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6. Mai 2018

Protest wegen Aussagen zum Judenstempel

Wurde von Deutschland eingeführt: J-Stempel in einer deutschen Identitätskarte.
Hanna war gerade eben 13, als die Gestapo sie, ihre Schwester und die Eltern 1942 von Karlsruhe ins französische Lager Gurs deportierte. Später gelang ihr die Flucht in die Schweiz. Ihre Eltern sah sie nie mehr. Hannas Geschichte ist eine von vier, die im neuen Lehrmittel «Verfolgt und vertrieben» des Lehrmittelverlags Zürich beschrieben wird. Damit sollen bereits Schüler der vierten bis sechsten Klasse an das Thema Holocaust herangeführt werden.
Lehrmittel zum Holocaust muss angepasst werden, NZZaS, 6.5. von René Donzé

27. April 2018

Offener Brief an Bildungsdirektoren betreffend Geschichtslehrmittel

Systematischer Geschichtsunterricht findet in der Volksschule kaum mehr statt. Allenfalls werden Einzelereignisse oder besondere Entwicklungen herausgegriffen und sogenannt «exemplarisch» behandelt – als allgemeingültig oder zumindest die eigene Zeitepoche übergreifend.
Für solchen Geschichtsunterricht sind neue Lehrmittel notwendig. Der Lehrmittelverlag des Kantons Zürich (LMVZ) hat ein entsprechendes Geschichtslehrmittel geschaffen. Es trägt den Titel «Verfolgt und vertrieben – Lernen mit Lebensgeschichten». Es präsentiert – nach kurzer Einführung über die Judenverfolgung durch Nazi-Deutschland vor und im Zweiten Weltkrieg – Biografien von Juden, die in diesem Krieg als Jugendliche Zuflucht in der Schweiz gefunden haben. Das Lehrmittel wurde geschaffen für Primarschüler der 4. bis 6. Klasse.

Schweiz-Diffamierung als Schulfach? Schweizerzeit, 26.4. von Ulrich Schlüer

13. Februar 2018

SVP hat sich von Bildungsthemen verabschiedet

Es sind die zwei bevölkerungsreichsten Kantone der Schweiz, die am 4. März über den Lehrplan 21 abstimmen. Und doch interessiert sich ausserhalb von Bern und Zürich kaum jemand für die Abstimmung. Das ist erstaunlich, hatte der gemeinsame Lehrplan für die ganze Deutschschweiz vor kurzem noch die Emotionen hochgehen lassen.
Der Widerstand gegen den Lehrplan 21 ist erlahmt, Luzerner Zeitung, 13.2. von Roger Braun

2. Oktober 2016

SVP überdenkt Opposition in Schulfragen

SVP-Parteipräsident Albert Rösti erwartet demnächst Besuch aus St. Gallen. SVP-Bildungsdirektor Stefan Kölliker will mit Rösti und anderen Mitgliedern der Parteileitung die offizielle Position der SVP Schweiz in Schulfragen diskutieren, wie er sagt. Grund für den Besuch, den er diese Woche im «St. Galler Tagblatt» ankündigte, ist das deutliche Nein in der Abstimmung vom letzten Sonntag in seinem Kanton zum Austritt aus dem Harmos-Konkordat.
SVP: Opposition bei Schulfragen bröckelt, NZZaS, 2.10. von René Donzé

4. Mai 2015

Vielfältige Kritik am Lehrplan 21

Die Gegener des Lehrplans 21 bereiten sich auf Abstimmungen in den Kantonen vor.



Es geht nicht nur um die Ansprüche, die Kritik am neuen Lehrplan ist vielfältig, Bild: Keystone

In jedem zweiten Kanton wollen Kritiker den Lehrplan bodigen, Tages Anzeiger, 3.5. von Anja Burri

13. August 2014

Amsler vom Aargauer Entscheid überrascht

Der Beschluss des Kantons Aargau, die Einführung des Lehrplans 21 auf das Jahr 2020/21 zu verschieben, hat den obersten Verantwortlichen, D-EDK-Präsident Christian Amsler, überrascht. Dennoch will er den geplanten Weg weiter gehen. "Bei einem so langfristig angelegten Projekt wie dem Lehrplan 21 ist eine dreijährige Verzögerung nicht matchentscheidend".




