Posts mit dem Label Ausstieg aus Lehrberuf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ausstieg aus Lehrberuf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

25. November 2019

Dokumentation eines Ausstiegs


Es ist ja eine wohlbekannte Tatsache, dass immer mehr Lehrkräfte den Beruf nach wenigen Jahren verlassen. Den folgenden Text wollte ich eigentlich über die Klinge springen lassen, da er ja schon ein paar Monate alt ist. Die Auflistung der Gründe für den Berufswechsel fand ich jedoch interessant und nachvollziehbar. (uk)

«Ja ja, wir Lehrer sind ewige Jammeri, ich weiss. Dabei haben wir doch zwölf Wochen Ferien. Aber ich möchte auch nicht jammern. Nur wie kommt es, dass so kurz vor den Sommerferien erneut Hunderte von Stellen nicht besetzt werden können? Ich frage mich, was den Lehrerberuf so unattraktiv macht. Und wieso nichts dagegen unternommen wird? Denn offenbar machen es die zwölf Wochen unterrichtsfreie Zeit, um die uns alle so sehr beneiden, nicht wett.


Ich verdiene mein Geld seit acht Jahren als Mittelstufenlehrerin. Nun habe ich die Nase voll, ich habe gekündigt. Ob es nur ein Sabbatical wird oder ob ich den Beruf für immer an den Nagel hänge, weiss ich noch nicht. Denn eigentlich habe ich gerne unterrichtet. Ich war gerne an dieser Schule, und auch die Schulleitung war zuletzt gut. Ein wenig habe ich schon ein schlechtes Gewissen. Ich glaube, viele der Kinder sind traurig, als ich meinen Abgang verkündete. Auch viele meiner Arbeitskolleginnen waren ziemlich schockiert. 


4. Juli 2018

Krise im Lehrerberuf

«Schüler und Eltern gehen vermehrt auf Lehrer los», war Mitte Mai im Boulevardblatt «20 Minuten» zu lesen. Dabei seien selbst tätliche Angriffe keine Ausnahmen mehr. In Deutschland komme es fast an jeder zweiten Schule zu Gewalt gegen Lehrkräfte – ein Ergebnis, das sich ansatzweise auf die Schweiz übertragen lasse. So Franziska Peterhans vom Schweizerischen Lehrerverband. Schuld an diesen Übergriffen sei vor allem der fehlende Respekt gegenüber Lehrkräften, sagen Bildungsexperten.
Lehrer – ein schwieriger Beruf in der Krise, Thurgauer Zeitung, 2.7. von Mario Andreotti

25. Juli 2017

LCH fordert professionelle Begleitung von Junglehrern

Rund 3500 neue Kindergarten-, Primar- und Sekundarlehrer haben letztes Jahr ihr Diplom erhalten. Doch nicht alle werden lange vor einer Klasse stehen; etwa 700 steigen gar nicht in den Beruf ein oder bald wieder aus. Laut Bildungsbericht 2014 waren 17 Prozent der Absolventen fünf Jahre nach Abschluss der Ausbildung nicht mehr als Lehrer tätig, der Lehrerverband Schweiz rechnet mit 20 bis 30 Prozent.
Lehrerverband fordert mehr Unterstützung für Einsteiger, NZZaS, 23.7. von René Donzé

18. November 2016

Mentorat für Berufseinsteiger

Lehrer bleiben nach ihrer Ausbildung oft nicht lange in ihrem Beruf. Dieses Problem kam nun auch im Aargauer Kantonsrat zur Sprache. Nun werden einige Massnahmen geprüft.
Zu viele Lehrer verlassen den Beruf zu früh, Bild: LIZ
Zu viele Lehrer gehen - Kanton prüft Massnahmen, Aargauer Zeitung, 16.11.

21. Juni 2016

Warum junge Lehrer aussteigen

Junge Lehrpersonen kannten schon zu Studiumbeginn ihren Einstiegslohn. Sie erlebten den Beruf im Studium in diversen Praktika. Warum treten sie trotzdem bald wieder ab?
Nach vier Jahren haben 20 Prozent den Beruf wieder verlassen, Bild: Chris Iseli
Drang nach Freiheit: Warum viele junge Lehrer wieder aussteigen, Badener Tagblatt, 21.6. von Pascal Sigg und Sabine Kuster

