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9. September 2019

Wolter findet momentane Gymi-Quote richtig


Manche Ausländer verlassen wegen dem hiesigen Schulsystem die Schweiz. Für hoch qualifizierte Expats sind die niedrige Maturaquote, der hohe Selektionsdruck unattraktiv. 
Stefan Wolter: Oft wird übersehen:Deutschland hat zwar eine hohe sogenannte Studienberechtigtenquote. Schulabgänger mit Abitur und Fachhochschulreife: etwa 50 Prozent. Die Frage ist aber: Was machen diese Studienberechtigten dann damit? Schweizweit erreichen pro Jahrgang durchschnittlich nur 20 Prozent eine gymnasiale Matur. Aber am Ende besitzt in der Schweiz ein höherer Anteil der 25­ bis 34-­jährigen einen tertiären Abschluss als in Deutschland.
"Gymi-Quote von 20 Prozent ist richtig", Basler Zeitung, 9.9. von Alexandra Kedves

22. Mai 2019

Förderprogramm für Schüler mit Migrationshintergrund


Wer heute im Kanton Aargau eine Matura oder Berufsmatura absolviert, ist mit grosser Wahrscheinlichkeit Schweizer und kommt aus eher gut situierten Verhältnissen. Ein Programm soll mehr Chancengerechtigkeit bringen.
Kanti Baden und drei Oberstufen fördern gezielt begabte Schüler mit Migrationshintergrund, Badener Tagblatt, 17.5. von Martin Rupf

18. Dezember 2018

Schein-Akademisierung


Das Akademische liegt im Trend. Kaum ein anderer Begriff erfreut sich einer solch grossen Verbreitung in der öffentlichen Debatte. Ein Blick in die Tageszeitungen verrät beispielsweise, dass 42 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz über einen Hochschulabschluss verfügen (CH Media) oder dass die Schweiz «ein Volk von Akademikern» sei («Blick»). Nach Meinung von alt Bundesrat Blocher sind die in den Städten dominierenden Hochschulabsolventen schuld am Scheitern der SVP-SelbstbestimmungsInitiative. Hinsichtlich der Bundesratswahlen stellt Peter V. Kunz, Kolumnist der CH Media und Wirtschaftsrechtler, fest, dass bei einer Wahl von Karin Keller-Sutter die Mehrheit des Bundesrates «erstmals aus Nichtakademikern» besteht. Das alles ist Grund genug, sich grundsätzlich mit dem Begriff des Akademischen auseinanderzusetzen.
Zu viele "Gschtudierti", Basellandschaftliche Zeitung, 18.12. von Georg Berger

21. Juli 2018

Steiner propagiert vermehrte Investitionen in höhere Berufsbildung

Silvia Steiner, braucht es für Sie als Präsidentin der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) eine Erhöhung der Maturitätsquote, um den Akademikernachwuchs zu sichern? 
Es braucht meines Erachtens keine generelle Erhöhung der gymnasialen Maturitätsquote. Aber es braucht längerfristig mehr Leute, die eine Berufsmaturität oder eine Fachmaturität gemacht haben.
Nachgefragt bei EDK-Präsidentin Silvia Steiner, Thurgauer Zeitung, 12.7. von Balz Bruder

15. Februar 2018

Mit Berufsmatur prüfungsfrei an PH?

Die Forderung ist nicht neu. Aber nun kommt sie aus gewichtiger Quelle: Die Bildungskommission (BiK) des bernischen Grossen Rates verlangt, dass auch Berufsleute mit einer Berufsmatur prüfungsfrei an der Pädagogischen Hochschule (PH) Bern studieren können. Das ist bisher nur mit einer gymnasialen Matur möglich.
Die PH Bern möchte einerseits Berufsmaturanden, andererseits sollen diese aber keine Nachteile im schweizerischen Wettbewerb erleiden, Bild: Christian Strübin
Mit Berufsmatur prüfungsfrei an die Pädagogische Hochschule? SRF Regional, 13.2.

6. Juni 2016

Neuer Internetauftritt der Berufsberatung

Seit dem 26. Mai ist die vollständig erneuerte Internetseite berufsberatung.ch inklusive das interaktive Tool myBerufswahl online. Die Seite wartet mit vielen Neuerungen auf: Unter anderem bietet sie eingeloggten Besucherinnen und Besuchern Zugriff auf zahlreiche kantonale Information rund um die Themen Berufswahl, Bildung und Arbeitsmarkt.