Viele Lehrkräfte fühlen sich durch den LP21 in ihrer Autonomie eingeschränkt, Bild: Keystone

Die Angst vor dem Lehrplan, Berner Zeitung, 13.8. von Raphaela Birrer

4. Juli 2014

Schlüer zu Mundart im Kindergarten

SVP-Bildungspolitiker Ulrich Schlüer beschreibt das Ziel der Mundart-Initiativen: Deutschschweizer Kinder fänden den Zugang zur Sprache nur über den Dialekt.



Nach dem Erfolg im Aargau ist die SVP mit ihren Mundart-Initiativen im Aufwind, Bild: Keystone

"Ein Kind soll sprechen, wie ihm der Schnabel gewachsen ist", Basler Zeitung, 4.7. von Anja Burri

4. Februar 2014

Mehr Mitsprache beim Lehrplan 21 gefordert

Kantonspolitiker aus der ganzen Schweiz fordern mehr Mitsprache beim Lehrplan 21. Damit die Bevölkerung oder das Kantonsparlament mitreden kann, braucht es im betreffenden Kanton eine Gesetzesänderung. Deshalb plant die SVP eine Offensive "zur demokratischen Abstützung des Lehrplans". Dieser, so SVP-Bildungspolitiker Ulrich Schlüer, dürfe "nie und nimmer" an den demokratischen Instanzen vorbeigeschleust werden.
Parlamentarier pochen auf demokratische Spielregeln beim Lehrplan 21, Tages Anzeiger, 31.1. von Anja Burri. Link zur Verfügung gestellt von www.kindgerechte-schule.ch


17. April 2013

Reaktionen auf Bildungsbeilage NZZ

Die kürzlich erschienene Bildungsbeilage zum Lehrplan 21 hat heftige Reaktionen ausgelöst. Hier sind drei Leserbriefe aus der Ausgabe der NZZ vom 17.4.

Mit der Fokussierung der Volksschule auf den Erwerb sogenannter «Kompetenzen» (NZZ 10. 4. 13) wachsen ganze Generationen von Kindern zu halbgebildeten Erwachsenen heran, denen die schulischen Grundlagen fehlen, um ihren Platz in Beruf und Gesellschaft einzunehmen. Lediglich eine schmale Elite von Kindern, die im Elternhaus gefördert werden, wird in solchen Schulen noch eine umfassende Bildung erlangen, wie sie der Würde des Menschen entspricht. Wie Ulrich Schlüer im Streitgespräch richtig sagt, lebt die Schule von der Lehrerpersönlichkeit. Lehrerausbildner, die ihren Studenten weismachen, wer seinen Schülern etwas beibringen wolle, sei ein antiquierter «Pauker», lassen die künftigen Lehrer und die ihnen anvertrauten Schüler im Stich.
Im Laufe meiner langjährigen Tätigkeit als Berufsschullehrerin habe ich leider eine grosse Zahl von Jugendlichen kennengelernt, die nicht fähig waren, die wesentlichen Inhalte eines Zeitungsartikels, geschweige denn eines Abstimmungsbüchleins zu verstehen, weil sie in neun Jahren Volksschule weder eine klar strukturierte Sprachschulung noch einen ausreichenden deutschen Wortschatz mitbekommen hatten. Jedem vernünftig denkenden Menschen muss einleuchten: Das Wissen «kompetent» anzuwenden, setzt voraus, dass ein Grundstock an Wissen vorhanden ist. Man folge daher, neben den Aussagen von Ulrich Schlüer, dem Slogan der Akad-Werbung in dieser Sonderbeilage: «Besser richtig lernen!»
Marianne Wüthrich, Zürich

