Posts mit dem Label Wüthrich Urs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wüthrich Urs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

10. Januar 2021

Zehn Jahre Sonderpädagogik-Konkordat

 «Für alle!» lautet der Titel des detailliertesten Buchs über die Geschichte der Basler Volksschule. Der Autor Pierre Felder, selbst erster Leiter der Volksschulen im Basler Erziehungsdepartement, beschreibt darin, wie die Basler Schulen diesem Imperativ jahrhundertelang nicht nachkamen. Im 18. Jahrhundert etwa war der Schulunterricht – ganz im Gegenteil – für wenige. Nur die Kinder aus den reicheren Familien durften in die Schule, weil die ärmeren das Schulgeld nicht aufbringen konnten. Wer ganz privilegiert war, der leistete sich für seineKinder einen Privatlehrer, damit sie nicht mit dem «verderblichen Gesindel» der Unterschicht in Kontakt kamen. Mädchen gingen häufig gar nicht zur Schule. Da diese später ohnehin keine herausfordernden Berufe annahmen, galt die Schulbildung als unnötig. Und der Pfarrer war derjenige, der entschied, ob ein Kind bildungsfähig ist. Behinderte wurden privat oder in einer Einrichtung betreut und mussten oder durften nicht in die Schule –der Kanton leistete ab1929 Fürsorgebeiträge für deren Unterbringung in Anstalten. Auch die Fremdsprachigen wurden ausgegrenzt. Die Schulen mussten sie Anfang 20. Jahrhunderts nicht aufnehmen. 

Bei Störenfrieden hört die Integration in den Schulen auf, BZ Basel, 9.1. von Leif Simonsen

8. April 2019

Starke Schule zieht Initiative zurück


Das Initiativkomitee der Initiative «Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern» hat auf Antrag des Vorstandes der Starken Schule deren Rückzug mit 53 Ja und 2 Nein beschlossen. Da die Lancierung der Initiative bereits sechs Jahre zurückliegt, konnten 19 Mitglieder nicht mehr erreicht werden. Sie konnten ihre Stimme deshalb nicht abgeben. Das absolute Mehr lag bei 38 Stimmen.
Rückzug der Initiative «Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern», Medienmitteilung Starke Schule beider Basel, 8.4.

16. Oktober 2018

Die SP steht sich selbst im Weg


Gut drei Jahre sind verstrichen seit der Abwahl des SP-Regierungsrats Urs Wüthrich. Seither leckt die Partei vor allem ihre Wunden. Doch nun scheint sie in der Bildungspolitik neue Akzente zu setzen. Der erste Blick darauf ist verheissungsvoll, der zweite ernüchternd.
Basellandschaftliche Zeitung, 16.10. Gastkommentar zum Streit über das Fremdsprachen-Lehrmittel Passepartout von Felix Hoffmann

28. Januar 2018

Überarbeitete Vorlage zur Integrativen Schulung geht in die Vernehmlassung

Über keine Abstimmungsniederlage im Landrat hat sich der frühere Bildungsdirektor Urs Wüthrich mehr geärgert als über das Nein zur Integrativen Schulung am 12. Juni 2014: Wüthrich war gar drauf und dran, den Bettel vorzeitig hinzuschmeissen. Jetzt, dreieinhalb Jahre später, schickt Nachfolgerin Monica Gschwind die überarbeitete Vorlage in die Vernehmlassung. Anders als bei Wüthrich geht es nicht mehr um die Lenkung der Sonderpädagogik, sondern um die Konsolidierung der heutigen Praxis. Im Zentrum der «Angebote der Speziellen Förderung und der Sonderschulung» stehen unterstützende Massnahmen für die jeweiligen Primar- und Sekundarschulklassen.
Zweiter Anlauf für die Sonderklassen, Basler Zeitung, 27.1. von Thomas Dähler

8. Oktober 2017

Das Passepartout-Debakel

Durch ihre Tätigkeit in der Praxis verfügen Lehrkräfte, die tagtäglich in ihren Klassen unterrichten, über einen enormen Erfahrungsfundus. So können sie – wie niemand sonst – beurteilen, was im Unterricht Sinn macht und was nicht. Man sollte glauben, dass ihre Expertisen zum Wohle der Lernenden genutzt werden. Doch weit gefehlt: Die Urteilskraft der Lehrpersonen steht nämlich den Interessen der Dauerreformer entgegen. Diese wollen ihre millionenteuren Geschäfte nicht durchkreuzt sehen durch fundierte Urteile aus der Lehrerschaft. Folglich wurde ihnen vom ehemaligen SP-Bildungsdirektor, Urs Wüthrich, faktisch ein Maulkorb umgehängt. Seither sitzen sie Ersatzspielern gleich auf der Reservebank, dazu verdammt, ihrem eigenen Spiel kommentarlos zuzuschauen. Hätten im Bereich der öffentlichen Bildung wieder vermehrt Lehrerinnen und Lehrer das Sagen anstelle sogenannter Bildungsexperten der Fachhochschule und anderer Ideologen, wäre es nicht zum Passepartout-Debakel gekommen. Denn dasUrteil der Lehrerschaft zu diesem Machwerk ist eindeutig: unbrauchbar!
Schluss mit Passepartout!; Basler Zeitung 5.10., Leserbrief von Regina Werthmüller