21. Februar 2016

PH sollen über die Bücher gehen

Dass viele Junglehrer den Beruf schon während der Ausbildung oderim ersten Berufsjahr aufgeben, hängt nicht zwingend mit ihrer Persönlichkeit zusammen. An vielen Pädagogischen Hochschulen wird momentan den Studierenden der Wunsch, Kindern und Jugendlichen etwas beizubringen, gründlich ausgetrieben. Anstatt teure Assessments für angehende Lehrer einzuführen, sollten die Pädagogischen Hochschulen besser selber über die Bücher gehen. Die von ihnen verbreiteten Theorien des «selbstorganisierten, kompetenzorientierten und individualisierten Lernens», die es dem Lehrer verbieten, Stoff zu vermitteln und mit den Schülern gemeinsam zu erarbeiten, und ihn zum Coach degradieren, sind falsch und lassen die Schüler und auch die Lehramtsstudenten im Stich. Die Pädagogischen Hochschulen sollen die angehenden Lehrer auf dem Weg zu reifen Lehrerpersönlichkeiten begleiten und sie als erfahrene Kollegen anleiten. Dann können die jungen Lehrer an ihrer schönen und anspruchsvollen Aufgabe wachsen und zu Persönlichkeiten werden.

Leserbrief, NZZaS, 21.2. von Susanne Lienhard

Praxiserprobte Fachdidaktiker fehlen

Die hohe Zahl der Abgänge neu ausgebildeter Lehrpersonen bedeutet einen immensen Verlust an pädagogischem Know-how. Leider haben die Pädagogischen Hochschulen nach der Bologna-Reform mit der Entlassung der meisten Volksschullehrer als Fachdidaktiker das Standbein des Praxisbezugs arg geschwächt. Von diesem Schock hat sich die Lehrerbildung noch immer nicht erholt. Wer sich für den Lehrerberuf entscheidet, sollte wissen, dass er eine Aufgabe mit unternehmerischen Anforderungen und hoher zeitlicher Inanspruchnahme übernimmt. Lange Zeit haben die Pädagogischen Hochschulen in der Schweiz damit geworben, dass vom Lehrerstudium aus prima Möglichkeiten für den Wechsel in andere Hochschulbereiche bestünden. Dass jetzt eine Korrektur dieser Beliebigkeit ins Auge gefasst wird, ist zumindest ein Ansatz für eine gründliche Auseinandersetzung um ein Berufsbild mit klareren Konturen.
Leserbrief, NZZaS, 21.2. von Hanspeter Amstutz

Wahre Opfer sind die Studierenden selbst

Im Artikel wird darauf verwiesen, dass die Studierenden an der PHLuzern im ersten Ausbildungsjahr intensiv auf ihre Eignung untersucht werden. Darum wollte man dort keine Assessments einführen. Als Student ebenda habe ich aber ausser einem Online-Eignungs-Selbsttest keine echte Eignungsabklärung oder gar Selektion wahrgenommen. Im Gegenteil, es scheint ein Studium zu sein, in dem es gar nicht möglich ist, nicht zu bestehen. Die wahren Opfer dieses Systems sind dabei nicht einmal die Schüler und Eltern, die sich mit einer überforderten Lehrperson herumschlagen müssen. Noch sind es die Berufskollegen, die unter einem Imageschaden leiden. Auch nicht die Steuerzahler, die diesen Leerlauf finanzieren. Es sind die Studierenden, die Jahre in eine Ausbildung investieren und erst in der Praxis erfahren, ob sie neben den fachlichen Kompetenzen auch das restliche Rüstzeug zur Bewältigung des Arbeitsalltags mitbringen.

Leserbrief, NZZaS, 21.2. von Raphael Wallimann

PH drücken sich um Selbstkritik

Die Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz macht es sich zu leicht, wenn sie einfach die Schwachstelle bei den Studierenden sucht und sich elegant um die Frage drückt, ob es nicht auch an den Ausbildungsinstituten selber liegt. Diese betreiben lieber eine schmalbrüstige Forschung, um sich den Hochschulstatus zu sichern, anstatt den Studierenden ein Umfeld zu bieten, in welchem sie sich in aller Sorgfalt auf ihren Beruf vorbereiten können. Zudem unterstützen die Pädagogischen Hochschulen selber jene fehlgeleitete Schulpolitik mit den sogenannten Reformen, ihren Evaluationen, endlosen Elterngesprächen, der totalen Integration von Schülern aller Intelligenzgrade und Reifungsdefizite und der daraus resultierenden Inflation von ambulanten Heilpädagogen, Hilfs- und Stützlehrern, was unsäglich viele interne Absprachen erfordert. All dies bringt selbst gesunde und robuste Persönlichkeiten letztlich zur Strecke.