Es braucht keinen detaillierteren, keinen ausführlicheren Lehrplan, die bisherigen Lehrziele genügen vollauf. Wenn sie erreicht werden, ermöglichen sie den Lernenden einen guten Start ins (Berufs-)Leben. Was ungenügend ist und worunter alle Beteiligten, die Gesellschaft und die Wirtschaft, leiden, ist die Tatsache, dass das Erreichen der Lehrziele so viel Mühe macht wie nie zuvor: Bis zu 20 Prozent der Kinder verfehlen dieses Ziel zurzeit, und die Zunahme der sonderpädagogischen Massnahmen ist bald nicht mehr bezahlbar, trotz den Integrationsbemühungen. Wir müssen endlich damit aufhören, das Ammenmärchen nachzuplappern, das besagt, der Lernerfolg sei allein von der Lehrerpersönlichkeit abhängig. Es kommt darauf an, dass die Rahmenbedingungen für die Lehrpersonen stimmen. Zu viele Vorgaben und zu viel Bevormundung vom Staat haben einen grossen Einfluss auf ihre Arbeit. Es braucht keine neuen oder anderen Ziele. Es braucht mehr Autonomie und Methodenfreiheit für die Schulen und die Lehrerinnen und Lehrer. Es braucht mehr Bildungsvielfalt. Nicht nur die Lehrpersonen, auch die Klassen, die Eltern und die Kinder sind verschieden. Auf den Weg, wie die Lehrziele besser erreicht werden können, muss der Fokus gelegt werden, nicht auf das Ändern derselben. Damit verschiedene Wege möglich sind, braucht es autonome Schulen und keine weiteren Vorgaben «von oben».
Clarita Kunz, Schulleiterin, Präsidentin Lehrerinnen- und Lehrerlobby Zürich

Die Beilage «Bildung und Erziehung» zum Lehrplan 21 hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Kompetenzen vorne und Kompetenzen hinten. Wenn die erlauchte Gesellschaft der Lehrplan-21-«Geburtshelfer» möchte, dass auch das gemeine Volk mitdiskutiert, so sei ihr dringend geraten, die theoretischen Abhandlungen auf das Allernötigste zu beschränken und in der Vernehmlassung möglichst mit Konkretem herauszurücken. Eltern und Lehrerschaft interessiert es zum Beispiel sehr, ob das umstrittene Sprachenkonzept endlich geändert wird, weil die politisch motivierten zwei Fremdsprachen an der Primarschule viel zu wenig Ertrag bringen. Christian Amsler spricht im Streitgespräch mit Ulrich Schlüer die Heterogenität der Schule an und bezeichnet sie als Herausforderung, geht aber nicht weiter darauf ein. Will man tatsächlich an der totalen Integration festhalten, obwohl sich deren Theorien in der Praxis als untauglich erwiesen haben? In Sachen Lehrerbildung erweist sich die Oberstufen-Einheitslehrperson immer mehr als Fehlkonstrukt, weil offenbar die praktisch-handwerkliche Richtung arg ins Abseits gerät, und bei der Primarschule wird zwar von den Behörden betont, eine Aufteilung der Lektionen an verschiedene Lehrpersonen sei ungünstig, aber warum macht man denn die nurmehr einen Teil des Fächerkanons umfassende Primarlehrerausbildung nicht sofort überall wieder rückgängig? Weiter wird an gewissen Orten in altersdurchmischtem System unterrichtet, was schon stark Richtung selbstverantwortliches Lernen geht, doch diesem sind Kinder im oberen Spektrum vielleicht gewachsen, andere im Mittelfeld oder darunter aber mitnichten. Und dass schliesslich das «Gender-Thema» wohl bei vielen Leuten allergrösste Beachtung finden und im wahrsten Sinne als Pièce de Résistance empfangen werden dürfte, liegt auf der Hand.
Das wäre nur so eine kleine Auswahl von brisanten praktischen Problemen, und man ist gespannt zu lesen und zu hören, wie die breit diskutierten Schülerkompetenzen dann in die grossen Zusammenhänge eingebettet werden sollen. Nur, wenigstens hier sind sich offenbar alle einig: Am allerwichtigsten ist und bleibt eine andere Kompetenz, nämlich jene der Lehrperson. Wenn da die Qualitäten und Fähigkeiten stimmen, dann ist der Grundstein für einen Schulerfolg der Kinder gelegt. Diese Wahrheit hat schon Jahrhunderte überlebt, und daran wird auch ein Lehrplan 21 nichts ändern.
Hans-Peter Köhli, Zürich