30. Oktober 2015

Basel hofft auf mehr Berufslehren

«Zusammen mit Genf hat Basel-Stadt die tiefste Quote» bei der Berufsmaturität. Sie betrug 2014 nur 7,9 Prozent, während in der ganzen Schweiz 14,8 Prozent diesen Abschluss erreichten. Damit bestätigt der Regierungsrat in seinem Bericht die Angaben von SP-Grossrätin Danielle Kaufmann, die sich in einem politischen Anzug für eine «Steigerung der Quote bei der Berufsmaturität» einsetzt. Eine Berufslehre mit Berufsmaturität ermöglicht den Zugang zu den Fachhochschulen.
Weg zur Berufsmatur aufwerten, Basler Zeitung, 30.10. von Urs Rist

27. Januar 2015

Was nach der obligatorischen Schule

Die meisten Schulabgänger schlagen einen der unten aufgezeigten Ausbildungswege ein, aber nicht alle: Rund 10'000 finden eine andere Lösung.
 

 
 
 
 


24. November 2014

Lehre oder Gymi?

Ein Video, das die Thematik des Entscheids "Lehre oder Gymnasium" beleuchtet. Hilfreich im Rahmen von Veranstaltungen zur Berufswahl.
Video (Dauer: 12 Minuten)
Quelle: Berufsbildung.info, 24.11. von Emil Wettstein

7. September 2013

Sponsoring umstritten

Unter dem Motto «Bildung und Wirtschaft im Dialog» haben die Dachverbände der Schweizer Lehrerschaft, LCH und SER, am Freitag zum Zweiten Bildungstag nach Bern geladen. Zur Anregung der Diskussion war von den Lehrerverbänden ein Papier verfasst worden, dessen vor allem zur Berufsbildungspolitik verfasste Thesen Zündstoff bergen (NZZ 6. 9. 13). Deren Inhalt ist noch nicht offizielle Verbandspolitik, deshalb kam die Aufregung im Vorfeld - wie sie da und dort zu beobachten war - verfrüht. Man wird sehen, was dann im angekündigten Positionspapier konkret stehen wird. Jedenfalls zeigte sich am Bildungstag, dass es um die Harmonie zwischen «der Schule» und «der Wirtschaft» nicht so schlecht bestellt ist und dass die Vorstellungen der Spitzenvertreter nicht meilenweit auseinanderliegen.
Mehr Verständnis für ihren Beruf und eine stärkere Honorierung, nicht nur pekuniär, erwarten die Lehrer allerdings schon. An die Adresse der Arbeitgeber sagte LCH-Zentralpräsident Beat W. Zemp: «Es würde uns guttun, wenn Sie uns nicht nur kritisieren, sondern auch mal sagen, was die Schule alles leistet.» Und das ist in heutigen Tagen sicherlich eine ganze Menge. Im Zentrum vieler Diskussionen stand aber die Berufsbildung, und es herrschte weitherum fast zu grosse Einigkeit, dass es nichts Besseres als das duale System gibt. Der Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt stellte in Abrede, dass das Interesse der Unternehmungen an der Lehrlingsausbildung abnimmt. «Das System lebt, und wir pflegen das System», gab er zu Protokoll.
Einer stärkeren Regulierung etwa in Form einer Abgabe, die jene Firmen zu leisten hätten, die keine Lehrlinge ausbilden, erteilten die Wirtschaftsvertreter erwartungsgemäss eine Absage. Sei die Lehrlingsausbildung nicht mehr freiwillig, steige die Gefahr, dass der Konsens über die duale Berufsbildung verloren gehe, sagte Rudolf Minsch, der Chef ad interim von Economiesuisse. Auch widersprach er der von der Lehrerschaft vorgebrachten Kritik, dass Steueroptimierungen der Unternehmen schädlich seien für die Schule, weil der Staat immer weniger Geld für Bildung ausgeben könne. «In der Summe wächst der Kuchen, den man verteilen kann», meinte Minsch dazu.

