelschulen und in drei Primarschulen stattfinden. Gegen diesen Beschluss des Grossrates ergriff die Tessiner UDC (SVP) mit Unterstützung der Lega dei Ticinesi mit über 7000 Unterschriften das Referendum und konnte damit eine Volksabstimmung bewirken. In der Folge wurde die auf Herbst 2018 geplante Umsetzung der Reformversuche in den sieben Gemeinden bis auf weiteres verschoben.
Sind die Tessiner die besseren Demokraten? Südostschweiz, 29.9. Leserbrief von Rico Calcagnini

1. September 2018

Experten sollen entscheiden

Wer bestimmt darüber, mit welchem Kaliber die Kantonspolizei Graubünden ausgerüstet ist? Wer hat das letzte Wort, wenn es darum geht, die geltenden Hygienevorschriften in Bündner Gastwirtschaftsbetrieben zu definieren? Und wer entscheidet darüber, welche Rechtsanwälte das Bündner Anwaltsdisplom erhalten oder nicht? Welche Kantonsschüler die Maturaprüfung bestanden haben, welche nicht? Es ist in allen Fällen nicht das Volk, und das ist gut so. Die Schweiz – und damit auch Graubünden – kennt seit Jahrhunderten die bewährte Gewaltentrennung, die uns davor schützt, zu Barbaren zu werden, und die die Regierung vor uns allen schützt, vor mir, vor Ihnen, vor uns Experten, die wir nicht alles wissen, aber alles zu wissen meinen und vor allem: alles besser wissen zu meinen.
Und alle sind wir Experten, Südostschweiz, 30.8. von Reto Furter

30. August 2018

Eine einmalige Chance

In der heute beginnenden Session berät der Grosse Rat die Doppelinitiative «Gute Schule Graubünden» und erhält damit die einmalige Chance, den öffentlichen Charakter unseres Bildungswesens längerfristig zu sichern. Denn seit vielen Jahren passt sich auch das Schweizer Bildungswesen den von internationalen Gremien geforderten, vor allem am ökonomischen Nutzen orientierten Vorgaben an. Immer deutlicher halten – wie im Gesundheitswesen – Professionalisierung, Kontroll- und Steuerungsvorgänge Einzug an unseren Schulen. 
Eine einmalige Chance, Bündner Tagblatt, 29.8. von Elisabeth Calcagnini

4. August 2018

Kommentar zur Botschaft der Bündner Lehrplan-Initiativen

Das Bündner Komitee, welches den Lehrplan 21 demokratisch stärker legitimieren will, nimmt Stellung zur entsprechenden Botschaft der Bündner Regierung.
Kommentare zu den Inhalten der Botschaft der Regierung zur Doppelinitiative „Gute Schule Graubünden“, 4.8.

12. April 2018

Bündner Regierung gegen Lehrplan-Mitbestimmungsinitiative

Im März 2017 wurde die Volksinitiative «Gute Schule Graubünden - Mitsprache bei wichtigen Bildungsfragen» eingereicht. Die unterzeichnenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stellen das Begeheren, zwei Artikel in der Kantonsverfassung so abzuändern, dass wichtige, grundsätzliche Bildungsfragen durch das Gesetz oder den Grossen Rat zu regeln sind.
Regierung gegen Bildungsinitiativen, SRF Regional, 11.4.

11. März 2018

"Frühe Fremdsprachen schaden Naturwissenschaften"


Fremdsprachen würden auf der Primarschulstufe auf Kosten anderer Fächer unterrichtet: Mit dieser Aussage in der «Südostschweiz» vom 1. März sorgte die Felsbergerin Marianne Manzanell für viel Diskussionsstoff. Was der Verwaltungsrätin der Freymatic AG besonders sauer aufstösst: Vor allem die Mint-Fächer würden heute negativ beeinflusst, weil die Primarschüler für den frühen Fremdsprachenunterricht einen zu grossen Aufwand betreiben müssten. Zu den Mint-Fächern gehören alle Fächer, in denen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik unterrichtet werden.
Der Lehrplan 21 lässt die Mint-Verfechter hoffen, Südostschweiz, 10.3. von Corinne Raguth Tscharner