10. April 2013

Bei Kritik wird Gender-Thematik gestrichen

Der D-EDK-Präsident Christian Amsler und der SVP-Bildungspolitiker Ulrich Schlüer liefern sich einen Schlagabtausch zum Lehrplan 21.
Amsler hält fest, dass der LP 21 nichts am Bildungsniveau ändert, aber dank der Kompetenzorientierung könne man Risikoschüler früher erkennen. Schlüer zweifelt an der Umsetzbarkeit der Kompetenzen - man könne sehr unterschiedliche Dinge darunter verstehen.
Das Gespräch gibt einen Überblick über die wichtigsten Punkte, über die es sich lohnt zu streiten. Wohl wissend, dass die richtige Diskussion erst mit der lange ersehnten Publikation Ende Juni beginnen wird. Je nach den Resultaten der Vernehmlassung ist Amsler bereit, ideologisch heisse Themen, wie zum Beispiel die Gender-Thematik, zu streichen.
Amsler: "Die Jungen können heute mehr als früher" 
Schlüer: "Man muss beim Fremdsprachenunterricht in der Primarschule zurückbuchstabieren"
Die Volksschule zwischen Bildungsstandards und politischer Korrektheit, NZZ, 9.4. von Claudia Wirz und Michael Schoenenberger

25. April 2012

Starke Zunahme ausländischer Lehrer

Gemäss den Zahlen des statistischen Amts sind derzeit (anfangs April 2012) 6240 Personen "aus dem nahen Ausland" in der Schweiz als Lehrkräfte tätig. Damit hat sich die Zahl der ausländischen Lehrer innert eines Jahres um 12 Prozent erhöht.
Es stellt sich die Frage, ob die Ausbildung deshalb verändert werden muss

Lehrberuf für Schweizer immer unattraktiver, Bild: noexclusion.com
Zwölf Prozent mehr ausländische Lehrer in nur einem Jahr, soaktuell.ch, 24.4.

19. Februar 2012

Volk soll über Sexualkunde abstimmen

Wann und von wem dürfen Kinder aufgeklärt werden? Diese Frage soll bald das Schweizer Volk beantworten. In den nächsten Monaten wird das Elternkomitee Basel-Stadt eine eidgenössische Volksinitiative "Gegen die Sexualisierung von Kindergarten und Primarschule" lancieren. "Wir sind derzeit daran, den Initiativtext zu beenden. Wir wollen nicht, dass Vier- bis Neunjährige obligatorischen Sexualkundeunterricht erhalten", sagt Benjamin Spühler, Gründer des Basler Elternkomitees. Die SVP wird sich nicht an der Initiative beteiligen. "Die offiziellen Organe werden sich später zum Thema äussern", sagt Alt-Nationalrat Ulrich Schlüer in der SonntagsZeitung. "Wir werden die Initiative aber sicher ideell unterstützen." Auch ohne die aktive Mithilfe der SVP dürfte die Unterschriftensammlung aus Basel einiges an Schlagkraft entwickeln. Wie sehr das Thema bewegt, zeigte sich letzten Sommer, als ein Petitionskomitee in drei Monaten rund 91800 Unterschriften gegen die "Frühaufklärung" sammelte.
Quelle: SonntagsZeitung, 19.2.

8. Februar 2012

Lehrer-Lehre statt PH

Der Vorschlag der SVP, die Pädagogischen Hochschulen abzuschaffen, hat überrascht. Der Artikel der Weltwoche führte zu drei Leserbriefen - allesamt kritische Stellungnahmen zur Arbeit der PH. Von Seiten der PH gab's keine Reaktion. Ist der Vorschlag zu radikal, um ihn ernst zu nehmen? Glaubt man es sich leisten zu können, Artikel der Weltwoche zu ignorieren? Oder hat man im Moment gar keine Argumente zur Verfügung? Die Zeitungen hüten sich jedenfalls, das Thema aufzugreifen. 
Wieso soll man nicht über die PH diskutieren? Die SVP nimmt sich des Themas an, von den anderen Parteien hört man nichts - vornehme Zurückhaltung? In einem idealdemokratischen Land müssten doch jetzt eigentlich Gegenargumente auf die SVP einprasseln. Angesichts der unbestrittenen Misere wäre doch zu erwarten, dass die Interessenvertreter der PH aus ihren Büschen gelockt würden und Stellung nähmen. Aber nichts geschieht - eine verdächtige Stille! 
Lehrer-Lehre statt Pädagogische Hochschulen, von Ulrich Schlüer, 7.2.