Auch im Kontext der Auseinandersetzungen um IT-Produkte an Schulen war das Motto des Bildungstags aktuell. Zweifellos gehören junge Menschen zu den attraktivsten Zielgruppen kommerzieller Anliegen. Schulen können ein günstiges Einfallstor sein. Wo sind aber nun die Grenzen von Werbung und Marketing im Klassenzimmer? Hierüber scheinen sich die Geister zu scheiden. So wurde etwa in einer Gruppendiskussion von Praktikern dezidiert gesagt, viele Lehrer und Schulen seien - auch aus Budgetgründen - froh um Angebote aus der Wirtschaft. Genannt wurde das Engagement des TCS in der Unfallprävention. Ein Versicherungsvertreter sagte, es gebe zuhauf Anfragen von Schulen, zum Beispiel wegen Materialien. Gleichzeitig jedoch gehen Bemühungen dahin, Schulen genau davor zu schützen. Hierzu müssten innerhalb der Lehrerschaft die Standpunkte wohl noch genau geklärt werden.
Quelle: Näher, als man denkt, NZZ, 7.9. von Michael Schoenenberger

18. August 2013

Zemp will Berufslehre stärken

Beat Zemp, Präsident von LCH, will die Berufslehre stärken. So will er eine Abgabe von Betrieben, die keine Lehrlinge ausbilden. Ausserdem sollen Lehrmeister sanktioniert werden, die ihre Lehrlinge vor der Berufsmaturität abhalten.
Anfang September werden sich Vertreter des Schweizer Lehrerverbands LCH und der Wirtschaft zu einem Bildungstag in Bern treffen. Zu den Teilnehmern gehört unter anderem der Staatssekretär für Bildung, Forschung und Innovation, Mauro Dell'Ambrogio. Nun hat LCH-Präsident Beat Zemp an die Teilnehmer ein Thesenpapier verschickt. Darin fordert er eine Stärkung der Berufslehre. So sollen Lehrmeister sanktioniert werden, die Lehrlinge von der Berufsmaturität abhalten. «Gewisse Arbeitgeber wollen nicht, dass der Lehrling einen Tag pro Woche mehr in die Berufsschule geht», sagt Zemp. «Ihnen muss die Lehrmeisterbewilligung entzogen werden.»
Zudem sollen Betriebe, welche keine Lehrlinge ausbilden, zur Kasse gebeten werden. Sie müssten einen Teil des Aufwands der aktiven Lehrbetriebe abgelten. Ein solches Modell kennt der Kanton Zürich seit zwei Jahren mit dem Berufsbildungsfonds. Unternehmen ohne Lehrlinge bezahlen ein Promille der Lohnsumme. Daraus werden etwa überbetriebliche Kurse, Ausbildungen von Berufsbildnern und Kosten für Lehrabschlussprüfungen finanziert. Einer Ausdehnung des Zürcher Modells kann Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, nichts abgewinnen. Er spricht von einer «unnötigen Steuer»: «Schon heute ist das Angebot an Lehrstellen grösser als die Nachfrage.» Gewisse Branchen suchten beinahe verzweifelt Nachwuchskräfte, sagt Bigler.
Für Zemp ist dies eine Frage der Qualität und nicht der Menge. So würden dort Ausbildungsplätze fehlen, wo in Zukunft die meisten Fachkräfte gefragt seien: in informatischen, technischen oder gesundheitlichen Berufen. Ob eine Lenkungsabgabe daran viel änderte, ist indes offen: In Zürich lassen sich nach zwei Jahren noch keine Aussagen machen. Das kantonale Berufsbildungsamt stellt zumindest eine kontinuierliche Zunahme bei den Bewilligungen für Lehrbetriebe fest.
Der Lehrlingsmangel in gewissen Branchen ist laut Zemp auch selbstverschuldet: «Wenn in einem Beruf keine existenzsichernden Löhne bezahlt werden, ist er für die Jungen auch nicht attraktiv», sagt er. Darum brauche es Mindestlöhne für alle oder Gesamtarbeitsverträge für diese Berufe. Auch darüber dürfte am Bildungstag am 6. September heftig diskutiert werden.
Quelle: NZZaS, 18.8. von René Donzé


9. März 2013

Gymi statt Lehre: Gewerbe ist selbst schuld

Das Gewerbe ist mitschuldig daran, dass viele gute Schüler ans Gymnasium gehen, anstatt eine Lehre zu beginnen. Aus finanziellen Gründen würden viele Betriebe Lehrlinge ablehnen, die eine Berufsmatura machen wollen. Das führt dazu, dass heute auch Schüler ans Gymnasium gehen, die das geforderte Niveau nur mit Mühe erreichten.



Sie haben sich für eine Lehre entschieden, Bild: Cortis & Sonderegger

Es muss nicht immer Gymi sein, Beobachter 5/13 von Tanja Polli