6. August 2017

Fünf Jahre Starke Schule

Als der letzte SP-Bildungsdirektor Urs Wüthrich das Motto Gute Schule Baselland lancierte, fragte man sich, warum etwas gutreden, was doch angeblich gut ist, während sich Lehrkräfte an Orwells Roman «1984» erinnerten. Dort heisst die Propagandabehörde «Ministerium für Wahrheit». Die Parallelität zu jenem Slogan und der damit bezeichneten Schule ist offenkundig, begann es in der Volksschule doch schon lange vor dessen Lancierung unter Wüthrich zu kriseln. Aus Unmut an der Basis wegen des autokratischen Führungsstils erwuchs das heutige Komitee Starke Schule beider Basel.
Erfolgreich dank Beharrlichkeit, Basler Zeitung, 4.8. von Felix Hoffmann

1. Februar 2017

Missglückte linke Debatte

Zu einer Debatte zum Thema «Linke Bildungspolitik im Zeitalter von Pisa, Bologna, Harmos und Lehrplan 21» hatten die Vereine «Denknetz» und «Einspruch» am Montagabend in einen Hörsaal der Uni Basel eingeladen. Doch der Anspruch der beiden Vereine Denknetz und Einspruch, eine hochstehende innerlinke Debatte zu führen, ist grandios gescheitert. Eine Mutter nahm nach der Veranstaltung kein Blatt vor den Mund: «Mehr als die Hälfte der Anwesenden ist von den Klappstühlen aufgestanden, mit lautem Getöse aufgestanden – ein symbolisches Bild für den verlorenen Sensor für die Aussenwelt.»
Viel Gutes gerät in Vergessenheit, Basler Zeitung, 1.2. von Alain Pichard

17. Oktober 2016

SP selbst verantwortlich für Bildungschaos

Die beiden SP-Landräte Jan Kirchmayr undMiriam Locher lästern in ihrem Gastbeitrag ganz gehörig über RegierungsrätinMonica Gschwind und die Starke Schule Baselland. Dabei verkennen sie, dass genau dieses Bildungschaos durch die ideologisch geprägte Politik von ihrem eigenen alt Regierungsrat Urs Wüthrich angerichtet ­wurde, welcher die Bildungsreformen entgegen den Bedenken der Wissenschaft und des Lehrpersonals vorantrieb. Ohne das überparteiliche Komitee, welches im Lehrpersonal breite ­Unterstützung geniesst, hätten wir heute an den Sekundarschulen Sammel­fächer, grössere Klassen und ­einen Lehrplan 21 mit Tausenden von abstrakten und diffusen Kompetenzbeschreibungen, die nichts zu einer Harmonisierung der Schulen beitragen. So zum Beispiel: «Schülerinnen und Schüler können ­allein oder im Gespräch die kommunikative und ästhetische Wirkung und Qualitäten ihrer Texte mithilfe von Kriterien differenziert einschätzen.» Lerninhalte hingegen sind im Lehrplan 21 nur exemplarisch und ohne roten Faden zu finden. Ich bin froh, dass die Starke Schule ­Baselland mit ihren Initiativen den ­Reformstopp einleiten konnte.
Basler Zeitung, 17.10. Leserbrief von Kathrin Schaltenbrand-Kovacs

16. Oktober 2016

Frustrierte SP

Irgendwie ist es nachvollziehbar, dass SP-Fraktionspräsidentin Miriam Locher undJungpolitiker Jan Kirchmayr frustriert sind. Ihre Bildungspolitik befindet sich in einer Sackgasse und ein Ausweg muss her, notfalls auch mit Anschwärzen und Verunglimpfen. Zu spüren bekommt das auch die Starke Schule Baselland beziehungsweise ihre Vorstandsmitglieder, die hin und wieder auf eine etwas hilflose Art schlecht­­geredet werden.
Frustrierte SP schwärzt Starke Schule an, Basler Zeitung, 15.10. von Alina Isler

24. Oktober 2015

Direkter Brief an alle Baselbieter Sekundarlehrpersonen

Das Präsidium der SP Baselland hat einen Brief an alle Baselbieter Sekundarlehrpersonen verschickt. Darin wird die 'Starke Schule Baselland' angegriffen. Die Kritik an Alt-Bildungsdirektor Urs Wüthrich sei ungerechtfertigt. Ausserdem stifte das Komitee 'Starke Schule Baselland' mit ihren zwei lancierten Volksinitiativen Unruhe.













