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18. Januar 2019

Der Schulmeister


Da steht er in einem bunten Schulzimmer, die Hemdsärmel leicht hochgekrempelt, die Augen zu Schlitzen verdünnt, graue Krawatte, ein Gilet, eine Hose, ebenfalls in graukörnigem Tweed: Der Schriftsteller Lukas Bärfuss ist neuer Kolumnist des Sonntagsblicks, und er nimmt sich mit seinem ersten Text den Lehrplan 21 vor, der seit letztem Sommer verbindlich ist. Bärfuss als Schulmeister der Nation.
Schulmeister, Weltwoche, 16.1. von Peter Keller

14. Januar 2019

Amsler wehrt sich gegen Vorwürfe von Bärfuss


Lukas Bärfuss (47), Schweizer Schriftsteller und wichtigster Intellektueller seiner Generation, geht hart ins Gericht mit dem Lehrplan 21. Die jüngste Schulreform halte nirgends verbindlich fest, was ein Lehrer mit seinen Schülern zu lesen habe. Es müssten nicht einmal mehr Bücher sein, ärgert er sich im SonntagsBlick. Dabei brauche die Gesellschaft für ihren Zusammenhalt einen minimalen Fundus an Erfahrungen und Erlebnissen.
Was zählt sind die Lehrer, nicht die Bücher, Blick, 14.1. von Andrea Willimann

13. Januar 2019

Bärfuss' Auswahl


Es gibt so viele Bücher, die man gemeinsam lesen und über die man sich austauschen könnte, die einem zeigen, woher wir kommen und warum die Welt so geworden ist, wie sie ist. Man müsste nur den Mut haben, eine Haltung zu zeigen und eine Auswahl zu treffen. Und wie immer sie aussehen mag, viele werden nicht einverstanden sein – und das wäre gerade der Sinn an der Sache.  Denn dadurch entstünde eben jenes Gespräch, das unsere Gesellschaft so nötig hat. Man könnte mit Gedichten beginnen. Sie sind die Form der Stunde.
Lesen Sie Gedichte! Blick, 13.1. von Lukas Bärfuss

Schuss in den Fuss

Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss outet sich als ein Gegner des Lehrplans 21. Doch dieselben Gegner des neuen Lehrplans tituliert er gleichzeitig als "Reaktionäre, Sektierer, frustrierte Schulmeister und Verschwörungstheoretiker". Ist das nun eine Provokation oder stimmt etwas nicht mit Bärfuss? Sein Befund, wonach das Fehlen eines literarischen Kanons die Gesellschaft auseinanderdriften lässt, gehört ja zu den wohlbekannten Argumenten der Gegnerschaft. Wo sich hier Bärfuss abheben soll von der breitgefächerten Kritik am Lehrplan 21, bleibt mir nach der Lektüre seines Aufsatzes verborgen. Seine Einwände sind ja alles andere als neu. Doch eine Frage bleibt noch im Raum: Wo war Bärfuss, als man in vielen Kantonen über den Lehrplan 21 diskutierte und abstimmte? (uk)
Bärfuss macht sich ein Bild vor Ort und besucht eine Schulklasse, Bild: Philippe Rossier
"Viel Zeitgeist, wenig Inhalt", Blick, 13.1. von Lukas Bärfuss