28. Oktober 2018

Bürokratie statt Wissen


Was wissen wir über den Lehrplan 21?

1. Der Schweizer Lehrplan 21 zerstückelt das Lernen in Tausende von Kompetenzen. Die Umstellung auf einen kompetenzorientierten Unterricht führte bisher überall zu massiven Einbussen im Wissen und Können.
Lehrplan bringt Expertokratie, Urs Kalberer, 28.10.



2. Was nicht überprüft und gemessen werden kann, fällt aus dem Programm. Eine kompetenzorientierte Leistungsüberprüfung ist nicht kompatibel mit dem hergebrachten Noten- und Zeugnissystem.

3. Der Lehrplan 21 verzichtet auf Jahresziele und einen verbindlichen Stoffplan und -aufbau.

4. Entgegen aller Versprechungen behindert der Lehrplan 21 die Mobilität: Je nach Kanton wird zuerst Englisch, Französisch oder Italienisch unterrichtet.

5. Der Lehrplan 21 führt zu mehr Testerei, zu mehr Druck und zu mehr Administration und Bürokratie.

6. Entgegen aller Versprechungen beeinträchtigt der Lehrplan 21 mit seinen obligatorischen Monopollehrmitteln und den Zwangsweiterbildungen die Lehr- und Methodenfreiheit der Lehrpersonen.

7. Die demokratisch legitimierten Schulräte, die Eltern und auch die Lehrpersonen verlieren an Einfluss zugunsten einer Expertokratie aus Verwaltung, Lehrmittelverlagen und den Pädagogischen Hochschulen.

Wenn wir weiterhin am System «Volksschule» festhalten wollen und die Bildungsqualität halten wollen, gibt es gute Gründe für die Annahme der beiden Lehrplan-Initiativen.

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