Die SP nimmt ihren ehemaligen Regierungsrat in Schutz, Bild: Basellandschaftliche Zeitung
Für Klarheit in der Bildungspolitik - erneute Sparübungen kommen für uns nicht in Frage, Präsidium SP Baselland, 21.10.

9. Oktober 2015

Etappensieg für Baselbieter Lehrer

Die Antworten des früheren Bildungsdirektors zur Lehrerausbildung und zur Staatskunde befriedigen nicht. Die landrätliche Bildungskommission folgt dem Lehrerverein Baselland und beauftragt den Regierungsrat mit zwölf zu null Stimmen, "eine aktualisierte Analyse der Ausbildungssituation und Ausbildungsqualität zu erarbeiten". 

















Monica Gschwind muss nachholen, was Vorgänger Urs Wüthrich ungenügend erledigt hat, Bild: Nicole Pont
Wüthrichs Arbeit soll nachgebessert werden, Basler Zeitung, 9.10. von Thomas Dähler

25. Juni 2015

Urs Wüthrich geht

Zum Abschluss seiner Amtszeit als Baselbieter Bildungsdirektor interview Urs Wüthrich den Chefredaktor der Basler Zeitung, Markus Somm.




Vertauschte Rollen: Für einmal stellt Wüthrich die Fragen, Somm antwortet; Bild: Florian Bärtschiger

"Willst du die bürgerliche Regierung stürzen?" Basler Zeitung, 25.6. von Urs Wüthrich

20. Juni 2015

16. April 2015

Bleiben Schulsozialarbeiter unabhängig?

Der Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich will die Schulsozialdienste den Schulleitungen unterstellen. Nun fordern gleich zwei Vorstösse im Landrat eine Neubeurteilung der an sich bereits entschiedenen Aufsichtsfrage.




Das Vertrauen zu den Schülern ist zentral, Bild: Basellandschaftliche Zeitung

Schulsozialarbeiter sollen unabhängig sein, Basellandschaftliche Zeitung, 14.4. von Hans-Martin Jermann

6. April 2015

Pensenerhöhung für Seklehrer

Im Sommer wird der Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich abtreten. Bevor er dies aber tut, will er noch eine letzte Sparmassnahme durchsetzen: Sek-Lehrer sollen eine Stunde länger arbeiten.
Quelle: Basellandschaftliche Zeitung, 5.4.

14. März 2015

Keine ausgedünnte Ausbildung für Sammelfächer

Der Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich ist das Ansicht, dass künftig die Sammelfächer "wenn nötig von Lehrerinnen und Lehrern mit Lehrbefähigung in den Einzelfächern unterrichtet werden können".
Doch keine Volksabstimmung? Basler Zeitung, 13.3. von Thomas Dähler

14. Februar 2015

Ruinöses Bildungsgebastel

Thomas Dähler rät der Starken Schule Baselland nun die eingereichten Initiativen gegen Harmos und für die Beibehaltung der Fächertrennung in der Sekundarlehrer-Ausbildung zurückzuziehen. Der Reformkurs des abtretenden Bildungsdirektors Wüthrich sei gescheitert.




Die neugewählte Bildungsdirektorin Monica Gschwind im Gespräch mit Urs Wüthrich, Bild: Daniel Wahl

Der Reform-Schnellzug ist entgleist, Basler Zeitung, 14.2. von Thomas Dähler


11. Februar 2015

Von einer die antritt, die Bürokratie zu bekämpfen

Die neugewählte Baselbieter Regierungsrätin Monica Gschwind (FDP) übernimmt das Bildungsdepartement und wird damit zu einer Hoffnungsträgerin.


Geschwind: Kann sie einen Kurswechsel bewirken? Bild: Nicole Nars-Zimmer

"Bisher war der Sparwille in der Direktion Wüthrich nicht gross genug", Basellandschaftliche Zeitung, 11.2. von Michael Nittnaus und Hans-Martin Jemann

5. Februar 2015

Unzufriedene Baselbieter

Baselbieter Lehrer gehören zu den unzufriedensten der Schweiz - dies sagt die LCH Studie über die Berufszufriedenheit. Gründe dafür sind vielseitig. Gerade deshalb rückt die anstehende Wahl eines neuen Bildungsdirektors oder einer neuen Bildungsdirektorin ins Zentrum des Interesses. Ein Gespräch mit Roger von Wartburg, Präsident des LVB.


Roger von Wartburg fordert vom neuen Bildungsdirektor eine Entschleunigung, Bild: Kenneth Nars

"Die Lehrer haben bei der Umsetzung gesehen, dass es da und dort hapert", Aargauer Zeitung, 5.2. von Leif Simonsen und Michael Nittnaus

31. Januar 2015

Wüthrichs Reformen

Urs Wüthrichs Nachfolger erbt einen umfangreichen Katalog von aufgegleisten Reformen.
Die Baustellen des Bildungsdirektors, Basler Zeitung, 31.1. von Thomas Dähler