6. Oktober 2011

Petition gegen Sexualisierung der Volksschule eingereicht

Nach dreimonatiger Sammelfrist konnte das Komitee "Gegen die Sexualisierung der Volksschule" über 91'000 Unterschriften einreichen. Das Komitee fordert, dass die gewählten Bildungsdirektoren der Kantone die Verantwortung für den Sexualkunde-Unterricht zu übernehmen hätten. Ausserdem dürfe dieser Unterricht keine Pornografie beinhalten. 
In ihrer heutigen Ausgabe deckt die Weltwoche (Philipp Gut) ein sexualpädagogisches Netzwerk auf, das sich aus folgenden Stellen zusammensetzt:

  • Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule
  • Bundesamt für Gesundheit
  • Stiftung Planes
  • Lehrer und Erziehungsdirektoren
Interessant die Äusserung des Leiters des Kompetenzzentrums auf die Frage, weshalb er das interne Papier nicht endlich publik mache. "Unsere entsprechenden Überlegungen richten sich an Fachpersonen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung".

30. August 2011

Streit um Sexualpädagogik geht weiter

SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer sammelt Unterschriften für eine "Petition gegen die Sexualisierung der Volksschule". In diesem Zusammenhang sollen Broschüren in der Zentralschweiz verteilt werden. Damit soll Druck auf die kantonalen Erziehungsdirektoren ausgeübt werden. Derweil wiegelt die Spitze der EDK ab. Regine Aeppli, die Präsidentin der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz, meint in einem Interview mit der NZZ, das Vermitteln von Sexualpraktiken gehöre nicht zum Lehrplan. Ausserdem werde es im Kindergarten keine Sexualkunde geben. 
Hart gegen die Petition schiesst nun der LCH: Die Forderungen bewirkten das Gegenteil von Kinderschutz. Aufgrund der aufgeheizten Stimmung bleibt das Grundlagenpapier aus der PH Zentralschweiz weiterhin unter Verschluss. Dies wirkt etwas unbeholfen, denn das Zurückhalten dieses Dokumentes wird den Petitionären um Ulrich Schlüer weiterhin kräftig Wind in ihre Segel blasen. Was hat das Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule an der PHZ zu verstecken?
Unaufgeklärte Kinder sind ausgeliefert, LCH-Stellungnahme zur Sexualpädagogik 

27. August 2011

Berufswahl kein eigenes Schulfach

Die Arbeiten zum Lehrplan 21 laufen planmässig. Im Oktober sollen die inhaltlichen Strukturen der Fachbereiche von der EDK verabschiedet werden. Dabei wird der Forderung der Wirtschaft nach einem eigenen Fach "Berufswahl" nicht entsprochen werden. In einem Interview mit der NZZ informierte Regine Aeppli als Präsidentin der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren über weitere Merkmale des neuen Lehrplans. Hier kurz ein paar Eckpunkte:

  • Beurteilung von Kompetenzen statt wie bisher Lernziele. Diese sagten klarer, was Schulkinder am Ende eines Zyklus können müssten.
  • Fachberereich Naturwissenschaften statt die Unterteilung in Einzelfächer wie Physik, Chemie, Biologie
  • Überfachliche Themen: berufliche Orientierung, ICT, Gender und Demokratie. Überfachliche Themen sollen in verschiedenen Schulfächern behandelt werden. Für diese überfachlichen Themen wird es keine Standards geben.
  • Sexualerziehung: "Schule hat nicht zum Sex anzuleiten".

12. Juni 2011

Wer ist zuständig für Aufklärung?

In der Zentralschweiz regt sich Widerstand gegen den geplanten Sexualkunde-Unterricht. Der Luzerner Nationalrat Pius Segmüller (CVP) will mit einem Vorstoss das geplante Obligatorium der Sexualkunde stoppen. Vertreter der SVP, FDP, CVP und EDU wollen auch in anderen Kantonen aktiv werden.
Meldung von Guido Felber in der Neuen Luzerner Zeitung online.


Das Thema wurde im Blick bereits am 29. Mai thematisiert. 
Artikel von Romina Lenzlinger mit vielen Lesermeinungen.