Leserbrief, NZZaS, 21.2. von Peter Schmid

PH-Abgänger bleiben länger im Lehrberuf

Im Beitrag findet sich die Aussage, dass nach fünf Jahren dieHälfte der an Pädagogischen Hochschulen (PH) ausgebildeten Lehrpersonen nichtmehr im Beruf arbeite. Diese Information beruht auf einer missverständlichen und unvollständigen Passage im Bericht «Mobilität der Lehrkräfte der obligatorischen Schule» des Bundesamtes für Statistik aus dem Jahr 2014. Tatsächlich ist die durchschnittliche Verweildauer von PH-Diplomierten im Lehrberuf viel länger. In einem Hinweis zum Bericht hält das Bundesamt für Statistik auf seiner Website korrigierend fest, dass die Austrittsrate der Diplomierten der Pädagogischen Hochschulen etwa 20 Prozent innerhalb von vier Jahren betrage. Darin sind auch die Wechsel von einer Schule zur anderen enthalten.
Leserbrief, NZZaS, 21.2. von Hans-Rudolf Schärer, Präsident der «Kammer PH», der Rektorenkonferenz der Schweizer Hochschulen

14. Februar 2016

Assessment soll Zahl der Aussteiger reduzieren

Die Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz testet ab 2017, wie belastbar und flexibel ihre Studenten sind. Sie will damit die Zahl der Berufsaussteiger senken. 
Längst nicht alle, die sich an einer Pädagogischen Hochschule einschreiben, werden später auch Lehrer. Bereits während der Ausbildung geben rund 15 Prozent der PH-Studenten auf. Nicht wenige scheitern später an der Realität des Alltags. Im ersten Berufsjahr hört jeder sechste Lehrer auf, nach fünf Jahren arbeitet die Hälfte nicht mehr im Beruf.



















Umstritten ist, ob sich die Zahl der Aussteiger durch ein Assessment reduzieren lässt, Bild: Benne Ochs
Stresstest für künftige Lehrer, NZZaS, 14.2. von René Donzé

23. Mai 2015

49 Prozent verlassen Beruf nach fünf Jahren

Die Austrittsraten von Lehrpersonen hängen stark vom Dienstalter ab. Während zwischen 2010 und 2011 16% der Lehrpersonen im ersten Berufsjahr aus dem Beruf ausgeschieden sind, fällt dieser Anteil bei Lehrpersonen mit einem Dienstalter von mehr als 10 Jahren auf unter fünf Prozent.
Quelle: Bundesamt für Statistik, Mobilität der Lehrkräfte der obligatorischen Schule. März 2014  

Junglehrer beklagen praxisferne Ausbildung

Lehrer stossen oft an ihre Grenzen, wenn sie ihre erste Stelle antreten - und viele steigen wieder aus. Die Ausbildung sei praxisfern, sagen junge Lehrer.





Ein Mentor bespricht mit einer Studentin deren Praktikum, Bild: Dominik Wunderli

Werden Lehrer ungenügend vorbereitet? Neue Luzerner Zeitung, 23.5. von Yasmin Kunz

30. Juni 2014

Lohn allein ist nicht entscheidend

Kürzlich forderte der LCH massive Lohnerhöhungen, damit der Lehrerberuf mit anderern vergleichbaren Berufen mithalten könne. Wichtig sei dies, um für die Zukunft genügend motivierte Nachwuchskräfte rekrutieren zu können. In ihrem Leserbrief fordern Elfy und René Roca eine umfassendere Sicht auf die Problematik. So betrachten sie die Lehrerbildung und die Reformen als ebenso wichtige Faktoren, weshalb so viele Leute aus dem Beruf aussteigen.




Der Lohn allein ist nicht verantwortlich für die hohe Aussteigerquote bei Lehrkräften, Bild: Südostschweiz


Die Lehrerbildung und die Reformen sind das Problem, Elfy und René Roca, 29.6.

