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30. Dezember 2014

Eine Ode an die guten Lehrer

Seltsamerweise prägen heute die negativen Begriffe den Ruf der Lehrer: Sie gelten als Burn-out-gefährdet, chronisch überlastet und immer wieder mal depressiv im ge­stressten Klassenklima.
Belegt wurde dieser Ruf jüngst mit einer Nationalfonds-Studie, die bizarrerweise gleichzeitig davon sprach, dass 87,2 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer der Beruf Spass macht. Wir haben uns ein wenig umgehört. Was macht den guten Lehrer aus? Es sind nicht Faktoren wie kompetenzorientiert, Teamfähigkeit oder Bachelor-Abschluss, die einen guten Lehrer beschreiben, und wie sie heute in jedem Bewerbungsdossier stehen müssen. Vielmehr waren diese Lehrerinnen und Lehrer autarke Monolithen in der Bildungslandschaft, zuweilen auch etwas schräge Vögel.

Meinen Respekt hatte Lehrer Bruggmann, der mich in Mathe und Geo unterrichtete. Er öffnete seine Wohnung für die schwachen Matheschüler mittwochnachmittags. Nicht weil er ein Kumpel für die Schüler sein wollte, sondern weil er eines verinnerlicht hatte: Wissen vermittelt sich am besten über persönliche Beziehungen. Vorbild Bruggmann – seine Heilandsandalen, die Strahlensonne als Anti-Atom-Aufkleber auf seiner Rostlaube und stets jene Manchester-Jeans tragend, die den Menschen zusätzlich dick erscheinen lassen – prägte früher noch lange mein Bild, das ich mir über die SP-Genossen machte: etwas antiquiert, dafür menschlich und für die Umwelt.
Eine Ode an die guten Lehrer, Basler Zeitung, 30.12. von Daniel Wahl
Haben auch Sie, liebe Leserin, lieber Leser, gute Erinnerungen an eine fähige Lehrperson? Teilen Sie Ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit den Lesern dieses Blogs. 

18. März 2013

Gedanken eines Frühpensionierten

Ein Zuger Lehrer blickt zurück auf die Veränderungen im Lehrerberuf. Ein persönlicher Blick auf Schönes und Unschönes in einem Lehrerleben.
Beim Lesen spürt man Bitterkeit und Enttäuschung, aber auch die kritische Analyse und die gesellschaftliche Notwendigkeit einer Debatte über Schulthemen. Auch für nicht-pensionierte Leser sehr empfehlenswert.
Texte zur Volksschule, von Toni Kleimann

27. Februar 2013

Der 200-Prozent-Lehrer

Eine schöne Geschichte über einen Reallehrer (Sek B), der sich um seine Schüler kümmert. Doch ist er wirklich eine solche Ausnahme? 



"Unsere einzige Chance ist, schneller zu sein", Bild: Christian Messikommer

Der 200-Prozent Lehrer, Tages Anzeiger, 27.2. von Christian Messikommer

12. November 2012

Wo drückt der Schuh?

Der Umgang mit Schülern und Eltern wird anstrengender, Projekt- und Administationsarbeiten ausserhalb des Klassenzimmers nehmen zu. Eine Übersicht über die Probleme und Gefahren im Lehrerberuf.
Die Agenda ist gut gefüllt, Bild: Nik Hunger
Wo drückt die Lehrer der Schuh, Migros Magazin, 12.11. von Reto Meisser

21. September 2012

Zerfall der Sitten an der Schule

Jede Generation ortet bei der heranwachsenden Jugend den Zerfall der Sitten, ja den Untergang der Zivilisation. Es ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass die Jugendlichen vielfach grundlegende Anstandsregeln nicht mehr kennen. Wer ist dafür verantwortlich zu machen? Überforderte Eltern? Standardisierte Schulen?

Schüler zum Lehrer: "Halt den Mund". Basler Zeitung, 21.9. von Nina Jecker und Katrin Roth. 

9. Juni 2011

Bern macht sich Sorgen wegen Lehrermangel

Der Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver fordert mehr Wertschätzung für den Lehrerberuf in der Öffentlichkeit. Dies sagte er angesichts des drohenden Lehrermangels im Kanton vor den Delegierten des Verbandes Lehrerinnen und Lehrer Bern (Lebe). Genau dasselbe habe ich selbst auch schon von meinen Erziehungschefs gehört. Gibt es in der EDK einen Ordner für Ansprachen zu den kantonalen Lehrerverbänden? Dann empfehle ich, diesen dringend mal zu überarbeiten. Mehr Wertschätzung würde z.B. bedeuten, dass den Lehrkräften wieder mehr Verantwortung übertragen würde, verbunden mit einem Abbau der Bildungsadministration. 


Artikel in der Berner Zeitung