Ein Coaching-Hund und viel Hokuspokus werden im Aargau zur Förderung des Lernens eingesetzt. Man fragt sich als Leser von solchen und ähnlichen Berichten, wann denn der Tiefpunkt erreicht ist und wie lange noch öffentliche Gelder für Unsinn aus dem Fenster geworfen wird. Die hier beschriebene Methode des Brain-Gym ist seit Jahren desavouiert und entlarvt. Das gleiche gilt für die simplifizierenden Aussagen bezüglich den beiden Gehirnhälften. Und die Mär der Lerntypen wird auch mit einem ganzen Rudel Hunde nicht wahrer. Haben die Reformen die Widerstandskraft gegenüber solcherlei Unfug dermassen geschwächt? Oder weiss man etwa im Aargau noch nichts davon? Und wo sind die Lehrer, die hier als Fachspezialisten eingreifen müssten? Haben die alle schon auf Autopilot geschaltet und reagieren nur noch auf Anweisungen von oben? Welch ein Szenario: Unter wohlwollendem Beifall der Pädagogen liefert man die Schüler munter jeder noch so originellen Idee aus. (uk)
Diese Schüler werden von einem Lerncoach unterrichtet - was bringt das? Aargauer Zeitung, 17.1. von Nadja Rohner