27. Mai 2014

Mobilität der Lehrkräfte der obligatorischen Schule

Rund 16 Prozent der Lehrpersonen im ersten Berufsjahr sind zwischen 2010 und 2011 aus dem Beruf ausgestiegen. Innerhalb von fünf Jahren nach Stellenantritt verlassen 49 Prozent der neuen Lehrkräfte den Schuldienst vorübergehend oder endgültig.
Mobilität der Lehrkräfte der obligatorischen Schule, Bundesamt für Statistik, März 2014

13. April 2014

Warum Lehrer aussteigen

Der Artikel zu den hohen Ausstiegszahlen von Junglehrern hat viele Reaktionen in den Leserbriefspalten provoziert. Hier zwei Beispiele:

Jüngere Klassenlehrpersonen, die bereit sind, längerfristig an einer Schule zu wirken und volle Verantwortung für die pädagogische Arbeit zu tragen, sind eher dünn gesät. Es ist lohnmässig attraktiver, sich heilpädagogisch weiterzubilden und dann als Fachlehrperson in einem Schulteam zu arbeiten, ohne dabei die herausfordernde, jedoch schöne Aufgabe der Klassenführung übernehmen zu müssen. Die Bildungspolitik spricht zwar anerkennend von der zentralen Bedeutung der Klassenlehrkräfte für eine starke Volksschule, aber sind es nicht genau die allzu vielen unausgegorenen Reformen, die den Lehrpersonen die Arbeit erschweren? Wann wurde in den letzten Jahren eine Schulreform wieder rückgängig gemacht, die nachweislich grossen Aufwand, aber kaum einen Nutzen gebracht hat? Nun kommt auch noch der neue Lehrplan mit seinen über 4000 Kompetenzzielen. Ein weiteres Stück des einst grossen Gestaltungsspielraums im Unterricht dürfte so verloren gehen und dem Lehrerberuf einen Bärendienst erweisen. Es ist Zeit, dass die Bildungspolitik wieder praxisgerechter wird sowie vermehrt auf die Bedürfnisse und Anliegen der Lehrpersonen eingeht.
Werner Wunderli, Meilen (ZH) in NZZaS, 13.4.

Ein grosser Teil der Lehrerinnen und Lehrer hat genug von Reformen aller Art und will keinen neuen Lehrplan. Wenn das geplante Monsterwerk des vorgestellten Lehrplans 21 Wirklichkeit würde, dann wäre dies unweigerlich mit einer weiteren Einschränkung der pädagogischen Freiheit verbunden. Und dass vielerorts nebst den Bildungsdirektionen die heutigen Schulleitungen am Organisationsdruck, welcher letzten Endes in jedem Klassenzimmer zu spüren ist, mitschuldig sind, kann auch nicht von der Hand gewiesen werden.

Hans-Peter Köhli, Zürich in NZZaS, 13.4.

6. April 2014

Jeder Zweite steigt nach fünf Jahren aus

Erstmals hat das Bundesamt für Statistik Daten zu den Lehrern gesammelt, die aus dem Schuldienst austreten. Zwischen den Jahren 2010 und 2011 stiegen 17,1 Prozent der Lehrpersonen noch im ersten Berufsjahr aus. Während die PH dies nicht als Kritik an ihrer Ausbildung verstanden haben wollen, fordert Beat Zemp, Zentralpräsident des LCH, eine bessere Betreuung der Junglehrer.




Unklar ist, weshalb die Lehrer gehen, Bild: NZZ


Jeder zweite Lehrer steigt nach fünf Jahren aus, NZZaS, 6.4. von Katharina Bracher


Hohe Ausstiegsquoten an der Volksschule

Schon im ersten Jahr quittiert jeder sechste Lehrer den Schuldienst, nach fünf Jahren ist die Hälfte weg
Viele Lehrer verlassen das Schulzimmer nach wenigen Jahren wieder. Nun fordert der Lehrerverband bessere Betreuung für Junglehrer.
Den Schulen laufen die Lehrer davon, NZZaS, 6.4. von Katharina Bracher

27. Dezember 2013

Häufige Auflösung von Lehrverträgen

Fast jeder dritte Lehrvertrag in der Schweiz wird vorzeitig aufgelöst. Im Gastgewerbe und bei Coiffeur- und Schönheitspflegeberufen gar jeder zweite. Falsche Berufswahl und ungenügende Leistungen in der Schule sind die Hauptgründe.
Aufgelöste Lehrverträge 2012 nach Ausbildungsfeld, Quelle: BFS

24. Oktober 2013

Schwierige Eltern

Überengagierte Eltern üben immer mehr Druck auf die Schule aus. Beat Zemp: "In der letzten Berufszufriedenheitsbefragung des LCH war der Umgang mit schwierigen Eltern einer der Hauptgründe für Unzufriedenheit". 




Jeder dritte Lehrer im Kanton Basel-Stadt weist Symptome eines Burn-outs auf, Bild: Eric Gaillard

Lehrer kündigen wegen nerviger Eltern, Basler Zeitung, 24.10. von Karin Müller